Erodiert die asketische Lebenführung in der Moderne?

Der Wandel der innerweltlichen Askese


Hausarbeit, 2018
20 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Entstehung des Kapitalismus: Die protestantische Lebensführung und die innerweltliche Askese

2. Die Theorie des Wertewandels von Ronald Inglehart

3. Die Modernisierungstheorien
3.1. Charles Taylor: Die Ethik der Authentizität
3.2. Luc Boltanski und Ève Chiapello: Der neue Geist des Kapitalismus

4. Die moderne Lebensführung

Fazit

Anhang

Literaturverzeichnis

„Die Kunst erhebt ihr Haupt, wo die Religionen nachlassen“ (Nietzche 1999: 144).

Einleitung

Der R ückgang de r ka tholischen und e vangelischen R eligionsanhänger i st e in Phänomen, da s i n de n Medien und i n de n m odernen s oziologischen Zeitschriften immer größere Präsenz erhält (EKD 2018: 4). Dieser Rückgang steht in einem engen Zusammenhang z u ei nem W ertewandel, der seit de n 1960e r J ahren s tetig i n Deutschland vor anschreitet und e ine nor mative V eränderung de r ä sthetischen Ideale mit s ich z ieht ( Taylor 2009: 704) . Die S oziologie und di e S ozialphilosophie postuliert, d ass d ie p rotestantische A rbeitsethik, w ie s ie von Max W eber konzipiert und erläutert wurde, erodiert und dur ch eine andere Ethik ersetzt wird (Taylor 2009: 793) ( Oevermann und Franzmann 2006: 74) . Ideale w ie A utonomie, E xpressivität, Authentizität u nd e ine a llgemeine äs thetische Lebensführung verdichten s ich z u einem K ern, d er den Inhalt d ieser neuen Ethik bi ldet. D ie A spekte di eser E thik weisen k lare P arallelen z u d er, i n d er Historie be reits be kannten und gut erschlossenen, romantischen Lebensführung auf1 (Taylor 2009: 823).

Der W ertewandel, d er s ich l aut R onald Inglehart al s F olge d es z weiten Weltkrieges herauskristallisierte, lieferte das Fundament für den Abbau des Puritanismus und den Aufbau de s a llgemeinen m odernen W ertekanons de r okz identalen W elt (Inglehart 1998: 1 ). Die Weiterentwicklung d er W irtschaft, die da s m oderne K onsumverhalten begründet, die Bildungsexpansion - die vor allen Dingen ein massives Wachstum des tertiären Bildungssektors z ur F olge h at (Statistisches B undesamt 2017: 11) -, s owie die allgemeingültige Z ugänglichkeit z u mo netärerer A bsicherung in K risenzeiten stellen einen wesentlichen U nterschied z u de r hi storischen r omantischen E thik da r. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts war die artistische Lebensführung nur einem k leinen K reis der obe ren G esellschaftsschichten z ugänglich. In d er M oderne jedoch könne n s ogar, m it ve rgleichsweise e rschwerten G rundvoraussetzungen, di e sozialen K lassen und S chichten de m a rtistischen und ä sthetischen L ebenslauf nachgehen (Taylor 2009: 788).

Aufgabe dieser Hausarbeit wird es sein, die obengenannte Prognose zu klären, ob die von M ax Weber pos tulierte a sketische Lebensführung i n de r M oderne t atsächlich erodiert und w as die zeitgenössische F orschung über di esen Verlauf be schreibt. Im Zuge de ssen w ird di e Falsifizierung ode r V erifizierung de r Fragestellung durch di e Betrachtung d er folgenden zwei Untersuchungen erschlossen: C harles T aylors „Zeitalter der Authentizität“ und die Idee des „ neuen Geistes des Kapitalismus“ von Luc Boltanski und Ève Chiapello. Die genannten Veröffentlichungen beschreiben die moderne Gesellschaft als eine, die sich aus einem historischen Standpunkt verändert hat2. D ie Idee d er A utoren i st, d ass d ie i nnerweltliche A skese d er p rotestantischen Ethik einer h istorisch bedingten T ransformation unt erworfen i st. Die A spekte d er Transformation w erden analysiert u nd d ienen al s K riterium dafür, ob eine Erosion stattfindet oder stattgefunden hat.

