Influencer Marketing und der Einfluss auf das Kaufverhalten


Hausarbeit, 2018
25 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis.

1. Einleitung

2. Marketing
2.1 Definition des Marketings
2.1.1 Entstehung des Marketings
2.1.2 Ziele des Marketings
2.2 Definition und Entstehung des Social Media Marketings
2.2.1 Influencer Marketing
2.2.2 Arten von Influencern

3. Konsumentenverhalten
3.1 Arten von Kaufentscheidungen
3.2 Einfluss von Influencern auf das Kaufverhalten
3.3 Chancen für Unternehmen
3.4 Praxisbeispiel „NA-KD“

4. Schlussteil

5. Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 Preisbildung am Markt

Abbildung 2 Was sind Influencer?

Abbildung 3 Kaufentscheidung durch Influencer

Abbildung 4 NA-KD Fashion

Abbildung 5 Iva Nikolina x NA-KD

1. Einleitung

Kreischende Teenager, wenn sie ihre Social Media Idole im realen Leben treffen –1 Das ist heute Normalität. Influencer haben viele tausende Fans und erlangen einen immer höheren Stellenwert in der Gesellschaft. Das Internet ist zu einer Art Austauschplattform geworden und ist heutzutage stark sozial geprägt.2 Unsere Kaufentscheidungen basieren auf Bewertungen oder Empfehlungen von Freunden und Bekannten.3 Social Media und vor allem das dadurch entstandene Influencer Marketing, bietet Unternehmen somit eine völlig neue Möglichkeit seine Produkte oder Dienstleistungen zu präsentieren und zu vermarkten.

Diese Arbeit beschäftigt sich speziell mit Influencer Marketing und wie es sich auf das Kaufverhalten der Konsumenten auswirkt. Es werden theoretische Grundlagen erläutert, wie das Social Media Marketing entstanden ist und was Influencer überhaupt sind. Es werden Chancen für Unternehmen aufgezeigt und mögliche Lösungsansätze erarbeitet.

2. Marketing

2.1 Definition des Marketings

Marketing wird als „Prozess im Wirtschafts- und Sozialgefüge“4 angesehen. Hierin sollen nicht nur die Bedürfnisse von Einzelpersonen, sondern auch von Gruppen befriedigt werden, „indem sie Produkte und andere Dinge von Wert erzeugen, anbieten und miteinander austauschen“.5 Diese Definition nach Kotler/Bliemel lässt sich sowohl auf das Marketing im ursprünglichen Sinne, als auch auf das moderne Marketing beziehen.

Während Marketing in den ersten Jahren der Nachkriegszeit als eine reine quantitative Maßnahme angesehen wurde6, ist es heutzutage als eine Art Philosophie zu verstehen, die den Kunden ohne Einschränkungen in den Mittelpunkt aller unternehmerischen Aktivitäten stellt. Nur wer den Kunden als wichtigsten Erfolgsfaktor des Unternehmens sieht, wird langfristig erfolgreich sein.7

2.1.1 Entstehung des Marketings

Die Nachfrage besteht heutzutage aus viel mehr als der eigentlichen Kaufkraft. Der heutige Markt hat sich von den sogenannten Verkäufermärkten, in denen es hauptsächlich darum geht die Produkte zum Konsumenten zu bringen, zu den Käufermärkten entwickelt, in denen Unternehmen ihre Struktur an den Bedürfnissen des Marktes und des Kunden ausrichten.8

Auf dem Verkäufermarkt ist die Nachfrage größer als das Angebot. Die Unternehmen haben hierbei häufig Probleme mit der Produktion sowie der Beschaffung und der Logistik.9 Während auf dem Käufermarkt ein weitaus größeres Angebot besteht als eine Nachfrage und der Käufer infolgedessen aus einer Vielzahl an Angeboten auswählen kann.10 Daher ist es für ein Unternehmen überaus wichtig dem Kunden darzustellen, wieso genau sein Produkt den Bedürfnissen des Konsumenten entspricht.

Abbildung 1 Preisbildung am Markt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: In Anlehnung an Rudolf, F., Schlichting L., Preisbildung, 2003, S.30

Der Trend zur immer stärkeren Individualisierung im modernen Markt, lässt sich sechs verschiedene Phasen aufgliedern.11 Die erste Phase begann in den 40er und 50er Jahren und galt als Phase der Produktionsorientierung auf dem Verkäufermarkt. Hier lag der Fokus auf der Massenproduktion. Gelang es einem Unternehmen die Befriedigung der Grundbedürfnisse der Konsumenten herzustellen, war das Unternehmen erfolgreich. In diesem Zeitraum wurde auch das Konzept des amerikanischen Forschers Rosser Reeves zum USP (Unique Selling Proposition)12 entwickelt. Demnach muss der Produktnutzen für die Konsumente so einzigartig sein, dass er durch Werbung nur noch bekräftigt werden muss.13

In den 60er Jahren kam es zu einer Verkaufs- bzw. Distributionsorientierung. Hier begann auch der Wandel, von den Verkäufer- zu Käufermärkten. Durch die zunehmende nationale Konkurrenz und Produktvielfalt, lag nun der Fokus darauf, die Produkte über den Handel direkt an den Konsumenten zu bringen. Die Unternehmen, denen es gelang ihren Absatz über ein solches Vertriebssystem zu generieren, erwiesen sich als erfolgreicher.14

