Besuch auf Schloss "Geomeo"

Einführung der geometrischen Formen "Viereck" und "Kreis" für die 3. Klasse


Unterrichtsentwurf, 2005

25 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Lehr- und Lernziele
1.1. Grobziele
1.2. Feinziele

2. Sachanalyse

3. Bedingungsanalyse
3.1. Beschreibung der Lerngruppe hinsichtlich der Stunde
3.2. Individuelle Lernvoraussetzungen hinsichtlich der Stunde

4. Verlaufsplanung

5. Anhang

Literatur

1. Lehr- und Lernziele

1.1. Grobziel

Die Schüler wiederholen und festigen die Begriffe Viereck, Dreieck und Kreis sowie deren Merkmale.

1.2. Feinziele

Kognitive Ziele:

Die Schüler sollen:

Vier-, Dreiecke und Kreise erkennen und benennen;

die Merkmale der geometrischen Formen Viereck, Dreieck und Kreis benennen und die Begriffe „gegenüberliegend“; „gleichlang“; Eckpunkt“ und „Seite“ dazu verwenden

die Gespensterformen den geometrischen Formen (Drei-, Viereck und Kreis) im Schloss und an der Tafel zuordnen;

die geometrischen Formen mit realen Abbildern auf dem AB verbinden;

Sprachheilpädagogische Ziele:

syntaktisch – morphologische Ebene:

Anregen von Satzbildung durch Satzmusterangebote in Form freien Sprechens zu den Gespenstern/ im Gespräch/ beim Auswertungsgespräch zur Ergebnisdarstellung (alle, bes. Ch., Philipp, J., S.)

korrektives Feedback (M., T., J., Ch.)

semantisch – lexikalische Ebene

Verstehenssicherungen durch Wiederholung der Aufgabenstellungen (K., J., S.)

Sprechfreude durch die Einstiegsgeschichte fördern, indem sich die Kinder frei zum Schloss äußern können (alle)

phonetisch – phonologische Ebene

korrektives Feedback (J., Ch.)

Anregen zur deutlicher Artikulation durch Lautgebärden (D., J., Ch.)

Sensomotorische Ziele:

Förderung der taktilen Wahrnehmung durch Ertasten der Formen im Säckchen (alle, bes. Philipp)

Soziale Ziele:

Anregung der Lernfreude und Motivation durch den Einstieg (alle, bes. K., Ch., D., Philipp)

Förderung gegenseitiger Rücksichtnahme und Unterstützung beim Partnerlernen (bes. Ch., I., V.)

Diagnostische Absichten:

Gelingt das Ertasten der Formen im Fühlsäckchen (Ch., S., J.)?

Gelingt die Zuordnung der Formen bzw. der Transfer der Bilder mit realen Gegenständen auf die geometrischen Formen an der Tafel (K., J.)?

2. Sachanalyse

Geometrie bedeutet wörtlich übersetzt Erdmessung und ist dem Griechischen entlehnt. Die ursprüngliche Bedeutung gibt Hinweise auf den Ursprung dieses mathematischen Teilgebiets. Meyers Taschenlexikon versteht unter Geometrie ein Teilgebiet der Mathematik, welches „sich mit der Größe, Gestalt, gegenseitiger Lage und Richtung von ebenen und räumlichen Figuren befasst“[1].

Geometrie kann in die euklidische, nichteuklidische Geometrie, Planimetrie, Stereometrie, sphärische, darstellende und analytische Geometrie untergliedert werden.

In der vorliegenden Stunde bilden die geometrischen Formen den Inhaltsschwerpunkt. Diese sind zur Planimetrie (Geometrie der Ebene) zu zählen.

Kreis

Der Kreis ist der geometrische Ort aller Punkte der Ebene, die von einem festen Punkt M den gleichen Abstand r haben. M ist der Mittelpunkt bzw. das Zentrum und r der Radius des Kreises. Jede Strecke, die den Mittelpunkt M mit einem Punkt des Kreises verbindet, wird ebenfalls als Radius bezeichnet. Durchmesser heißen diejenigen Strecken, die zwei Kreispunkte verbinden und dabei den Mittelpunkt enthalten[2] ().

Bezogen auf die vorliegende Unterrichtsstunde sind lediglich die charakteristischen Merkmale für die geometrische Form Kreis, d.h. dass dieser rund ist und keine Ecken aufweist, von Bedeutung.

Dreieck

Verbindet man drei Punkte nicht auf einer Gerade gelegene Punkte A, B, C, so entsteht ein ebenes Dreieck. Dabei werden die Eckpunkte mit A, B, C, die gegenüberliegenden Seiten mit a, b, c und die Innenwinkel mit a, b, g bezeichnet. Für das ebene Dreieck gilt immer der Satz von der Winkelsumme: a + b + g = 180°.

Man unterscheidet hinsichtlich der Winkelgröße in stumpfwinklige, rechtwinklige und spitzwinklige Dreiecke. Teilt man Dreiecke nach der Länge ihrer Seiten ein, ergeben sich drei verschiedene Arten:

- gleichschenklig (zwei Seiten sind gleich lang)
- gleichseitig (alle drei Seiten sind gleich lang, jeder Winkel beträgt 60°)
- beliebiges Dreieck (alle drei Seiten sind unterschiedlich lang).

