Heinrich Böll „Der Zug war pünktlich“. Eine Interpretation im Rahmen der deutschen Nachkriegsliteratur


Diplomarbeit, 2018

34 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Deutsche Literatur in der Nachkriegszeit
1) Literatur nach 1945
2) Die Gruppe 47
3) Die Kurzgeschichte

III. Heinrich Böll
1) Kindheit und Jugend
2) Kriegszeit und Nachkriegszeit
3) Böll in Ungarn während des Krieges
4) Das Heinrich-Böll-Archiv der Stadtbibliothek Köln
5) Die Kölner Ausgabe

IV. Der Zug war pünktlich
1) Entstehung und Titel der Erzählung
2) Das Handlungsmodell der Erzählung
3) Die Handlung
4) Die Personen
a. Figuren
b. Andreas
c. Der Unrasierte
d. Der Blonde
e. Olina

V. Motive in der Erzählung
1) Die Liebe als Motiv
2) Der Zug als Motiv
3) Das Essen als Motiv

VI. Die Rolle des Gebetes in der Erzählung

VII. Zusammenfassung

VIII. Literaturverzeichnis

IX. Internetquellen

Danksagung

Hiermit möchte ich mich bedanken bei meinem Konsulenten Géza Horváth, für die Mithilfe in der Anfertigung meiner Diplomarbeit. Er trug zu meiner Arbeit sowohl mit seinen Ratschlägen als auch mit den mir zur Verfügung gestellten Fachliteratur bei und die regelmäßigen Konsultationen bedeuteten eine bedeutsame Hilfe im Laufe der Anfertigung.

Außerdem spreche ich meinen Dank auch Árpád Bernáth und dem Petőfi Literaturmuseum für die niveauvolle Ausstellung aus. Dort erhielt ich sehr viel nützlichen und wichtigen Informationen, ohne sie hätte diese Diplomarbeit nicht angefertigt werden können.

I. Einleitung

Ich werde über das Werk von Heinrich Böll, Der Zug war pünktlich schreiben. Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, eine umfassende Analyse über diese Erzählung zu geben.

Meine Wahl fiel auf diesen Autor wegen seiner Aktualität, denn Böll hatte am 21. 12. 2017 seinen hundertsten Geburtstag. Ich habe dieses Werk deshalb gewählt, weil wir uns damit in einem Seminar schon beschäftigt haben. Zur Analyse dieser Schrift benutze ich verschiedene Fachliteraturen, aber in erster Linie den 4. Band der Kölner Ausgabe. Dieses Buch beinhaltet außer der Erzählung, die Entstehung der Geschichte, unpublizierte Textstellen und Rezeptionen. Erstens stelle ich den literaturgeschichtlichen Hintergrund den Erzählungen dar. Dazu benutzte ich das Buch von Hermann Friedmann und Otto Mann mit dem Titel Deutsche Literatur im XX. Jahrhundert: Strukturen und Gestalten: Zwanzig Darstellungen und die Studie von Ralf Schnell Deutsche Literatur nach 1945 in einem Sammelband mit dem Titel Deutsche Literaturgeschichte: von den Anfängen bis zur Gegenwart. Außerdem erwähne ich die wichtigsten Merkmale der Kurzgeschichte Mithilfe des Buches Die Deutsche Kurzgeschichte von Leonie Marx.

Meiner Meinung nach ist das Leben des Autors auch wichtig. Seine Lebens- und Kriegserfahrungen beeinflussten seine Erzählung. Mit Hilfe des Buches von Bernhard Sowinski über Heinrich Böll beschreibe ich seine Biographie. Darüber hinaus habe ich eine Ausstellung über Bölls ungarische Kriegserlebnisse in dem Petőfi Literaturmuseum besichtigt, das werde ich auch darlegen. Das Heinrich-Böll-Archiv und die Kölner Ausgabe spielen bedeutsame Rolle in der Bearbeitung und Systematisierung der Werke von Böll, diese stelle ich auch kurz dar.

Die Darstellung der Erzählung Der Zug war pünktlich fange ich mit der Entstehung und dem Titel des Werkes an. Dann stelle ich das Handlungsmodell, die Handlung und die Personen der Erzählung dar, Mithilfe von der Studie von Árpád Bernáth mit dem Titel Heinrich Bölls historische Romane als Interpretationen von Handlungsmodellen, Bernhard Sowinskis Buch und dem Werk von Rainer Nägele mit dem Titel Heinrich Böll: Einführung in das Werk und in die Forschung.

