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Seniorengerechte Websites - Ein Vergleich der Bedingungen für barrierefreie Websites nach der BITV mit den Bedürfnissen älterer Menschen

Title: Seniorengerechte Websites - Ein Vergleich der Bedingungen für  barrierefreie Websites nach der BITV mit den Bedürfnissen älterer Menschen

Bachelor Thesis , 2005 , 79 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Eikmeier (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Unsere Gesellschaft altert. Im Jahr 2020 wird mehr als jeder Vierte in Deutschland 60 Jahre oder älter sein. Bereits heute hat die "Generation 60plus" einen enormen Einfluss. Die Alterung der Gesellschaft ist auch eine wirtschaftliche Chance, sich auf dem Markt von den Mitbewerbern abzuheben. 2,8 Millionen Deutsche über 60 Jahren bewegen sich mittlerweile im Interne.

Hierbei tun sich verschiedenartige Problemfelder auf, denn die immer größer werdende Gruppe der surfenden Senioren hat altersspezifische Bedürfnisse im Internet. Die Hürden reichen dabei von mangelndem Know-how über physische Einschränkungen bis hin zu psychischen Veränderungsprozessen. Daraus ergibt sich ein akuter Handlungsbedarf: Den speziellen Anforderungen und Erwartungen der "Generation 60plus" muss auch im Internet Rechnung getragen werden.

Am 17. Juli 2002 trat in Deutschland die "Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz" (Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung, BITV) in Kraft, die zahlreiche Bedingungen für so genannte "barrierefreie Internetangebote" enthält und verpflichtend für alle Websites der öffentlichen Gewalt gilt. Was liegt näher, als zu prüfen, ob die BITV auch als Maßstab für seniorengerechte Websites geeignet ist?

Ziel dieser Arbeit ist es, die BITV auf ihre Tauglicheit hinsichtlich seniorengerechter Websites zu untersuchen. Kann die Verordnung als Maßstab hierfür dienen, oder sind die Bedingungen derart allgemein gehalten, dass sie für die Gestaltung seniorengerechter Websites nicht oder nur eingeschränkt gelten? Es gilt, die Bedürfnisse älterer Menschen an ein Internetangebot herauszuarbeiten und diese mit den Anforderungen der BITV zu vergleichen, um eventuelle Schwächen und Lücken der BITV hinsichtlich seniorengerechter Websites aufzuspüren.

Der Lösungsansatz der vorliegenden Arbeit setzt sich aus drei Teilen zusammen:

Im ersten Teil wird anhand der zukünftigen demografischen Entwicklung erläutert, warum eine enorme Notwendigkeit besteht, die Älteren auch im Internet stärker zu berücksichtigen.

Im zweiten Teil werden Kriterien für seniorengerechte Websites abgeleitet.

Im dritten Teil schließlich findet der Vergleich statt zwischen den Bedingungen der BITV und den spezifischen Voraussetzungen für seniorengerechte Websites.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Ziele und Vorgehensweise

