Der Stierkampf in Spanien. Kulturelles Erbe oder grausame Tierquälerei?


Hausarbeit, 2018
25 Seiten

Leseprobe

Der Stierkampf in Spanien

1 Thematische Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise

2 Stierkampf in Spanien
2.1 Historie und Ablauf des Stierkampfes
2.1.1 Historie
2.1.2 Ablauf
2.2 Kultur
2.3 Wirtschaftliche Aspekte
2.3.1 Arbeitsplätze
2.3.2 Branchen
2.4 Zucht/ Erhaltung der Rinderrasse
2.5 Tierquälerei
2.6 Politik
2.7 Protest

3 Fazit / Blick in die Zukunft

Literaturverzeichnis

1 Thematische Einleitung

1.1 Problemstellung

Fast kaum ein Thema spaltet die spanische Gesellschaft so sehr, wie wenn es um den Stierkampf in Spanien geht. Eine Tradition, die hundert Jahre alt ist, spaltet die Bürger Spaniens in zwei Lager: In Gegner und Befürworter des Stierkampfes. Über mehrere Jahrzehnte hinweg wird in Spanien diskutiert, ob man den Stierkampf komplett verbieten soll oder eine andere Lösung gefunden werden kann.

Jeder, der schon einmal durch Spanien gereist ist, wird unmittelbar mit dem Stierkampf in den verschiedensten Arten und Weisen konfrontiert. Sei es in den Städten, in denen die großen Stierkampfarenen stehen, die vielen unzähligen Feste an den Feiertagen oder einfach nur eine Reise durch das Land, wo an den Verkehrsstraßen große Stiere aus Stahl stehen: Überall erkennt man die Zeichen des Stierkampfes. Doch gerade in den letzten vergangenen drei Jahrzehnten interessierten sich immer mehr Bürger Spaniens für den Tierschutz. Immer mehr Spanier sprechen sich für ein Verbot des Stierkampfes aus und damit verbunden, mit einer Abschaffung der jahrhundertalten Tradition.

Das Stierkampfthema erhitzt seit Jahren die Gemüter der spanischen Bevölkerung. Vor allem die Frage, ob man die Tiere zu Unterhaltungszwecken einfach so töten darf, gilt als einer der Hauptstreitgründe. Der Stierkampf gehört zu den sogenannten blood sports, bei denen die Tiere vor allem zum Zweck der Unterhaltung gezüchtet und trainiert werden. Wie der Name schon verrät, enden diese Sportarten für die Tiere meist blutig oder tödlich, was von Tierschützern kritisiert wird, da dies auf legale Art und Weise vor tausenden Menschen geschieht.1 Ich möchte mit dieser Arbeit aufzeigen, welche Argumente für den Erhalt der Stierkampfkultur sprechen und welche für eine Abschaffung der Tradition in Frage kommen.

1.2 Vorgehensweise

In der nachfolgenden Arbeit zum Thema Stierkampf möchte ich die Wichtigkeit des Stierkampfes für Spanien verdeutlichen und aufzeigen, wieso er gerade für die Wirtschaft Spaniens eine so große Rolle spielt. Des Weiteren werde ich erläutern, weshalb der Stierkampf in Spanien mittlerweile sehr umstritten ist und sich immer mehr Spanier für ein Verbot ihrer Tradition aussprechen. Ich werde hierbei gezielt auf verschiedene Aspekte, wie etwa die Zucht der Stiere, die kulturelle Bedeutung des Stierkampfes und seinen wirtschaftlichen Stellenwert eingehen. Hierfür werde ich primär auf die Literatur von Rainer Bischof und Rolf Neuhaus zurückgreifen, welche sich umfassend mit dem Stierkampf beschäftigt haben. Des Weiteren werde ich einige Meinungsbilder von Tierschutzorganisationen wie etwa PETA oder dem Deutschen Tierschutzbund mit in die Arbeit einfließen lassen.

