Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Ein Vergleich mit Herkulesdarstellungen der italienischen und deutschen Renaissance

Rezeption und Veränderung durch Hans Holbein der Jüngere

Titel: Ein Vergleich mit Herkulesdarstellungen der italienischen und deutschen Renaissance

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2006 , 38 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Thalheim (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit nimmt mein Referatsthema über den Buchdruck während der Reformationszeit, das 2006 am Historischen Seminar entstand, auf und erweitert dieses ohnehin reichhaltige Thema um den bis jetzt einseitig behandelten Aspekt der Bildsatire über Luther. Insbesondere Hans Holbeins Hercules Germanicus wird oftmals als heroisches Gleichnis nationalen Überschwangs angesehen. Dies zu widerlegen ist nur ein Aspekt dieser Arbeit. Ein weiterer Aspekt stellt der kunsthistorische, ikonographische Vergleich mit Herkules-Darstellungen, beziehungsweise Virtus-Darstellungen, der italienischen und deutschen Frührenaissance dar. Griff Holbein auf bereits bekannte Grafiken zurück oder erfand er das Herkules-Thema neu, indem er die mythologische Figur in einen Realitätsbezug setzte?

Die Hetz- und Propagandabilder der altgläubigen Kirchen müssen bei dieser darstellenden Arbeit unberücksichtigt bleiben, da sie sich thematisch nicht im humanistischen Kontext des Herkulesbildes bewegen. Desweiteren wird der zeitnahe Bezug der Illustration Hercules Germanicus zum Lebenslauf Luthers hergestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Buch und Propaganda im Reformationszeitalter

Hans Holbein d.J. in Basel

Martin Luther als Herkules in der Bildsatire Hans Holbeins d.J.

Zusammenfassung

Tafelteil

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die kunsthistorische und ikonographische Darstellung von Martin Luther in der Bildsatire "Hercules Germanicus" von Hans Holbein d.J. und ordnet diese in den Kontext der zeitgenössischen Reformationspropaganda sowie der Herkules-Rezeption der Renaissance ein.

  • Die Entwicklung des Buchdrucks und seine Rolle als Propagandamedium in der Reformationszeit.
  • Biographische und künstlerische Einordnung von Hans Holbein d.J. während seiner Schaffenszeit in Basel.
  • Ikonographische Analyse des Holzschnitts "Hercules Germanicus" als satirische Darstellung Luthers.
  • Vergleich der Herkules-Motive mit anderen zeitgenössischen Darstellungen (u.a. Dürer, Valvassori).
  • Hinterfragung der These eines nationalen Charakters der Darstellung zugunsten eines humanistischen Interpretationsansatzes.

Auszug aus dem Buch

Martin Luther als Herkules in der Bildsatire Hans Holbeins d.J.

Die Grafik Hans Holbeins mit dem Titel Hercules Germanicus ist eine Gruppendarstellung mit dem Mönch Martin Luther als zentrale Figur. Ursprünglich handelt es sich um einen farbig gefassten Holzschnitt, der 1519 von dem Züricher Drucker Hans Herman nach Entwürfen Hans Holbeins umgesetzt wurde und nur eine von sieben Einblattholzschnitten ist. Dieser Holzschnitt erschien in der Schweizer Chronik von Heinrich Brennwald und Johannes Stumpf. Die Herkules-Geschichte wurde von Holbein auch in seinem Metallschnitt-Alphabet verwendet.

Mit äußerster Energie schlägt der Reformator mit seiner Keule auf seine Kontrahenten ein. Dominikanermönch Hochstraten wird verprügelt. Am Boden liegen die scholastischen Symbolfiguren Aristoteles, Thomas von Aquin, Wilhelm von Ockham, Nikolaus von Lyra, Peter Lombard sowie Duns Scotus. Ein weiterer Mönch flieht angesichts dieser Gewaltorgie in die linke Bildhälfte.

An Luthers Schulter hängt ein Löwenfell herunter. Der Papst pendelt als weitere Trophäe wie eine Puppe an dem Nasenring Luthers.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Untersuchung ab, indem sie das Thema der Bildsatire über Luther in das Zentrum stellt und die Forschungsfrage nach der Einordnung des "Hercules Germanicus" im Vergleich zur Herkules-Ikonographie der Frührenaissance definiert.

Buch und Propaganda im Reformationszeitalter: Dieses Kapitel beleuchtet die technologischen und sozialen Entwicklungen des Buchdrucks im 15. und 16. Jahrhundert, die ihn zum entscheidenden Massenmedium für die Verbreitung reformatorischer Ideen machten.

