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Auffassung der Gerechtigkeit von John Rawls

Title: Auffassung der Gerechtigkeit von John Rawls

Seminar Paper , 2016 , 10 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniel Rösler (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Diese Seminararbeit befasst sich mit diesem Hauptwerk Rawls und stellt die zentralen Aspekte seiner Theorie der Gerechtigkeit und seiner Überlegungen zur Verteilungsgerechtigkeit dar. Der Naturzustand, der sogenannte „Schleier des Nichtwissens“, seine Vertragstheorie und dessen Kritik werden dabei die Basis bilden. Den Schluss bildet die Anwendung der Rawlsschen Gerechtigkeitsgrundsätze anhand eines Beispiels, um die Bedeutung des Rawlsschen Denkens zu veranschaulichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. EINFÜHRUNG IN RAWLS „EINE THEORIE DER GERECHTIGKEIT“

2.1 DER URZUSTAND

2.2 DAS DIFFERENZPRINZIP

2.3 DIE GRUNDSÄTZE DER GERECHTIGKEIT

2.4 ANWENDUNG DER GERECHTIGKEITSGRUNDSÄTZEN ANHAND EINEM BEISPIEL

2.4.1 BILDUNGSCHANCEN IN DEUTSCHLAND

III. SCHLUSSTEIL

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, die wesentlichen Aspekte von John Rawls' Theorie der Gerechtigkeit darzustellen und ihre praktische Relevanz sowie ihre Grenzen zu analysieren. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, inwiefern die Rawlsschen Gerechtigkeitsgrundsätze als Maßstab für die Bewertung gesellschaftlicher Strukturen, insbesondere des Bildungssystems, dienen können.

  • Die theoretischen Grundlagen der Gerechtigkeit als Fairness
  • Die Funktion des Gedankenexperiments vom „Urzustand“ und dem „Schleier des Nichtwissens“
  • Das Differenzprinzip und die lexikalische Ordnung der Gerechtigkeitsgrundsätze
  • Die kritische Anwendung der Theorie auf Bildungschancen in Deutschland

Auszug aus dem Buch

2.1 DER URZUSTAND

Eine wohlgeordnete Gesellschaft kann erst entstehen und dauerhaft bestehen, wenn diese von einer gemeinsamen Gerechtigkeitsvorstellung geleitetet wird. Diese Grundsätze müssten von der Gesellschaft anerkannt werden, auch wenn Interessenkonflikte bestehen. Dabei ist es notwendig herauszufinden, wie die Grundsätze der Gerechtigkeit aussehen. Um diese festzustellen, bedient sich Rawls eines Gedankenexperiments, das auf der Basis zweier Theorietraditionen beruht. Zum einem die klassische Vertragstheorie, wie man sie schon von Rousseau, Kant oder Locke kennt, und zum anderen die Spieltheorie. Bei letzterer hängt der Einzelne nicht nur vom eigenen Handeln ab, sondern auch von dem der anderen Individuen. „John Rawls Gerechtigkeitsgrundsätze müssen in einem Urzustand festgelegt werden, welcher für immer gelten. Auf diesen Grundsätzen kann dann eine Verfassung aufgebaut werden, aus der wiederum Gesetze abgeleitet werden können.“

Rawls erschafft einen fiktiven Urzustand, in dem man dazu gebracht werden soll, die Verfassungswahl zu übernehmen. Es gilt zu entscheiden, welche Prinzipien freie und rationale Personen unter fairen Bedingungen für ihre Gesellschaft wählen würden. Das Ergebnis soll nicht durch äußere Einflüsse verfälscht werden, damit die Unparteilichkeit gewährleistet werden kann. So soll verhindert werden, dass ein Einzelner so entscheidet, dass diese Verhältnisse auf ihn angepasst werden, weil er es so als gerecht ansieht, obwohl es nur ihm von Nutzen ist. Niemand kennt seinen Platz in der Gesellschaft, seine Begabung oder seinen Intellekt. Es soll eine Art „Schleier des Nichtwissens“ entstehen, in dem die Menschen nichts über sich wissen. Das Wissen reicht ausschließlich über die gesellschaftlichen Grundgüter, gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und psychologische Zusammenhänge. Zusätzlich besitzen die Teilnehmer zusätzlich die Fähigkeiten, Folgen abzuschätzen und in einem vernünftigen Rahmen über die Grundstruktur der Gesellschaft nachdenken zu können. Das Nichtwissen über den eigenen Stand soll dazu dienen, dass die Menschen sich empathisch mit der Grundstruktur einer gerechten Gesellschaft auseinandersetzen. Interessen können sich hierbei nicht auf die persönliche Lage beziehen, da man sich dieser nicht sicher sein kann. Vielmehr muss sich nach dem schwächsten Glied der Masse orientiert werden, denn dies könnte ein jeder der Teilnehmer sein.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung von John Rawls als bedeutenden politischen Denker ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit, sein Hauptwerk sowie die Anwendung auf ein praktisches Beispiel.

II. EINFÜHRUNG IN RAWLS „EINE THEORIE DER GERECHTIGKEIT“: Dieses Kapitel erläutert die Grundgedanken von Rawls, seine Abgrenzung zum Utilitarismus und die Entwicklung seines Werkes.

2.1 DER URZUSTAND: Hier wird das zentrale Gedankenexperiment Rawls beschrieben, das durch den „Schleier des Nichtwissens“ Unparteilichkeit bei der Wahl gesellschaftlicher Prinzipien sicherstellen soll.

2.2 DAS DIFFERENZPRINZIP: Dieses Kapitel behandelt die Regelung sozialer und wirtschaftlicher Ungleichheiten, die nur dann akzeptabel sind, wenn sie den am wenigsten Begünstigten den größtmöglichen Vorteil bringen.

2.3 DIE GRUNDSÄTZE DER GERECHTIGKEIT: Hier werden die beiden fundamentalen Gerechtigkeitsgrundsätze Rawls – der Freiheitsgrundsatz und das Prinzip der fairen Chancen sowie das Differenzprinzip – explizit formuliert.

2.4 ANWENDUNG DER GERECHTIGKEITSGRUNDSÄTZEN ANHAND EINEM BEISPIEL: Dieses Kapitel leitet zur kritischen Untersuchung gesellschaftlicher Phänomene mittels Rawls' Theorie über.

2.4.1 BILDUNGSCHANCEN IN DEUTSCHLAND: Eine kritische Anwendung der Theorie auf das deutsche Bildungssystem, wobei dessen Auslesemechanismen und soziale Disparitäten als ungerecht nach Rawls bewertet werden.

III. SCHLUSSTEIL: Das Fazit würdigt Rawls' Theorie als unverzichtbares Werkzeug für die ethische und politische Diskussion, weist jedoch auch auf den enthaltenen Idealismus hin.

Schlüsselwörter

John Rawls, Gerechtigkeit, Theorie der Gerechtigkeit, Fairness, Urzustand, Schleier des Nichtwissens, Differenzprinzip, Bildungschancen, Politische Philosophie, Utilitarismus, Soziale Gerechtigkeit, Vertragstheorie, Chancengleichheit, Gesellschaftsordnung, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Gerechtigkeitstheorie von John Rawls und untersucht dessen zentrale Konzepte, um gesellschaftliche Strukturen kritisch zu reflektieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die Themen Urzustand, Differenzprinzip, die zwei Gerechtigkeitsgrundsätze von Rawls und die Anwendung dieser Konzepte auf das Bildungswesen ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Rawls' Gerechtigkeitsgrundsätze als formale Plattform zur Bewertung gesellschaftlicher Ungerechtigkeiten dienen können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine theoretische Analyse der Primärliteratur von John Rawls durchgeführt, die anschließend durch eine kritische Fallanwendung auf die reale Situation der Bildungschancen in Deutschland ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erläutert die philosophische Herleitung des Urzustands, die Differenzprinzip-Logik sowie die Konkretisierung der Gerechtigkeitsgrundsätze im Kontext der politischen Ethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind neben dem Autor selbst der „Schleier des Nichtwissens“, das „Differenzprinzip“ und die „Gerechtigkeit als Fairness“.

Wie bewertet die Arbeit das deutsche Bildungssystem?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass das deutsche Bildungssystem aufgrund der bestehenden Abhängigkeiten zwischen sozialem Hintergrund und Schulerfolg nach den Maßstäben von Rawls als ungerecht einzustufen ist.

Warum ist das Differenzprinzip laut Rawls von Bedeutung?

Das Differenzprinzip ist entscheidend, da es eine moralische Rechtfertigung für soziale Ungleichheiten nur dann zulässt, wenn diese den am stärksten Benachteiligten in der Gesellschaft zugutekommen.

Inwiefern ist der „Schleier des Nichtwissens“ ein faires Konzept?

Da die Akteure im Urzustand ihre eigene soziale Position, Talente oder Herkunft nicht kennen, sind sie gezwungen, Prinzipien zu wählen, die für jeden Einzelnen vorteilhaft sein könnten, was Unparteilichkeit erzwingt.

Wird die Theorie in der Arbeit als uneingeschränkt anwendbar bezeichnet?

Nein, der Autor merkt kritisch an, dass die Theorie von Rawls einen hohen Grad an Idealismus beinhaltet und die Umsetzung in einer realen Leistungsgesellschaft mit erheblichen praktischen Hürden verbunden ist.

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Details

Title
Auffassung der Gerechtigkeit von John Rawls
College
University of Rostock
Grade
2,0
Author
Daniel Rösler (Author)
Publication Year
2016
Pages
10
Catalog Number
V463644
ISBN (eBook)
9783668907232
ISBN (Book)
9783668907249
Language
German
Tags
John Rawls Differenzprinzip Grundsätze der Gerechtigkeit Gerechtigkeit Gerechtigkeitsgrundsätze Bildungschancen Urzustand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Rösler (Author), 2016, Auffassung der Gerechtigkeit von John Rawls, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463644
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