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Kants Kritik der reinen Vernunft. Raum und Zeit in der transzendentalen Ästhetik

Titel: Kants Kritik der reinen Vernunft. Raum und Zeit in der transzendentalen Ästhetik

Hausarbeit , 2017 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Martin Sievers (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„In der Mitte von allen hat aber die Sonne ihren Sitz.“ Durch diese Denkweise leitete Kopernikus eine neue Ära des menschlichen Weltbilds ein. Die Erde wurde nunmehr nicht als Mittelpunkt des Universums angesehen. Das heliozentrische Weltbild entstand. Diese massive Veränderung im Denken der Menschen wird auch als kopernikanische Wende bezeichnet. Eine ähnlich große Änderung des Denkens in einer Wissenschaft wurde von Kant vollzogen. Er leitete eine Wende in der Philosophie ein. Ähnlich Bedeutend wie die Änderung vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild, war eben auch die Wende vom Empirismus beziehungsweise Rationalismus zur Transzendentalphilosophie. Auch hier fiel der Begriff der kopernikanischen Wende bezogen auf die Philosophie. Auch wenn diese Bezeichnung von Kant selbst nicht vollzogen wurde, so ging er doch in der Vorrede der Kritik der reinen Vernunft auf Kopernikus und seine Errungenschaft ein. Ähnlich der Veränderung der Sichtweise auf die Verhältnisse der Planeten, Sterne und Sonne war es Kants Ziel die „Anschauung der Gegenstände“ in der Metaphysik zu verändern. Dieser Ansatz läutete den Beginn der modernen Philosophie ein. Die Kritik der reinen Vernunft, Kants erste von drei Kritiken, ist einer der meist diskutierten philosophischen Werke.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziel und Aufbau der Kritik der reinen Vernunft

3. Die Transzendentale Ästhetik

3.1. Raum

3.2. Zeit

3.3. Dinge an sich

4. Diskussion der Erörterung Kants über Raum und Zeit

5. Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Schlüssigkeit und Vollständigkeit von Kants Ausführungen zu Raum und Zeit in der „Transzendentalen Ästhetik“. Im Fokus steht dabei die kritische Auseinandersetzung mit der sogenannten Trendelenburgschen Lücke sowie die Prüfung der Frage, ob Raum und Zeit tatsächlich ausschließlich als subjektive Anschauungsformen a priori gelten können oder ob Kant die Möglichkeit ihrer Realität an den Dingen an sich unzureichend behandelt hat.

  • Kants kopernikanische Wende und die Transzendentalphilosophie
  • Struktur der Kritik der reinen Vernunft
  • Metaphysische und transzendentale Erörterung von Raum und Zeit
  • Kritik an Kants Beweisführung (Trendelenburgsche Lücke)
  • Diskussion über die Erkennbarkeit der Dinge an sich

Auszug aus dem Buch

3.1 Raum

Zunächst unterscheidet Kant den äußeren und inneren Sinn. Mithilfe des äußeren Sinns können Menschen sich Gegenstände außerhalb sich selbst und im Raum vorstellen. Durch den inneren Sinn kann das Gemüt oder der innere Zustand angeschaut werden und im Verhältnis der Zeit geordnet werden. Zuerst erörtert Kant den Begriff des Raumes im metaphysischem Sinne. Dem deutschen Philosoph geht es hier um die Darstellung, was dem Raum a priori gegeben ist.

Der Raum könne laut Kant nicht aus der Abstraktion der Erfahrung gewonnen werden. Ein Mensch kann sich zum Beispiel nur einen Gegenstand an verschiedenen Orten vorstellen, wenn er die Vorstellung des Raumes bereits besitzt. Ohne die Vorstellung des Raumes kann demnach kein Gegenstand gedacht werden. Demnach ist uns die Vorstellung des Raumes a priori gegeben und dient als Quelle der Erfahrung, denn alle äußeren Wahrnehmungen liegen (dies ist Kants zweite Einsicht) dem Raum zu Grunde. Ein Raum kann ohne Gegenstände gedacht werden, ein Gegenstand aber nicht ohne Raum. Damit sei bewiesen, dass der Raum a priori gegeben ist. Der Raum ist also eine notwendige Voraussetzung für Erscheinungen. Kants dritter Punkt zum Raum besagt, dass ein Raum nur einzig vorgestellt werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert den Übergang von Empirismus und Rationalismus zur Transzendentalphilosophie und führt Kants Ziel ein, die „Anschauung der Gegenstände“ neu zu bestimmen.

2. Ziel und Aufbau der Kritik der reinen Vernunft: Das Kapitel beschreibt Kants Vorhaben, synthetische Urteile a priori zu beweisen, und gibt einen Überblick über die transzendentale Elementarlehre sowie die Rolle der Sinnlichkeit.

3. Die Transzendentale Ästhetik: Hier werden Raum und Zeit als notwendige, reine Formen der sinnlichen Anschauung definiert, die eine fundamentale Voraussetzung für jede Erfahrung bilden.

3.1. Raum: Dieses Unterkapitel analysiert Kants metaphysische und transzendentale Erörterungen des Raumes, insbesondere dessen Eigenschaft als Bedingung für äußere Erscheinungen.

3.2. Zeit: Es wird dargelegt, warum Zeit a priori gegeben ist und als Form des inneren Sinnes die notwendige Voraussetzung für die Wahrnehmung von Veränderungen bildet.

3.3. Dinge an sich: Das Kapitel differenziert zwischen Erscheinungen, die durch unsere Sinnlichkeit zugänglich sind, und den für den Menschen nicht erkennbaren Dingen an sich.

4. Diskussion der Erörterung Kants über Raum und Zeit: Kritische Auseinandersetzung mit der Trendelenburgschen Lücke und der Frage, ob Kant die Möglichkeit einer Realität von Raum und Zeit an den Dingen an sich logisch ausgeschlossen hat.

5. Abschließende Bemerkungen: Ein Fazit, das festhält, dass Kants Argumente trotz ihrer Bedeutung für die Theorie insgesamt Lücken in der Beweisführung aufweisen.

Schlüsselwörter

Kant, Kritik der reinen Vernunft, Transzendentale Ästhetik, Raum, Zeit, Anschauung, Sinnlichkeit, Kopernikanische Wende, Trendelenburgsche Lücke, Dinge an sich, Transzendentaler Idealismus, Empirismus, Rationalismus, A priori, Erkenntnistheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer kritischen Analyse der transzendentalen Ästhetik innerhalb von Kants „Kritik der reinen Vernunft“.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Definition von Raum und Zeit als reine Anschauungsformen und die erkenntnistheoretische Grenze gegenüber den „Dingen an sich“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob Kants Argumentation hinsichtlich der Subjektivität von Raum und Zeit sowie deren Unabhängigkeit von den Dingen an sich logisch schlüssig und vollständig ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine analytische Textuntersuchung sowie eine Auseinandersetzung mit fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur zu Kants Werk durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Struktur von Kants Philosophie, die Untersuchung von Raum und Zeit in der Ästhetik und eine intensive Diskussion potenzieller logischer Lücken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Transzendentale Ästhetik, Anschauungsform, Trendelenburgsche Lücke, Dinge an sich und Erkenntnistheorie.

Was genau ist die „Trendelenburgsche Lücke“?

Die Trendelenburgsche Lücke bezeichnet den Vorwurf, dass Kant die Möglichkeit, dass Raum und Zeit sowohl dem menschlichen Subjekt als auch den Dingen an sich zukommen könnten, nicht ausreichend geprüft oder logisch ausgeschlossen hat.

Warum bezieht sich der Autor explizit auf die zweite Auflage der Kritik der reinen Vernunft?

Die Bezugnahme auf die zweite Auflage erfolgt, um eine einheitliche Grundlage für die zitierten Argumentationen und die darauf aufbauende methodische Kritik sicherzustellen.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kants Kritik der reinen Vernunft. Raum und Zeit in der transzendentalen Ästhetik
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,3
Autor
Martin Sievers (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
21
Katalognummer
V464640
ISBN (eBook)
9783668933590
ISBN (Buch)
9783668933606
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kants kritik vernunft raum zeit ästhetik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Sievers (Autor:in), 2017, Kants Kritik der reinen Vernunft. Raum und Zeit in der transzendentalen Ästhetik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464640
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