Für die Schüler wird bei dieser Form der Ebene von Belang sein, dass sie drei Ecken und drei Seiten hat. Die verschiedenen Arten des Dreiecks werden nicht thematisiert.

Viereck

Das Viereck ist eine ebene Figur, die entsteht, wenn man vier Punkte A, B, C und D einer Ebene, von denen keine drei auf einer Geraden liegen, durch vier Strecken verbindet. Die Strecke AB nennt man die Seite a, die Strecke BC heißt Seite b, die Strecke CD wird als Seite c bezeichnet und die Strecke DA nennt man Seite d. Außer den vier Eckpunkten haben die vier Seiten keine weiteren gemeinsamen Punkte. Analog zum Dreieck bezeichnet man die vier Innenwinkel mit den kleinen griechischen Buchstaben a, b, g und d. Die Summe der Innenwinkel beträgt im Viereck immer 360°. Der Winkelgrad und die Länge der einzelnen Strecken können dabei unterschiedlich groß sein.

Sonderfälle des Vierecks:

Rechteck

Sind alle Innenwinkel eines Vierecks gleich groß, nämlich 90°, nennt man diese geometrische Figur Rechteck. Beim Rechteck sind zwei sich gegenüberliegende Seiten gleich lang und sie sind parallel.

Quadrat

Ein Quadrat ist ein Rechteck mit vier gleich langen Seiten. Die Diagonalen des Quadrats sind gleich lang, halbieren einander, sind rechtwinklig zueinander und teilen die Innenwinkel in zwei gleich große Hälften. Man bezeichnet das Quadrat als regelmäßiges Viereck, da es vier gleich lange Seiten und vier gleich große Winkel hat. Das Quadrat besitzt vier Symmetrieachsen (zwei Diagonalen und zwei Mittellinien) und ist punktsymmetrisch zum Mittelpunkt M.

Trapetz

Parallelogramm

Rhombus

In der vorliegenden Stunde wird nur das Viereck eine Rolle spielen. Dabei werden die rechten Winkel und die Diagonalen nicht thematisiert. Wichtig ist, dass die Schüler „vier Eckpunkte“ und „gleichlange gegenüberliegende Seiten“ als Merkmale des Vierecks erkennen.

Auf die Sonderformen Trapetz, Parallelogramm und Rhombus wird verzichtet, da sie noch nicht Gegenstand des Geometrieunterrichts in Klasse 3 sind.

3. Bedingungsanalyse

3.1 Beschreibung der Lerngruppe hinsichtlich der Stunde

In der Klasse lernen zurzeit 11 Kinder - vier Mädchen und acht Jungen. Heute sind 9 Schüler/Innen anwesend. Franziska befindet sich bis Dezember mit ihrer Mutter in einer Mutter – Kind – Kur. Philipp liegt diese Woche krank im Bett.

Zu Beginn des Schuljahres wurden Mi. und V. in der Klasse neu begrüßt. Mi. hat seine anfängliche Zurückhaltung abgelegt und sich in der Gruppe gut eingelebt. Gleiches gilt auch für V.. Sie war aber von Anfang an sehr kontaktfreudig und ging auf ihre Mitschüler zu.

Insgesamt ist die Zusammensetzung der Klasse hinsichtlich des Lernniveaus als sehr heterogen zu bewerten. Während D., Mi. und I. weitestgehend selbständig arbeiten können, brauchen besonders K., J., T. und S. individuelle Betreuung.

Die räumlichen Bedingungen machen Wochenplan - , Gruppen- und Projektarbeit möglich. Der Klassenraum ist groß, übersichtlich und hell. Die offenen Unterrichtsformen werden von den Schülern gern angenommen, da sie ihre Selbständigkeit fördert und auch das Selbstbewusstsein stärkt (bes. D.).

Hinsichtlich des Sozialverhaltens ist zu sagen, dass nach Einführung eines „Klassenvertrages“ zu Beginn des Schuljahres ein gesteigertes Unrechtsbewusstsein bei den Schülern zu bemerken ist. Die Schüler achten auf die Umgangsformen und teilen sich ihr Befinden auch gegenseitig mit. Bis auf K. und Ch. nehmen die meisten Kinder diese Umgangsregeln sehr gut an.

[...]


[1] vgl. Meyers Taschenlexikon Bd. 4, S. 59

[2] vgl. Duden, Rechnen und Mathematik, S.343

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Besuch auf Schloss "Geomeo"
Untertitel
Einführung der geometrischen Formen "Viereck" und "Kreis" für die 3. Klasse
Hochschule
Universität Rostock  (LISA Rostock)
Veranstaltung
Hospitation
Note
1,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
25
Katalognummer
V46446
ISBN (eBook)
9783638436373
ISBN (Buch)
9783638763905
Dateigröße
1767 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Durchgeführt im Hinblick auf die Prüfung zum 2. Staatsexamen in einer 3. Klasse an einem sonderpädagogischen Förderzentrum. Die Lerngruppe ist sehr heterogen, was das Lernniveau betrifft, ebenfalls die Störungsbilder.
Schlagworte
Besuch, Schloss, Geomeo, Hospitation
Arbeit zitieren
Katrin Niemann (Autor), 2005, Besuch auf Schloss "Geomeo", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46446

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Titel: Besuch auf Schloss "Geomeo"



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