Zu Beginn der vorliegenden Arbeit möchte ich jedoch kurz auf den Ablauf des Stierkampfes und seine Historie eingehen, um einen Einblick zu geben, wie die kulturelle Tradition abläuft.

2 Stierkampf in Spanien

2.1 Historie und Ablauf des Stierkampfes

2.1.1 Historie

Der Stierkampf kann in Spanien auf eine sehr lange Tradition zurückblicken. Schon vor über 1000 Jahren gab es festliche Anlässe, die sich mit Stieren beschäftigten. Die ersten datierten Ursprünge hat der Stierkampf circa 1100 n. Chr. Zuerst wurden mit den Stieren sogenannte Stierläufe abgehalten, bei denen die Stiere durch die Straßen eines Dorfes gejagt wurden und danach als Opfermahl geschlachtet und gegessen wurden.2 Ein weiterer Meilenstein im Umgang mit den Stieren waren die Hochzeitsstiere, welche bei spanischen Hochzeiten ab dem 13. Jahrhundert in den Vordergrund rückten. Die Tradition sah vor, dass die Braut zu ihrer Hochzeit ein Paar banderillas anfertigte. Banderillas sind verzierte Stöcke aus Holz, die an ihrem Ende eine Klinge mit Widerhaken haben. Der Bräutigam hatte als Aufgabe, die banderillas in den Nacken eines Stieres zu stechen. Man kann diese Tradition als eine Art Polterabend bezeichnen, da durch das vergossene Blut des Stieres der Bund der Ehe zwischen Braut und Bräutigam gefeiert wurde.3 Im Mittelalter begann dann die erste Phase der Kämpfe zwischen Mensch und Stier. Es gab zwei Arten der Kämpfe: Eine davon war es, gegen einen Stier zu Pferd zu kämpfen. Diese Tradition war allerdings nur dem Adel vorbehalten und diente diesem zum Zeitvertreib. Die andere Art war der Kampf zu Fuß, welcher für das gemeine Volk reserviert war. Mitte des 18. Jahrhunderts nahmen die Kämpfe zu Fuß immer mehr zu und so wurden 1725 die letzten vom Königshaus ausgerichteten Stierspiele abgehalten. Der Adel zog sich immer mehr zurück, bis der Stierkampf ausschließlich vom gemeinen Volk durchgeführt wurde.4 1796 wurden erstmalig einheitliche Regeln für den Stierkampf festgelegt, welche noch für die heutigen Stierkämpfe gelten.5

2.1.2 Ablauf

Ein Stierkampf ist in drei Akte eingeteilt. Der erste Akt ist der Tercio de Varas, zu Deutsch „das Drittel des Spießes“. In diesem Akt geht es vor allem darum, den Stier erstmals kennen zu lernen. Dabei wird er von den Gehilfen des Toreros, den Picadors mit Lanzen im Nacken verletzt, so dass er durch den Blutverlust zunehmend geschwächt und zusätzlich gereizt wird. Der zweite Akt ist der Tercio de banderillas (das Drittel der Banderillas), in welchem dem Stier von weiteren Gehilfen des Toreros, den Banderilleros Stöcke mit spitzen Enden in die Schultern des Stieres gestochen werden. Der Stier wird durch die Stöcke in den Schultern zusätzlich gereizt und dadurch aggressiver. Im letzten Akt, dem Tercio de Muerte (Drittel des Todes) kommt es zum eigentlichen Höhepunkt des Kampfes. Der Stierkämpfer bringt den Stier ein letztes Mal in Position und versucht ihm bei dessen finalem Angriff den Degen in das Genick des Stiers zu stechen und diesen zu erlegen. War das Publikum mit dem dargebotenen Kampf zufrieden, steht dem Torero eine Trophäe in Form der Ohren oder des Schwanzes des Stiers zu.6

