"Gestatten: Sigmund Freud - Kybernetiker und Konstruktivist"

Kybernetik - Psychoanalyse - Konstruktivismus - Kunst


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2005
52 Seiten

Leseprobe

1. Einleitung

Im Grunde war Sigmund Freud – ohne es zu wissen – Kybernetiker, Systemtheoretiker und Konstruktivist. Seine binär codierten Psycho-Systeme ICH, ÜBER-ICH, ICH-IDEAL und ES, sprechen diesbezüglich eine ebenso eindeutige Sprache wie sein Strukturdeterminismus. Ganz zu schweigen davon, dass die Bedeutung der Psychoanalyse non modo in ihrer analytischen, sed etiam in ihrer synthetisch-kybernetischen Potenz liegt. Denn: „Nach der Analyse des kranken Seelenlebens muß die Synthese desselben folgen!“ (FREUD 1919/242) Vornehmliche Aufgabe der Psychoanalyse ist die Reintegration eines fragmentierten, zerrissenen Seelenlebens in ein kohärentes und konsistentes System. (FREUD ebd.)

Um den Leser in die interdisziplinäre Materie einzuführen, beginne ich mit einem kurzen Abriss verschiedener psychoanalytischer Schulrichtungen und skizziere dann die wesentlichen Grundlagen der Kybernetischen Systemtheorie. Deutlich gemacht wird unter anderem, dass Systeme, egal ob Gehirn, Psyche, Bewusstsein, Unterbewusstsein oder Körper

- erst durch Unterscheidung, Differenzierung, Abgrenzung von einer Umwelt ihre spezifische Identität erhalten, zugleich aber hochkomplexe Beziehungen zur Umwelt unterhalten. Systeme sind offen und geschlossen zugleich.
- auf zwei phänomenologischen Ebenen operieren: Struktur- und Prozessebene. Beide stehen zueinander in Kontiguität, wie Stabilität und Dynamik, Beständigkeit und Wandel.
- primär mit Eigenwerten/Eigenzuständen/Eigenerlebnissen: letztlich Eigen-informationen arbeiten.
- eigensinnige Informations-Verarbeitungs-Organisationen sind, die ihre eigene Welt konstruieren und mehr oder weniger rigoros stabilisieren.
- nicht direkt von außen beeinflussbar sind, sondern nur indirekt durch Störung und Irritation.

Kapitel vier dokumentiert an vielen Beispielen und Freud-Zitaten die verblüffenden Übereinstimmungen zwischen psychoanalytischem und kybernetischem Denken.

Zum Schluss wird das Quartett Kunst/Kunstwerk/Kommunikation/Kunst-Wirkung aus Sicht der Kybernetischen Psychoanalyse begrifflich spezifiziert und eine entsprechende Darlegung über Produktion, Ambition und Rezeption von Kunst vorgenommen.

Kunst ist im Grunde ein doppelter Konstruktions- und Erlebnisprozess, weil sich das Kunstwerk zunächst als Erlebniskonstrukt in der quadrophonen Psyche des Kunstschaffenden konstituiert und später – nach Überführung in den öffentlichen Raum von Galerien, Museen u. ä. – von ebenfalls quadrophonisch strukturierten Kunst-Interessenten auf eigensinnige Weise rekonstruiert und erlebt wird.

Kunstrezeption ist, selbst wenn sie sich in der Öffentlichkeit vollzieht, letzten Endes reines Privat-Unterfangen. Denn die individuell wahrgenommenen Erscheinungsformen von Welt und allem, was dazu gehört, unsere psychische Realität, ist eine Existenzform sui generis, die mit der äußeren Realität nicht notwendigerweise übereinstimmt. (FREUD 1900/587) Jeder Kopf konstruiert seine eigene Wirklichkeit und es ist eine gefährliche Wahnidee – Orwell würde von think crime sprechen –, die eigene Wirklichkeit für die Wirklichkeit schlechthin zu halten.

