„Design is the most potentially powerful, most under-utilised resource for strategy business competitiveness.”1 Die Bedeutung des Designs für das Marketing Management von Investitionsgütermarken hat in den letzten Jahren zunehmenden an Bedeutung gewonnen.2 Marktstrukturveränderungen wie Globalisierung, Standardisierungsdruck und sinkende Produktlebenszyklen, führen Unternehmen dazu, neben den üblichen Erfolgsfaktoren wie Preis und Qualität, verstärkt nach Ansatzpunkten zur Differenzierung zu suchen. Es werden hierbei Faktoren gesucht, die die Wettbewerbsposition eines Unternehmens langfristig sichern können. Da sich Produkte sowie Dienstleistungsangebote immer mehr angleichen und die Profilierung einer Marke im Wettbewerb verstärkt von Komponenten wie Corporate Identity und Corporate Design abhängt, kann der Einsatz von Design eine Möglichkeit sein, um sich im harten Wettbewerb abgrenzen zu können.3 Die vorliegende Arbeit "Design – Erfolgsfaktor für B2B-Marken" beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen Bedeutung des Designs als Erfolgsfaktor für eine B2B-Marke. Aus marketingpolitischer Sicht ist zunächst kein direkter Zusammenhang zwischen dem emotionalen Faktor Design und dessen Auswirkungen auf eine rationale Geschäftsbeziehung erkennbar, wie die zwischen gewerblichen Anbietern und gewerblichen Nachfragern. Ziel dieser Arbeit ist es jedoch, gerade diesen Aspekt näher zu untersuchen und einen Zusammenhang der genannten Faktoren aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung in die Thematik
2. Die Business-to-Business-Marke
2.1. Definition des Markenbegriffs
2.2. B2B-Marken und ihre Eigenschaften
2.3. Erfolgsfaktoren für B2B-Marken
3. Die Symbiose von Marke und Design
3.1. Definition des Begriffs Design
3.2. Designkomponenten
3.3. Produktdesign und seine Funktionen
3.4. Produktdesign als Wettbewerbsvorteil
3.5. Das Produktdesign als USP für B2B-Unternehmen
4. Fallbeispiel: Produktdesign als Erfolgsfaktor für das B2B-Unternehmen „SCHINDLER Aufzügefabrik GmbH“
4.1. Das Unternehmen
4.2. Produktwertigkeit und Produktdesign
4.3. Produktdesign als Differenzierungskriterium
4.4. Eindeutige Imagewertsteigerung durch Produktdesign
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die betriebswirtschaftliche Bedeutung von Design als strategischen Erfolgsfaktor für B2B-Marken. Das primäre Ziel besteht darin, den Zusammenhang zwischen dem emotionalen Aspekt des Designs und der rationalen Geschäftsbeziehung im Business-to-Business-Bereich aufzuzeigen und Strategien für eine erfolgreiche Markenprofilierung durch Produktdesign abzuleiten.
- Bedeutung des Designs im B2B-Marketing
- Differenzierung durch Produktdesign
- Die drei Funktionen des Produktdesigns (praktisch, ästhetisch, symbolisch)
- Fallstudien zu erfolgreichem B2B-Design
- Design als Investition für nachhaltigen Wettbewerbsvorteil
Auszug aus dem Buch
3.3. Produktdesign und seine Funktionen
Kotler sagte, „Um ein Produkt von den anderen abzuheben ist es wichtig ihm ein unverwechselbares Aussehen mitzugeben.“ Um das zu erreichen, sind Funktionen notwendig, die die Wahrnehmung des Nachfragers beeinflussen. Diese lassen sich in eine praktische, symbolische und ästhetische Designfunktion aufteilen (siehe Abbildung 3).
Die praktische Designfunktion bezieht sich auf die Funktionalität, die symbolische und ästhetische Designfunktion beeinflussen und prägen vor allem die sinnliche Ausstrahlung eines Produktes bzw. eines Objektes auf den Menschen. Designfunktionen beziehen sich in erster Linie nur auf Produkte, sie können jedoch auch auf Objekte z.B. Fabrikgebäude, Büroeinrichtungen übertragen werden. Ein beispielsweise ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz trägt zum Wohlbefinden bei und kann dadurch zur Motivation von Mitarbeitern führen. Daraus folgt, dass die angesprochene Funktion sich auf den Unternehmenserfolg positiv auswirkt.