2.2 Kultur

Kulturell hat Spanien einiges zu bieten, doch fast nichts kann auf eine längere Tradition zurückblicken als der Stierkampf. Aber es stellt sich vielen immer wieder die Frage: Was ist der Stierkampf denn nun eigentlich? Eine Sportart? Eine Theaterform? Nein, der Stierkampf ist viel mehr: Er ist eine Kunstform. Schon der Pariser Kunst- und Theaterkritiker Théophile Gautier bezeichnete den Stierkampf als eines der schönsten Schauspiele, die sich der Mensch ausdenken konnte.7 Stierkampf ist seit Generationen Teil der spanischen Identität und auch weiterhin essenzieller Teil der spanischen Gesellschaft. Man kann die Stierkampfkunst oder tauromaquia wie es im Spanischen heißt gut und gerne als historisches und kulturelles Erbe Spaniens bezeichnen.8 Aus Angst vor dem Aus des Stierkampfes aufgrund des Umdenkens der spanischen Bevölkerung in den letzten Jahren, wurde der Stierkampf im Jahr 2013 von der konservativen Regierung gesetzlich unter Schutz gestellt, obwohl der Stierkampf von nur etwa 14 % der spanischen Bevölkerung befürwortet wird.9 Der Grundgedanke hinter dieser Idee war einfach: Ein Kulturgut kann man nicht verbieten lassen. Über 600.000 Unterschriften wurden gesammelt, um den Stierkampf in Spanien als ein immaterielles Kulturgut gesetzlich schützen zu lassen und einem Aus der umstrittenen Kunstform vorbeugen zu können.10

Außerhalb Spaniens wird vom Stierkampf als Kunstform gesprochen, doch den Begriff des Kampfes in Bezug auf die Stiere gibt es im Spanischen nicht. Die Spanier sehen die corrida, wie der Stierkampf im Spanischen heißt, nicht als ein Kampf an.11 Sie sehen die corrida als ein Mysterienspiel, welches das Leben und damit auch den Tod darstellt. Basierend auf dem jahrhundertalten Opfergedanken hinsichtlich des Todes, findet die corrida nach einem klar festgelegtem Ritual statt. Sie ist ein Mysterienspiel des Todes und bezieht den Opfergedanken mit ein. Das Theater der Neuzeit lässt sich gut mit der corrida vergleichen. So spielen Merkmale des neuzeitlichen Theaters wie etwa Tragödie, die Einbeziehung der Natur oder der Augenblick von Leben und Tod auch in der corrida eine wichtige Rolle. Den meisten Zuschauern geht es beim Stierkampf nicht um das Töten des Stieres – es ist vielmehr die Kunst des Kampfes zwischen Mensch und Tier.12 Der Stierkampf ist daher für viele etwas sehr kultiviertes. Die meisten Zuschauer sind Einheimische und nur selten verirren sich Touristen zu den Stierkämpfen. Stierkampf war lange Zeit die kulturelle Hauptattraktion Spaniens und das Massenspektakel, bis der Fußball in Spanien diese Rolle übernommen hat. Die Toreros waren die Ronaldos und Messis ihrer Zeit – sie wurden verehrt wie Halbgötter. Den Toreros wurden Denkmäler gesetzt, Mausoleen für sie gebaut und ganze Museen errichtet, die über ihre Erfolge berichten. Anstatt Fußball spielten die Kinder aller sozialer Schichten den Stierkampf auf den Straßen nach. Torero war zur Hochzeit des Stierkampfes in Spanien der Traumberuf vieler spanischer Jugendlicher.13 Noch heute gibt es einige Stierkampfschulen in Spanien, in denen das alte kulturelle Handwerk gelehrt wird. Diese Stierkampfschulen können als Basis und Zukunft für die Stierkampfwelt angesehen werden, denn der einstige Traumberuf ist in Spanien vom Aussterben bedroht. Nicht zuletzt, weil gerade bei der jungen Generation ein Umdenken stattfindet, was den Stierkampf angeht. Viele lehnen die Tradition ab und auch die finanziellen Aussichten als Torero sind für die Zukunft nicht gerade rosig. Nur etwa 20 von 200 professionellen Stierkämpfern können von dem Einkommen als Torero leben, der Rest ist zeitweise arbeitslos oder muss versuchen, mit Nebenjobs über die Runden zu kommen. Es ist also nicht garantiert, dass man nach der vierjährigen Ausbildung zum Torero mit diesem Beruf Geld verdienen kann.14 Der Beruf des Toreros bringt natürlich auch sehr viele Gefahren mit sich. Die Toreros kämpfen von Angesicht zu Angesicht mit einem wilden Tier, welches sich zu wehren weiß, wenn es sich bedroht fühlt.

