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Gibt es falsche Bedürfnisse? Voraussetzungen für ein gutes Leben nach Nussbaum und Maslow

Titel: Gibt es falsche Bedürfnisse? Voraussetzungen für ein gutes Leben nach Nussbaum und Maslow

Hausarbeit , 2015 , 24 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Nicole Fries (Autor:in)

Soziologie - Recht und Kriminalität
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gibt es falsche Bedürfnisse? Und was sind Bedürfnisse überhaupt? Mit diesem Thema befasst sich diese Hausarbeit unter Berücksichtigung der Maslowschen Bedürfnispyramide und den Überlegungen Martha Nussbaums.

Am Ende der Hausarbeit soll zudem mit Hilfe des Human Development Index und dem Happy Planet Index eine Diagnose getroffen werden, wie sich die aktuelle Menschheit gegenüber ihrem Planeten verhält.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das gute menschliche Leben

3. Bedürfnis, Wunsch und Begehren

4. Zwei unterschiedliche Theorien

4.1 Martha C. Nussbaum

4.1.1 Die Theorie

4.1.2. Kritik

4.2 Abraham Maslow

4.2.1 Die Theorie

4.2.2 Kritik

5. Human Development Index

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welche Grundbedürfnisse für ein „gutes menschliches Leben“ konstitutiv sind und inwieweit diese in der modernen, wachstumsorientierten Gesellschaft noch als unverfälschte Maßstäbe dienen können. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine universelle Definition menschlicher Bedürfnisse angesichts individueller und kultureller Unterschiede überhaupt möglich ist.

  • Vergleich anthropologischer und psychologischer Bedürfnis-Theorien (Nussbaum vs. Maslow).
  • Kritische Analyse des gesellschaftlichen Fokus auf materielles Wachstum und Konsum.
  • Untersuchung der Differenzierung zwischen Wunsch, Begehren und Bedürfnis.
  • Anwendung von Indizes (HDI und Happy Planet Index) zur Diagnose des globalen menschlichen Wohlbefindens.
  • Reflexion über die Vereinbarkeit von ökonomischen Strukturen und einem subjektiv erfüllten Leben.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die Theorie

Das Gedankengut Martha Nussbaums wurde 1993 in einer Gemeinschaftsarbeit von Micha Brumlik und Hauke Brunkhorst herausgegeben. Dieses Werk basiert auf der Idee, dass zuerst die grundlegendsten Funktionen des menschlichen Lebens definiert werden müssen. Dies hat den Hintergrund, dass sich erst durch eine genauere Definition Fragen rund um die Auswirkung von Institutionen stellen lassen. Zudem kommt der oftmals genannte Bezug zu Aristoteles und dessen Essentialismus. Es soll ein Konzept dargestellt werden, welches auf die Zwecke und die inhaltliche Lebensform abzielt, hierbei jedoch auch der Autonomie jedes Menschen gerecht wird und so Platz lässt für vielfältige Spezifizierungen. Zudem wird von zwei Tatsachen Ausgegangen. Zum Ersten soll jeder Mensch, ungeachtet von Örtlichkeiten und Zeiten, als Mensch anerkannt werden und zum Zweiten besteht ein Konsens über Eigenschaften, deren Fehlen das Ende des menschlichen Lebens bedeuten würden.

Das Konzept gleicht einer Art Liste von Eigenschaften in zwei Ebenen. In der ersten Ebene wird die Gestalt der menschlichen Lebensform benannt und in der zweiten Ebene stehen elementare Fähigkeiten im Fokus. Die Liste der Eigenschaften ist unbegrenzt, sodass die Möglichkeit eingeräumt werden kann von anderen Kulturen zu lernen und über dies hinaus auch mehr über die eigene Kultur in Erfahrung gebracht werden kann. Zusätzlich ist die Liste heterogen aufgestellt was bedeutet, dass zum einen zwar Grenzen aufgezeigt werden, zum anderen jedoch uns die Fähigkeiten näher bringt, welche uns weiterbringen können. Die Fähigkeiten sollen dazu führen, dass eine elementare Art von Bewertung vorgenommen werden kann. Falls ein Punkt nicht erfüllt sei, so kann auch das menschliche Leben kein gutes Leben sein, was somit bedeutet, dass diese Liste der Fähigkeiten ein „Minimalkonzept des Guten“ darstellt (Brumlik/Brunkhorst 1993: 337).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die historische Vielfalt menschlichen Lebens und stellt die Forschungsfrage, ob Bedürfnisse zur Definition eines guten Lebens taugen.