Das Motiv der Liebe ist erwähnenswert, dazu verwendete ich auch die Studie von Bernáth. Um die Motive in der Erzählung wie der Zug und das Essen zu beschreiben, benutzte ich das Werk von Helmut Bernsmeier Literaturwissen für Schule und Studium: Heinrich Böll. Schließlich stelle ich kurz die Rolle des Gebetes in der Erzählung dar mit Hilfe der Studie von Günter Wirth: Heinrich Böll. Essayistische Studie über religiöse und gesellschaftliche Motive im Prosawerk des Dichters.

II. Deutsche Literatur in der Nachkriegszeit

1) Literatur nach 1945

Mit der Kapitulation am 8. Mai 1945 verstummten die Waffen – eine fremdartige Stille trat ein. Man stand von der Verheerung nackt und allein. Die Konzentrationslager öffneten ihre Tore: Die rassisch und politisch Verfolgten wurden entlassen. Nach den Worten von Borchert waren sie „die Generation ohne Glück, ohne Heimat und ohne Abschied.“ Nachweislich waren viele noch fast Kinder, als sie in den Krieg geschickt worden sind. In diesem Zeitraum schien alles hoffnungslos verloren, der Mensch kreiste um den Nullpunkt. Der einsame Sprecher war die Hauptfigur der jüngsten Literatur. Er spiegelte seine Umwelt wider, erlebte und erlitt die vollständige Einsamkeit. Die Suche nach einer neuen Wirklichkeit war charakteristisch für die jungen deutschen Autoren. Sie stellten sich zur Aufgabe, die Wirklichkeit des Zweiten Weltkrieges zu zeigen.1

2) Die Gruppe 47

Im Jahr 1946 wurde die Zeitschrift Der Ruf gegründet und herausgegeben von Alfred Andersch und Hans Werner Richter mit dem Untertitel: Unabhängige Blätter der jungen Generation.

Es war eine politisch-kulturelle Zeitschrift, die kritische Position zur Politik der Siegermächte bezog und stellte die Trümmerwirklichkeit der Nachkriegssituation nüchtern dar. Im April 1947 wurde die Zeitschrift von der US-Militärregierung verboten und dieses führte dazu, dass Hans Werner Richter 1947 die Gruppe 47, die wichtigste deutsche Schriftstellergruppierung begründete. In ihrer Blütezeit, Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre, repräsentierte die Gruppe die moderne, jüngere Literatur.2 Die Gruppe 47 war zu einem Politikum geworden und die Autoren, die sich auf den Tagungen zusammenkamen, verbanden in ihren Diskussionen literarischer Formen, neuer Gattungen und stilistischer Fragen im weitesten Sinn ein demokratisches gesellschaftskritisches Interesse. Die Gruppe 47 war in Westdeutschland das einzige Forum, das ein Literaturprogrammatik verfolgte, deren Gesamttendenz Böll im Rückblick eine Art kritischen Realismus genannt hat.3 Mit Heinrich Böll trat die Gruppe 47, also die jüngere Generation der Schriftsteller, ins Blickfeld. Im erzähleririschen Bereich waren hier verschiedene bedeutsame Begabungen.4

3) Die Kurzgeschichte

Schon im Jahr 1934 stellte Otto Ernst Hesse einige Normen für die Kurzgeschichte auf: Der Erzähler muss hinter dem Erzählten verschwinden, den Leser durch indirekte Gestaltung packen. Die Kurzgeschichte muss Pointe haben. Sie muss ein ganz bestimmtes Zeit-Stadium einhalten, und eine Situation als Mittelpunkt haben, die eindeutig ist. Der Themenkreis ist absolut unbeschränkt und die Kurzgeschichte soll ein bisschen Ironie beinhalten. Im Allgemeinen dienen alltägliche Personen, Lebensbedingungen und Alltagskonflikte als Thema den Kurzgeschichten. Für Anfang und Schluss der Kurzgeschichte gilt die Unabgeschlossenheit als Strukturmerkmal der Gattung.5 In den ersten Nachkriegsjahren hatte die Kurzgeschichte gute Möglichkeiten, weil die Nachfrage für Literatur sehr groß war. Ein potentielles Forum stand in Form von Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien zur Verfügung. Unter den vielen Zeitschriften z.B. Athena, Der Ruf, Die Erzählung bevorzugte Die Erzählung die traditionellen Gattungen Novelle und Erzählung, während Das Karussell beispielsweise neben ausländischen auch junge deutsche Autoren brachte, unter ihnen Heinrich Böll und Wolfgang Borchert.6