Wie kritisch die Kultur des Stierkampfes gesehen werden kann, zeigt ein Ereignis, welches sich im Jahr 2016 zugetragen hatte. Bei einem Kampf zwischen Torero und Stier wurde der Torero so schwer von dem Tier verletzt, dass er seinen Verletzungen im Krankenhaus erlag. Auch der Stier bezahlte seine Verteidigung mit dem Leben. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, sieht die Kultur und Tradition des Stierkampfes des Weiteren auch vor, dass die Blutlinie nach einer für den Torero tödlichen Auseinandersetzung ausgelöscht werden muss. Die spanische Tradition verlangt damit ein zusätzliches Opfer. Die Mutter des getöteten Stieres sollte nach der Tat geschlachtet werden und folglich die Blutlinie der Stierfamilie ausgelöscht werden. Diese Nachricht sorgte bei vielen Spaniern für Empörung und veranlasste die Tierschutzpartei Partido Animalista dazu, eine Online-Petition für die Stierkuh einrichten zu lassen, in welcher es um die Rettung des Muttertieres ging.15 Leider ist nicht bekannt, ob diese Aktion erfolgreich verlief und die Stierkuh gerettet werden konnte. Da der Stierkampf in Spanien immer noch sehr viele Anhänger hat, erschwert dies erfolgreiche Ergebnisse von Aktionen der Tierschutzparteien.

2.3 Wirtschaftliche Aspekte

2.3.1 Arbeitsplätze

Noch immer sind viele Regionen Spaniens auf das Treiben mit den Stieren angewiesen. Nicht jede Region kann es sich erlauben, den Stierkampf komplett abzuschaffen oder ihn gar zu verbieten, wie es in Katalonien seit dem Jahr 2012 der Fall ist. Katalonien ist Spaniens wirtschaftlich stärkste Region. Aber die Region hebt sich stark von den anderen Regionen im übrigen Land ab.16 Seit 2013 steht der Stierkampf in Spanien gesetzlich unter Schutz und wird teilweise durch staatliche Subventionen mitfinanziert.17 Der Stierkampf kann daher nicht nur als ein sportliches und kulturelles Treiben angesehen werden. Der Stierkampf ist viel mehr – er ist eine seit Jahren gut funktionierende Industrie, die jährlich Milliardengewinne verzeichnet.

Doch der Stierkampf ist vor allem eines: ein Zuschauermagnet. Er lockt Zuschauer aus ganz Spanien in kleine Städte und Dörfer, welche oft mitten in Spaniens tiefsten Provinzen liegen. Sie sind es, die besonders auf den Stierkampf und die damit verbundenen Einnahmen aus den Stierkämpfen angewiesen sind.18 Ohne den Stierkampf in diesen Regionen, würden sich die meisten Besucher nicht in diese Ortschaften verirren.