2. Das gute menschliche Leben: Dieses Kapitel thematisiert die gesellschaftlichen Vergleichsprozesse und die Schwierigkeiten des modernen Individuums, in einer komplexen Welt das eigene Glück zu definieren.

3. Bedürfnis, Wunsch und Begehren: Hier werden die begrifflichen Abgrenzungen zwischen existenziellen Bedürfnissen, individuellen Wünschen und Begehren linguistisch und inhaltlich geklärt.

4. Zwei unterschiedliche Theorien: Dieser Abschnitt vergleicht das Fähigkeiten-Konzept von Martha C. Nussbaum mit der Bedürfnispyramide von Abraham Maslow, einschließlich einer kritischen Würdigung beider Ansätze.

5. Human Development Index: Das Kapitel analysiert den HDI und den Happy Planet Index als messbare Indikatoren für Lebensqualität und kritisiert die ökologischen Folgen grenzenlosen Wachstums.

6. Fazit: Das Fazit stellt fest, dass ein gutes Leben in einer endlichen Welt nicht durch unendliches Wachstum, sondern durch eine Abkehr vom reinen Wirtschaftsdenken und stärkere Partizipation erreicht werden muss.

Schlüsselwörter

Bedürfnisse, menschliches Leben, Martha C. Nussbaum, Abraham Maslow, Human Development Index, Happy Planet Index, Wachstum, Selbstverwirklichung, soziale Bindung, praktische Vernunft, Konsumgesellschaft, Lebensqualität, Grundbedürfnisse, Wirtschaftskritik, soziale Gerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, was ein gutes menschliches Leben ausmacht und ob dieses durch eine universelle Grundbedürfnis-Theorie hinreichend beschrieben werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die philosophische Anthropologie, die Theorie menschlicher Bedürfnisse, der Vergleich zwischen individuellen Wünschen und existenziellen Notwendigkeiten sowie die ökologische und soziale Kritik am ökonomischen Wachstumsmodell.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob das gute Leben im 21. Jahrhundert noch über klassische Grundbedürfnisse definiert werden kann oder ob andere Faktoren in einer zunehmend von Wachstum und Konsum geprägten Welt eine wichtigere Rolle spielen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse. Dabei werden philosophische Konzepte (Nussbaum), psychologische Modelle (Maslow) und aktuelle sozio-ökonomische Messindizes (HDI/HPI) gegenübergestellt und kritisch ausgewertet.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert das Spannungsfeld zwischen Freiheit und gesellschaftlichem Druck, differenziert zwischen Wunsch und Bedürfnis und beleuchtet detailliert die Theorien von Nussbaum und Maslow hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit auf die moderne Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Bedürfnis, Selbstverwirklichung, Wachstum, Lebensqualität, soziale Bindung und Wirtschaftskritik geprägt.

Warum wird zwischen dem Human Development Index (HDI) und dem Happy Planet Index (HPI) unterschieden?

Während der HDI primär Wohlstand, Bildung und Lebenserwartung misst, ergänzt der HPI dies um die ökologische Effizienz, was eine kritischere Sicht auf den Ressourcenverbrauch in westlichen Gesellschaften ermöglicht.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich des Wirtschaftswachstums?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass unendliches Wachstum in einer endlichen Welt unmöglich ist und die Gesellschaft sich von kurzfristigen, rein ökonomischen Entscheidungen lösen muss, um ein langfristig gutes Leben zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gibt es falsche Bedürfnisse? Voraussetzungen für ein gutes Leben nach Nussbaum und Maslow
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
2,3
Autor
Nicole Fries (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V463477
ISBN (eBook)
9783668936096
ISBN (Buch)
9783668936102
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Maslow Bedürfnisse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicole Fries (Autor:in), 2015, Gibt es falsche Bedürfnisse? Voraussetzungen für ein gutes Leben nach Nussbaum und Maslow, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463477
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Leseprobe aus  24  Seiten
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