2. Psychoanalytische Theorien

Psychoanalyse ist nicht Psychoanalyse. Ein paradoxer Hinweis darauf, dass seit ihrer Entwicklung durch Sigmund Freud (1856-1939) eine kaum zu überblickende Vielzahl von psychoanalytischen Schulen und Splittergruppen das Licht der Welt erblickt haben. Unter anderem:

Die Individualpsychologie von Alfred Adler, Arzt und Freud-Schüler: Seine Neurosentheorie basiert hauptsächlich auf Organ-Minderwertigkeiten und deren Kompensation. Darüber hinaus postulierte Adler, anders als Freud, einen Macht- und Geltungstrieb, der maßgeblich das Verhalten steuert. Zum neueren Stand der Individualpsychologie siehe Brunner (1995).

Die analytische (komplexe) Psychologie von C. G. Jung, Psychiater aus der schweizerischen Nervenheilanstalt Burghölzli, auch er einstiger Freud-Adept:

Ebenso wie bei Freud und Adler stehen bei Jung Analyse und Erkenntnis unbewusster Prozesse im Mittelpunkt. Anders als sein Ziehvater zeichnet sich der Schweizer allerdings weniger durch exakte Empirik aus, als durch ausgeprägten Hang zum Metaphysisch-Mystischen. Seine Theorie der Archetypen, als anthropologische Konstanten psychischen Erlebens verstanden, die er basierend auf dem Studium primitiver Völker entwickelte, macht das besonders deutlich.

Die Bezeichnung »Komplexe Psychologie« ist auf die Technik seiner Assoziationsexperimente zurückzuführen. Dabei nannte er ein bestimmtes Wort, auf das der Patient so schnell wie möglich reagieren sollte. Reaktionsgeschwindigkeit und -qualität betrachtete Jung als Indikatoren für unbewusste Erfahrungsstrukturen, die er Komplexe nannte.

Kleinianische Psychoanalyse: Tief verwurzelt im Freud‘schen Gedankengut hat sich Melanie Klein vornehmlich auf die Analyse von Kindern spezialisiert. Da selbige noch nicht über differenzierte Artikulationsfähigkeiten verfügen, basieren Kleins Beobachtungen in erster Linie auf kindlichem Spielverhalten als Ausdrucks-Äquivalent zur freien Assoziation des erwachsenen Analysanden.

Melanie Klein fand heraus, dass Kleinkinder über eine ausgeprägte Vorstellungswelt verfügen, in der Allmachts- und Ohnmachtsgefühle, geliebte und gehasste Introjekte und triebgesteuerte Fantasie-Projektionen von fundamentaler Bedeutung sind.

Die Trauma-Psychologie von Freud-Schüler Otto Rank: Für ihn war das Geburtstrauma, die Trennung vom versorgenden und beschützenden Mutter-Körper, der Ursprung allen neurotischen Übels. Ein »Wiedererleben« dieses traumatischen Vorgangs im analytischen Setting soll selbstheilende Wirkung haben.

Heilung ist im Übrigen immer Selbstheilung und Krankheit stets ein Versuch der Selbstheilung. „Der Patient selbst ist der Arzt. Der Arzt ist nur der Helfer”, sagte schon Hippokrates. Eine Aktualisierung Rank‘scher Gedanken findet sich bei Grof (1991, 1997).

Die Primär- oder Urschrei-Therapie von Arthur Janov: Ähnlich Otto Rank betrachtet er Neurosen als symbolische Verhaltensformen, die der Abwehr schmerzhafter Kindheits-Traumata dienen. Indem sie therapeutisch noch einmal durchlitten und in einer emotionalen Vollentladung herausgeschrien werden (Urschrei), kann die allseits erhoffte Selbstheilung in Kraft treten.

