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Studien zu einer neuen Konzeption des Adverbs im Französischen

Title: Studien zu einer neuen Konzeption des Adverbs im Französischen

Examination Thesis , 2005 , 177 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniela Weingartz (Author)

French Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit trägt den Titel Studien zu einer neuen Konzeption des „Adverbs“ im Französischen und wurde im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für die Lehrämter für die Sekundarstufe II/I angefertigt.
Sie behandelt ein viel diskutiertes linguistisches Thema und umfasst formal gesehen vier Teile, die wie folgt benannt werden können: die Sensibilisierung deutschsprachiger Lerner für die so genannten ‚Adverbsprachen’, die Kritik an der semantischen Klassifizierung in aktuellen Grammatiken für die französische Sprache, die Vorstellung einer neuartigen Adverbkonzeption und Überlegungen zu einer schüler- bzw. lernerorientierten Adverbdeskription. Besonders die desolate Situation der gegenwärtigen Adverbdeskription war für mich ausschlaggebend, eine bereits vor ungefähr zehn Jahren entwickelte Adverbdeskription hinsichtlich ihrer logischen Beschaffenheit und ihrer Lernerleichterung genauer zu untersuchen. Im Rahmen der schulpraktischen Studien für das Fach Französisch konnte ich bei den jungen Schülern tatsächlich eine gewisse Verwirrtheit bezüglich des Adverbgebrauchs feststellen. Dies hat mich umso mehr dazu bewogen, nach sinnvollen und umfassenden Konzepten für die Vermittlung des Phänomens Adverb zu suchen und mich schließlich der Adverbdeskription H. Krenns anzuschließen. Eingangs wird es notwendig sein, die Problematik des Phänomens Adverb in der Grammatik der deutschen sowie vornehmlich der französischen Sprache dem Lerner bewusst zu machen. In dem Kapitel Die Adverbdeskription und ihre Bedeutung für die deutsche und französische Sprachebeschäftige ich mich zum einen damit, was heutzutage gemeinhin unter dem Begriff Adverb verstanden wird und möchte zum anderen gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf die ursprüngliche lateinische Bedeutung dieses Terminus lenken (adverbium = Zu-Wort). In der herkömmlichen Grammatik werden unter Adverbien meist je neun veränderlichen Formen gefasst, die keiner anderen Wortklasse wie beispielsweise Präpositionen, Konjunktionen etc. angehören. Auch wenn die traditionellen Grammatiker - darunter Klein/Kleineidam, Reumuth/Winkelmann, Confais, Grevisse u.a. erkannt haben, dass Adverbien andere Wortarten semantisch näher bestimmen können, vernachlässigen sie ganz und gar die syntaktischen Prozesse, die beim Hinzutreten eines so genannten Adverbs zu einer anderen Wortart ausgelöst werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Adverbdeskription und ihre Bedeutung für die deutsche und französische Sprache

3. Kritik an den traditionellen französischen Schul- und Lerngrammatiken deutscher und französischer Autoren für deutsche und französische Lerner

4. Eine neue Konzeption des Adverbs

4.1 Ad-Formen/Ad-Verben versus Adverbien: Anmerkungen zur Terminologie und zur Reihung der Ad-Formen

4.2 Die Kennzeichnung der Ad-Formen

4.2.1 Unveränderliche Formen und Adjektive als Ad-Formen

4.2.2 Die Kennzeichnung mittels –ment

4.2.3 Die Neutrumendung als Ad-Formenkennzeichnung

4.2.4 Die unregelmäßige Ad-Formenkennzeichnung

4.3 Die Ad-Formen-Typen und ihre Kennzeichnung

4.3.1 Das Ad-Verb und die unregelmäßigen Formen bien, mal, mieux und pis

4.3.2 Übereingestimmtes Adjektiv statt Ad-Form

4.4 Das Ad-Verb mit Ad-Formenkennzeichnun

4.4.1 Das Suffix -ment als Ad-Verbkennzeichnung

4.4.2 Die neutrale Adjektivendung als Ad-Verbkennzeichnung

4.4.3 Adjektive mit ausschließlich neutraler Kennzeichnung

4.4.4 Die unregelmäßige Ad-Verbkennzeichnung

4.4.5 Das Ad-Ad-Verb (Ad-2-Verb)

4.4.6 Das Ad-Adjektiv

4.4.7 Das Ad-Ad-Adjektiv (Ad-2-Adjektiv)/ Ad-Ad-Ad-Adjektiv (Ad-3-Adjektiv)

4.4.8 Die Ad-Nominalphrase (Ad-NP)

4.4.9 Die Ad-Präpositionalphrase (Ad-PP)/ Ad-Ad-Präpositionalphrase (Ad-2-PP)

4.4.10 Die Ad-Satz-Formen (Ad-S)/ Ad-Ad-Satz-Formen (Ad-2-S)

4.4.11 Die Ad-Konjunktion oder Ad-Nebensatz-Form (Ad-K/Ad-NS)

4.4.12 Die limitativen Ad-Formen

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine Abwendung von der traditionellen, semantisch geprägten Adverbdeskription zu begründen und eine neue, schülerorientierte Adverbkonzeption zu entwickeln, die auf einer rein syntaktischen Betrachtungsweise basiert.

  • Kritik an der klassischen semantischen Klassifizierung von Adverbien.
  • Entwicklung einer praxisnahen Terminologie (z.B. "Ad-Form", "Ad-Verb").
  • Untersuchung von Adjektiven in ihrer Funktion als adverbielle Bestimmungen.
  • Bedeutung der syntaktischen Umgebung für die Kennzeichnung von Ad-Formen.
  • Didaktische Implikationen für den Französischunterricht an Schulen.

