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Cannabis in der Medizin. Aktuelle Rechtslage und Erstattungsfähigkeit

Titel: Cannabis in der Medizin. Aktuelle Rechtslage und Erstattungsfähigkeit

Hausarbeit , 2018 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Paulina Eing (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit befasst sich mit der aktuellen Rechtslage und Erstattungsfähigkeit im Falle des medizinischen Gebrauches von Cannabis.

Dazu wird zu Anfang der Arbeit die Pflanze Cannabis im Allgemeinen beschrieben, um anschließend auf die medizinische Verwendung dieser eingehen zu können. Es wird ein Einblick in die Geschichte der Verwendung von Cannabis in der Medizin gegeben, die möglichen Anwendungsgebiete werden erläutert und schließlich die verfügbaren Arzneimittel, welche auf Cannabis basieren, aufgezeigt.

Im darauffolgenden Kapitel beschäftigt sich die Arbeit mit der rechtlichen Situation in Deutschland. Es wird vorab erklärt, wie es zu einem Cannabisverbot in Deutschland kam. Im nächsten Abschnitt wird das neue Gesetz erläutert und ein Einblick zu den einzelnen Änderungen der Gesetzestexte gegeben.

Anschließend wird die Erstattungsfähigkeit des medizinischen Cannabis vor und nach der Gesetzesänderung dargestellt. Da diese Arbeit knapp ein Jahr nach in Kraft treten des Cannabisgesetzes geschrieben wird, werden erste Kennzahlen am Ende genannt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Teil

2.1 Die Pflanze Cannabis

2.2 Medizinisches Cannabis

2.2.1 Geschichte der medizinischen Verwendung von Cannabis

2.2.2 Aktuelle Anwendungsgebiete

2.2.3 Verfügbare Arzneimittel mit Cannabinoiden

3 Rechtliche Situation in Deutschland

3.1 Geschichtlicher Hintergrund des Cannabisverbotes

3.2 Status Quo (Cannabisgesetz)

3.2.1 Betäubungsmittelgesetz

3.2.2 Sozialgesetzbuch V

4 Erstattungsfähigkeit

4.1 Vor der Gesetzesänderung

4.2 Status Quo

4.2.1 Kennzahlen ein Jahr nach in Kraft treten

4.2.2 Kennzahlen der Techniker Krankenkasse

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die rechtliche Situation und die Erstattungsfähigkeit von medizinischem Cannabis in Deutschland nach der Gesetzesänderung im Jahr 2017. Ziel ist es, die Entwicklung von der restriktiven Handhabung hin zum verschreibungsfähigen Arzneimittel nachzuvollziehen und erste empirische Daten zur Erstattungspraxis der Krankenkassen zu analysieren.

  • Grundlagen zur Cannabispflanze und ihrer medizinischen Bedeutung
  • Historischer Kontext der Cannabis-Prohibition in Deutschland
  • Analyse des "Cannabisgesetzes" und der Änderungen im Betäubungsmittelgesetz sowie Sozialgesetzbuch V
  • Evaluation der Erstattungspraxis und Kennzahlen der Krankenkassen
  • Herausforderungen in der praktischen Umsetzung und Versorgung

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Aktuelle Anwendungsgebiete

Cannabis hat in der Medizin ein großes Potenzial. Es werden eine Vielzahl von möglichen Einsatzgebieten genannt. Jedoch ist nur die Minderheit der möglichen Anwendungsgebiete klinisch belegt.35

Die meisten Studien, mit der höchsten Gesamtzahl an Patienten, wurden zu chronisch neuropathische Schmerzen durchgeführt. Dabei nahmen insgesamt 2046 Patienten teil, die sich auf 35 Studien verteilten. Zu den Indikationen Übelkeit und Erbrechen bei Krebs Chemotherapien wurden 33 Studien durchgeführt bei denen 1581 Patienten teilnahmen. Diese Studien wurden bereits in den 1970er und 1980er Jahren durchgeführt und bewiesen, dass THC Übelkeit und Erbrechen bei Chemotherapie-Patienten stark lindern konnte und somit zumindest genauso wirksam war wie die Vergleichstherapie. Die Krankheit Multiple Sklerose (MS) weist ebenfalls eine große Anzahl von klinischen Studien auf. Insgesamt sind 21 Studien mit einer Gesamtzahl von 3137 Patienten durchgeführt worden. Auf Grund der Vielfältigkeit der Begleiterkrankungen, die MS mit sich bringt, wurden vier verschiedene Indikationen in den klinischen Studien untersucht. 14 Studien mit insgesamt 1740 Patienten sind zu Spastiken bei MS durchgeführt worden. Tremor und Blasendysfunktion bei MS weisen jeweils zwei Studien auf. Cannabisbasierte Arzneimittel wurden auch beim Fortschreiten der Erkrankung, Entzündungen und der kognitiven Leistungsfähigkeit bei MS in insgesamt drei Studien untersucht.36