Die Bioenergie-Lehre von Freud-Schüler Wilhelm Reich: Reich interessierte sich mehr für die physischen Auswirkungen psychischer Störungen: also für Psychosomatik. Er erkannte einen Zusammenhang zwischen neurotischen Störungen, dysfunktionalen Atemmustern und Muskelverhärtungen, die den Fluss der Bioenergie (die Chinesen sprechen von Ch´i) blockieren. Dafür prägte er den Begriff »Charakterpanzer«. Ziel der Reich‘schen Therapie, von seinem Schüler Alexander Lowen später Bioenergetik genannt, ist das Aufbrechen des Charakterpanzers, um ein freies Pulsieren der Lebensenergie zu ermöglichen.

Psychoanalytische ICH-Psychologie: Die unter anderem von H. Hartmann, A. Freud, Ch. Brenner, D. Rapaport, A. Mitscherlich, J. Arlow, J. McDougall und Merton M. Gill vertretene psychoanalytische ICH-Psychologie knüpft an die Freud‘sche Strukturtheorie – auch als ICH-Psychologie bezeichnet – an, pointiert aber noch stärker die Interaktions- und Objektbeziehungen zwischen Individuum und Umwelt.

Objektbeziehungstheorie: Entwickelt in den späten 1960er Jahren von ICH-psychologischen Psychoanalytikern (Kernberg 1966, 1993), liegt das Augenmerk der Objektbeziehungstheoretiker, zu denen neben O. Kernberg zum Beispiel M. Balint, D. W. Winnicott und J. und A.-M. Sandler gehören, ähnlich den ICH-Psychologen, auf sozialen Interaktionsbeziehungen.

In der Forschungstradition des symbolischen Interaktionismus sieht die Objektbeziehungstheorie individuelles Verhalten als Funktion eines sozio-kulturellen Sinn-Kosmos, in dem verbale und nonverbale Stimuli, mutuale Erwartungen, persönliche Beziehungsdefinitionen und Bedeutungs-Zuschreibungen eine wichtige Rolle spielen.

Selbstpsychologie: Dieser von Heinz Kohut (1973/1989) begründete psychoanalytische Ansatz wird von dem Gedanken getragen, dass Persönlichkeitsstörungen, Entwicklungsblockaden, Depressionen u. ä. auf frühen narzisstischen Kränkungen durch unempathische Selbstobjekte (Eltern) basieren. Ähnlich wie die klientenzentrierten Gesprächspsychotherapeuten in der Tradition von Carl Rogers sehen Kohut und seine Adepten die vornehmliche Aufgabe des Therapeuten darin, sich als ideales Selbstobjekt zur Verfügung zu stellen. Das ermöglicht dem Patienten, infantile Struktur-Defekte und negative Primärerfahrungen im Hier-und-Jetzt durch den Glanz im Auge des Analytikers zu kompensieren und ein reifes, stabiles Selbst zu entwickeln.

Erich Fromm, Karen Horney, Kurt R. Eissler, Fritz Perls, Wilfred R. Bion, L. Szondi, Jacques Lacan, Mario Erdheim und Georges Devereux sind weitere Namen, mit denen sich bestimmte psychoanalytische und psychotherapeutische Auffassungen verbinden. Ihre schier unerschöpfliche Breite macht es zwingend erforderlich, zu fokussieren. Ich beziehe mich selbstredend auf Freud und präferiere ansonsten die aktuellen ICH-Psychoanalytiker. Freud + ICH-Psychoanalyse + Kybernetische Systemtheorie = Kybernetische Psychoanalyse. Wobei das bewusste ICH den Kybernetes (Steuermann) spielen wird.

3. Kybernetik und Konstruktivismus

„Indem sich Leben entwickelte, gab es Anstoß zu immer

komplexeren Formationen - komplexeren Organismen,

komplexeren morphologischen, psychologischen und

sozialen Strukturen.” Helm Stierlin (1975)

System, Struktur, Prozess, Funktion, Leistung, Komplexität, Autopoiesis, Selbstorganisation, Sinn, Umwelt, Unterschied, Rückkoppelung, Beobachtung: Auf diesen begrifflichen Eckpfeilern basiert die Kybernetische Systemtheorie. Alle Begriffe stehen miteinander in Wechselwirkung: einer kann ohne den anderen nicht sein. Systeme bestehen aus Strukturen, diese wiederum aus Funktionselementen – z. B. aus Zellen, Informationen, Erlebnissen –, die in autopoietischer Eigensinnigkeit zweckdienliche Leistungen zur Lebenserhaltung oder zur Selbststabilisierung des Systems erbringen.