Auszug aus dem Buch

4.1 Ad-Formen/Ad-Verben versus Adverbien: Anmerkungen zur Terminologie und zur Reihung der Ad-Formen

Der lateinische Terminus Adverb bzw. adverbium ist etymologisch auf die griechische Bezeichnung epìrrhēma (Ad-Verb, Zu-Verb) zurückzuführen und brachte in der griechischen Grammatik ursprünglich eine sehr enge Betrachtungsweise zum Ausdruck. Das Adverb galt lange Zeit als eine Wortart, die lediglich dem Verb zu dessen inhaltlicher Modifizierung hinzugefügt werden konnte. Dabei wurde keineswegs in Betracht gezogen, dass ein Adverb ebenso Zu-Wort zu anderen Wortarten zu sein vermochte. In der heutigen Zeit haben die meisten Grammatiker eingesehen, dass Adverbien auch andere Wortarten wie Adjektive, Nomina, weitere Adverbien und sogar ganze Sätze semantisch modifizieren können. Trotz dieser Erkenntnis hat in der herkömmlichen Grammatik bis auf einige wenige Ausnahmen keine Begriffsänderung stattgefunden.

Der französische Grammatiker Grevisse beschreibt in Le bon usage immerhin sehr ausführlich, welche Position die mit -ment gekennzeichnete Form je nach dem zu bestimmenden Wort einnehmen kann, leitet daraus dennoch keine spezielle Terminologie ab. Obwohl Klein/Kleineidam die Adverbien hauptsächlich aus semantischer Sichtweise betrachten, eruieren sie in dem Satz J’ai bien téléphoné, mais vous n’étiez pas là. die Form bien als verstärkendes Satzadverb. Der Begriff Satzadverb impliziert eine syntaktische Betrachtungsweise, wird jedoch in keiner Weise erläutert, auf andere Formen ausgeweitet oder an weiterführenden Beispielen nachgewiesen. Abermals zeigt die Adverbdarstellung dieses Autorenpaares ihre Schwächen in der mangelnden Lernerorientierung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und Erläuterung der kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Adverbdeskription sowie der schulpraktischen Motivation.

2. Die Adverbdeskription und ihre Bedeutung für die deutsche und französische Sprache: Gegenüberstellung der Adverbverwendung im Deutschen und Französischen und Aufzeigen der resultierenden Lernschwierigkeiten.

3. Kritik an den traditionellen französischen Schul- und Lerngrammatiken deutscher und französischer Autoren für deutsche und französische Lerner: Analyse und Kritik der semantischen Adverbkategorisierung in verschiedenen Standardgrammatiken.

4. Eine neue Konzeption des Adverbs: Einführung der neuen Terminologie und detaillierte Untersuchung der Kennzeichnungsmöglichkeiten und syntaktischen Funktionen der Ad-Formen.

5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse und Plädoyer für eine lernerorientierte, syntaktisch begründete Adverbdeskription.

Schlüsselwörter

Adverb, Ad-Form, Ad-Verb, Französisch, Syntax, Lernerorientierung, Schulgrammatik, Kennzeichnung, -ment, Adjektiv, Ad-Adjektiv, Ad-Präpositionalphrase, Krenn, Sprachunterricht, Grammatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse der traditionellen Adverbdeskription im Französischen und schlägt eine alternative, syntaktisch basierte Adverbkonzeption vor.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kritik an der semantischen Adverbklassifizierung, die Einführung der "Ad-Form"-Terminologie und die Untersuchung von syntaktischen Prozessen bei Ad-Formen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Wege zu einer lernerorientierten Adverbkonzeption zu öffnen, die Schwächen traditioneller Grammatiken überwindet und im Schulalltag besser vermittelbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse und Untersuchung ausgewählter Grammatiken sowie eine belegbasierte syntaktische Untersuchung authentischer französischer Textbeispiele aus Literatur und Presse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erarbeitet detailliert verschiedene Ad-Formen (wie Ad-Verb, Ad-Adjektiv, Ad-Nominalphrase) und analysiert deren Kennzeichnung durch Suffixe (-ment), neutrale Endungen oder unregelmäßige Formen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch die Begriffe Adverb, Ad-Form, Französische Syntax und Lernerorientierung charakterisieren.

Warum wird die traditionelle "Iulius-Regel" im Kontext der Arbeit diskutiert?

Sie dient dazu, die Problematik der Unterscheidung zwischen Adjektiv- und Adverbfunktion zu verdeutlichen und wird als Ausgangspunkt für eine erweiterte Regelkonzeption für das Französische genutzt.

Was unterscheidet "limitative Ad-Formen" von anderen Ad-Formen?

Sie stellen eine Neuschöpfung der Krenn'schen Konzeption dar, die eine besonders eingrenzende oder beschränkende Bestimmung syntaktischer Elemente ausdrücken.

Excerpt out of 177 pages  - scroll top

Details

Title
Studien zu einer neuen Konzeption des Adverbs im Französischen
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
2,0
Author
Daniela Weingartz (Author)
Publication Year
2005
Pages
177
Catalog Number
V46414
ISBN (eBook)
9783638436113
Language
German
Tags
Studien Konzeption Adverbs Französischen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Weingartz (Author), 2005, Studien zu einer neuen Konzeption des Adverbs im Französischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46414
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