Blicken wir einmal zurück auf die Jahre 2008 und 2009. Europa wurde gerade von einer der heftigsten Wirtschaftskrisen nach dem 2. Weltkrieg erfasst. Leidtragende waren vor allem die Staaten in Süd-Europa. Länder wie etwa Italien, Portugal und allen voran Spanien hatte es zu dieser Zeit wirtschaftlich schwer getroffen. Viele Bürger Spaniens verloren ihre Arbeitsplätze, die Konsumausgaben und das Einkommen der Bevölkerung gingen zurück. Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien lag in diesem Zeitraum bei ca. 53 %. Damit war jeder zweite spanische Jugendliche arbeitslos. Dies wirkte sich vor allem auf die Wirtschaft in Spanien aus. Durch die fehlenden Jobs und das damit fehlende Einkommen, sanken auch die Ausgaben für Freizeitaktivitäten, wie etwa der Besuch von Kinoveranstaltungen, Sportveranstaltungen, aber auch der Besuch von Stierkampfveranstaltungen war von der Wirtschaftskrise betroffen. Die staatlichen Subventionen für Kulturveranstaltungen sanken in diesem Zeitraum ebenfalls um über 34 %. Viele Dörfer und Städte waren allerdings auf diese Subventionen angewiesen, um die Feste Rund um das Thema Stier durchführen zu können. All dies sorgte auch für ein Umdenken bei der spanischen Gesellschaft. Viele junge Leute sprachen sich in dieser Zeit vermehrt für eine Abschaffung des Stierkampfes aus.19

Wie wichtig die Stierkampfindustrie jedoch für die meisten spanischen Regionen ist, zeigt sich, wenn man die Industrie rund um den Stierkampf und die mit ihm verbundenen Branchen genauer unter die Lupe nimmt.

2.3.2 Branchen

Die spanische Stierkampfindustrie erwirtschaftet laut Tierschutzorganisationen jährlich mit den Stierkämpfen und den dazugehörigen Stierfesten eine geschätzte Summe von ca. 3,5 Milliarden Euro. An dem Stierkampf sind sehr viele Branchen der spanischen Wirtschaft beteiligt und wären bei einem Aus für den Stierkampf direkt betroffen. Die meisten Menschen denken bei dem Thema Stierkampf oft nur an die großen Arenen, die es zu bewirtschaften gilt. Doch die Industrie um den Stierkampf umfasst viel mehr.20

Wie in dem vorherigen Abschnitt bereits angeklungen, ist die Stierkampfbranche ein mächtiger Wirtschaftszweig. Nach Jahren der Rezession steht endlich wieder mehr Geld zur Verfügung, um Stierkämpfe durchführen zu können. Laut ANOET, dem Dachverband für Stierkampfveranstaltungen stieg der Umsatz im Jahr 2014 auf über 3,5 Milliarden Euro – mit steigender Tendenz. Der Gesamtumsatz gliedert sich in zwei Sparten auf. Der Großteil des Umsatzes wird mit den festen Arenen verzeichnet. Laut ANOET lag der Umsatz von Arenen wie etwa Las Ventas in Madrid und den übrigen Stierkampfarenen bei etwa 2,29 Milliarden Euro. Der andere, etwas kleinere Teil wird mit den Festen rund um die Stiere erwirtschaftet. Der Umsatz hierbei liegt bei etwa 1,27 Milliarden Euro. Zu diesen Festen zählen zum Beispiel die unzähligen Fiestas während der Feiertage, welche während des Jahres in den Dörfern stattfinden. Im Jahr 2014 wurden etwa 2229 dieser Veranstaltungen abgehalten. Direkt und indirekt betroffen an den Veranstaltungen um die Stiere sind laut ANOET-Generalsekretärin Mar Gutierrez rund 103 Branchen. Insgesamt sind über 200.000 Menschen in den verschiedenen Branchen rund um den Stierkampf beschäftigt. Die Arbeiten reichen vom Züchter, den Promotern bis hin zu einfachsten Arbeiten in den Stierkampfarenen. Dies unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung für das Land Spanien, welches gerade während der Rezessionsphase Anfang der 2000er Jahre mit einer hohen Arbeitslosigkeit zu kämpfen hatte. Von diesen geschätzten 200.000 Menschen sind in etwa 57.000 direkt bei den Veranstaltern und den Arenen beschäftigt.21

[...]