Systeme setzen immer einen Unterschied in die Welt, sie grenzen sich nach außen ab. They make a difference which makes a difference.

Je komplexer ein System ist, je größer sein Funktions- und Leistungsspektrum, desto ausgeprägter die Differenzierung nach innen: die Binnendifferenzierung. Man denke an ein Industrieunternehmen, das mit zunehmender Größe immer neue, relativ autonome, sich selbst organisierende und verwaltende Unterabteilungen einrichtet, die alle unterschiedliche Aufgaben erfüllen und nach ganz bestimmten Sinn- und Kompetenz-Parametern handeln; was nicht selten zu kommunikativen Missverständnissen und dysfunktionalen Rückkoppelungsprozessen zwischen den Abteilungen führt.

Da wird dann oft ein externer Unternehmens-Berater oder Organisations-Psychologe ins Haus geholt, der aus neutraler Beobachter-Position heraus Restrukturierungs- und Koordinationsleistungen erbringen soll, mit dem Ziel, die innerbetrieblichen (intra-systemischen) Dysfunktionen aus der Welt zu schaffen und die Firma wieder fit zu machen.

Komplexitätszuwachs und Systemdifferenzierung zeigt auch die Evolutionsgeschichte: Vor etwa drei Milliarden Jahren entwickelten sich dank förderlicher Umweltbedingungen aus sogenannten Einzellern (Protozoen) mehrzellige Lebewesen (Metazeller), zu denen die vor vier Millionen Jahren auf der Bildfläche erscheinenden Australopithecien (unsere Vorläufer) gehören, deren Vorteile nicht nur in der schieren Größe, sondern insbesondere in den zellularen Funktions-Spezialisierungen zu sehen sind. Folge war eine vorher undenkbare Potenzierung von Fähigkeiten und Möglichkeiten, die eine zunehmend perfekte Umwelt-Anpassung erlaubten. Darwin sprach vom Survival of the fittest.

Je mehr Möglichkeiten einem System zur Verfügung stehen, desto störanfälliger ist es zwar einerseits; desto besser aber kann es andererseits auf fluktuierende Umwelt-Anforderungen reagieren und desto größer sind demzufolge seine Überlebenschancen. Das gilt nicht nur für Zellkulturen, sondern ebenso für Industrieunternehmen und für das Multi-Subsystem-System »Mensch«.

Psychische und soziale Systeme

Neben psychischen und unzähligen anderen gibt es in der Systemtheorie soziale Systeme, deren Strukturelemente aus Kommunikationen und Handlungen bestehen. Soziale Systeme zeichnen sich durch ein In-der-Sprache-sein und/oder durch Gemeinschaftshandeln aus.

Psychische Systeme dagegen können weder handeln noch sprechen, sondern nur denken und wahrnehmen. Sie sind durch ein Im-Denken- und Im-Wahrnehmen-sein gekennzeichnet, und operieren laut Luhmann ausschließlich mit bewussten Gedanken und Vorstellungen. Wogegen Freud und alle Psychoanalytiker entschieden Einspruch erheben würden; schließlich besteht die Psyche zu einem wesentlichen Teil aus unbewussten Prozessen. Aber lassen wir das für den Moment dahingestellt.

Beide Systemarten sind durch das Medium »Sprache« miteinander gekoppelt und beiden gemeinsam ist ihre Sinn-Steuerung; es sind Sinnsysteme .