Im V orfeld w ird e in Ü berblick übe r di e i nnerweltliche A skese und di e protestantische E thik geboten. Danach e rfolgt n och e ine kur ze E rklärung übe r de n Wertewandel und d essen F olgen anhand de r T heorien von Inglehart. Abschließend werden di e T heorien d er e rwähnten Autoren aufgeschlüsselt, und di es i n e iner verkürzten und ve reinfachten Form, um die Fragestellung, die hier von Interesse ist, genau zu ergründen.

1. Die Entstehung des Kapitalismus: Die protestantische Lebensführung und die innerweltliche Askese

Der okzidentale Rationalisierungsprozess wird von Weber als das Kernphänomen der postantiken europäischen G esellschaftsentwicklung i dentifiziert (Weber 1920: 2 ff.). Im G egensatz z u M arx zieht Weber m it s einer F orschung k eine an alytischen Schlüsse übe r da s P rofitstreben de r K apitalisten, sondern f okussiert s ich a uf di e, i m Zuge d es K apitalismus en tstandene, R ationalisierung. Das P hänomen de s Gewinnstrebens i st l aut W ebers A rgumenten kein s pezifisches C harakteristikum der Moderne, w obei di e R ationalisierung d er Lebensführung und –verhältnisse, s peziell im O kzident als et was b is d ato U nbekanntes galten (Weber 1915: 251f.). D as rationale H andeln d er M oderne w ird als ei n p lanmäßiges U nterfangen b eschrieben, bei de m de r G ewinn ka lkuliert ist und d as H andeln n ach f esten G esetzen durchgeführt w ird, w as e ine R entabilitäts- und Kredibilitätslogik mit s ich z ieht (Weber 1920: 64f f.). Die P rofitmaximierung i n K ombination m it de r - in de r Industrialisierung entstandenen -Trennung von Haus- und Erwerbswirtschaft wird als ein Grundpfeiler des Kapitalismus betrachtet (Weber 1920: 65ff.). Dabei kristallisiert sich der Markt als ei n dominierendes Vergesellschaftungsprinzip heraus, das Totalität mit sich b ringt. D iese Totalität äußert s ich da durch, d ass al le gesellschaftlichen A kteure in d en okz identalen K apitalismus miteingeschlossen werden ( Weber 1920: 65f f.). Die Fr age, die s ich h ierbei s tellt, ist, w ie dieses n eue Vergesellschaftungsprinzip entstehen kann.

Die Gründe, die z u di esen ve ränderten G esellschaftsstrukturen f ührten, untersucht Weber i m R ahmen s einer S tudie übe r de n pr otestantischen K apitalismus, i n de r d er Zusammenhang z wischen s pezifischen A usprägungen d es Protestantismus und de r Rationalität betrachtet werden (Weber 1915: 1). Dabei wird d er P rozess d er Rationalisierung - zunächst hi storisch - über di e Auswirkungen de r r eformistischen Bestrebungen d es as ketischen P rotestantismus n achvollzogen. Das Ergebnis s einer Studie zeigt, da ss d er K apitalismus grundsätzlich dur ch de n lutherischen Protestantismus begünstigt wurde. Die Reform sorgte für einen Umschwung von de r allgemeinen „ Heilsgewissheit“ z um r ational m otivierten H andeln (Weber 1920: 113f.).

Dieser Umschwung lässt sich dadurch erklären, dass evangelische - im Gegensatz zu katholische - Glaubensanhänger nicht die Möglichkeit besitzen Buße zu tun und i hre Sünden effektiv und na chhaltig mit Geld oder Beichten abzulegen. Folglich mussten die Akteure nun aktiv und selbstständig für die Rettung ihres Seelenheils sorgen. Die Magie d es P riestertums wurde d en P rotestanten genommen und es führte dazu, dass die „Entlastung von jener ungeheuren Spannung“ der Verdammnis nicht mehr sicher war (Weber 1920: 114). Nur das innerweltliche H andeln gab ihnen die Möglichkeit, „gutes W erk“ geschehen z u l assen und z war in Form von B erufstätigkeit! Dieser Prozess w urde von W eber a ls „ Entzauberung d er W elt“ da rgestellt (Weber 1920: 114).

