Die UNICEF-Vergleichsstudie vom 30. März 2012 „Measuring child poverty“ zeigt, dass Relative Kinderarmut in Deutschland mit 8,5 Prozentpunkten im Mittelfeld der insgesamt 35 Industrienationen liegt .
Der vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von September 2012 zeigt Kinderarmut als gravierenden Bedeutungsträger in der Bundesrepublik Deutschland .
Im Dezember 2012 brachte der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband einen Bericht zur regionalen Armutsentwicklung unter dem Titel „Positive Trends gestoppt, negative Trends beschleunigt“ in Deutschland heraus .
Das Problem der Kinderarmut in Deutschland greife ich in meiner Hausarbeit in „Einführung in die Wissenschaft Soziale Arbeit“ (Modul 6) und „Historische und systematische Zugänge zur Sozialen Arbeit“ (Modul 7) mit dem Thema „Und raus bist du – Kinderarmut in Deutschland “ auf, da für mich als Sozialarbeiterin das Thema Kinderarmut von hoher Bedeutung ist und ich sehe, wie viel in den nächsten Jahren für Kinder getan werden muss.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Was ist Armut?
2.1 Relative Armut
3. Was ist Kinderarmut?
3.1 Zahlen zur Armutsbetroffenheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Fakten aus Aachen
4. Die Situation in unseren Jugendeinrichtungen
4.1 Was tun wir speziell in unseren Jugendeinrichtungen gegen Kinderarmut?
5. Fazit
Anlagen
Anlage 1 - Weitere Statistiken und Informationen zum Thema Kinderarmut
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Problem der Kinderarmut in Deutschland, wobei ein besonderer Fokus auf die Situation in der Stadt Aachen gelegt wird. Ziel der Untersuchung ist es, aufzuzeigen, wie Kinder durch Armut aus dem gesellschaftlichen Alltag ausgegrenzt werden, welche Rolle Jugendeinrichtungen bei der Unterstützung dieser Kinder einnehmen und welche professionellen Handlungsansätze Sozialarbeiter hier verfolgen können.
- Definition und theoretische Grundlagen von absoluter und relativer Armut.
- Analyse der aktuellen statistischen Datenlage zur Kinderarmut in Deutschland und Aachen.
- Einblicke in die praktische Arbeit von Jugendeinrichtungen vor Ort.
- Reflexion der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Bekämpfung von Kinderarmut.
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
„Dabei riskieren wir in Deutschland nicht mehr und nicht weniger als die Zukunft unseres Staates, wenn wir uns nicht um die Chance aller Kinder in diesem Land intensiv bemühen. Erstaunlicherweise scheint es viele Menschen hier nicht wirklich zu berühren, wenn sie von Kinderarmut hören. Offensichtlich können sie sich das nicht vorstellen. Aber wenn schon das Mitgefühl fehlt, dann sollten wir wenigstens unseren Verstand und unser ökonomisches Denken einschalten. Denn es geht um existenzielle Fragen: Welches Land kann es sich wirklich leisten, rund drei Millionen Kinder als benachteiligte Randgruppe aufwachsen zu lassen?“1.
Die UNICEF-Vergleichsstudie vom 30. März 2012 „Measuring child poverty“ zeigt, dass Relative Kinderarmut in Deutschland mit 8,5 Prozentpunkten im Mittelfeld der insgesamt 35 Industrienationen liegt2.
Der vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung von September 2012 zeigt Kinderarmut als gravierenden Bedeutungsträger in der Bundesrepublik Deutschland3.
Im Dezember 2012 brachte der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband einen Bericht zur regionalen Armutsentwicklung unter dem Titel „Positive Trends gestoppt, negative Trends beschleunigt“ in Deutschland heraus4.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Kinderarmut in Deutschland durch aktuelle Studien und Berichte und begründet die Themenwahl aus der Perspektive der Sozialen Arbeit.
2. Was ist Armut?: Dieses Kapitel definiert den allgemeinen Armutsbegriff und differenziert zwischen absoluter und relativer Armut sowie den sozioökonomischen Ursachen.