Definitorisch auf den Punkt gebracht: Ein soziales System ist ein sinngesteuerter Kommunikationszusammenhang oder ein kommunikativer Sinnzusammenhang, der sich von anderen kommunikativen Sinnzusammenhängen unterscheidet. Ergo ist ein psychisches System ein Sinnzusammenhang von Gedanken und Vorstellungen, die sich von anderen sinnvernetzten Gedanken und Vorstellungen im eigenen und in fremden Köpfen abgrenzen.

Kurz und bündig und allgemein formuliert ist »System« eine unterscheidbare elementare Sinnstruktur oder leicht variiert: eine durch Sinngebung aufgebaute und stabil gehaltene Innen-Außen- (System-Umwelt-/Selbstreferenz-Fremdreferenz-) Differenz.

Differenzierung, Abgrenzung, Unterscheidung von einer Umwelt ist Voraussetzung zur Ausbildung von Identität und Selbstständigkeit. Exemplarisch das Neugeborene, das bis ca. zum 20. Lebensmonat noch kein begriffliches Identitäts-Bewusstsein hat. „Zeitlich ist der Körper vor dem Geist, dem Bewußtsein, da,” das als Wechselwirkungsprozess zwischen Wahrnehmung, Begriffsbildung und Gedächtnis verstanden werden kann. (POPPER/ECCLES 1989/151, EDELMAN 1995)

Beobachter erster und zweiter Ordnung

Der Säugling reift zur selbstbewussten Persönlichkeit, indem er die anfangs auch postnatal erlebte Einheitsillusion mit der Erfahrungswelt im Allgemeinen und mit der Mutter im Besonderen, allmählich transzendiert und zwischen sich und Umwelt differenziert. Wenn es soweit ist und er sich als eigenständiges Wesen wahrnimmt, ist er zum Beobachter seiner selbst – zum Selbstbeobachter – und damit zum Beobachter zweiter Ordnung geworden. Anders als der Beobachter erster Ordnung, der ein Beobachter von Dingen und Zeichen ist und sich von dem, was er beobachtet, nicht unterscheidet, beobachtet der Beobachter zweiter Ordnung auch die Beobachtungsprozeduren anderer Beobachter.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur Veranschaulichung:

Ein Maler, der malt, ein Komponist, der komponiert oder ein Schriftsteller, der schreibt, wären beim unmittelbaren Schaffensprozess, der sie sozusagen »eins« werden lässt mit ihrem Opus, Beobachter erster Ordnung, während sie bei jeder reflektierenden, vergleichenden und bewertenden Unterbrechung ihres Tuns zur »zweiten« Beobachterkategorie gehören. Wie der Beobachter des malenden Malers, des komponierenden Komponisten und des schreibenden Schriftstellers.

Innen und außen

Innen-außen-Differenzen gibt es nicht nur zwischen verschiedenen Systemen im Sinne von: Innen, das bin ich, und außen, das bist du oder: Ich Hopi, du Aborigines. Jeder steckt in seiner Haut. That's the difference. Grenzen oder Umwelten existieren ebenfalls innerhalb eines Systems. Der menschliche Körper zum Beispiel ist Umwelt für Gehirn und Psyche; das Gehirn ist Umwelt für Psyche und Körper; die Psyche ist Umwelt für Gehirn und Körper.

Dass Systeme Umwelten haben, die ihrerseits wieder Systeme sind, bedeutet nicht, dass sie losgelöst voneinander operieren. Selbstverständlich ist das soziale System zwecks Kommunikation sowohl auf das cerebrale und psychische System – die Bewusstsein und Wahrnehmung ermöglichen –, als auch auf das physische System angewiesen. Alle vier haben stets irgendwelche komplexen Beziehungen: nicht nur zueinander, sondern ebenso zu sich selbst und anderen Umwelten.

Kaum erwähnenswert, dass unser somato-cerebro-psycho-soziales System nur in Wechselwirkung mit einem globalen Ökosystem existieren kann, das seinerseits in ein Sonnensystem eingebettet ist, das wiederum Teilsystem einer Galaxis ist, die ihrerseits ... Machen wir ein Ende, jeder weiß, was gemeint ist.

Mikrokosmos und Makrokosmos sind eine untrennbare, synthetische Einheit, ein Gewebe aus physikalischen und geistigen Beziehungen. Nach Jantsch (1992) und Bateson (1999) kann das ganze Universum nicht nur als Prozess kontinuierlicher Selbstorganisation, sondern als geistiger Prozess betrachtet werden. Unterscheidung zwischen Geist und Materie wird hinfällig, weil die materiellen Dinge Konstrukte psychischer – letztlich neurophysiologischer – Operationen sind.

Geist+Materie, Gehirn+Psyche+Körper+Sozialsystem und andere Systeme und Subsysteme sind strukturell miteinander gekoppelt, sie co-evoluieren und irritieren sich gegenseitig durch Rückkoppelungsprozesse: Veränderungen, die X bei Y auslöst, wirken auf X zurück. Wirkungen beeinflussen ihre Ursachen.

Zehn Beispiele aus unterschiedlichsten Bereichen:

1. Die DNA transferiert Erbinformationen via Boten-RNA zu den Ribosomen (Proteinsynthese-Maschinen) im Cytoplasma. Dort werden die DNA-Informationen in bestimmte Proteine und Protein-Komplexe verwandelt, die in Form von Signaltransduktions-Ereignissen auf die DNA zurückwirken.
2. Wahrnehmung eines körperlichen Krankheitssymptoms A führt zu Psycho-Zustand B, der physische Auswirkungen C zur Folge hat, die ihrerseits auf B und A zurückwirken.
3. Ein chronischer emotionaler Konflikt induziert eine vegetative Organstörung, die über histologische Veränderungen zu einer Organkrankheit führt, die wiederum eine Intensivierung der (auslösenden) emotionalen Störung hervorruft. Mens sana in corpore sano, sagte schon Juvenal, der alte Römer.
4. Zwei Phobiker kratzen sich an einer juckenden Körperstelle, der Körper reagiert mit erhöhter Histaminproduktion, was einen verstärkten Juckreiz auslöst und die Phobiker zu verstärkten Gegenmaßnahmen bewegt, die ... .
5. Im therapeutischen Setting teilt Patient P Analytiker A auf multimodale Weise etwas über seinen problematischen Eigenzustand mit. A nimmt die Informationen auf multimodalen Wegen auf und sucht durch Intuitionslogik vom Mitgeteilten auf das Nicht-Mitgeteilte - aber Mit-Sinnierte - rückzuschließen. Er stellt Fragen, fühlt sich ein, sucht das Fremd-Psychische zu verstehen, in einen größeren Sinnzusammenhang einzuordnen, gibt Erklärungen, die P helfen, sich selbst besser zu verstehen. P reagiert mit spontanen Erinnerungen und Mitteilungen über längst vergessen geglaubte Erlebnisse. Das Ganze in Kurzform: P-Mitteilung ® A-Verstehen ® A-Sinnstiftung ® P-Verstehen ® P-Mitteilung usw.
6. James Joyce konstruiert »Finnegans Wake«, wo das erste Wort mit dem letzten in einer rekursiven Sinn-Schleife miteinander verbunden sind, wie Einsteins in sich selbst zurückgekrümmter Kosmos.
7. Alfred Döblin schreibt »Berlin Alexanderplatz«, ein Roman, der gleich einem Regenwurm in viele Stücke geschnitten werden kann, die sich selbst bewegen und aufeinander verweisen.
8. Das nicht-moderne Kunstwerk ist infolge seiner traditionellen Elemente Resultat und Resümé der Vergangenheit, andererseits werden seine Originalität und Aktualität zum Ursprung eines neuen Vergangenheitsbildes, einer neuen Sinngebung des Alten. Vergangenes beeinflusst Gegenwärtiges und dieses lässt jenes in neuem Lichte erscheinen. Man betrachte dazu Skulpturen von Rodin (1840-1917), Michelangelo (1475-1564) und Praxiteles (4. Jh. v. Chr.).
9. Kunstwerke bewegen sich ständig zwischen Geburt, Scheintod und Renaissance.
10. Der menschliche Geist interpretiert grundsätzlich die Gegenwart im Lichte der Vergangenheit, aber auch die Vergangenheit im Lichte der Gegenwart. Freud spricht von Nachträglichkeit.