Es gibt eine weitere Reihe an Studien, die die Wirkung von Cannabis bei verschiedensten Krankheiten untersucht haben. Es wurden jedoch nur einzelne Studien mit meist geringen Patientenzahlen veröffentlicht. Darunter zählen z.B. die Indikationen Angst und posttraumatische Belastungsstörungen, intestinale Dysfunktion und Reizdarm, Morbus Parkinson, Morbus Chron und das Tourett-Syndrom. Die zuvor aufgezählten Studien fanden im Zeitraum von 1975 bis 2015 statt. Insgesamt sind rund 140 Studien, bei denen Cannabis als Medikament getestet wurde, bekannt.37 Die dazu durchgeführten Studien belegen die Wirksamkeit von Cannabis als Arzneimittel. Es müssen zukünftig noch validere Studien durchgeführt werden, damit wissenschaftliche Sicherheit und Wirksamkeit bewiesen werden können.38

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Cannabisgesetzes als medizinische Weiterentwicklung dar und umreißt die Struktur der Arbeit sowie die aktuelle Problematik der Versorgung.

2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erläutert die botanischen Grundlagen der Pflanze Cannabis, ihre historische medizinische Nutzung und den aktuellen Stand der klinisch belegten Anwendungsgebiete sowie verfügbare Arzneimittel.

3 Rechtliche Situation in Deutschland: Hier wird der historische Weg des Cannabisverbots bis hin zum aktuellen Rechtsstatus durch das Cannabisgesetz sowie die Änderungen im BtMG und SGB V detailliert beschrieben.

4 Erstattungsfähigkeit: Dieser Abschnitt beleuchtet die Kostenübernahme vor und nach der Gesetzesänderung und analysiert statistische Kennzahlen zur Genehmigungspraxis der Krankenkassen.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Komplexität der Thematik zusammen und bewertet die Auswirkungen der Gesetzesänderung auf Kostenträger und Patienten unter Berücksichtigung der noch fehlenden Evidenz.

Schlüsselwörter

Cannabisgesetz, Medizinisches Cannabis, Erstattungsfähigkeit, Krankenkassen, BtMG, SGB V, Schmerztherapie, Multiple Sklerose, Dronabinol, Cannabisblüten, Kostenübernahme, Patientenversorgung, Cannabisagentur, Begleiterhebung, Gesetzliche Krankenversicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle rechtliche Lage sowie die Möglichkeiten der Kostenerstattung für medizinisches Cannabis in Deutschland nach der Gesetzesänderung von 2017.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die Themen umfassen die botanische Einordnung von Cannabis, die historische Entwicklung der Prohibition, die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen und die statistische Auswertung der Antragspraxis bei Krankenkassen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Versorgungslage für schwerkranke Patienten durch das neue Gesetz verändert hat und welche Hürden bei der Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse, die aktuelle Gesetzesänderungen, Fachliteratur und Berichte von Krankenkassen (wie den TK Cannabis Report) systematisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Cannabis in der Medizin, die rechtliche Situation nach dem Cannabisgesetz sowie eine detaillierte Analyse der Erstattungsdaten und Ablehnungsgründe.

Durch welche Schlüsselwörter wird die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Cannabisgesetz, Erstattungsfähigkeit, Krankenkassen, BtMG, SGB V und medizinische Anwendung definiert.

Warum wurden im Jahr 2017 Gesetzesänderungen nötig?

Vor 2017 war die Versorgung schwerkranker Patienten mit Cannabis extrem erschwert, da es als nicht verschreibungsfähig galt und nur über aufwendige Ausnahmeerlaubnisse bezogen werden konnte.

Welche Rolle spielt die Techniker Krankenkasse bei der Datenanalyse?

Der "Cannabis Report" der TK von 2018 liefert der Autorin entscheidende empirische Daten, da er erstmals eine größere Menge an Informationen zur Genehmigungs- und Ablehnungspraxis nach der Gesetzesreform bereitstellte.

Warum werden viele Anträge auf Kostenübernahme abgelehnt?

Der häufigste Grund ist der Verweis auf existierende Alternativtherapien, gefolgt von unvollständigen Anträgen, während die mangelnde Evidenz die Bewertung der Wirtschaftlichkeit für die Kassen erschwert.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich der Zukunft von Cannabis in der Medizin?

Die Autorin sieht weiteren Forschungsbedarf zur Wirksamkeit, um die aktuelle "schwammige" Gesetzeslage zu präzisieren, und weist auf logistische Probleme wie Lieferengpässe in Apotheken hin.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Cannabis in der Medizin. Aktuelle Rechtslage und Erstattungsfähigkeit
Note
1,7
Autor
Paulina Eing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
26
Katalognummer
V464247
ISBN (eBook)
9783668930452
ISBN (Buch)
9783668930469
Sprache
Deutsch
Schlagworte
cannabis medizin aktuelle rechtslage erstattungsfähigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paulina Eing (Autor:in), 2018, Cannabis in der Medizin. Aktuelle Rechtslage und Erstattungsfähigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464247
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Leseprobe aus  26  Seiten
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