Bossing. Entstehung und Handlungsmöglichkeiten


Hausarbeit, 2012

10 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Bossing
2.1 Definition
2.2 Wie entsteht Bossing?
2.3 Gibt es typische Bossing-Opfer?
2.4 Gibt es typische Mobber?
2.5 Die Vier Phasen des Bossing
2.6 Was kann ein Opfer tun?
2.7 Werden Grundrechte durch Bossing verletzt?

3 Fazit

4 Literaturverzeichnis
4.1 Monographien
4.2 Aufsatzsammlungen
4.3 Gesetzesbücher

1 Einleitung

In der folgenden Hausarbeit befasse ich mich mit dem Thema Bossing; wie entsteht Bossing und was können betroffene Personen dagegen tun?

Die Hausarbeit ist in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt, der Einleitung, führe ich die Leser in das Thema der Hausarbeit ein.

Im zweiten Abschnitt, dem Hauptteil, definiere ich den Begriff Mobbing, um somit auf das Thema Bossing einzugehen und die Unterschiede hervorzuheben. Des Weiteren setze ich mich mit den typischen Bossing-Opfern und Mobbern auseinander, nenne ihre Merkmale, die zum Bossing führen und erläutere „Die Vier Phasen“, wo man eine eindeutige und strategische Methode des Mobbings/Bossings erkennt. Danach beziehe ich mich auf die Möglichkeiten, die ein Bossing-Opfer hat, um sich aus der Misere zu befreien. Dabei lasse ich persönliche Erfahrungen einfließen.

Im dritten und letzen Abschnitt der Hausarbeit komme ich zu einem Fazit, indem alle genannten Punkte zusammengefasst und auf die Fragestellung der Hausarbeit bezogen werden.

Ich habe mich für dieses Thema entschieden, da ich aus eigener Erfahrung aus meinem vorherigen Berufsverhältnis berichten kann und behaupte, dass jeder, der in einer Bossing-Situation am Arbeitsplatz steckt, diese auch erfolgreich durch Willensstärke und die Unterstützung von Kollegen bewältigen kann. Mein vorheriger Arbeitsgeber schaffte es, mir den Arbeitsalltag zu erschweren, mich in unangenehme und psychisch belastende Situationen zu bringen und einige Kollegen gegen mich aufzuhetzen. Letztendlich steckte er mich in eine Situation, indem ich die Wahl hatte, ob ich das Bossing weiterhin über mich ergehen lasse, ob ich das Berufsverhältnis kündige oder ob ich aktiv dagegen angehe. Stellt sich nicht hier die Frage: Wie entsteht das Bossing und wie kämpft man dagegen an?

2 Bossing

2.1 Definition

Um den Begriff Bossing zu definieren, muss man als erstes die Definition von Mobbing kennen, da sich die Prozesse sehr ähneln und Bossing sich von Mobbing ableiten lässt.

Das Wort „Mobbing“ kommt aus dem Englischen und lässt sich als „systematische Schikanen“ verdeutlichen1. Der Begriff „Bullying“ beschreibt im Prinzip das Gleiche wie Mobbing, wird jedoch im deutschen Sprachraum eher selten benannt. Unter anderem kann man die Begriffe „anfeinden“, „tyrannisieren“ und „diskriminieren“ hinzufügen. Das Ziel des Mobbing ist es, das Opfer durch einen oder mehrere Täter niederzumachen, indem sie beispielsweise den Gemobbten aus sozialen Beziehungen ausschließen oder dessen Ansehen im sozialen Miteinander beschädigen. In der Regel sind mehrere Mobber an derartigen Mobbing-Attacken beteiligt. Die Routine und Intensität sind ein wesentlicher Indikator des Psychoterrors.

Im Grunde ist Bossing nichts anderes als Mobbing. Der grundlegende Unterscheid ist dabei, dass die Mobbing-Aktivität vom Chef bzw. vom Vorgesetzen ausgeht. Aus diesem Grund bezeichne ich die Personen, von denen das Bossing ausgeht, als Mobber und nicht Bosser.

2.2 Wie entsteht Bossing?

Bossing kann viele Gründe haben. Der häufigste Grund ist jedoch ein ungelöster Konflikt mit dem Vorgesetzten2. Dabei spielt es nicht einmal eine Rolle, ob der Vorgesetzte in einer Konfliktsituation Recht behält. Vielmehr geht es darum, dass er sich in seiner Führungsposition tangiert fühlt und dem Wiedersacher zeigen möchte, dass er „am längerem Hebel sitzt“.

Ich möchte damit nicht sagen, dass jeder Konflikt mit dem Vorgesetzten zu Bossing-Aktivitäten führt, sondern dass es individuell von der Situation und vom Chef abhängt.

2.3 Gibt es typische Bossing-Opfer?

Bossing kann jeden Arbeitnehmer treffen3. Im Allgemeinen behauptet man, dass es keine typischen Bossing-Opfer gibt, weil man keine klaren Charakterzüge festlegen kann, an denen sich Mobber den Leidtragenden aussuchen. Manchmal reicht es auch, dass man eine bestimmte Person unsympathisch findet. Dennoch kann man sagen, dass es einige Risikogruppen gibt, bei der die Wahrscheinlichkeit einer Bossing-Aktivität höher liegt als bei anderen. Ein potenzielles Ziel der Mobber können Menschen sein, die eine besondere Auffälligkeit haben. Eine Auffälligkeit äußert sich in dem Sinne, dass die Eigenschaft, die auffällt, sie vom Rest der Gruppe ausschließt. Bekannte Beispiele wären das Tragen von außergewöhnlichen Kleidern, das Benehmen in speziellen Situationen, sogar körperliche Behinderungen können ein Anlass zum Bossing werden.

Eine zweite Zielgruppe könnten Frauen sein4. Damit ist nicht gemeint, dass jede Frau ein potentielles Bossing-Opfer ist. Ein Beispiel soll es verdeutlichen: Wenn eine Frau sich in einen typischen Männerberuf integrieren möchte, beispielsweise im Bauhandwerk als Maurer/in, dann ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, vom Vorgesetzten, der typischerweise ein Mann ist, gemobbt zu werden. Hierbei sehen wir, dass womöglich aufgrund der Vermutung, dass Frauen es im Bauhandwerk schwer haben, die Bossing-Attacken zwangsläufig geschehen.

Eine weitere Gruppe könnten Neueinsteiger sein. Darunter fallen Auszubildende, Personen, die einen Berufswechsel durchleben oder einfach nur ein/e neue/r Kollegin oder Kollege, die/der vom Verwaltungsbüro in ein anders Büro zieht. Der Mobber könnte der Auffassung sein, dass das Team durch den Neuzugang geschädigt werden könnte. Das Bossing vom Abteilungsleiter könnte eventuell ein Abteilungswechsel bezwecken.

Zusammengefasst muss man sagen, dass nicht jede Personen, die in den vorherigen Gruppen genannt worden ist, ein absolutes Ziel für Mobber darstellt. Es ist nur eine Aufzählung der Gruppen, bei denen das Risiko der Bossing-Aktivität wahrscheinlich höher liegt.

2.4 Gibt es typische Mobber?

Wie im vorherigen Abschnitt wäre es einfach, einen bestimmten Typ mit passenden Charakterzügen zu bestimmen und diesen als typischen Mobber zu entlarven. Allerdings kann man auch hier einige Gruppen einkreisen bei der die Häufigkeit größer ist als bei anderen. Es lassen sich folgende Gruppen unterscheiden: die Drahtzieher, die Zufallstäter und die Mitmacher5.

[...]


1 Vgl: Inken Wanzek u. Christine Rosenboom: „Arbeitsplatz in Gefahr – das sind Ihre Rechte“. LINDE VERLAG WIEN Ges.m.b.H. Wien 2007. S. 182.

2 Vgl: Inken Wanzek u. Christine Rosenboom: „Arbeitsplatz in Gefahr – das sind Ihre Rechte“. LINDE VERLAG WIEN Ges.m.b.H. Wien 2007. S. 182.

3 Vgl: Brigitte Huber: „Psychoterror am Arbeitsplatz“. Falken-Verlag. S.20 f.

4 Vgl: Inken Wanzek u. Christine Rosenboom: „Arbeitsplatz in Gefahr – das sind Ihre Rechte“. LINDE VERLAG WIEN Ges.m.b.H. Wien 2007. S. 190.

5 Vgl: Brigitte Huber: „Psychoterror am Arbeitsplatz“. Falken-Verlag. S.24 f.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Bossing. Entstehung und Handlungsmöglichkeiten
Note
1,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V464214
ISBN (eBook)
9783668911550
ISBN (Buch)
9783668911567
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bossing, entstehung, handlungsmöglichkeiten
Arbeit zitieren
Patryk Lubanski (Autor), 2012, Bossing. Entstehung und Handlungsmöglichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464214

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