1.3 Kooperation

2. Ältere Menschen in der Informationsgesellschaft

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Der demografische Wandel

2.2.1 Sinkende Bevölkerungszahlen

2.2.2 Steigende Lebenserwartung

2.2.3 Wachstum der älteren Bevölkerungsschichten

2.2.4 Internationale Betrachtung des Alterungsphänomens

2.2.5 Wirtschaftliche Macht der Älteren

2.3 Ältere Menschen im Internet

2.3.1 Anteil der Internetnutzer

2.3.2 Dauer und Häufigkeit der Internetnutzung

2.3.3 Interessengebiete

2.3.4 Problemfelder und Einstiegshürden

2.3.5 Internationaler Vergleich

2.4 Zusammenfassung und Ausblick

3. Altersbedingte Veränderungen älterer Menschen

3.1 Theorien und Modelle zum Alterungsprozess

3.2 Wahrnehmungssysteme

3.2.1 Sehvermögen

3.2.2 Hörvermögen

3.3 Bewegungsapparat

3.3.1 Motorik

3.3.2 Mobilität

3.4 Psychologische Aspekte

3.4.1 Gedächtnis

3.4.2 Lernverhalten

3.5 Soziale Aspekte

3.6 Kriterien für seniorengerechte Websites

3.7 Fazit

4. Seniorengerechte Websites

4.1 Barrierefreiheit im World Wide Web

4.1.1 Begriffsbestimmung

4.1.2 Technische Grundlagen

4.1.3 Entwicklung der Barrierefreiheit

4.1.4 Barrierefreiheit in Deutschland

4.1.5 Relevanz der BITV abseits der Verwaltungsebene

4.2 Überprüfung der BITV-Richtlinien

4.2.1 Vorgehensweise

4.2.2 Anforderung 1

4.2.3 Anforderung 2

4.2.4 Anforderung 3

4.2.5 Anforderung 4

4.2.6 Anforderung 5

4.2.7 Anforderung 6

4.2.8 Anforderung 7

4.2.9 Anforderung 8

4.2.10 Anforderung 9

4.2.11 Anforderung 10

4.2.12 Anforderung 11

4.2.13 Anforderung 12

4.2.14 Anforderung 13

4.2.15 Anforderung 14

4.3 Zusammenfassung

4.4 Handlungsempfehlungen für Websitebetreiber

4.5 Praktisches Beispiel: www.bsnf.de

4.5.1 Über den Verein

4.5.2 Betrachtung der Website vorher

4.5.3 Betrachtung der Website nachher

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die gesetzlichen Vorgaben der „Barrierefreien Informationstechnik-Verordnung“ (BITV) den spezifischen Bedürfnissen älterer Menschen im Internet gerecht werden. Das Ziel ist es, die Eignung der BITV als Maßstab für seniorengerechte Websites zu bewerten und basierend auf den identifizierten Lücken Handlungsempfehlungen für Websitebetreiber abzuleiten sowie in einem Relaunch-Projekt modellhaft umzusetzen.

  • Demografischer Wandel und die wachsende Bedeutung der „Generation 60plus“.
  • Analyse altersbedingter physischer und psychischer Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Internetnutzung.
  • Kritische Überprüfung und Vergleich der 14 BITV-Anforderungen hinsichtlich ihrer Relevanz für Senioren.
  • Entwicklung von Kriterien für seniorengerechte Internetangebote.
  • Praktische Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse durch einen Relaunch der Website des Bayerischen SeniorenNetzForums (BSNF).

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Unsere Gesellschaft altert. Im Jahr 2020 wird mehr als jeder Vierte in Deutschland 60 Jahre oder älter sein (vgl. BMFSFJ 2002). Bereits heute hat die „Generation 60plus“ einen enormen Einfluss, sowohl gesellschaftlich als auch monetär.

Jahrelang wurde diese Entwicklung von der Wirtschaft vernachlässigt, jetzt bewegt sich der Markt allmählich: Die gegenwärtigen Aktivitäten zeigen, dass die Bedürfnisse der „Neuen Alten“ zunehmend ernst genommen werden. Schlagworte wie „Design for All“, barrierefreies Wohnen, Seniorenmarketing oder „Silver Shopper“ existieren zwar schon längere Zeit, rücken aber doch erst jetzt ins kollektive Bewusstsein der Wirtschaft. Der Tenor lautet: Die Alterung der Gesellschaft ist auch eine wirtschaftliche Chance, sich auf dem Markt von den Mitbewerbern abzuhebn.

Vor diesem Hintergrund ist ein weiterer Trend von Bedeutung, nämlich die Zahl der älteren Menschen, die das Internet nutzen. Neueste Erhebungen zeigen, dass dies die einzige Bevölkerungsgruppe ist, bei der die Zahl der Onliner überproportional wächst. So hat sich der Anteil der über 60-Jährigen, die gelegentlich das Internet nutzen, von 7,8% im Jahr 2002 auf 14,5% im Jahr 2004 nahezu verdoppelt. In absoluten Zahlen ausgedrückt heißt das: 2,8 Millionen Deutsche über 60 Jahren bewegen sich mittlerweile im Internet (vgl. Van Eimeren, Gerhard, Frees 2004, S. 352).

Hierbei tun sich verschiedenartige Problemfelder auf, denn die immer größer werdende Gruppe der surfenden Senioren hat altersspezifische Bedürfnisse im Internet. Die Hürden reichen dabei von mangelndem Know-how über physische Einschränkungen bis hin zu psychischen Veränderungsprozessen. Daraus ergibt sich ein akuter Handlungsbedarf: Den speziellen Anforderungen und Erwartungen der „Generation 60plus“ muss auch im Internet Rechnung getragen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die demografische Alterung Deutschlands ein, erläutert die wachsende Bedeutung der "Generation 60plus" im Internet und stellt die Forschungsfrage nach der Tauglichkeit der BITV für diese Zielgruppe.

