Das Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen" in Haaren

Ein Praxisbericht in der Sozialen Arbeit


Hausarbeit, 2013

18 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung der Einrichtung Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen"

3. Beschreibung des Arbeitsfeldes
3.1 Konzeption
3.1.1 Ziele
3.1.2 Rahmenbedingungen
3.1.3 Arbeitsansatze
3.1.4 Methoden
3.1.5 Zielgruppe

4. Beschreibung und Bewertung der Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Hintergrund der Beobachtungsfragen
4.1 Schwerpunkt
4.1.1 Fallbeispiel als exemplarische Darstellung der Praxiserfahrung

5. Welche Anforderungen an meine berufliche Rolle und mein berufliches Handeln sind mir im Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendfreizeitarbeit begegnet?

6. Welchen Beitrag leistet das Praxisfeld „Kinder- und Jugendarbeit“, speziell, in dem ich tatig bin, zur Starkung (Entwicklung) von Kindern und Jugendlichen?

7. Lernziel und Beschreibung meiner personlichen Umsetzung / Erfahrung dieses Lernziels im Kontext meiner Praxisphase

8. Fazit (eigene Bewertung / Kritik)

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der nun folgenden Hausarbeit habe ich mich durch das Studienprojekt 1 „Kinder- und Jungendfreizeitarbeit - ein Arbeitsfeld mit Zukunft" der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Aachen in den Bereich der Kinder- und Jugendfreizeit begeben und mich tiefgreifend sowohl durch das 15-tagige Praktikum im Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen" unter Leitung von Herrn Manfred Kirch, als auch uber meine ehrenamtliche Tatigkeit in der K.O.T. St. Elisabeth Aachen unter Leitung von Frau Nadine Plewnia uber die Aufgaben der Sozialen Arbeit informiert.

Hierzu habe ich In der Praxisphase den Beitrag der Kinder- und Jugendfreizeitarbeit im Bezug zu den Entwicklungsaufgaben beobachtet und analysiert. Insbesondere habe ich die hieraus resultierenden Anforderungen an das Handeln der hauptberuflichen Akteure erarbeitet, wiedergegeben und reflektiert.

Dabei habe ich Einige kritische Punkte und Fragen aufgestellt, urn wiedergeben zu konnen, an welchen Stellen mir selbst Defizite aufgefallen sind.

Am Ende der Hausarbeit beziehe ich meine Erfahrungen durch die ehrenamtliche Tatigkeit in der K.O.T. St. Elisabeth Aachen und das abgeleistete Praktikum im Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen" Haaren mit ein und schlieBe mit einer kurzen Schlussbetrachtung.

2. Beschreibung der Einrichtung Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen"

In unserem Kinder- und Jugendzentrum erfahren unsere Besucher/innen, dass sie in diesen Jahren ernst genommen werden. Hier erfahren sie einen Ort, wo ihre Lebenswelt zahlt; ohne Druck von auBen. Wir suchen und fordern ihre Fahigkeiten und geben ihnen das Gefuhl, dass sie einen Platz in der Gesellschaft haben. Das Kinder- und Jugendzentrum “Regenbogen” mochte unsere Besucher/innen mit dem Ziel, “starke Erwachsene” aus ihnen zu machen, begleiten.

Wir verstehen uns somit als Erganzung zur Erziehung im Elternhaus und der Schule. Unsere Besucher/innen sollen bei uns aber vor allem viele schone Erfahrungen sammeln. Denn nur moglichst viele schone Erfahrungen in Kindheit und Jugend machen “starke Erwachsene”.

Im Eingangsbereich befinden sich die Toiletten, ein grower Billardtisch und diverse Sitzgelegenheiten, wie in einem Cafe, links davon die Kuche, die freitags zum Kochen mit den Kindern und Jugendlichen von Tanja (Hilfsposition auf freiwilliger Basis) ab 16 Uhr genutzt wird. Ansonsten werden dort taglich Brezeln im Ofen erwarmt und daneben am Verkaufsbereich neben Cola, Sprite, Fanta, Wasser und allerhand SuBigkeiten verkauft. Dort befindet sich auch die Musikanlage, die taglich durch einen Laptop neuen Input bekommt und die Raumlichkeiten hintergrundartig mit Musikfullt. Gegenubervom Eingangsbereich auf der rechten Seite befinden sich zwei groBe Raume, die mit einem Kicker und einer Tischtennisplatte ausgestattet sind. Hauptsachlich als Ort fur die Kinder und Jugendlichen steht dabei der Raum „Treff“ zur Verfugung, in dem zwei PCs mit Internetanschluss zur Benutzung frei zuganglich sind, mehrere Sitzmoglichkeiten auf Couchen, ein Fernseher und zwei runde Sitzgelegenheiten mitTischen. Nebenan ist das Buro von Herrn Kirch zu finden. Daneben im Raum „Spielburg“ befindet sich alles, was mit Schauspiel und Musik zu tun hat, von Theaterproben mit Lichtwechsel uber Gesang bis hin zu Schlagzeugunterricht kann dort auch kreativ mit den Kindern und Jugendlichen gearbeitet werden. DrauBen, hinter dem Haus, befindet sich noch ein groBes Trampolin, das auch genutzt werden kann.

