Wenn der Berg ruft. Das Gipfeltreffen von Eros und Wissenschaften in Thomas Manns Roman "Der Zauberberg"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2011
25 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhalt

1. Einführung in die Thematik
1.1 Einleitung
1.2 Das Bürgerliche „im Flachlande drunten“
1.3 Im Rausch der Forschung

2. Die Wissenschaft im Zauberberg
2.1 Die „lebendige Genauigkeit“ der Physiologie in Humaniora
2.1.1 Die Körperlichkeit der Maria Mancini
2.1.2 Wissenschaft unter der Epidermis der Kunst:Das Portrait der Madame Chauchat
2.1.3 Der Reiz „[...] was ganz gefährlich Schönes[...]“
2.1.4 Forschungen nach dem Leben

3. Die Krankheit – Entlarvung von Eros’ Maske

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

1. Einführung in die Thematik

1.1 Einleitung

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Thematik von Eros und Naturwissenschaft, im Hinblick auf Thomas Manns „sinnlichstem“1 Roman Der Zauberberg, der 1924 erschienen ist. Es soll gezeigt werden, inwieweit die „wissenschaftliche Realität“2 im Zusammenhang mit der „lebendigen Genauigkeit“3 steht. Die wissenschaftliche Terminologie in Thomas Manns Roman ist fast gänzlich sinnlich konnotiert. Es scheint als ob sich die Bergluft „dort oben“ äußerst anregend auf Hans Castorp auswirkt, was ihn ein Gipfeltreffen von Wissenschaft und Eros erleben lässt. Seine Faszination vom Organischen wird durch wissenschaftliche Diskurse über Medizin und Biologie belebt und schließlich stellt er fest, dass „[...] es gar nicht schaden kann, wenn man auch unter der Epidermis ein bisschen Bescheid weiß [...]“ .4

Anschließend wird zunächst der Topos der naiven Bürgerlichkeit erörtert, woraufhin im Gegensatz dazu die Thematik des neugierig forschenden Menschen im Bezug auf den Forschungstrieb Hans Castorps erläutert wird. Folgend wird anhand der Kapitel Humaniora und Forschungen der Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Erotik verdeutlicht. Außerdem soll anhand von Dr. Krokowskis Vortrag über die „Liebe als krankheitsbildende Macht“ die Konstellation von Hans Castorp, Pribislav Hippe und Clawdia Chauchat analysiert werden. Infolgedessen gilt es aufzuzeigen, wie Thomas Manns fiebrig forschender Held das Geheimnis des Lebens und seines eigenen Körper- und Seelenmassivs lüftet.

1.2 Das Bürgerliche „im Flachlande drunten“

Thomas Manns Verständnis von Bürgerlichkeit wird vor allem durch Hans Castorps Feststellung deutlich, dass es5

„[...] zum Leben zwei Wege [gibt]: Der eine ist der gewöhnliche, direkte und brave. Der andere ist schlimm, er führt über den Tod, und das ist der geniale Weg!“6

Der zuerst beschriebene Weg verweist auf die naiven Eigenschaften des Bürgertums. Gewöhnlich, direkt und brav sind die Ideale, denen ein Bürger genügen muss, um die ökonomischen Zwänge seines Standes zu erfüllen und glücklich das Leben in der hiesigen Sphäre zu bestreiten.7 Herrmann Kurzke sieht den Sinn des bürgerlichen Individuums vor allem im Ertrag. „Wer nichts einbringt, ist ein nutzloses Glied der bürgerlichen Gesellschaft.“8 Die Kosten-Nutzen Relation prägt die ökonomische Welt des Bürgertums und hat kein Verständnis für Tod, Liebe und Krankheit. Solide Eigenschaften wie Fleiß, Sparsamkeit, Nützlichkeit und Produktivität sind im philiströsen Sinne durch Faulheit, Zeitverschwendung und Nutzlosigkeit gefährdet.9 Zuletzt genannte Eigenschaften sind von Bedeutung, wenn Hans Castorp vom schlimmen, aber genialen Weg zum Leben spricht.10 Dieser Weg vollzieht sich über die Auseinandersetzung mit dem Tod. Die morbide Thematik widerspricht der bürgerlichen Lebenswelt gänzlich, denn der Tod induziert das Körperliche, Unnütze und Vergängliche. Er stellt die Bürgerlichkeit in höchstem Maße in Frage und macht jeglichen Besitz und Ertrag zunichte.11 Der Tod bzw. die Krankheit entreißt dem Bürgertum jede Rechtfertigung seiner Existenz. Doch aufgrund der natürlichen Naivität schwelgt man „dort unten“ nicht in derart abstoßenden und unglückverheißenden Sphären; ungern erklimmt man luftige Bewusstseinshöhen. Die geistig ästhetische Welt der Kunst und der Wissenschaften setzt jedoch um der Erkenntnis willen die Beschäftigung mit der eigenen Existenz voraus und so ist es nicht verwunderlich, dass Thomas Mann die Sphäre „droben“ in der Hochgebirgslandschaft wählte, um seinen Helden sich und das Leben bewusst werden zu lassen. Albert Einstein konkretisiert die metaphorische Bedeutung der geografischen Lage von „droben“ und „drunten“:

