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Welchen Beitrag kann das Fach Sport für die Bildung von Schüler*innen leisten?

Titel: Welchen Beitrag kann das Fach Sport für die Bildung von Schüler*innen leisten?

Essay , 2015 , 9 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Michael Bauer (Autor:in)

Didaktik - Sport, Sportpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Während der Schulzeit kann sich für Schüler*innen früher oder später die Frage stellen, warum sie genau das zu lernen haben, was gerade auf dem Unterrichtsplan steht und inwiefern sie dies für das zukünftige Leben vorbereiten soll. Der Sinn von bestimmten Fächern und Inhalten ergibt sich nicht jeder Schülerin oder jedem Schüler direkt. Warum wird genau das gelehrt, was in dem Basiscurriculum festgehalten ist und welche Kompetenzen werden damit abgedeckt? Die Schule soll die allgemeine Bildung vermitteln, nach PISA wird aber das Hauptaugenmerk der Allgemeinbildung nur auf Teile der schulischen Bildung gelenkt. Ich möchte auf die Frage, was das Fach Sport für die Bildung der Schüler*innen leisten kann, näher eingehen.

Warum der Sport seine Berechtigung hat und nach wie vor in Schule unterrichtet wird, liegt an den vielen Eigenschaften, die der Sport mit sich führt und die auf andere Bereiche des schulischen Lernens oder des gesellschaftlichen Lebens übertragen werden können. Sport in der Schule ist ein Teil des Prozesses, der die allgemeine Handlungsfähigkeit, mit der Individuen in und nach der Schule handeln können, herstellt. Durch Eigenschaften oder Voraussetzungen die im Schulsport gestellt werden, können Transferfähigkeiten entwickelt werden, um Problemstellungen und Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Sport in der Schule kann als Medium gesehen werden, gewisse Voraussetzungen zu verbinden und erlernte Kompetenzen in anderen Situationen anzuwenden. Die allgemeine Bildung in der Schule soll sich nicht nur auf reine kognitive Fähigkeiten, sondern genauso auf die Fähigkeit seinen Körper zu steuern, wahrzunehmen und mit ihm zu lernen beziehen. Der Schulsport hat somit eine große Rolle in der Erweiterung verschiedener Kompetenzen der Schüler*innen und leistet durch die Flexibilität der Gestaltung einen großen Beitrag zur schulischen Bildung. Schulsport gehört auf Grund dieser Eigenschaften zu einem ausgewogenen Gesamtcurriculum und ist aus den bisherigen Lehrplänen auch nicht mehr wegzudenken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung der Allgemeinbildung

3. Kritik an Messbarkeit durch Bildungsstudien

4. Die Rolle des Schulsports im Bildungssystem

5. Bedeutung von Bewegungskompetenz und Körpererfahrung

6. Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, den spezifischen Beitrag des Schulsports zur allgemeinen Bildung von Schülerinnen und Schülern zu untersuchen und dessen Berechtigung im schulischen Lehrplan vor dem Hintergrund aktueller Bildungsdiskurse zu begründen.

  • Definition und Bedeutung von Allgemeinbildung
  • Kritische Analyse standardisierter Bildungsstudien (z.B. PISA)
  • Entwicklung von Bewegungskompetenz und Handlungsfähigkeit
  • Verbindung von Körpererfahrung und kognitiven Lernprozessen
  • Wertevermittlung und soziale Kompetenzentwicklung im Sportunterricht

Auszug aus dem Buch

Die Rolle des Schulsports im Bildungssystem

Das Fach Sport ist u. A. eines der Fächer, was in der Befragung von PISA keine Beachtung findet, aber trotzdem wichtig für die Herausbildung einer persönlichen Handlungsfähigkeit ist. Die verschiedenen Handlungsfähigkeiten werden in Kompetenzbereiche aufgeteilt, wie z.B. die nach Gogoll (2013) benannte Bewegungskompetenz. Schüler*innen sollen durch den Sportunterricht eine Handlungsfähigkeit im Sport erlangen, sodass sie sich einerseits persönlich weiterentwickeln und andererseits auch zukünftig in der Lage sein werden, an Sport- und Bewegungskulturen teilzuhaben. Die Grundlage für eine sportliche Bildung wird demnach in der Schule gelegt. Schüler*innen sollen die Möglichkeit haben, ihre Fähigkeiten im sportlichen Bereich zu erkunden, auszubauen und sogar zu professionalisieren.

Alles vor dem Hintergrund, die Bewegungskompetenz an die für die jeweils geltenden Anforderungen der Alters- und Klassenstufen anzupassen. Die Schulen schaffen eine künstliche Erweiterung und somit eine Ergänzung zur Welterfahrung. Durch diese künstlichen Erweiterungen lernen die Schüler*innen neue Kompetenzen und Wahrnehmungsmuster kennen.