Einen weiteren Wendepunkt erreichte das Marketing in den 70er Jahren. Die Unternehmen mussten durch Marktsegmentierung spezifische Kundenwünsche befriedigen und durch Positionierung ein Produkt, eine Marke oder ein Unternehmen in den Köpfen der Verbraucher unverwechselbar kennzeichnen.15 Wenn es einem Unternehmen so erstmal gelang sein Produkt zu etablieren, fiel es anderen Wettbewerbern extrem schwer ein vergleichbares Produkt zu positionieren.16

Die Phase der Wettbewerbsorientierung in den 80er Jahren beschäftigte sich primär mit der Schaffung einer emotionalen Positionierung des Produktes oder der Marke. Der USP wurde durch die Schaffung eines UAPs (Unique Advertising Proposition), also eine Art einzigartiges werbliches Versprechen, abgelöst und sollte ein Image beim Konsumenten erzeugen und festigen.17

So gewann es immer mehr an Bedeutung nicht nur die den rationalen Nutzen, wie etwa eine hohe Produktqualität oder einen niedrigen Preis, sondern den persönlichen Nutzen wie Genuss, oder sozialen Status zu betrachten.18

Eine weitere Herausforderung entwickelte sich in den 90er Jahre, als die Unternehmen feststellten, dass sich aufgrund neuester Trends und den sich immer schneller wandelnden technologischen, gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen die Bedürfnisse der Konsumenten ändern. Diese mussten rechtzeitig erkannt werden, damit darauf möglichst schnell reagiert werden konnte.19

Die letzte Phase, die bis heute anhält, ist die Hyperwettbewerbsphase und begann mit Anfang der Jahrtausendwende. Moderne Märkte sind durch hohe Wettbewerbsintensität, Austauschbarkeit der Produkte, schwaches Marktwachstum oder gesättigte Märkte sowie hybridem Konsumentenverhalten geprägt.20 Der deutsche Medien- und Kommunikationstheoretiker Norbert Bolz hat die Herausforderung für das Marketing in seinem Buch „Die Wirtschaft des Unsichtbaren“ wie folgt definiert: „Marketing ist der Kampf um die Aufmerksamkeit des Menschen – seine knappste Ressource […].“21

2.1.2 Ziele des Marketings

In der Literatur unterteilen sich die Ziele des Marketings hauptsächlich in zwei wesentliche Gruppen: die quantitativen (ökonomischen) Ziele und die qualitativen (psychologischen) Ziele.22

Nach eigenem Ermessen könnten einige Beispiele für quantitative Ziele wie folgt aussehen:

-Gewinnmaximierung
-maximale Rentabilität des Eigenkapitals
-Verbesserung der Liquidität
Im Gegenzug dazu könnten sich die qualitativen Ziele nach eigenem Ermessen folgendermaßen aufgliedern:
-Sicherung der Arbeitsplätze
-Steigerung der Kundenzufriedenheit
-Umweltschutz

Eine Abstimmung der Ziele, so wie diese miteinander in Einklang zu bringen, ist unbedingt notwendig um die Unternehmensziele überhaupt zu erreichen. Es muss beachtet werden, dass Interdependenzen mit anderen Teilbereichen im Unternehmen vorliegen können. Daher sollten die einzelnen Ziele der Teilbereiche wie beispielsweise Einkauf, Entwicklung oder Finanzen miteinander abgestimmt werden um eine Gesamtzielerreichung bei den Unternehmenszielen zu gewährleisten.23

...


1 Vgl. Hofer, J., Marketing, 2018, S.15.

2 Vgl. Weinberg, T., Strategien, 2010, S. XV

3 Vgl. Weinberg, T., Strategien, 2010, S. XV

4 Kotler, P., Bliemel, F., Marketing-Management, 1999, S. 8

5 Kotler, P., Bliemel, F., Marketing-Management, 1999, S. 8

6 Vgl. Kotler, P., Bliemel, F., Marketing-Management, 1999, S. 4

7 Vgl. Pepels, W., Praxis, 2009, S.1

8 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.10

9 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.10

10 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.10

11 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.11

12 Zu Deutsch: „einzigartiges Verkaufsversprechen

13 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.11

14 Vgl. Bruhn, M., Marketing, 2004, S. 16

15 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.12

16 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.12

17 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.12

18 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.13

19 Vgl. Bruhn, M., Marketing, 2004, S. 16

20 Vgl. Schnettler, J., Wernd, G., Marketing und Marktforschung, 2009, S.14

21 Bolz, N., Wirtschaft, 1999, S. 126

22 Vgl. Weis, H., Ziele, 2001, S. 26

23 Vgl. Weis, H., Ziele, 2001, S. 26

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Influencer Marketing und der Einfluss auf das Kaufverhalten
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Stuttgart
Note
1,7
Autor
Jahr
2018
Seiten
25
Katalognummer
V464521
ISBN (eBook)
9783668937680
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Marketing, Influencer Marketing, Social Media, Kaufverhalten
Arbeit zitieren
Cindy Russmann (Autor), 2018, Influencer Marketing und der Einfluss auf das Kaufverhalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464521

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