„[...] dass eines der stärksten Motive, die zur Kunst und der Wissenschaft hinführen, eine Flucht ist aus dem Alltagsleben mit seiner schmerzlichen Rauheit und trostlosen Öde [...] aus dem persönlichen Dasein heraus in die Welt des objektiven Schauens und Verstehens; es ist mit dem Motiv der Sehnsucht vergleichbar, die den Städter [...] nach der stillen Hochgebirgslandschaft unwiderstehlich hinzieht [...].“12

Im Zauberberg ist es eine Tuberkuloseerkrankung, die „auserwählte“ Bürger zur Genesung in die Berglandschaft des Schweitzer Lungensanatoriums nach Davos befördert. Joachim Ziemßen, Hans Castorps Vetter, wurde aus diesen Beweggründen zum Patienten des Sanatoriums. Der Genesungsprozess seiner Krankheit gestaltet sich, trotz strengen Befolgens der Kuren und Untersuchungen, langwieriger als erwartet. Aufgrund dessen ist Joachim Ziemßen erleichtert, als ihn Hans Castorp im Sanatorium besuchen kommt. Er verspricht sich durch die Gesellschaft seines Vetters eine Erlösung von der dort herrschenden Langeweile. Es wird deutlich, dass Joachim Ziemßen seine Krankheit als Behinderung empfindet, der er sich schnellstmöglich entledigen muss, um gehorsam seinen Verpflichtungen als ehrenvoller und rechtschaffener Bürger nachkommen zu können. Für ihn stellt der Aufenthalt im Sanatorium keine Flucht aus dem Alltag, sondern eine Isolierung vom Leben dar. Für Hans Castorp hingegen, der sich aus freien Stücken in die Gefilde des Hochgebirges begab, bedeutet die Krankheit, welcher er während seines dreiwöchigen Besuchs anheim fiel, eine Lebensbereicherung sowie eine Daseinberechtigung im Kreise der Kranken. Diese Faszination am Zustand der Krankheit lässt ihn selbst zum Kranken mit einem besseren, humanistischen Bewusstsein13 werden.

Der grundlegende Unterschied zwischen den beiden Vettern wird deutlich, als Joachim Ziemßen Hans Castorp entgegnet:

„Ach, Mensch, du wirst ja immer klüger hier oben, mit deiner Biologie [...] Und dabei sind wir doch hier, um gesünder, und nicht um gescheiter zu werden, - gesünder und ganz gesund, damit sie uns endlich in Freiheit setzen und als geheilt ins Flachland entlassen können! Auf den Bergen wohnt die Freiheit! sang Hans Castorp leichtsinnig.“14

Es ist letztlich die unterschiedliche Begegnung mit der Krankheit, die Hofrat Behrens erkennt, wenn er feststellt, Hans Castorp

„wäre[n] ein besserer Patient als der, da möchte [er] doch wetten. Das sehe [er] jedem gleich an, ob er einen brauchbaren Patienten abgeben kann, denn dazu gehört Talent [...]“

Das Talent, welches Hans Castorp seinem Vetter voraushat, besteht darin dass er sich der Krankheit leichten Sinnes bzw. verlustierend hingibt und mit der Erkenntnissucht eines Forschers das Mysterium der Krankheit und seiner Existenz begreifen will.

Im folgenden Abschnitt soll der Rausch, dem sich der forschende Mensch hingibt, erörtert und der Zusammenhang zwischen der Erotik und der Wissenschaft im Bezug auf Hans Castorps Forschungstrieb verdeutlicht werden.

