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Rentenversicherungssystem in der BRD

Titel: Rentenversicherungssystem in der BRD

Seminararbeit , 2005 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Hans Joachim Utech (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die „Kaiserliche Botschaft“ von Wilhelm I. im Jahre 1881 bildete die Grundlage der deutschen Sozialgesetzgebung. Wilhelm I. forderte, Gesetze zum Schutze der Arbeiter gegen Krankheit, Unfall, Invalidität und im Alter zu beschließen. Nach langwierigen Vorbereitungen wurde im Jahre 1889 vom damaligen Reichskanzler Otto von Bismarck das Invaliditäts- und Alterssicherungsgesetz verabschiedet und trat zum 01. Januar 1891 in Kraft. Es handelte sich dabei um ein Ansparsystem, in welchem von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern paritätisch Rentenbeiträge auf Rentenkonten eingezahlt und angespart wurden. Das angesparte Kapital gewährte den Industriearbeitern eine Alterssicherung nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. Dieses kapitalgedeckte Ansparsystem wurde durch die Folgen der beiden Weltkriege und der Weltwirtschaftskrise stark belastet. Nachdem sich das System nach dem 2. Weltkrieg wieder erholen konnte, wurde unter Konrad Adenauer 1957 die RV grundlegend reformiert und auf das noch heute angewandte Umlageverfahren umgestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rentensystem in der BRD

2.1 Umlageverfahren

2.2 Kapitaldeckungsverfahren

2.3 Die gesetzliche Rentenversicherung

2.3.1 Pflichtversicherte Personen

2.3.2 Beiträge

2.3.3 Beitragsbemessungsgrenzen

2.3.4 Organisation und Finanzierung

2.3.5 Aufgaben und Leistungen

2.3.6 Berechnung von Renten

2.4 Staatlich geförderte Altersvorsorge

2.5 Private Altersvorsorge

2.6 Betriebliche Altersvorsorge

2.7 Die Basisrente

3. Probleme

3.1 Demographische Entwicklung

3.2 Informationsstand der Bevölkerung

3.3 Der Generationenkonflikt

4. Schlussbetrachtung

4.1 Umlageverfahren versus Kapitaldeckungsverfahren

4.2 Stellungnahme

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit analysiert das Rentenversicherungssystem in der Bundesrepublik Deutschland vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und untersucht die Finanzierungsproblematiken des umlagefinanzierten Systems sowie die Notwendigkeit ergänzender Vorsorgemodelle.

  • Historische Entwicklung des deutschen Rentensystems seit 1881
  • Gegenüberstellung von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren
  • Detaillierte Erläuterung der gesetzlichen Rentenversicherung und ihrer Berechnungsgrundlagen
  • Analyse demographischer Herausforderungen und des Generationenkonflikts
  • Bewertung staatlich geförderter, privater und betrieblicher Altersvorsorgekonzepte

Auszug aus dem Buch

3.4 Der Generationenkonflikt

Die heutige Generation der Rentner kann sich noch auf die Rente verlassen, anders als die Generation der heute unter 40jährigen, die im Vergleich zu der ihrer Eltern höhere Beiträge zu GRV leisten, aber im Verhältnis zu ihnen im Ruhestand weniger Rente erhalten werden.

Zusätzlich müssen sich heutige und zukünftige Generationen privat für ihre Altersvorsorge absichern. Sie geben heute weit mehr von ihrem Bruttoarbeitseinkommen für Rentenbeiträge ab, als es die Generation vor ihnen tat. Es wird von einer Benachteiligung der jüngeren Generationen gesprochen. Unter Berücksichtigung der künftigen Belastungen ist jedoch der Aspekt zu beachten, dass unsere Eltern und Großeltern der jetzigen Generation eine hochwertige wirtschaftliche und soziale Infrastruktur und ein hohes Realvermögen in Form von Immobilien und Geldvermögen als Hinterlassenschaft angespart haben. Diese Hinterlassenschaft sollte die Probleme der intergenerationalen Gerechtigkeit lindern, wird sie aber nicht aus dem Weg schaffen. Die Fragen der weiteren Finanzierbarkeit des umlagefinanzierten Rentensystems und der Frage nach alternativen kapitalgedeckten Systemen beleibt bestehen.

„Das politische und ethische Gebot der Generationengerechtigkeit, d. h. der ungefähren Gleichbehandlung der Jahrgänge, wird bereits heute massiv verletzt. Künftig wird dies noch deutlicher der Fall sein. Der Drang, die gesetzliche Rentenversicherung zu verlassen und anderweitig für das Alter vorzusorgen, wird deshalb zunehmen. Selbst wenn die Kapitalrenditen als Folge der demographischen Umbrüche künftig rückläufig sein sollten, wird die private Vorsorge noch immer effizienter sein als das bestehende Rentensystem“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt den historischen Ursprung der Sozialgesetzgebung durch Wilhelm I. und Otto von Bismarck sowie den Übergang zum heutigen Umlageverfahren.

2. Rentensystem in der BRD: Erläutert die drei Säulen der Alterssicherung und vertieft die Strukturen der gesetzlichen Rentenversicherung inklusive der Beitrags- und Leistungsberechnung.

3. Probleme: Analysiert den demographischen Wandel, den mangelnden Informationsstand der Versicherten sowie die Problematik der Generationengerechtigkeit.

4. Schlussbetrachtung: Wägt die Vor- und Nachteile von Umlage- und Kapitaldeckungsverfahren gegeneinander ab und nimmt Stellung zur zukünftigen Ausrichtung des Rentensystems.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Rentenversicherung, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Demographischer Wandel, Generationenvertrag, Rentenformel, Altersvorsorge, Riester-Rente, Basisrente, Beitragsbemessungsgrenze, Intergenerationale Gerechtigkeit, Sozialgesetzbuch, Rentenpunkt, Altersarmut, Vorsorgelücke.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Proseminararbeit befasst sich mit der Struktur, den Finanzierungsprinzipien und den aktuellen Herausforderungen des deutschen Rentenversicherungssystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen der Vergleich zwischen Umlageverfahren und Kapitaldeckung, die gesetzliche Rentenversicherung sowie die zusätzlichen Säulen privater und betrieblicher Altersvorsorge.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit des umlagefinanzierten Rentensystems vor dem Hintergrund demographischer Veränderungen kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und Berichten, wie etwa dem Bericht der Rürup-Kommission.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionsweise der gesetzlichen Rentenversicherung und eine tiefgehende Untersuchung der Problematiken wie demographische Entwicklung und Generationenkonflikt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Umlageverfahren, Generationenvertrag, Rentenquotient und Altersvorsorgemodelle charakterisiert.

Warum wird die Informationspolitik gegenüber der Bevölkerung in der Arbeit kritisiert?

Der Autor bemängelt, dass staatliche Rentenberichte oft zu komplex sind und die Bevölkerung die demographischen Risiken nicht in ausreichendem Maße versteht oder verdrängt.

Wie bewertet der Autor die Einführung von Mischsystemen?

Der Autor sieht in der Ergänzung durch Riester- und Basisrente einen notwendigen Schritt, um ein stabiles Mischsystem zu etablieren, da ein rein umlagefinanziertes System auf Dauer nicht tragbar erscheint.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Rentenversicherungssystem in der BRD
Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Aachen
Note
1,3
Autor
Hans Joachim Utech (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
20
Katalognummer
V46370
ISBN (eBook)
9783638435758
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rentenversicherungssystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hans Joachim Utech (Autor:in), 2005, Rentenversicherungssystem in der BRD, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46370
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Leseprobe aus  20  Seiten
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