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Zum Biozentrismus nach Paul W. Taylor

Eine umweltethische Untersuchung am Fallbeispiel Radrennfahrer gegen Tier

Titel: Zum Biozentrismus nach Paul W. Taylor

Seminararbeit , 2017 , 15 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Florian Danker (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht einen Bereich der Umweltethik. Konkret geht es um den Biozentrismus nach Paul W. Taylor. Dafür wird ein Fallbeispiel betrachtet.

Warum sollte Natur geschützt werden? Wo fängt ein Ökosystem an? Wie wichtig ist Artenvielfalt? Das sind Fragen, die mit Hilfe der Umweltethik beantwortet werden sollen. Ich werde in dieser Arbeit anhand eines Fallbeispiels zeigen, wie in die Richtung der Fragen argumentiert werden könnte, um Entscheidungen zu treffen. Dazu beziehe ich mich auf den Biozentrismus nach Paul W. Taylor. Gesetze zum Schutz der Natur können nur ratifiziert werden, wenn moralische Werte für spezifische Entitäten oder Systeme festgelegt sind. Die Umweltethik ist eine Teildisziplin der Ethik und es gibt viele unterschiedliche Konzeptionen. Teilweise überschneiden sich die Positionen und es gibt Überschneidungen der einzelnen Begriffe, weil diese Disziplin relativ neu ist.

Zunächst skizziere ich den Anthropozentrismus und den Physiozentrismus. Der Anthropozentrismus schreibt nur dem Menschen einen moralischen Eigenwert zu. Die Erweiterung ist der Physiozentrismus, dieser umfasst die Konzeptionen für außermenschliche Werte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Konzeptionen der Umweltethik

2 Fallbeispiel: Rennradfahrer gegen Tier

3 Taylors egalitärer Biozentrismus

4 Anwendung des Biozentrismus am Fallbeispiel

5 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die ethische Vertretbarkeit einer Entscheidung in einem spezifischen Konfliktszenario zwischen menschlichem Handeln und dem Schutz eines Lebewesens anhand des biozentrischen Ansatzes von Paul W. Taylor zu untersuchen und zu begründen.

  • Grundlagen der verschiedenen umweltethischen Konzeptionen
  • Einführung in den egalitären Biozentrismus nach Paul W. Taylor
  • Anwendung ethischer Prinzipien (Selbstverteidigung, Proportionalität, geringstes Übel) auf ein konkretes Fallbeispiel
  • Diskussion über die moralische Kompensation bei Eingriffen in die Natur

Auszug aus dem Buch

3 Taylors egalitärer Biozentrismus

Für meine Situation betrachte ich den egalitären Biozentrismus, da diese Konzeption auch niederen Wesen einen inhärenten Eigenwert zuteilt. Ein Anwalt dieser Konzeption ist Paul W. Taylor, nach dessen Aussage ich meine Argumentation führen werde.

Taylor kritisiert die Meritokratie, nach seiner Meinung ist es egal welchen Dienst, Verdienst, Status oder Nutzen eine Entität hat, um einen Eigenwert zu haben. Außerdem ist die Behauptung ungerecht, dass Entitäten einen Eigenwert haben, weil sie in eine bestimmte Art hineingeboren wurden. Deshalb ist seine Auffassung des Biozentrismus egalitär. Jede Art hat den gleichen inhärenten Eigenwert (Vgl. Taylor 1981, S. 214). Der Mensch ist nur eine Art von vielen auf der Erde. Sein Bewusstsein, seine Überlegenheit und Intelligenz legitimieren nicht seine Apotheose, dass er entscheiden sollte welche Art wieviel Eigenwert hat. Der Fakt, dass alle Arten zufällige Bewohner der Erde sind, gibt ihnen einen inhärenten Eigenwert (Vgl. Taylor 1981, S. 201). Erst wenn sein Überleben gefährdet ist, darf ein Eigenwert abgestuft werden (Vgl. Taylor 1981, S. 207).