Seit 1947 publizierte Böll Kurzgeschichten und Erzählungen. Seine erste Sammlung erschien 1950 mit dem Titel Wanderer kommst du nach Spa… und dies beinhaltete auch die Erzählung Der Zug war pünktlich. Die Textsorte der Kurzgeschichte war in der Nachkriegszeit sehr populär wegen des Einflusses von ausländischen Autoren wie Hemingway. Bölls eigene Entwicklung zeigte außer der gesamten Literaturentwicklung in der Bundesrepublik, wie sehr die Kurzgeschichte mit der frühen Nachkriegszeit verbunden war. Die Kurzgeschichte und ihre historische Angemessenheit für die Nachkriegszeit wurde mehrmals untersucht zum Beispiel von Hans Bender, der eine „Ortsbestimmung der Kurzgeschichte“ versuchte. Diese Stiltendenz, die natürlich leicht wieder zur Manier werden konnte, schien damals die geeignete Reaktion auf eine durch Nazipropaganda und -literatur verseuchte und korrumpierte Sprache.7

III. Heinrich Böll

Bei kaum einem anderen deutschen Autor unserer Zeit spielt die Biographie eine solche Rolle für das literarische Werk wie bei Heinrich Böll. Eine große Zahl von Motiven und anderen Einzelheiten seiner Dichtungen entstammt seinem Leben und Erleben innerhalb und außerhalb seiner Familie, seiner Dienstzeit als Soldat und seinen Erfahrungen nach dem Krieg.8

1) Kindheit und Jugend

Heinrich Böll wurde am 21. Dezember 1917 als dritter Sohn des Kunsttischlers Viktor Böll in Köln geboren. Er besuchte von 1928 bis 1937 das Kaiser-Wilhelm Gymnasium in der Kölner Innenstadt. 1m Frühjahr 1937, kurz nach dem Abitur, begann er eine Buchhändlerlehre in der Bonner Buchhandlung Lempertz, die gleichzeitig ein großes Antiquariat unterhielt, das es ihm auch ermöglichte, dort vorhandene, von den Nazis verbotene Bücher zu lesen, wie z.B. die Werke von Sigmund Freud. Nach einem Jahr brach er die Buchhändlerlehre ab und arbeitete zunächst im väterlichen Betrieb, setzte aber auch seine eigenen literarischen Versuche fort.9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Bild: Heinrich Böll

In: Heinrich Böll: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt von Klaus Schröter (Hrsg.) Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1982 S. 62.

2) Kriegszeit und Nachkriegszeit

Heinrich Böll wurde im Jahr 1939 zur Wehrmacht vorladen und erlebte seine Grundausbildung als Infanterist und Fernmelder in einer Kaserne bei Osnabrück. Er wurde erst nach Polen ausgelegt, und er kam von dort nach Frankreich, als der Frankreichfeldzug vorbei war (Sommer 1940). Er erkrankte und kam in ein Lazarett nach Deutschland und von dort in verschiedene Kasernen, wo er meistens Wachdienst hatte. Danach wurde er in ein Dorf an der französischen Kanalküste verlegt, wo er auch beim Bunkerbau beschäftigt war und fungierte als Dolmetscher. 1m August 1943 wurde Böll nach Russland verlegt. Bereits bei dem Transport verletzte er sich, als der Zug von französischen Partisanen gesprengt wurde. Er wurde im Mai 1944 nach Rumänien geschickt, wo er in Abwehrschlachten und Gegenvorstoße geriet. Im Juni 1944 verletzte er sich erneut, und kam in ein ungarisches Militärlazarett. Heinrich Böll wurde in den sechs Kriegsjahren lediglich zum Obergefreiten befördert; einen Offiziersrang, den er als Abiturient hätte leicht erwerben können, aber er lehnte als „Verrat an der Masse der geschundenen Soldaten“ ab (vgl. den Brief an seine Mutter vom 19.7. 1942).10

Die Familie zog nach seiner Rückkehr in Köln um. „Das zerstörte Köln hatte, was das unzerstörte nie gehabt hatte: Größe und Ernst. [...] Die Zerstörung war vollständig und kriegstechnisch vollkommen sinnlos.“ 11 In dieser Zeit begann er wieder zu schreiben. Nach 1945 wurde sein Interesse an der Renouveau-catholique-Bewegung und ihren Autoren wieder geweckt. Außerdem interessierte er sich für die amerikanischen Kurzgeschichtenautoren, was auch für ihn und seine Arbeiterschaft eine große Wirkung hat. Das entscheidende Ereignis war für Böll zunächst die Währungsreform vom 20. Juni 1948. Politisch bedeutete die Währungsreform in den drei Westzonen auch die faktische Trennung Westdeutschlands von Ostdeutschland. Die geschichtlichen Ereignisse wirkten auch auf Bölls Werke, wie zum Beispiel die Erzählungen Wanderer, kommst du nach Spa… und Der Zug war pünktlich. 12 Bölls Kriegserzählungen können wir als „Anti-Kriegserzählungen“ bezeichnen. Sie kennzeichnen den Krieg als sinnloses, mörderisches Geschehen.13