Der Auftrag des Schulsports ist nach Kurz (2009), einen Lehrplan zu gestalten, bei dem die Schüler*innen im Sinne der Allgemeinbildung ausreichend Zeit für die Entwicklung ihrer Kompetenzen haben. Da aber ein Lehrplan von Kurz (2009) als ein Kampf von gesellschaftlichen Mächten bezeichnet wird, ist es eine ständige und stetige Auseinandersetzung mit anderen Fächern. Es muss ein Konsens gefunden werden, damit eine Verwirklichung des Bildungsauftrags der Schule ausgeführt werden kann. Es ist dafür nötig, die Vorteile von Schulsport hervorzuheben und die Wichtigkeit der Bedürfnisse für Schüler*innen dabei im Auge zu behalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Sinnfrage schulischer Bildung und führt in die Fragestellung ein, welchen Beitrag das Fach Sport zur allgemeinen Bildung leistet.

2. Begriffsklärung der Allgemeinbildung: Dieses Kapitel definiert Allgemeinbildung als ein breites Grundlagenwissen, das der Lebensvorbereitung und Persönlichkeitsstärkung dient, und grenzt es von reinem Fachwissen ab.

3. Kritik an Messbarkeit durch Bildungsstudien: Hier wird kritisiert, dass standardisierte Studien wie PISA nur einen Teilbereich des Wissens erfassen und wichtige soziale sowie körperbezogene Kompetenzen ignorieren.

4. Die Rolle des Schulsports im Bildungssystem: Das Kapitel erläutert, wie der Schulsport zur Handlungsfähigkeit beiträgt und warum er trotz des Fehlens in PISA-Studien für eine ganzheitliche Bildung unverzichtbar ist.

5. Bedeutung von Bewegungskompetenz und Körpererfahrung: Hier wird dargelegt, wie durch körperliche Aktivität kognitive Lernprozesse angeregt und soziale Werte sowie Selbstwertgefühl gefördert werden.

6. Fazit und Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst zusammen, dass Sport als Medium für Transferleistungen fungiert und durch seine Vielseitigkeit ein zentraler Bestandteil des Bildungsauftrags bleibt.

Schlüsselwörter

Allgemeinbildung, Schulsport, Bewegungskompetenz, Bildungsauftrag, Handlungsfähigkeit, PISA-Studie, Kompetenzentwicklung, Körpererfahrung, Lernprozesse, Persönlichkeitsentwicklung, schulische Bildung, Sportpädagogik, Lehrplan, Transferfähigkeiten, Ganzheitlichkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert und Beitrag das Schulfach Sport für die allgemeine Bildung von Schülerinnen und Schülern leistet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Allgemeinbildung, die Kritik an quantitativen Bildungsstudien sowie die spezifischen Kompetenzen, die durch sportliche Aktivität erworben werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Berechtigung des Schulsports im schulischen Gesamtcurriculum wissenschaftlich zu begründen und seinen Nutzen über die rein kognitive Wissensvermittlung hinaus darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender sportpädagogischer Literatur und bildungstheoretischer Ansätze, um den Beitrag des Sports zum Bildungsauftrag der Schule zu analysieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretische Einordnung von Allgemeinbildung, die Problematik der Messbarkeit von Bildung durch standardisierte Tests und die Rolle der Bewegungskompetenz für die Persönlichkeitsentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Schlagworte sind Allgemeinbildung, Schulsport, Bewegungskompetenz, Handlungsfähigkeit und Ganzheitlichkeit.

Warum wird der Sportunterricht laut Autor nicht in PISA-Studien berücksichtigt?

Die Arbeit weist darauf hin, dass PISA-Studien auf Lesekompetenz sowie mathematische und naturwissenschaftliche Grundbildung beschränkt sind, wodurch soziale und körperliche Kompetenzen, die der Sport vermittelt, in diesem Raster nicht messbar sind.

Inwieweit fördert Schulsport soziale Kompetenzen laut dem Text?

Der Schulsport fördert soziale Kompetenzen durch das Erfordernis von Teamverhalten, das gemeinsame Beurteilen von Spielsituationen und die Notwendigkeit zur Kompromissfindung innerhalb der Sportpraxis.

Welche Bedeutung kommt der "Körpererfahrung" im Schulsport zu?

Körpererfahrung dient laut dem Autor als Lernansatz, um Handlungen einen Sinn zu geben, den eigenen Körper bewusst wahrzunehmen und kognitive mit körperlichen Leistungen zu einer ganzheitlichen Kompetenz zu verknüpfen.

Was bedeutet "Transferfähigkeit" im Kontext dieser Arbeit?

Transferfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, im Schulsport erworbene Kompetenzen – wie etwa den Umgang mit Herausforderungen oder Teamfähigkeit – auf andere Lebensbereiche oder schulische Fächer zu übertragen.

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Details

Titel
Welchen Beitrag kann das Fach Sport für die Bildung von Schüler*innen leisten?
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Autor
Michael Bauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
9
Katalognummer
V463755
ISBN (eBook)
9783668913288
ISBN (Buch)
9783668913295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Berufsfeld Bildung Beitrag Sport Schüler Schülerinnen Fach Essay lernen Unterricht vorbereiten Pisa Vermittlung Hilfe Entscheidung Eintscheidungshilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Bauer (Autor:in), 2015, Welchen Beitrag kann das Fach Sport für die Bildung von Schüler*innen leisten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463755
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Leseprobe aus  9  Seiten
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