Aus d iesem gesellschaftlichen W andel h eraus h at d er G eist der R eligiosität maßgeblich de n ökonom ischen R ationalismus manifestiert und di e V ertretung de r rationalen Interessen gefordert (Weber 1915: 15). Der gerade erwähnte „Geist“ wird mit d em v on W eber b ezeichneten „ Geist d es K apitalismus“ g leichgesetzt u nd bezeichnet e ine A rt Lebensführung. Die stark-religiöse Verankerung gab A nlass dazu, d ass a us e iner P osition d er g esellschaftlichen M inderheit e in w irtschaftlicher Umschwung möglich w urde. Allein die M acht und de r Ü berbau de s r eligiösen Glaubens i st die Ursache d afür, d ass d ie W ertüberzeugungen d es K apitalismus i n diesen A usmaßen totalitär und i n größeren Gruppen e xistentiell v erbindlich w erden ließ (Weber 1920: 66ff.).

„Der Mensch ist auf das Erwerben als Zweck seines Lebens, nicht mehr das Erwerben auf den Mensch als Mittel zum Zweck der Befriedigung seiner materiellen Lebensbedürfnisse bezogen. […] jene eigentümliche, uns heute so geläufige, in Wahrheit doch so wenig selbstverständliche Gedanke der Berufspflicht […] ist es, welcher der Ethik der kapitalistischen Kultur charakteristisch ist“ (Weber 1 904: 33ff.).

Dieses Z itat w irft z wei w ichtige A rgumente f ür das V erständnis ü ber d ie Form de s kapitalistischen G eistes und de n W ahlverwandtschaften zwischen d en M aximen d es Protestantismus und den des modernen Betriebskapitalismus auf.

Erstens: Der M ensch s ieht i m wirtschaftlichen Handeln ei ne M öglichkeit f ür e in gottesfürchtiges L eben. D er p rotestantische G laube inkorporiert e ine F orm de r Prädestinationslehre i n s ich, w as b edeutet, d ass d as S chicksal d er M enschen b ereits vorherbestimmt i st. D ie M enschen w issen j edoch ni chts von i hrer e igenen Vorherbestimmung und es ergab sich die Annahme, dass Wohlstand in Kombination mit Fleiß als ein Indikator für die Erlösung zu betrachten ist (Weber 1920: 103f.). Es geht aber nicht darum, dass das wirtschaftliche Erwerben oder Erzeugen von Mitteln dem Z weck der L ebensbedürfnisbefriedigung g ilt. Vielmehr geht es um di e Bedürfnisbefriedigung de s postumen S eelenheils. Die tr aditionelle Diskrepanz zwischen dem Streben nach religiöser Reinheit und weltlichem Wohlbefinden wurde somit dur ch de n Protestantismus a bgeschafft bz w. r elativiert. Diese Verhaltensorientierung hat eine von z weckrationalen I nteressen mo tivierte Lebensführung z ufolge3. Weltlicher W ohlstand w urde a uch j enseitiger W ohlstand. (Weber 1920: 113f.). Somit wurde auf dieser Ebene der kulturellen Rationalisierung des ökonom ischen H andelns ein P ersönlichkeitssystem de r P rotestanten, „ deren motivationalen Grundlangen Webers vornehmliches Interesse gilt, weil er hier einen, wenn ni cht den wichtigsten F aktor f ür di e E ntstehung d es K apitalismus z u f assen meint“ (Habermas 1981: 234).

Zweitens: Die oben b eschriebene z weckrationale Lebensführung m anifestiert s ich i n der B erufsethik. Der B eruf is t im P rotestantismus d ie v orherbestimmte göttliche Berufung und s omit z entraler C harakter de s Individuums (Weber 1920: 11 9f.). W ie man sehen kann, ist die Prädestination auch hier wirksam. Nur durch das Erfüllen des gottgegebenen B erufes m ehrt da s Individuum „ Gottes R uhm a uf E rden“ ( Weber 1920: 115). Daraus fundamentiert sich der intrinsische Anspruch auf hohe Intensität an k apitalistischer A ktivität in nerhalb der Gesellschaft ( Weber 1920: 101) . Die monetäre A nhäufung i st da bei a ls e in S elbstzweck z u ve rstehen, de r vom Einzelnen als verpflichtend gesehen w ird. Das Ge ld, e rst von dem P rotestanten erwirtschaftet, muss s tetig im Fluss b leiben. U nter d er P rämisse d es P rofitmaximierens wurde d ie Reinvestition a ls h erausragende b erufliche Leistung titu liert u nd galt s omit a ls besonders gottesfürchtig. Daraus f olgt, da ss di e Berufung, dur ch di e T otalität de s Kapitalismus, von e inem dünne n „ Mantel, de n m an j ederzeit a bwerfen ko nnte“, zu einem „stahlharten Gehäuse“ wurde (Weber 1920: 203).

Doch di e F rage, die s ich a us de r obe n f ormulierten A rgumentation s tellt, ist; Wieso sollte ich einen Beruf nachgehen und aktive Bewältigungsprozesse zum Erfüllen des Seelenheils durchführen, wenn bereits alles prädestiniert ist?

Weber a rgumentiert in v ier S chritten, warum P rädestination r elativiert werden k ann und weshalb es eh er auf gemeinschaftlich strukturierte Kontexte zurückzuführen ist, wer i n G ottes G naden s teht und w er ni cht. Dabei bi lden erstens die Individuen e in System d er w echselseitigen B eobachtungsstrategien h eraus. D as b edeutet, d ass Gesellschaftsmitglieder id entifiziert und H andlungszusammenhänge erschlossen werden. Dadurch s tellt s ich he raus, wer als auserwählt gilt und wer ni cht (Weber 1920: 102ff.). Das führt zu dem Phänomen, dass Individuen als Orientierungsfiguren gelten, denen man n acheifern s ollte. D araus r esultiert zweitens die U mdeutung d er Prädestination und de s passiven Zustandes (Weber 1920: 105) . D a s ich al le Gläubigen al s p rädestiniert v erstehen, muss nun di e W ohlstandssituation opt imiert werden. E s f olgt drittens eine K onkurrenzsituation unt er de n G laubensanhängern. Hierbei geht es nicht nur darum, dass man der Auserwählte ist, sondern a uch darum die O rientierungsfigur d er gesellschaftlichen G ruppen z u s ein (Weber 1920: 105) . Folglich: M an ve rsucht eine P erson z u s ein, di e be sondere A nerkennung b ekommt und a ls nachahmungswürdig g ilt. Kontrolle und Selbstkontrolle m anifestieren s ich als Kriterium für die Verhaltensmuster der Protestanten. Es ist diese Konkurrenz, die dann viertens eine Rentabilitätslogik des Handelns forciert. Summa summarum kann daraus formuliert werden, dass die Berufsethik des Protestantismus und die „rastlose Berufsarbeit“ des M enschen als G arant f ür d ie gottesfürchtige Lebensführung gesehen w erden ka nn u nd da ss da s i nnerweltliche H andeln ei nige P ersonen m ehr „auserwählt“ als andere (Weber 1920: 105f.).

Die Wirtschaftlichkeit des Individuums wird jedoch nur da nn maximiert, wenn man zusätzlich asketisch lebt. Weber postuliert, dass die christliche Askese:

„zu einer systematisch durchgebildeten Methode rationaler Lebensführung geworden, mit dem Ziel, den status naturae zu überwinden, den Menschen der Macht der irrationalen Triebe und der Abhängigkeit von Welt und Natur zu entziehen, der Suprematie des planvollen Wollens zu unterwerfen, seine Handlungen beständiger Selbstkontrolle und der Erwägung ihrer ethischen Tragweite zu unterstellen und so den Mönch – objektiv – zu einem Arbeiter im Dienst des Reiches Gottes zu erziehen und dadurch wiederrum – subjektiv - seines Seelenheils zu sichern“ (Weber 1920: 116).