2.1 Relative Armut: Hier wird der Begriff der relativen Armut spezifiziert und erklärt, wie diese im Verhältnis zum nationalen Wohlstand und zu soziokulturellen Existenzminima ermittelt wird.
3. Was ist Kinderarmut?: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen mit der spezifischen Situation von Kindern, die von Grundsicherungsleistungen oder Einkommensarmut betroffen sind.
3.1 Zahlen zur Armutsbetroffenheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Fakten aus Aachen: Basierend auf statistischen Daten werden die Ausmaße der Kinderarmut auf Bundesebene und konkret im Aachener Stadtgebiet dargestellt.
4. Die Situation in unseren Jugendeinrichtungen: Der Fokus liegt hier auf der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und dem Ziel, ihnen ungeachtet ihrer finanziellen Verhältnisse einen förderlichen Lebensort zu bieten.
4.1 Was tun wir speziell in unseren Jugendeinrichtungen gegen Kinderarmut?: Anhand konkreter Beispiele aus Aachener Jugendeinrichtungen wird aufgezeigt, welche kostenlosen Angebote zur Förderung und Teilhabe bereitgestellt werden.
5. Fazit: Das Fazit reflektiert die Rolle der Sozialen Arbeit und formuliert Forderungen an Politik und Gesellschaft, um Kinderarmut effektiver zu bekämpfen.
Anlagen: Dieser Abschnitt enthält weiterführende statistische Daten und Interviewergebnisse, welche die prekäre Lebenslage in Aachen Nord belegen.
Anlage 1 - Weitere Statistiken und Informationen zum Thema Kinderarmut: Hier werden detaillierte Datensätze zu Gesundheit, Sprache und sozialer Teilhabe aus Aachen Nord ausgewertet.
Schlüsselwörter
Kinderarmut, Soziale Arbeit, relative Armut, Aachen, Jugendeinrichtungen, Armutsprävention, soziale Ausgrenzung, Grundsicherung, Teilhabe, Bildungsbenachteiligung, Sozialraum, Resilienz, KiM - Kinder im Mittelpunkt, Transferleistungen, Kinder- und Jugendhilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?
Die Hausarbeit untersucht das Problem der Kinderarmut in Deutschland und beleuchtet dabei insbesondere die prekäre Situation von Kindern im Aachener Stadtgebiet sowie die Rolle von Jugendeinrichtungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Themen umfassen die Definition von Armut, die statistische Erfassung von Kinderarmut, die Bedeutung von Jugendeinrichtungen als Schutz- und Förderräume sowie die professionelle Haltung der Sozialen Arbeit.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Ziel ist es, auf die gesellschaftliche Relevanz der Kinderarmut aufmerksam zu machen und die Notwendigkeit von bedarfsgerechter Unterstützung sowie präventiver Arbeit in der Sozialen Arbeit aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse aktueller Armutsberichte und empirischen Daten aus dem Aachener Sozialraum sowie eigenen Praxiserfahrungen in lokalen Jugendeinrichtungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen von Armut, die Darstellung der statistischen Lage, die Analyse konkreter Projektarbeit in Aachener Jugendeinrichtungen und eine kritische Reflexion.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Kinderarmut, Soziale Arbeit, Aachen, soziale Ausgrenzung, Armutsprävention und Teilhabe bilden die zentralen Begrifflichkeiten.
Was ist das „KiM – Kinder im Mittelpunkt“-Netzwerk in Aachen?
Es handelt sich um ein lokales Netzwerk in Aachen Nord, das verschiedene Akteure vernetzt, um eine lückenlose Förderung für Kinder zu gewährleisten und durch Datenanalysen gezieltere Unterstützungsangebote zu entwickeln.
Welche Rolle spielen „Resilienz- und Schutzfaktoren“ laut der Autorin?
Trotz materieller Armut können 25 % der Kinder aufgrund dieser Faktoren in Wohlergehen aufwachsen; die Soziale Arbeit sollte diese Faktoren durch Kooperationen und gezielte Angebote stärken.
- Arbeit zitieren
- Nadine-Dominique van der Meulen (Autor:in), 2013, Und raus bist du! Kinderarmut in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463680