Die obere Etage des Hauses steht fur Musikproben und Vermietungen zur Verfugung, die unteren Kellerbereiche dienen als Lager, bzw. Abstellraume.

3. Beschreibung des Arbeitsfeldes

Mir stellt sich von Anfang an die kritische Frage: In welchem Rahmen und in welchem MaBe ist Herr Kirch in diesem Kinder- und Jugendzentrum uberhaupt als Sozialarbeiter tatig? Das Arbeitsfeld ist offen und bietet einen breiten Spielraum fur die Kinder und Jugendlichen. Wir Praktikanten haben das Arbeitsfeld durch direkte Mitarbeit kennengelernt. Wir haben um 14 Uhr Brezeln fur den Verkauf an der Theke im Backofen erwarmt und diese fur die Besucher/innen ab 16 Uhr bereitgestellt. Die Vorbereitungen waren stets sehr einfach gehalten: Billardmaterial bereitstellen, Licht in den verschiedenen Raumen anmachen, Getranke sowie Brezeln und SuBigkeiten fur den Verkauf vorbereiten. Ansonsten wurde noch der Laptop an eine Anlage angeschlossen, um Musik der breiten Masse zu ermoglichen. Die Rechner im „Treff“ wurden fur die Besucher/innen angemacht und in der „Spielburg“ der Laptop und die Anlage fur Gesang/Rap zur Verfugung gestellt. Herr Kirch arbeitet mit einzelnen, die Lust haben etwas zu rappen, singen Oder in Form von Theater vorzuspielen. Der Rest (vor allem die Alteren) ab 14, 15 Jahren sitzt in der Regel im „Treff“ vor den Rechnern Oder dem Fernseher Oder spielt ab und an Billard. Naturlich birgt dieses Arbeitsfeld eine hohe Verantwortung, doch wie hoch ist eigentlich die Beteiligung des Leitenden an der eigentlichen Gestaltung des Tages? Hierbei wurde ich sagen, dass es in den nachsten Jahren einiger Anderungen und Entwicklungen bedarf, um nicht nur Einzelne anzusprechen, sondern auch mit groBeren Gruppen arbeiten zu konnen. Entmutigend ist es sicherlich, wenn niemand der Besucher/innen an einem Projekt teilnehmen will, jedoch muss man hier aber auch eine gewisse Frustrationstoleranz haben und mit Niederlagen Oder wenig bis gar keiner Beteiligung umgehen konnen, auch wenn man viel Muhe in das Projekt gesteckt hat.

3.1. Konzeption

Herr Kirchs Konzeption basiert auf funf grundlegenden Rollen, die wir als Sozialarbeiter im Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen" erfullen mussen. Zum einen die Rolle der Aufsichtsperson: wir kummern uns um Kinder und Jugendliche und schauen nach Ihnen. Zum anderen sind wir gleichzeitig auch Animateure fur die Besucher, indem wir Ihnen ein vielfaltiges Angebot bieten, in dem sie sich frei bewegen und frei wahlen konnen. Naturlich sind wir auch Vertrauensperson; wir horenjedem zu, jeder kann mit Problemen, Geschichten Oder einfach nur zum Reden und entspannen zu uns kommen. Wir sind aber auch Dienstleister, indem wir Spiele ausgeben Oder SuBigkeiten und Getranke verkaufen. Als letztes sind wir naturlich auch Freund/Freundin in einer Kumpel Beziehung, bei der im Sinne der professionellen Beziehungsgestaltung Nahe und Distanz unabdingbare Begriffe in unserer Rolle als Sozialarbeiter sind.

3.1.1. Ziele

Wir versuchen gemeinsam den Kindern schone Erfahrungen zu ermoglichen und sie naturlich auch eigene Erfahrungen machen zu lassen.