Hans Holbein d.J. in Basel: Der Abschnitt bietet einen Überblick über das Wirken Hans Holbeins in Basel, seine Einbindung in das humanistische Umfeld um Erasmus von Rotterdam und die Entstehungsbedingungen seiner frühen Werke.

Martin Luther als Herkules in der Bildsatire Hans Holbeins d.J.: Das zentrale Kapitel analysiert ikonographisch den Holzschnitt, vergleicht ihn mit anderen Herkules-Darstellungen der Zeit und interpretiert Luthers Pose als Ausdruck sowohl humanistischer als auch zeitgenössischer politischer Ereignisbewältigung.

Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Ergebnisse, widerspricht einer rein nationalistischen Lesart der Grafik und betont stattdessen die Bedeutung als feinsinniges, von humanistischem Geist geprägtes Zeitzeugnis.

Tafelteil: Dieser Teil enthält die visuelle Dokumentation der behandelten Grafiken und Holzschnitte, die als Belegmaterial für die kunsthistorische Analyse dienen.

Schlüsselwörter

Hans Holbein d.J., Martin Luther, Hercules Germanicus, Reformationszeit, Buchdruck, Flugschriften, Ikonographie, Herkules, Renaissance, Bildsatire, Humanismus, Basel, Scholastik, Kupferstich, Holzschnitt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das satirische Bild "Hercules Germanicus" von Hans Holbein d.J. und untersucht, wie der Reformator Martin Luther als mythologische Figur in einem humanistischen Kontext dargestellt wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Geschichte des Buchdrucks als Propagandamedium, der Ikonographie des Herkules in der Renaissance und der kunsthistorischen Einordnung von Holbeins Werk.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die einseitige Interpretation des Holzschnitts als rein nationales Symbol zu widerlegen und ihn stattdessen als kunsthistorisch reflektierte Satire im humanistischen Diskurs der Zeit zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kunsthistorische und ikonographische Analyse, kombiniert mit einer historischen Untersuchung des Kontextes der Buchherstellung und der Rezeption antiker Mythen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die technologische Entwicklung des Buchdrucks, die Biographie Holbeins in Basel sowie die detaillierte Bildanalyse des "Hercules Germanicus" im Vergleich mit zeitgenössischen Herkules-Motiven.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Hans Holbein d.J., Martin Luther, Hercules Germanicus, Reformationspropaganda, Ikonographie und Renaissance.

Warum wird Luther in der Darstellung mit einer Keule gezeigt?

Die Keule ist das klassische Attribut des antiken Herkules. Bei Holbein symbolisiert sie Luthers kämpferische Auseinandersetzung mit den scholastischen Lehren und seinen Gegnern, wobei sie gleichzeitig für Tugendhaftigkeit, aber auch für die Radikalität des Reformators stehen kann.

Welche Rolle spielte Hans Lufft bei der Verbreitung der Schriften?

Hans Lufft war ein bedeutender Drucker in Wittenberg, dessen Werkstatt eine zentrale Rolle bei der massenhaften Produktion und Verbreitung von Luthers Schriften und der Bibel spielte, was Luther die Möglichkeit gab, direkten Einfluss auf die Qualität und Infrastruktur des Drucks zu nehmen.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein Vergleich mit Herkulesdarstellungen der italienischen und deutschen Renaissance
Untertitel
Rezeption und Veränderung durch Hans Holbein der Jüngere
Hochschule
Universität Leipzig  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Reformation in Kursachsen
Note
1,3
Autor
Daniel Thalheim (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
38
Katalognummer
V463423
ISBN (eBook)
9783668927537
ISBN (Buch)
9783668927544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Albrecht Dürer Erasmus von rotterdam Martin Luther Ulrich Zwingli Hans Holbein Druckgrafik Holzschnitt Bildsatire Herkules Luther als Herkules Buch und Propaganda Hans Holbein d.J. Hercules Germanicus Johannes Gutenberg Buchdruck Wittenberg Reformation Ars Secreta Hans Lufft Georg Spalatin Georg Rhau Nikolaus Schirenz Joseph Klug Nikolaus Amsdorf Humanismus Papsttum Duns Scotus Thomas von Aquin Wilhelm von Ockham Nikolaus von Lyra Aristoteles Medici Virtus-Darstellungen Voluptatis cum Virtute discretatio Leipziger Disputation Furor Germanicus Ars Memorativa Danse Macabre Giovanni Andrea Valvassori Uffizien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Thalheim (Autor:in), 2006, Ein Vergleich mit Herkulesdarstellungen der italienischen und deutschen Renaissance, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463423
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  38  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum