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Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie. Ein Vergleich zwischen europäischen und US-amerikanischen Unternehmen

Title: Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie. Ein Vergleich zwischen europäischen und US-amerikanischen Unternehmen

Diploma Thesis , 2005 , 98 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Sebastian Hager (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Summary Excerpt Details

Die Automobilindustrie wird seit bald 50 Jahren als Paradeindustrie bezeichnet (vgl. Womack/Jones/Roos 1994, 17). Mit aktuell rund 60 Millionen produzierten Fahrzeugen (vgl. VDA 2004, 29) und circa 8,8 Millionen Beschäftigten bei Herstellern und Zulieferern (vgl. Kurek 2004, 9) ist diese eine der bedeutendsten und am stärksten globalisierten Branchen weltweit (vgl. Ernst&Young 2004, 11).

Jedoch sind die Automobilhersteller auf Grund eines sich verlangsamenden Wachstums in den traditionellen, reifen Märkten gezwungen, einerseits neue Kunden durch die Erschließung ausländischer Absatzmärkte zu gewinnen und andererseits produktseitig durch die Besetzung oder Schaffung von Nischensegmenten die bisherigen Marktanteile zu halten bzw. auszuweiten (vgl. Mercer 2004b, 1). Dies hat zur Folge, dass der Kostendruck in allen Bereichen der automobilen Wertschöpfungskette zunimmt und somit auch die Automobilzulieferer von den Veränderungen in der Branche betroffen sind. Folglich befindet sich die Automobilzulieferindustrie in einer Phase der Neuorientierung (vgl. Dudenhöffer/Havermann/Maukisch et al. 2001, 1).

Es ist aufschlussreich zu beobachten, wie die Zulieferunternehmen ihre Fähigkeiten und Unternehmensstrategien den neuen Herausforderungen anpassen, um unter dem Druck der sich verändernden Wettbewerbssituation in einer global agierenden Industrie weiterhin erfolgreich zu sein.

Ziel der Arbeit ist die Analyse und der Vergleich von Internationalisierungsstrategien US-amerikanischer und europäischer Automobilzulieferer. Dabei wird kritisch untersucht, welche Rolle die Internationalisierung im Kontext der unterschiedlichen Unternehmensstrategien in der Automobilzulieferindustrie einnimmt. Dies geschieht auf Basis einer ausführlichen Branchenstrukturanalyse der Automobil(zuliefer)industrie nach Porters Five Forces.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise

2 Theoretische Grundlagen der Internationalisierung

2.1 Motive der internationalen Geschäftstätigkeit

2.1.1 Begriff der Internationalisierung

2.1.2 Volkswirtschaftlich orientierte Erklärungsansätze

2.1.3 Betriebswirtschaftlich orientierte Erklärungsansätze

2.1.4 Internationalisierung im Kontext der allgemeinen Unternehmensstrategie

2.1.4.1 Wachstumsstrategien nach Ansoff

2.1.4.2 Wettbewerbsstrategien nach Porter

2.2 Internationalisierungsstrategien

2.2.1 Begriff der Internationalisierungsstrategie

2.2.2 Strategieaufbau und Planung

2.2.2.1 Voraussetzungen für Internationalisierung

2.2.2.2 Entscheidung über Markt- und Standortwahl

2.2.2.3 Wahl einer geeigneten Markteintrittsform

2.2.2.3.1 Ausgestaltungsmöglichkeiten der Markteintrittsform

2.2.2.3.2 Vertretung durch Dritte

2.2.2.3.3 Kooperationen

2.2.2.3.4 Tochtergesellschaften

2.2.2.4 Bestimmung des Markteintrittzeitpunktes

3 Ausgangssituation in der Automobilzulieferindustrie

3.1 Zulieferindustrie als Teil der Automobilindustrie

3.1.1 Grundlagen zum Begriff der Zulieferindustrie

3.1.2 Zulieferer im Wertschöpfungsprozess der Automobilindustrie

3.2 Branchenstrukturanalyse

3.2.1 Five Forces Ansatz von Porter

3.2.1.1 Marktmacht der Abnehmer

3.2.1.1.1 Ausgangssituation der Automobilhersteller

3.2.1.1.2 Strategien der Automobilhersteller

3.2.1.1.3 Maßnahmen zur Finanzierung der Strategien

3.2.1.2 Wettbewerb innerhalb der Zulieferindustrie

3.2.1.2.1 Reorganisation der automobilen Wertschöpfungskette

3.2.1.2.2 Auswirkungen auf die Automobilzulieferindustrie

3.2.1.3 Marktmacht der Lieferanten

3.2.1.4 Neue Wettbewerber

3.2.1.5 Bedrohung durch Substitutprodukte

3.2.2 Zusammenfassung des strukturellen Wandels

3.3 Erfolgsfaktoren und Strategien von Automobilzulieferern

4 Ausgewählte Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie

4.1 Vorgehensweise der Untersuchung

4.2 Teile- und Komponentenhersteller

4.2.1 Schefenacker AG (Europa)

4.2.1.1 Strategische Positionierung

4.2.1.2 Internationalisierungsverhalten

4.2.1.3 Analyse der Internationalisierungsstrategie

4.2.2 Intermet Group (USA)

4.2.2.1 Strategische Positionierung

4.2.2.2 Internationalisierungsverhalten

4.2.2.3 Analyse der Internationalisierungsstrategie

4.2.3 Vergleich der beiden Internationalisierungsstrategien

4.3 Modul- und Systemhersteller

4.3.1 Autoliv Inc. (Europa)

4.3.1.1 Strategische Positionierung

4.3.1.2 Internationalisierungsverhalten

4.3.1.3 Analyse der Internationalisierungsstrategie

4.3.2 Lear Corporation (USA)

4.3.2.1 Strategische Positionierung

4.3.2.2 Internationalisierungsverhalten

4.3.2.3 Analyse der Internationalisierungsstrategie

4.3.3 Vergleich beider Internationalisierungsstrategien

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Diplomarbeit analysiert und vergleicht die Internationalisierungsstrategien von US-amerikanischen und europäischen Automobilzulieferern. Im Fokus steht dabei die kritische Untersuchung der Rolle, die Internationalisierungsmaßnahmen im Kontext unterschiedlicher Unternehmensstrategien in der Automobilzulieferindustrie einnehmen.

  • Analyse theoretischer Grundlagen der Internationalisierung
  • Untersuchung der Branchenstruktur der Automobilzulieferindustrie
  • Identifikation von Erfolgsfaktoren für Zulieferunternehmen
  • Vergleich von Fallstudien für Teile- und Komponentenhersteller
  • Vergleich von Fallstudien für Modul- und Systemhersteller

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Zulieferer im Wertschöpfungsprozess der Automobilindustrie

Die Automobilindustrie war zu ihrem Beginn Anfang des 20. Jahrhunderts geprägt durch Großkonzerne, die auf eine zwischenbetriebliche Arbeitsteilung nahezu verzichteten. Dies änderte sich das erste Mal nach der Weltwirtschaftskrise 1929 (vgl. Koehler 1965, 1). Mit dem schrittweisen Übergang vieler Verkäufer- zu Käufermärkten und dem Ende der Massenfertigung begann die verstärkte Arbeitsteilung und damit die Bereitstellung von Produktionsfaktoren durch spezialisierte Zulieferer (vgl. Freiling 1995, 26). Dabei leistete die Toyota Motor Company in Japan Ende des zweiten Weltkrieges Pionierarbeit für das Konzept der „Lean Production“ (vgl. Womack/Jones/Roos 1994, 17). Die Ergebnisse einer Studie des Massachusetts Institute of Technology von 1984 bis 1989 (Womack/Jones/Roos 1994) führten dazu, dass der in der deutschen Literatur unter dem Begriff „schlanke Produktion“ bekannte Ansatz (vgl. z.B. Wildemann 1994) auch in den westlichen Industrienationen Verbreitung fand. So ist zu beobachten, dass die Endhersteller von Fahrzeugen im Zuge dieser Entwicklung von einer traditionellen Strategie der vertikalen Integration zu Verfahren mit geringerer Fertigungstiefe gewechselt und somit die Automobilzulieferer an Bedeutung im Wertschöpfungsprozess gewonnen haben (vgl. Meinig 1995, 487).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung des zunehmenden Kostendrucks und Wettbewerbs in der globalen Automobilindustrie ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Internationalisierungsstrategien von Zulieferern zu vergleichen.

2 Theoretische Grundlagen der Internationalisierung: Dieses Kapitel erläutert die Motive internationaler Geschäftstätigkeit sowie verschiedene Konzepte der Internationalisierungsstrategie und des Strategieaufbaus.

3 Ausgangssituation in der Automobilzulieferindustrie: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Branchenstruktur mittels Porters „Five Forces“-Modell, unterteilt in die verschiedenen Zulieferstufen und deren strategische Herausforderungen.

4 Ausgewählte Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie: In diesem Hauptteil werden anhand von Fallstudien die Internationalisierungsstrategien von vier spezifischen Unternehmen aus dem Bereich Teile- und Komponenten- sowie Modul- und Systemhersteller untersucht und verglichen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass mit zunehmender Komplexität der Produkte eine Angleichung der Internationalisierungsstrategien zu beobachten ist.

Schlüsselwörter

Automobilzulieferindustrie, Internationalisierungsstrategie, Marktbearbeitung, Wertschöpfungskette, Branchenstrukturanalyse, Porter, Wettbewerb, Kostenführerschaft, Qualitätsführerschaft, Systemhersteller, Global Sourcing, Lean Production, Fallstudien, Automobilindustrie, Internationales Management.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse und dem Vergleich von Internationalisierungsstrategien von Automobilzulieferern aus Europa und den USA vor dem Hintergrund eines verschärften globalen Wettbewerbs.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Internationalisierung, die strukturellen Besonderheiten der Automobilzulieferindustrie sowie die konkrete Ausgestaltung von Internationalisierungsstrategien bei verschiedenen Zulieferertypen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, kritisch zu untersuchen, welche Rolle die Internationalisierung im Rahmen der Unternehmensstrategien spielt und wie US-amerikanische und europäische Zulieferer auf den Druck der Automobilhersteller reagieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung mittels existierender Management-Konzepte sowie auf eine vergleichende Analyse von Fallstudien spezifischer Unternehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Modelle erläutert und die Branche analysiert, gefolgt von einer Untersuchung und einem Vergleich der Internationalisierungsstrategien von jeweils zwei Teilen- und Komponentenherstellern sowie Modul- und Systemherstellern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen Automobilzulieferindustrie, Internationalisierungsstrategie, Wertschöpfungskette, Branchenstrukturanalyse sowie Wettbewerbsstrategien nach Porter.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Teile- und Komponentenherstellern einerseits und Modul- und Systemherstellern andererseits eine so große Rolle?

Die Unterscheidung ist zentral, da die unterschiedliche Fertigungstiefe und Produktkomplexität direkt die Anforderungen an das Innovationsmanagement, die Standortwahl und die notwendigen internationalen Kooperationsformen beeinflussen.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Rolle von Zulieferern wie der Schefenacker AG?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Schefenacker AG trotz ihrer vergleichsweise einfachen Produktpalette durch ein frühzeitiges, expansives internationales Engagement erfolgreich die Wettbewerbsfähigkeit sichern konnte.

Was bedeutet die "Sprinklerstrategie" im Kontext der Fallbeispiele der Arbeit?

Unter der Sprinklerstrategie wird der gleichzeitige Eintritt in mehrere ausländische Märkte verstanden, was besonders bei Unternehmen wie der Lear Corporation oder Autoliv durch Akquisitionswellen zur schnellen Marktdurchdringung eingesetzt wurde.

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Details

Title
Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie. Ein Vergleich zwischen europäischen und US-amerikanischen Unternehmen
College
University of Bayreuth
Grade
1.7
Author
Sebastian Hager (Author)
Publication Year
2005
Pages
98
Catalog Number
V46392
ISBN (eBook)
9783638435918
Language
German
Tags
Internationalisierungsstrategien Automobilzulieferindustrie Vergleich US-amerikanischen Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Hager (Author), 2005, Internationalisierungsstrategien in der Automobilzulieferindustrie. Ein Vergleich zwischen europäischen und US-amerikanischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46392
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