Laut Herrn Kirch sind Ziele: Soziale Bindungsfahigkeit zu starken, Erfolgserlebnisse zu vermitteln, Fachwissen anzuwenden, Disziplin zu vermitteln, Verantwortungsbewusstsein zu wecken, Motorik und Kommunikation zu fordern, Hygiene zu zeigen, Teamfahigkeit zu schulen, positives Miteinander zu bewirken, Selbstbewusstsein zu starken, SpaB und schone Erfahrungen zu sammeln.

3.1.2. Rahmenbedingungen

Zur finanziellen und raumlichen Rahmenbedingung gehort, dass der kirchliche Trager St. Germanus (Christus unser Bruder) die Raumlichkeiten der Betriebsform „Kleine offene Tur“ (d.h. die Leitungsposition hat eine 100%ige Oder weniger besetzte Stelle), die die ,,Kleine offene Tur“ mindestens 15 Stunden pro Woche offnet, und einen gewissen Betrag fur die Einrichtung zur Verfugung stellt. Als personelle Rahmenbedingungen stehen im Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen" eine Leiterposition besetzt mit einem Diplomsozialpadagogen und zwei Hilfspositionen (Tanja und Daniel) auf freiwilliger Basis zur Verfugung. Ehrenamtliche Mitarbeiter sowie Jahrespraktikanten gibt es zurzeit nicht mehr. Markus und ich, die wir beide im 1. Semester an der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen - Abteilung Aachen - Fachbereich Sozialwesen, den Studiengang Soziale Arbeit B.A. absolvieren, arbeiten im Kinder- und Jugendzentrum „Regenbogen“ als Praktikanten fur das Studienprojekt 1 mit dem Titel ..Kinder- und Jugendfreizeitarbeit - ein Arbeitsfeld mit Zukunft".

Nurwenige Moglichkeiten zur Freizeitgestaltung sind im angesiedelten Viertel in Haaren vorhanden. Oft gibt es Konflikte, da die Kinder und Jugendlichen nach Ende der Offnungszeiten des Kinder- und Jugendzentrums „Regenbogen“ am Markt in Haaren „herumhangen“, pobeln und teilweise auch randalieren, da sie nichts anderes mit ihrer Freizeit anzufangen wissen.

Im „Regenbogen“ haben die Besucher/innen die Moglichkeit, einen Ort nach Schulschluss aufzusuchen, der fur sie nutzbar ist, ohne auf der StraBe „rumhangen“ zu mussen.

Fehlende Akzeptanz seitens der Bewohner des Viertels, aber auch die fehlende Kommunikation zwischen den verschiedenen Kulturen, die teilweise auch geringen Einkunfte und unterschiedlichen Bildungsniveaus der verschiedenen Schichten, erschwert die Situation im Viertel zunehmend.

Da auch der Anteil alterer Menschen kontinuierlich ansteigt, gibt es haufig Auseinandersetzungen und viele Anwohner, die sich uber die dort lebende, jungere Generation beschweren, da diese ganz andere Vorstellungen vertreten, als heute ublich sind.

Hierbei sind nicht die Kinder und Jugendlichen das eigentliche Problem, sondern die fehlende Akzeptanz sowie die Moglichkeiten zur Beschaftigung in Haaren. AuBer dem Kinder- und Jugendzentrum ist furjungere Generationen nichts vorhanden.

3.1.3. Arbeitsansatze

Vom Prinzip her sind die Arbeitsansatze des Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen" sehrfrei gestaltet. Kinder und Jugendliche konnen selbst bestimmen, an welchem Angebot sie teilnehmen Oder ob sie eigene Ideen umsetzen wollen.

Herr Kirch plant seine Grundstrukturen sehr genau, sodass bereits jetzt Ende November schon die Planung und Terminsetzung fur die Ferienspiele im Sommer 2013 beginnen und die Jugendlichen sich aktiv an der Gestaltung und Umsetzung beteiligen konnen.

3.1.4. Methoden

[...]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Das Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen" in Haaren
Untertitel
Ein Praxisbericht in der Sozialen Arbeit
Hochschule
Katholische Hochschule NRW; ehem. Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Aachen
Veranstaltung
„Kinder- und Jugendfreizeitarbeit – ein Arbeitsfeld mit Zukunft“ (Modul 2)
Note
2,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V463678
ISBN (eBook)
9783668928688
ISBN (Buch)
9783668928695
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinder-, jugendzentrum, regenbogen, haaren, praxisbericht, sozialen, arbeit
Arbeit zitieren
Nadine-Dominique van der Meulen (Autor), 2013, Das Kinder- und Jugendzentrum "Regenbogen" in Haaren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463678

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