Der K ernbegriff d ieser Arbeit ist d ie asketische o der „ enthaltsame“ Lebensweise. Man wirtschaftet, um gottesgefällig zu sein, gibt sein Kapital aber nicht rücksichtslos aus, sondern r einvestiert, um optimal wirtschaftlich zu handeln (Weber 1 920: 122) . Der Protestant mu ss s ich gegen d ie A ffekte und E motionen e rwehren un d e ine von konstanten M otivlagen dominierte Lebensführung a nstreben. D adurch wird de m Leben Ä sthetik b eraubt und es b leibt lediglich noc h m ethodische P lanung (Weber 1920: 119f .). Dadurch w ird d er Idealtyp d es A sketen konkurrenzfähiger als andere Gesellschaftsmitglieder. Das W irtschaftsleben w ird na ch de m E rfolgsprinzip de s „Gott gibt e s“ be trachtet und di e A blehnung de r weltlichen G enusssucht verursacht, dass da s a ngehäufte Kapital ni cht a usgegeben wird. Wenn man s ich d ieser S ucht hingibt, handelt man nicht nur nicht wirtschaftlich, sondern man wird dazu verleitet, Sünde z u be treiben (z.B. V öllerei). A skese i st al so g leichzeitig eine präventive Maßnahme für da s gottesfürchtige Handeln. Die Parallelität z wischen „ Mönch“ u nd „Arbeiter“ m acht deutlich, da ss di e E ntwicklung vom K atholizismus z um Protestantismus d er G esellschaft eine al lgemeine as ketische H andlungsweise aufzwang und di e A ufteilung de r m ittelalterlichen S phären z wischen w eltlich und religiös a ufhob und j eder de r a rbeitet, „Gottes W erk“ t at (Weber 1920: 116).

Abschließend kann postuliert werden, dass die Askese im Okzident die höchste Form des rationalen und gottesfürchtigen Handelns beschreibt (Weber 1920: 116).

Die Fr age ist nun, ob di e a sketische Lebensführung i n de r he utigen M oderne noc h präsent i st und ob de r W ertewandel de s z weiten W eltkrieges di e Lebensführung de r okzidentalen G esellschaft be einflusst h at. D ieser P unkt w ird einleitend dur ch di e Theorie von Inglehart erläutert.

[...]


1 Zusätzlich z u d en b ereits er wähnten Aspekten kehren i n d er Mo derne au ch noch d ie W erte d er kulturellen S elbstverwirklichung, d ie A blöse d es r ationalen E rnstes d urch d ie s pontane Vergnügtheit der anti-asketischen Haltung und der Abenteuerdrang des sexuell Unerforschten wieder (Taylor 2009: 824).

2 Dabei ist es wichtig z u er wähnen, dass alle T heorien unterschiedliche Ansatzpunkte, Begründungen ihrer L egitimität und A usrichtungen b esitzen. Aus d ieser A uswahl a n T heorien kö nnen möglichst allgemeingültige und breitflächige Analyseansätze g eboten und ei ne r eale T endenz zu r D iagnose d er gesellschaftlichen Entwicklung als Ergebnis präsentiert werden.

3 Max Weber betont zu diesem Punkt, dass die Protestanten eine Neigung zum ökonomischen Rationalismus durch ihre „innere Eigenart“ besitzen und dass diese Eigenart nicht durch politische Umstände bedingt wird (Weber 1904: 23).

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Erodiert die asketische Lebenführung in der Moderne?
Untertitel
Der Wandel der innerweltlichen Askese
Hochschule
Universität Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut)
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
20
Katalognummer
V463562
ISBN (eBook)
9783668953093
ISBN (Buch)
9783668953109
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Max Weber, Max, Weber, Inglehart, Konfuzius, Wertewandel, Okzident
Arbeit zitieren
Philipp Nern (Autor), 2018, Erodiert die asketische Lebenführung in der Moderne?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463562

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