Die praktische Funktion resultiert hauptsächlich aus der Anwendungsfunktionalität, der Nutzbarkeit und der Gebrauchstauglichkeit von Produkten. Dieser praktische Aspekt äußert sich hauptsächlich in Eigenschaften wie Benutzerfreundlichkeit, selbsterklärende Ergonomie, Anwendungssicherheit, Lebensdauer, Wartung, etc. Das Produktdesign orientiert sich, unter ergonomischen Gesichtspunkten, an den Menschen, die diese Produkte nutzen und nicht nur an technisch-konstruktiven Vorhaben. Die praktische Funktion soll so strukturiert sein, dass durch den Gebrauch der Produkte die physischen Bedürfnisse befriedigt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung in die Thematik: Darstellung der wachsenden Bedeutung von Design als Differenzierungsmerkmal für Investitionsgütermarken in einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld.
2. Die Business-to-Business-Marke: Erläuterung der Grundlagen von B2B-Marken, ihrer Abgrenzung zum B2C-Bereich und der spezifischen Besonderheiten in der Kommunikation und Beschaffung.
3. Die Symbiose von Marke und Design: Analyse der Definitionen, Komponenten und Funktionen (praktisch, ästhetisch, symbolisch) des Produktdesigns als Instrument zur Erlangung eines Wettbewerbsvorteils.
4. Fallbeispiel: Produktdesign als Erfolgsfaktor für das B2B-Unternehmen „SCHINDLER Aufzügefabrik GmbH“: Praxisorientierte Untersuchung des Unternehmens Schindler und wie durch gezielte Designstrategien die Marktposition gestärkt und das Markenimage gesteigert wurde.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, in der Design als zentrales Instrument der Markenführung und wichtige unternehmerische Investition für die Zukunft hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
B2B-Marken, Produktdesign, Markenführung, Investitionsgütermarketing, Differenzierung, Wettbewerbsvorteil, Markendesign, Markenpersönlichkeit, USP, Industriedesign, Kundenbindung, Unternehmenskommunikation, Designstrategie, Markenimage, Innovationsmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, wie Design als strategisches Werkzeug zur Differenzierung und Imagestärkung bei Business-to-Business (B2B) Marken eingesetzt werden kann.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf den Definitionen von Design im B2B-Kontext, den Designfunktionen (praktisch, ästhetisch, symbolisch) sowie der praktischen Umsetzung bei führenden Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen dem als emotional wahrgenommenen Faktor Design und der rationalen Geschäftsbeziehung im B2B-Sektor aufzuzeigen und als Erfolgsfaktor zu validieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Fundierung durch Literaturanalyse in Kombination mit einer Fallstudie zur Illustration der praktischen Anwendung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von B2B-Marken und Designkomponenten sowie in die detaillierte Analyse der Funktionen von Produktdesign anhand von Praxisbeispielen wie Schindler, Recaro und Hilti.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind unter anderem B2B-Marke, Produktdesign, Differenzierungskriterium, Markenführung und Wettbewerbsvorteil.
Welche Rolle spielt die Firma Schindler im Kontext der Arbeit?
Schindler dient als Fallbeispiel, um zu demonstrieren, wie durch eine gezielte Variation des Produktdesigns eine Unverwechselbarkeit im hochkompetitiven Aufzugsmarkt erreicht wird.
Warum wird Produktdesign im B2B-Sektor häufig unterschätzt?
Traditionell fokussierten sich viele B2B-Unternehmen rein auf technische Parameter wie Preis und Qualität, während Design oft nur als Kostenfaktor und nicht als strategisches Investitionsgut wahrgenommen wurde.
- Quote paper
- Carla Saraiva (Author), 2005, Design - Erfolgsfaktor für B2B-Marken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46400