2. Ältere Menschen in der Informationsgesellschaft: Dieses Kapitel analysiert den demografischen Wandel, die zunehmende Internetnutzung durch Senioren sowie deren wirtschaftliche Bedeutung und charakteristische Interessenfelder.

3. Altersbedingte Veränderungen älterer Menschen: Der Abschnitt beleuchtet physische und psychische Veränderungen im Alter wie Seh- und Hörvermögen, motorische Fähigkeiten sowie Gedächtnis und Lernverhalten, um daraus Kriterien für seniorengerechte Websites abzuleiten.

4. Seniorengerechte Websites: Dieses zentrale Kapitel definiert Barrierefreiheit, erläutert die technischen Grundlagen wie HTML/CSS und führt eine detaillierte Überprüfung aller 14 BITV-Anforderungen hinsichtlich ihrer Relevanz für ältere Menschen durch.

5. Fazit: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass die BITV nicht ausreicht, um seniorengerechte Websites zu gewährleisten, und unterstreicht die Notwendigkeit ergänzender Richtlinien für diese Zielgruppe.

Schlüsselwörter

BITV, Barrierefreiheit, Generation 60plus, demografischer Wandel, Internetnutzung, Senioren, Webdesign, Bedienbarkeit, Usability, Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung, Seniorenmarketing, WCAG, Medienkompetenz, Barrierefreies Webdesign.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die bestehenden gesetzlichen Richtlinien für barrierefreie Websites (BITV) ausreichen, um den speziellen Bedürfnissen älterer Menschen im Internet gerecht zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die Erforschung altersbedingter physiologischer und psychischer Einschränkungen sowie deren Auswirkungen auf die Nutzung von Internettechnologien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es herauszufinden, ob die BITV als alleiniger Maßstab für seniorengerechte Websites dienen kann oder ob zusätzliche, spezifische Kriterien für die „Generation 60plus“ notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Literaturrecherche, einer systematischen vergleichenden Analyse der BITV-Anforderungen mit seniorenspezifischen Bedürfnissen sowie einer praktischen Anwendung der Ergebnisse durch einen Relaunch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die demografischen Grundlagen und altersbedingten Einschränkungen dargestellt. Anschließend folgt eine detaillierte Prüfung der 14 BITV-Anforderungen sowie Handlungsempfehlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem BITV, Barrierefreiheit, Generation 60plus, demografischer Wandel, Senioren, Internetnutzung und Usability.

Warum ist das Ergebnis der Untersuchung für Webseitenbetreiber relevant?

Die Untersuchung zeigt, dass die Einhaltung der BITV zwar eine gute Basis bietet, aber für eine wirklich seniorengerechte Gestaltung ergänzende Konzepte notwendig sind, um diese wirtschaftlich bedeutende Zielgruppe erfolgreich anzusprechen.

Wie wurde das praktische Beispiel des BSNF zur Veranschaulichung genutzt?

Die Website des Bayerischen SeniorenNetzForums wurde vor und nach einem Relaunch analysiert, um zu demonstrieren, wie die aus der Theorie abgeleiteten Erkenntnisse konkret in die technische und gestalterische Praxis umgesetzt werden können.

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Details

Title
Seniorengerechte Websites - Ein Vergleich der Bedingungen für barrierefreie Websites nach der BITV mit den Bedürfnissen älterer Menschen
College
University of Applied Sciences Mittweida  (Fachbereich Medien)
Grade
1,0
Author
Christoph Eikmeier (Author)
Publication Year
2005
Pages
79
Catalog Number
V46404
ISBN (eBook)
9783638436021
ISBN (Book)
9783638707817
Language
German
Tags
Seniorengerechte Websites Vergleich Bedingungen Websites BITV Bedürfnissen Menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Eikmeier (Author), 2005, Seniorengerechte Websites - Ein Vergleich der Bedingungen für barrierefreie Websites nach der BITV mit den Bedürfnissen älterer Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46404
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