3) Böll in Ungarn während des Krieges

Heinrich Bölls Verbindung zu Ungarn spielte eine besondere Rolle sowohl in der Entstehung als auch der Rezeption und Pflege seiner Werke. Die Ausstellung in dem Petőfi Literaturmuseum zeigte durch seinen drei Romanen einige Momente aus seinen ungarischen Erlebnissen. Der erste Roman war Wo warst du, Adam?, der in Ungarn 1957 als erstes Werk von einem bundesrepublikanischen Schriftsteller veröffentlicht wurde. Der Stoff des Romans beruhte vorwiegend auf den Erfahrungen, die Böll 1944 als Wehrmachtsoldat in den ungarischen Lazaretten sammelte. Der zweite Roman war die Ansichten eines Clowns, der erst mit einer fast zwanzigjährigen Verspätung in Ungarn erschien. Der Grund für die Verspätung war, dass dieser Roman von einem „bürgerlichen Humanisten“ in der DDR verboten wurde. Die im 1982 erschienene Übersetzung verursachte aber auch in Ungarn politische Komplikationen: Sein Honorar für den Roman ließ Böll für die Unterstützung der illegalen ungarischen Wohltätigkeitsstiftung „SZETA“ überweisen. Böll verfolgte seit dem Aufstand im Oktober 1956 die innenpolitischen Entwicklungen in Ungarn: Als er im Mai 1971 als Präsident des westdeutschen PEN-Zentrums nach Ungarn reiste, stand er bereits mit zahlreichen Schriftstellern, Übersetzern im Lande in Verbindung, weswegen er von Agenten der politischen Polizei beobachtet wurde. 1971 erschien sein Roman Gruppenbild mit Dame, wofür er den Nobelpreis erhielt, und der auch in Ungarn erschien – mit einigen „geringfügigen“ Streichungen.14

Böll war unfähig, die im Jahre 1936 begonnenen literarischen Versuche während seiner militärischen Dienstzeit fortzusetzten. Nur in häufig geschriebenen Briefen hielt er die Augenblicke seiner „Gefangenschaft“ in der Uniform der deutschen Wehrmacht fest. Zwischen dem 8. September 1939 und dem 3. April 1945 schrieb er an seine Familie und Freunde etwa 1000 Briefe und Karten von den Dienststellen an der West- und Ostfront des Krieges – ungefähr 70 aus Ungarn. Die persönlichsten Zustandsberichte schrieb er an Annemarie Cech, die seit März 1942 seine Frau war. Seit 1943 machte er kurze tagebuchartige Aufzeichnungen, wissend, dass die Briefe zensiert werden. Seine Erfahrungen als Infanterist bearbeitete er später in zahlreichen Werken: In Ungarn spielten unter anderem der Roman Wo warst du, Adam? und die Erzählung Die Verwundung. 15

Böll erzählte, dass er in Debrecen einem ganz toll eingerichteten und großen Lyzeum war. Er beschrieb die Umgebung ausführlich, wie in diesem Zitat: „Nach allen Seiten erblickt man große, unpraktische und schöne Häuser, so wie ich mir Dein Geburtshaus in Pilsen vorstelle: altösterreichisch, unpraktisch und gemütlich, sehr geräumig.“ 16 Er fand die ungarischen Menschen sehr sympathisch und herzlich. Laut seiner Worte hatte das Volk eine natürliche Schönheit, Eleganz und Lebensart und er glaubte, dass Ungarn auch geistig unverdorben und kultiviert war.17

Nach einer Verwundung wurde er mit seinen Kameraden in Sepsiszentgyörgy nicht ins Lazarett, sondern in eine Krankensammelstelle ausgeladen, wo sie auf der Erde auf Strohsäcken liegen mussten. Böll beschrieb Sepsiszentgyörgy als ein nettes Städtchen mit einem schönen und bunten Leben.18 Wir erfahren seine Meinung über den Krieg in seinem Brief: „Ich hasse den Krieg, ich hasse ihn aus tiefster Seele, den Krieg und jedes Lied, jedes Wort, jede Geste, jeden, der irgendwie etwas anderes kennt für den Krieg als Haß. [...] Ich weiß nun, daß der Krieg ein Verbrechen ist, ein absolutes Verbrechen, das schlimmste!“ 19