Alle Individuen der Erde teilen das Schicksal in eine durch Zufall entstandene Art hineingeboren zu sein. Das verpflichtet vernunftbegabten Wesen einen ultimativen und moralischen Respekt für die natürliche Welt zu haben (Vgl. Taylor 1981, S. 202). Deshalb sollte es auch vermieden werden in die Natur einzugreifen oder sie zu verletzen (Vgl. Taylor 1981, S. 206).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Konzeptionen der Umweltethik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene umweltethische Ansätze wie Anthropozentrismus, Pathozentrismus, Biozentrismus und Ökozentrismus, die hierarchisch von einer engen auf eine weite Berücksichtigung von Werten aufbauen.

2 Fallbeispiel: Rennradfahrer gegen Tier: Es wird ein konkretes, fiktives Szenario beschrieben, in dem ein Rennradfahrer während eines Anstiegs vor die Entscheidung gestellt wird, entweder sich selbst zu gefährden oder einen seltenen Regenwurm zu überfahren.

3 Taylors egalitärer Biozentrismus: Hier werden die Kernthesen von Paul W. Taylor vorgestellt, insbesondere der egalitäre Charakter des Biozentrismus und die Prinzipien, die in Konflikten zwischen menschlichem Interesse und anderen Lebensformen angewendet werden können.

4 Anwendung des Biozentrismus am Fallbeispiel: Das zuvor eingeführte Szenario wird anhand von Taylors Prinzipien analysiert, um eine ethisch vertretbare Lösung unter Abwägung der verschiedenen Interessen zu finden.

5 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel reflektiert den Lösungsweg, betont die Notwendigkeit moralischer Kompensation und stellt fest, dass die Anwendung biozentrischer Prinzipien zu rationalen und ethisch reflektierten Entscheidungen führt.

Schlüsselwörter

Biozentrismus, Umweltethik, Paul W. Taylor, egalitärer Biozentrismus, inhärenter Eigenwert, moralischer Respekt, Prinzip des geringsten Übels, Fallbeispiel, Lumbricus badensis, angewandte Ethik, Kompensation, Interessenkonflikt, Ökozentrismus, Anthropozentrismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung umweltethischer Theorien, insbesondere des Biozentrismus nach Paul W. Taylor, auf ein konkretes Konfliktszenario zwischen einem Menschen und einem Tier.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition und Einordnung des Biozentrismus, die ethische Bewertung von Natur als inhärentem Wert sowie die praktische Anwendung von Abwägungsprinzipien in Konfliktsituationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, eine moralisch begründete Entscheidung in einer Zwangssituation zu treffen, die den egalitären Anspruch des Biozentrismus berücksichtigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine ethische Analyse auf Basis eines Fallbeispiels durchgeführt, wobei das Schema von Paul W. Taylor zur Anwendung von Entscheidungskriterien genutzt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in umweltethische Konzepte, die detaillierte Vorstellung von Taylors Biozentrismus und die konkrete Anwendung dieser Theorie auf das Rennrad-Fallbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Biozentrismus, inhärenter Eigenwert, Prinzip des geringsten Übels und ethische Kompensation.

Warum wird im Fallbeispiel gerade der Lumbricus badensis gewählt?

Die Wahl fällt auf diese Art, da sie endemisch und für das Ökosystem essenziell ist, was das Dilemma zwischen individueller Achtung und dem Schutz von Ökosystemen verdeutlicht.

Was versteht der Autor unter dem Prinzip der Kompensation?

Kompensation bedeutet für den Autor, bei notwendigen Eingriffen in die Natur, die man moralisch als gegen den Respekt für Natur stehend erkennt, einen Ausgleich zu schaffen – in diesem Fall durch Aufklärung und Bewusstseinsbildung.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Biozentrismus nach Paul W. Taylor
Untertitel
Eine umweltethische Untersuchung am Fallbeispiel Radrennfahrer gegen Tier
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Philosophisches Seminar)
Note
2,3
Autor
Florian Danker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
15
Katalognummer
V464368
ISBN (eBook)
9783668931039
ISBN (Buch)
9783668931046
Sprache
Deutsch
Schlagworte
biozentrismus paul taylor eine untersuchung fallbeispiel radrennfahrer tier
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florian Danker (Autor:in), 2017, Zum Biozentrismus nach Paul W. Taylor, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464368
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Leseprobe aus  15  Seiten
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