1.3 Im Rausch der Forschung

Alle Menschen streben von Na­tur aus nach Wissen. Dies beweist die Liebe zu den Sinneswahrnehmungen.“15

Diese berühmte These aus der Metaphysik des Aristoteles belegt die existentielle Sehnsucht des Menschen nach Erkenntnis und sein natürliches Verlangen nach Wissen. Es wird davon ausgegangen, dass jener Forschungsdrang ein Resultat der Liebe zum Sinnlichen ist. Jedes menschliche Wesen strebt nach der Erfüllung seiner Bedürfnisse durch Naturerkenntnis.16 Die angestrebte Vollkommenheit und das höchste Glück seiner Existenz erlangt der Mensch demnach durch die Wissenschaft. Dass dieser natürliche Forschungsdrang von erotischen Motiven durchzogen ist, verdeutlicht Albert Einstein, indem er den Gefühlszustand, der zu solchen Leistungen befähigt, mit dem des Religiösen oder des Verliebten vergleicht.17 Dass in der menschlichen Natur das Perfide und Erotische verwurzelt ist, stellt Hans Castorps Pädagoge Settembrini fest, der ebenfalls ein Patient des Berghof Sanatoriums in Davos ist. „[...] die Natur erschien ihm böse - übrigens ist sie böse, dumm und böse [...]. Hier haben Sie Ihr Dilemma für das menschliche Gefühl.“18 Was Aristoteles mit der Liebe zu den Sinneswahrnehmungen ausdrückt und Einstein mit der Verliebtheit verdeutlicht, unterstreicht Settembrini mit der dummen und bösen Natur, die den forschenden Menschen durch Schaulust für das Fremde und Geheime motiviert. Dieser Sehnsucht das Unbekannte zu erforschen und zu durchleuchten, obliegt dem erotischen Aspekt der Forschung, der einem regelrechten Rausch gleichen kann.

Es stellt sich nun die Frage, wie der Forscher das zu erstrebende Ziel, Natur und Geist zu vereinigen, erlangen kann? Thomas Mann erkennt die Lösung in einer Erotisierung der Naturwissenschaft, die sich in der Sympathie mit dem Organischen19 widerspiegelt. Dieses verliebte Interesse an der Biologie ist im Zauberberg insbesondere innerhalb des Kapitels Humaniora zu erkennen, worauf im folgenden Abschnitt eingegangen wird. Thomas Mann lässt seinen forschungsverliebten Helden auf den sinnlichen Spuren der Wissenschaft wandern, die ihn nicht nur zur Erkenntnis über Leben und Tod, sondern auch zu seinem eigenen seelischen Bewusstsein kommen lässt.

Zunächst aber soll erörtert werden, welch grundlegende Rollen die Medizin und die Biologie im Zauberberg einnehmen.

2. Die Wissenschaft im Zauberberg

Die Bandbreite der vertretenen Wissenschaftenen im Zauberberg ist beachtlich: Medizin, Biologie, Psychologie, Theologie, Philosophie, Psychoanalyse und Politik. Alle diese Bereiche eröffnen sich dem jungen Hamburger Kaufmannssohn Hans Castorp innerhalb der sieben verbrachten Jahre im Lungensanatorium. Hinsichtlich des Romanumfangs von über tausend Seiten hätte Hans Castorps dreiwöchiger Aufenthalt – so war es ursprünglich geplant - wohl kaum ausgereicht, um das Spektrum von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen adäquat in den Text zu verweben. In Thomas Manns Roman Der Zauberberg begegnet der Leser einer Fülle von medizinischen Fachtermini bei Untersuchungen, Diskussionen und Diskursen, die sich im Lungensanatoriums Bergfried in Davos unter den Ärzten und Patienten abspielen. Alle Insassen verbindet die Tuberkuloseerkrankung die beim einem weniger, beim anderen stärker ausgebrochen ist. Die dargestellten medizinischen Diagnose-, Behandlungs- und Therapiearten entsprechen dem damaligen Wissensstand der Tuberkulose-Forschung Anfang des 20. Jahrhunderts. Thomas Mann stellt seinem Helden Hans Castorp alle nötigen Werkzeuge zur Verfügung, die es ihm ermöglichen, das Leben in seiner ganzen Dimension zu erforschen. Neben den medizinischen und anatomischen Betrachtungsweisen werden auch die Grundphänomene des Lebens mit Hilfe von biologischen Erkenntnissen beleuchtet.20 Die Quellenforschung belegt, dass sich Thomas Mann viele naturwissenschaftliche Lehrbuchtexten aus den Jahren 1910 bis 1920 bediente, um die Richtigkeit seiner medizinischen und biologischen Aussagen gewährleisten zu können. Eine weitere Informationsquelle über die medizinischen Abläufe innerhalb des Sanatoriumslebens war sicherlich auch Thomas Manns Frau Katja, die aufgrund diverser Erkrankungen mehrer Aufenthalte in Lungensanatorien, darunter auch in Davos, zubrachte.21

Thomas Manns medizinische und biologische Fachkenntnisse sind in beinahe allen Passagen des Zauberbergs vorhanden, jedoch verdichten sich die Theorien innerhalb der Kapitel Humaniora und Forschungen.