In Szentes war er in einem sehr schönen Konzert. Es wurden Lieder von Beethoven gesungen und gespielt und einige schöne Gedichte von Rilke rezitiert. Er bekam die Nachricht vom Revolutionsversuch der Offiziere und dem Anschlag auf Hitlers. Er schrieb, dass er sehr aufgeregt wurde und diskutiert mit seinen Kameraden sehr leidenschaftlich über die Ereignisse. Laut Böll war erschütternd, wie wenig Christen es auf der Welt gibt, und er glaubte: [...] die Ungarn wurden auch politisch aktiver und leistungsfähiger sein, wenn der Staat nicht so absolut feudalistisch wäre. 20 Nach Böll waren die Klassenunterschiede verheerend.21

[...]


1 Vgl. Friedmann, Hermann und Mann, Otto: Deutsche Literatur im XX. Jahrhundert: Strukturen und Gestalten: Zwanzig Darstellungen. Heidelberg: Wolfgang Rothe Verlag, 1959, S. 145-160.

2 Vgl. Schnell, Ralf: Deutsche Literatur nach 1945. In: Beutin, Wolfgang u.a. (Hrsg.): Deutsche Literaturgeschichte: von den Anfängen bis zur Gegenwart. Stuttgart: J. B. Metzler Verlag, 2013, S. 495

3 Vgl. Schröter, Klaus: Heinrich Böll: Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten dargestellt von Klaus Schröter. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1982, S. 65.

4 Vgl. Friedmann, Hermann und Mann, Otto: Deutsche Literatur im XX. Jahrhundert 1959, S. 80.

5 Vgl. Marx, Leonie: Die Deutsche Kurzgeschichte Stuttgart: Verlag J.B. Metzler, 2005, S. 33-64.

6 Vgl. Ebd., S. 125.

7 Vgl. Nägele, Rainer: Heinrich Böll. Einführung in das Werk und in die Forschung. Frankfurt am Main: Athenäum Fischer Taschenbuch Verlag, 1976, S. 118-119.

8 Sowinski, Bernhard: Sammlung Metzler, Realien zur Literatur, Band 272: Heinrich Böll. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler Verlag, 1993, S. 1.

9 Vgl. Ebd., S. 2-3.

10 Vgl. Sowinski, Bernhard: Heinrich Böll. S. 4-5.

11 Böll, Heinrich: 5. Stichwort: 1945. Kölner Ausgabe, Bd. 14, S. 314.

12 Vgl. Sowinski, Bernhard: Heinrich Böll. 1993, S. 6-7.

13 Vgl. Ebd., S. 34.

14 In diesem Teil berufe ich mich auf die Prospekte und die ausgestellten Briefe im Petőfi Literaturmuseum. Die Briefe wurden aus dem Werk von Jochen Schubert Heinrich Böll: Briefe aus dem Krieg 1939-1945. gewählt.

15 In diesem Teil berufe ich mich auf die Prospekte und die ausgestellten Briefe im Petőfi Literaturmuseum.

16 Schubert, Jochen (Hrsg.): Heinrich Böll: Briefe aus dem Krieg 1939-1945. Mit einem Vorwort v. Annemarie Böll. Nachwort von Hamish Reid. Köln: Kiepenhauer & Witsch, 2001. 2. Bd. S. 1068-1069., 1652

17 Vgl. Ebd. 1068-1069., 1652

18 Vgl. Ebd., S. 1055., 1063.

19 Ebd., S. 1055., 1063.

20 Ebd., S. 1093-1096.

21 Vgl. Ebd., S. 1093-1096.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Heinrich Böll „Der Zug war pünktlich“. Eine Interpretation im Rahmen der deutschen Nachkriegsliteratur
Hochschule
Károli Gáspár Református Egyetem
Note
1
Autor
Jahr
2018
Seiten
34
Katalognummer
V464285
ISBN (eBook)
9783668919150
ISBN (Buch)
9783668919167
Sprache
Deutsch
Schlagworte
heinrich, böll, eine, interpretation, rahmen, nachkriegsliteratur
Arbeit zitieren
Vivienn Nagy (Autor:in), 2018, Heinrich Böll „Der Zug war pünktlich“. Eine Interpretation im Rahmen der deutschen Nachkriegsliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464285

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Heinrich Böll „Der Zug war pünktlich“. Eine Interpretation im Rahmen der deutschen Nachkriegsliteratur



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden