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Die gegenwärtige Konnotation des Heimatbegriffes im Kontext der Wörter "Islamisierung" und "Überfremdung"

Titel: Die gegenwärtige Konnotation des Heimatbegriffes im Kontext der Wörter "Islamisierung" und "Überfremdung"

Hausarbeit , 2018 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Johann Faust (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit wird lediglich den gegenwärtigen medialen Umgang mit dieser Thematik analysieren. Konkret soll untersucht werden, wie die Konnotation des Heimatbegriffes im Kontext der Wörter Islamisierung und Überfremdung beeinflusst wird. Die Analyse wird anhand des Korpus-Recherchesystems DWDS realisiert, und beschränkt sich dabei lediglich auf alle Artikel der Korpusquelle der Zeitung "Die Zeit", die zwischen den Jahren 2010 und 2018 publiziert wurden.

Insbesondere soll auf die rechtspopulistische Konnotation des Heimatbegriffes eingegangen werden, und aus aktuellem Anlass sollen in diesem Zusammenhang die Wörter "Islamisierung" und "Überfremdung" betrachtet werden, da diese durch ihre pejorative Assoziation den Heimatbegriff stark beeinflussen.

Systematisch wird vorerst die Fragestellung und die Hypothese dieser Arbeit formuliert. Anschließend wird die Arbeitsmethode erläutert, um daraufhin die detaillierte Korpusanalyse zu vollziehen. Zum Schluss werden die Forschungsergebnisse zusammengefasst und in den Zusammenhang der Fragestellung eingeordnet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fragestellung und Hypothese

3. Methode

3.1 Korpus-Recherchesystem: DWDS

3.2 Suchsyntax und Analysemethode

3.3 Trefferanalyse

4. Analyse

4.1 Ergebnisse zu E1: Islamisierung

4.2 Ergebnisse zu E2: Überfremdung

4.3 Ergebnisse zu E3 und E4

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den medialen Wandel der Konnotation des Heimatbegriffes im Zeitraum von 2010 bis 2018. Im Fokus steht dabei die Frage, inwieweit die Begriffe „Islamisierung“ und „Überfremdung“ den Heimatbegriff im Zeitkorpus der Zeitung DIE ZEIT beeinflussen und ob sie zur Verbreitung rechtspopulistischer Sichtweisen beitragen.

  • Linguistische Analyse des Einflusses politischer Schlüsselbegriffe auf den Heimatbegriff
  • Untersuchung der rechtspopulistischen Umdeutung von „Heimat“
  • Kombination von quantitativer Korpusrecherche (DWDS) und qualitativer Inhaltsanalyse
  • Analyse der Rolle von Medien bei der gesellschaftlichen Wahrnehmung politischer Terminologie
  • Identifikation von semantischen Mustern wie Hyponymen und emotionalisierten Begriffskontexten

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl!“ Diese Charakterisierung des Heimatbegriffes stammt aus dem Jahr 2000, und wurde von Herbert Grönemeyer, einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Sänger unserer Zeit, publiziert. Spätestens seit Beginn der PEGIDA Demonstrationen im Jahr 2014 und dem Einzug der AFD in den Bundestag wird der Heimatbegriff im politisch-gesellschaftlichen Zusammenhang wieder kontrovers diskutiert. Dabei inszenieren die Rechtspopulisten ihre Vorstellung des Heimatbegriffes auf zahlreichen Plakaten der PEGIDA oder diverser rechtspopulistischer Parteien. Parolen wie „Heimatschutz statt Islamisierung!“ oder „Gegen Islamisierung und Überfremdung“, sind nur einige wenige Beispiele, die die Grundhaltung der Rechtspopulisten veranschaulichen. Im Gegensatz zu einer progressiven Konnotation des Heimatbegriffes, die primär positive Gefühle in der Heimatbeschreibung hervorhebt, nutzen die Rechtspopulisten den Heimatbegriff, um sich von Migrantengruppen auszugrenzen und alles Fremde als Bedrohung zu definieren.

Aus linguistischer Perspektive formt die Sprache das Bewusstsein der Menschen. Folglich tragen alle Wörter und Wortassoziationen, die ein Individuum nutzt, dazu bei, das jeweilige Weltbild zu formen und nachhaltig zu prägen. Dabei wird insbesondere der politische Sprachgebrauch täglich über die Medien verbreitet und hat demnach einen großen Einfluss auf die Denkstrukturen einer Gesellschaft. Wolfgang Bergsdorf schreibt hierzu: „Jeder der über Politik spricht, beteiligt sich an der politischen Auseinandersetzung im Felde der Sprache und wirkt mit seinem Verständnis politischer Begriffe ein auf den Prozess ihrer inhaltlichen Stabilisierung oder Veränderung.“ Durch diese Beschreibung lässt sich ein Wirkungsdreieck politischer Sprachakteure herleiten, welches sich gebündelt aus den politischen Parteien, den Medien und den Individuen einer Gesellschaft formt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Kontroverse um den Heimatbegriff ein und thematisiert dessen zunehmende politische Instrumentalisierung durch rechtspopulistische Akteure.

2. Fragestellung und Hypothese: Das Kapitel definiert das Forschungsziel, den Einfluss von „Islamisierung“ und „Überfremdung“ auf das Heimatverständnis im Zeitkorpus 2010–2018 zu prüfen.

3. Methode: Es wird die Vorgehensweise erläutert, welche das DWDS-Recherchesystem nutzt, um sowohl quantitative Verlaufskurven als auch qualitative Textanalysen durchzuführen.

4. Analyse: Die Analyse wertet die Korpusdaten aus und zeigt auf, wie durch die Kombination von Begriffen wie „Islamisierung“ und „Überfremdung“ eine rechtspopulistische Konnotation von Heimat erzeugt wird.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt eine deutliche Zunahme der problematischen Begriffsverwendungen und empfiehlt eine Erweiterung der Analyse durch sozialpsychologische und breitere mediale Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Heimatbegriff, Islamisierung, Überfremdung, Rechtspopulismus, DWDS, Korpusanalyse, Medienlinguistik, politische Sprache, Identität, Diskursanalyse, Konnotation, Wortassoziationen, Flüchtlingskrise, AFD, PEGIDA.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich der Heimatbegriff durch seine Verknüpfung mit politisch aufgeladenen Wörtern wie „Islamisierung“ und „Überfremdung“ in der medialen Berichterstattung der Zeitung DIE ZEIT zwischen 2010 und 2018 verändert hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die linguistische Analyse politischer Sprache, die Rolle der Medien bei der gesellschaftlichen Meinungsbildung und die rechtspopulistische Umdeutung von Begriffen im Kontext von Migration und Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie die Begriffe „Islamisierung“ und „Überfremdung“ dazu genutzt werden, das Heimatverständnis in der Gesellschaft negativ zu beeinflussen und Ängste zu schüren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine methodische Kombination aus quantitativer Korpusrecherche mittels des DWDS-Systems und einer qualitativen Analyse ausgewählter Zeitungsartikel durchgeführt.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Auswertung der Suchergebnisse zu „Islamisierung“ und „Überfremdung“ sowie der Identifikation von Hyponymen des Heimatbegriffes in einem negativen politischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Heimatbegriff, Korpusanalyse, Rechtspopulismus, politischer Sprachgebrauch und Diskursanalyse charakterisieren.

Warum wurde explizit die Zeitung DIE ZEIT als Korpusquelle gewählt?

Die Wahl fiel auf die ZEIT, da es sich um eine überregionale Wochenzeitung mit liberaler Grundausrichtung handelt, die trotz ihrer politischen Ausrichtung die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung abbildet.

Welche Rolle spielen „Pseudotreffer“ in der Analyse?

Pseudotreffer bezeichnen Ergebnisse, die zwar die Suchbegriffe enthalten, aber in einem irrelevanten Kontext (z.B. historische Berichte zum 20. Jahrhundert oder fiktionale Literatur) stehen und daher zur Sicherung der Validität aussortiert wurden.

Welche Bedeutung haben die sogenannten Hyponyme in dieser Studie?

Hyponyme wie „Kultur“, „Volk“ oder „Identität“ dienen als Stellvertreter für den Heimatbegriff und ermöglichen es, auch ohne die explizite Nennung des Wortes „Heimat“ eine rechtspopulistische Konnotation zu transportieren.

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Details

Titel
Die gegenwärtige Konnotation des Heimatbegriffes im Kontext der Wörter "Islamisierung" und "Überfremdung"
Hochschule
Universität Mannheim
Veranstaltung
Linguistische Analysen von Streit und Konflikt
Note
1,3
Autor
Johann Faust (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
16
Katalognummer
V464739
ISBN (eBook)
9783668927063
ISBN (Buch)
9783668927070
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Islamisierung Heimat Sprachwissenschaft Überfremdung Die Zeit Zeitung Sprachforschung Germanistik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johann Faust (Autor:in), 2018, Die gegenwärtige Konnotation des Heimatbegriffes im Kontext der Wörter "Islamisierung" und "Überfremdung", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/464739
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Leseprobe aus  16  Seiten
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