Es stellt sich nun die Frage, inwiefern Hans Castorp in den Rausch der Forschung gerät und welche Aspekte erotisch konnotiert sind. Im folgenden Abschnitt soll dieser Frage nachgegangen werden.

2.1 Die „lebendige Genauigkeit“ der Physiologie in Humaniora

„Der Zauberberg wird das Sinnlichste sein, was ich je geschrieben haben werde, aber von kühlem Styl.“22 23

Das Sinnliche im Zauberberg ist nicht immer offensichtlich. Thomas Mann fordert den Rezipienten auf, einen Blick „unter die Epidermis“24 zu werfen, um sich ein buchstäbliches Bild von der fiebrigen Sinnlichkeit unter der kühlen Sachlichkeit machen zu können. Noch bevor Hans Castorp und Hofrat Behrens in dessen Stube über das Portrait der Madame Chauchat sinnieren, bestimmen bereits in der Szene zuvor physiologisch-erotisierte Aspekte die Unterhaltung zwischen Behrens und Castorp. Das Gespräch verläuft auf mehreren Ebenen; physiologische Fakten stehen metaphorisch für die erotische Empfindlichkeit des Menschen. Auf diese wird in folgendem Abschnitt eingegangen, wobei sich zudem die Frage nach der Sinnlichkeit des Rauchens stellt.

2.1.1 Die Körperlichkeit der Maria Mancini

„Warum raucht der Mensch?“25, fragt sich Hermann Kurzke und beantwortet es mit der Lust und Liebe zum Tod.26 Wenn auch weniger exzessiv als sein Autor, erfüllt das unvernünftige Laster Hans Castorp. Er handelt damit entgegen bürgerlicher Manieren und Zweckmäßigkeiten. Die todbringende Angewohnheit steht metaphorisch für seine Sympathie mit dem Tod, die vor allem im Kapitel Humaniora zum Ausdruck kommt.

„[...] hat man eine gute Zigarre, dann ist man eigentlich geborgen, es kann einem buchstäblich nichts geschehn. Es ist genau, wie wenn man an der See liegt, dann liegt man eben an der See, nicht wahr, und braucht nichts weiter, weder Arbeit noch Unterhaltung . . .“27

Maria Manchini ist der Name der Zigarettensorte, die Hans Castorp mit Vorliebe raucht. Dabei hat das Rauchen für Hans Castorp eine entspannende und zugleich anregende Wirkung.

„Denn es kann einem sehr schlecht gehen, nehmen wir mal an, es ginge mir miserabel; aber solange ich noch meine Zigarre hätte, hielte ich's aus, das weiß ich, sie brächte mich drüber weg.“

Im Kapitel Humaniora unterhält er sich ausgiebig mit Hofrat Behrens über die verschiedenen Attribute, welche beide an einer Zigarette schätzen. Das oberflächlich betrachtet harmlose Gespräch ist von sexuellen Assoziationen durchzogen. Es scheint, als würden sich Hofrat Behrens und Hans Castorp über die Physiologie einer Frau „von Rasse“28 unterhalten. Die „bräunliche Schöne“, mit weiblichem Vornamen, an derren „schlanken Körper [...] mit den schräg gleichlaufenden Rippen, [...] ihrem aufliegendem Geäder, das zu pulsen schien, den kleinen Unebenheiten der Haut [...]“29, hat zweifelsohne etwas „organisch Lebendiges“, das den physiologischen Eigenschaften einer „fulminanten“30 Frau gleicht. Mehr noch: Die von Hans Castorp so physiologisch detailreich beschriebene Zigarre gliedert sich leitmotivisch in eine Reihe von Phallussymbolen ein, die noch eine dritte Ebene der Bedeutung eröffnen. Spricht Hans Castorp von seiner Zigarre, lässt sich daraus in erster Linie die Schwärmerei für eine Frau verstehen. Letztlich jedoch verbirgt sich hinter dieser Metaphorik der Bezug zum männlichen Geschlechtsorgan. Später vergleicht Hans Castorp seine lädierten Zigarren, die er in einer Metalldose aufbewahrte, sogar mit „ledrigen Leichen“31.

„So eine Zigarre hat Leben. Sie atmet regelrecht [...]. Wollen Sie glauben, daß sie starb? Sie kam um und war tot binnen Wochenfrist[...].“

Es wird eine Beziehung zwischen dem menschlich Körperhaftem und dessen Verfallenheit an Lust, Krankheit und Tod hergestellt.32 Ähnlich verhält es sich mit dem Fieberthermometer und dem ominösem Bleistift. Diesem „doppeldeutigen Reizklima“33 des „Sinnlichen mit dem kühlen Styl“34 versucht Hans Castorp mit Hilfe von wissenschaftlichen Erkenntnissen Herr zu werden.35 Der erste Abschnitt des Kapitels Humaniora geht der Szene in Hofrat Behrens Wohnung voraus, in welcher Behrens‘ und Castorp ihre anatomischen und physiologischen Feststellungen den ruinösen Charakter des Rauchens entrücken und in eine künstlerisch-schöpferischen Sphäre verschieben.

2.1.2 Wissenschaft unter der Epidermis der Kunst: Das Portrait der Madame Chauchat

Hans Castorps’ Objekt der Begierde befindet sich in Hofrat Behrens’ Privatwohnung. Um das Portrait von Madame Chauchat mit seinen eigenen Augen betrachten zu können, bekundet Hans Castorp sein Interesse an Kunst und Malerei. Entzückt zeigt Hofrat Behrens den beiden Vettern seine soliden Ölgemälde36.

[...]


1 Thomas Mann: Tagebücher 1918-1921, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, Frankfurt am Main 1979, S. 396.

2 Thomas Mann: Der Zauberberg, Berlin 1952, S. 335.

3 Ebd.

4 Ebd.

5 Vgl.: Mann 1952, S. 199.

6 Ebd., S.751.

7 Vgl.: Hermann Kurzke: Thomas Mann, Epoche-Werk-Wirkung, München 2010, S. 48.

8 Vgl.: Ebd., S. 79.

9 Vgl.: Ebd.

10 Vgl.: Mann 1952, S.751.

11 Vgl.: Kurzke 2010, S. 58.

12 Albert Einstein: Prinzipien der Forschung. Mein Weltlied, Frankfurt/Berlin 1977, S. 107.

13 Vgl.: Malte Herwig: Bildungsbürger auf Abwegen. Naturwissenschaft im Werk Thomas Manns, Frankfurt am Main 2004, S. 25.

14 Mann 1952, S. 490.

15 Aristoteles: Metaphysik, Leipzig 1995, Buch 1, 980a21.

16 Vgl.: Herwig 2004, S. 24.

17 Vgl.: Einstein 1977, S. 109.

18 Mann 1952, S.139.

19 Vgl.: Thomas Mann’s Goethe and Tolstoy. Notes and Sources, hrsg. v. Clayton Koelb, Alabama 1984, S. 192.

20 Vgl.: Thomas Sprecher (Hrsg): Das ‚Zauberberg’- Symposium 1994 in Davos, Frankfurt am Main 1995, S. 117 f.

21 Vgl.: Ebd., S. 9.

22 Vgl.: Mann 1952, S. 335.

23 Thomas Mann: Tagebücher 1918-1921, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, Frankfurt am Main 1979, S. 396

24 Vgl.: Mann 1952, S. 335.

25 Herrmann Kurzke: Das Leben als Kunstwerk, eine Biographie, Frankfurt am Main 2006, S. 333

26 Vgl.: Ebd.

27 Mann 1952, S. 77.

28 Vgl.: Mann 1952, S. 329.

29 Vgl.: Ebd., S. 357.

30 Vgl.: Ebd.

31 Ebd., S. 329.

32 Vgl.: Frederick Alfred Lubich: Die Dialektik von Logos und Eros im Werk von Thomas Mann, Heidelberg 1986, S. 101.

33 Ebd., S. 102.

34 Vgl.: Thomas Mann: Tagebücher 1918-1921, hrsg. v. Peter de Mendelssohn, Frankfurt am Main 1979, S. 396.

35 Lubich, 1986, S. 102.

36 Vgl.: Mann 1952, S.329.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Wenn der Berg ruft. Das Gipfeltreffen von Eros und Wissenschaften in Thomas Manns Roman "Der Zauberberg"
Hochschule
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)  (Institut für Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Literatur und Biowissenschaften/Biotechnik
Note
1,3
Autor
Jahr
2011
Seiten
25
Katalognummer
V463249
ISBN (eBook)
9783668925977
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas Mann, Der Zauberberg, Eros, Wissenschaft, Tod, Naturwissenschft, Biologie, Literaturwissenschaft, Malerei, Zigarre
Arbeit zitieren
Jennifer Essig (Autor), 2011, Wenn der Berg ruft. Das Gipfeltreffen von Eros und Wissenschaften in Thomas Manns Roman "Der Zauberberg", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463249

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