1 Vgl. Kompatscher, Gabriela/ Spannring, Reingard/ Schachinger, Karin (2017): Human-Animal Studies. Eine Einführung für Studierende und Lehrende. Münster/New York: utb./Waxmann Verlag. S. 94f.

2 Vgl. Bischof, Rainer (2006): Heilige Hochzeit. Kulturgeschichte der Fiesta de Toros. Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag. S. 55.

3 Vgl. Ebd. S. 57.

4 Vgl. Ebd. S. 60.

5 Vgl. Kleinholz, Jens: Der Stierkampf – eine grausame Tradition nimmt kein Ende. http://www.stierkampf.org/ (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

6 Vgl. Raffington, Jermain (2015): Stierkampf in Spanien: Tradition, Tierquälerei und Milliardenindustrie. https://sports.vice.com/de/article/4xjdeq/stierkampf-in-spanien-tradition-tierqulerei-und-milliardenindustrie (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

7 Neuhaus, Rolf (2007): Der Stierkampf. Eine Kulturgeschichte. Frankfurt am Main/Leipzig: Insel Verlag. S. 42.

8 Vgl. Raffington, Jermain (2015): Stierkampf in Spanien: Tradition, Tierquälerei und Milliardenindustrie (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

9 Vgl. Deutscher Tierschutzbund e.V.: Stierkampf. https://www.tierschutzbund.de/information/hintergrund/ausland/stierkampf/ (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

10 Vgl. dpa (2013): Spanien stellt Stierkampf gesetzlich unter Schutz. Immaterielles Kulturgut. http://www.spiegel.de/panorama/spanien-stellt-stierkampf-als-kulturgut-unter-schutz-a-932323.html (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

11 Vgl. Bischof, Rainer (2006): Heilige Hochzeit. Kulturgeschichte der Fiesta de Toros. Wien/Köln/Weimar: Böhlau Verlag. S.9.

12 Vgl. ebd. S. 13f.

13 Vgl. Neuhaus, Rolf (2007): Der Stierkampf. Eine Kulturgeschichte. Frankfurt am Main/Leipzig: Insel Verlag. S.32f.

14 Vgl. Schulze, Ralph (2016): Adios Toreros. https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/stierkampf-in-spanien-adios-toreros/13395324.html (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

15 Vgl. WELT (2016): Nicht nur der Stier, der den Torero tötete, musste sterben. https://www.welt.de/vermischtes/article156958215/Nicht-nur-der-Stier-der-den-Torero-toetete-musste-sterben.html (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

16 Vgl. Buth, Christine: Stierkampf – Tragödie mit Tradition. https://www.planet-wissen.de/kultur/suedeuropa/madrid/pwiestierkampftragoediemittradition100.html (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

17 Vgl. ebd. Buth, Christine: Stierkampf – Tragödie mit Tradition (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

18 Vgl. Kleinholz, Jens: Der Stierkampf – eine grausame Tradition nimmt kein Ende (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

19 Vgl. Raffington, Jermain (2015): Stierkampf in Spanien: Tradition, Tierquälerei und Milliardenindustrie (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

20 Vgl. Krieger, Heinz (2016): Stierkampf bleibt ein großes Geschäft. Umstrittenes Spektakel. https://www.noz.de/deutschland-welt/wirtschaft/artikel/799469/stierkampf-bleibt-ein-grosses-geschaeft (zuletzt eingesehen am 04.04.2018).

21 Vgl. ebd. Krieger, Heinz (2016): Stierkampf bleibt ein großes Geschäft. Umstrittenes Spektakel.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Der Stierkampf in Spanien. Kulturelles Erbe oder grausame Tierquälerei?
Autor
Jahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V463354
ISBN (eBook)
9783668935723
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stierkampf, spanien, kulturelles, erbe, tierquälerei
Arbeit zitieren
Max Barlang (Autor), 2018, Der Stierkampf in Spanien. Kulturelles Erbe oder grausame Tierquälerei?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463354

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