Alle Beispiele dokumentieren zirkuläre, kreisförmige Prozesse, die sich von der deterministischen, linearen post-hoc-ergo-propter-hoc-Kausalität – A bewirkt B, B bewirkt C, C bewirkt D, der Tag bewirkt die Nacht oder war es umgekehrt? – grundlegend unterscheiden.

Auf dem Umfang des Kreises sind Anfang und Ende identisch, sagt Heraklit. Was Ursache und was Wirkung ist, hängt in zirkulär operierenden Systemen, zu denen menschliche Beziehungen gehören, von der vorgenommenen »Interpunktion« ab (BATESON 1964), das heißt, von der Art und Weise, wie eine bestimmte Beziehung definiert und interpretiert und wo der jeweilige »Sinn-Kreislauf« unterbrochen und ein willkürlicher Anfang – Unterschied – gesetzt wird.

X und Y können beide felsenfest davon überzeugt sein, nur auf das Verhalten des jeweils anderen zu reagieren, sie interpunktieren dann an konventioneller Stelle und bewegen sich unwissentlich in einem linear-logischen Circulus vitiosus, während ein Beobachter zweiter Ordnung, der anders und vor allem informationsreicher interpunktiert, erkennt, dass die Reaktivität des einen den anderen genauso beeinflusst wie umgekehrt. Anstatt »X-Verhalten-Y-Reaktion/Y-Verhalten-X-Reaktion« beobachtet der Second-order-observer »X-Verhalten-Y-Reaktion-X-Gegenreaktion-Y-Gegen-Gegen-Reaktion«. So viel zu Ursache und Wirkung in zirkulären Systemen, die mit Rückkoppelung operieren.

Rückkoppelungen können positiv oder negativ sein. Beidenfalls verwendet ein System seinen Output als Input. Der englische Logiker George Spencer-Brown (1979) spricht von re-entry. Während die wiederverwendete Information bei negativer Rückkoppelung der Verminderung von Soll-Ist-Abweichungen innerhalb des Systems und somit der Stabilisierung des Systemzustandes dient, führen positive Rückkoppelungen im Sinne der Verstärkung einer schon bestehenden Tendenz zu Systemveränderung und Systemevolution. Beide Rückkoppelungsarten finden sich haufenweise im Beziehungssystem »George und Martha« in Edward Albees Theaterstück Who is afraid of Virginia Woolf.

Systemevolution und Komplexität

Systemevolution ist mit einer Zunahme von Komplexität, einem Mehr von Möglichkeiten verbunden, die quantitativ allerdings niemals an Weltniveau heranreichen. Welt- und Systemkomplexität korrelieren asymmetrisch. Umwelt ist immer komplexer als das System; Systembildung impliziert stets Komplexitätsreduktion. Je höher die Außenkomplexität, was auf sozietaler Ebene besonders auf die funktional spezifizierten Industriegesellschaften zutrifft, desto größer ist das Maß an systeminterner Ausdifferenzierung (Binnendifferenzierung) in Form der Wiederholung der Systembildung innerhalb des Systems. Subsystembildung bedeutet auf gesellschaftlicher und organismischer Ebene Einschränkung und Spezifikation. Bestimmte Umweltbeziehungen gewinnen, andere verlieren an Relevanz. Ausdifferenzierung schafft Ordnung oder mit Erwin Schrödinger: Negentropie.

Auf Gesellschaftsebene heißen die Subsysteme Wissenschaft, Religion, Politik, Recht und Kunst, um nur einige zu nennen. Das Kunstsystem hat sich im Zuge sozio-kultureller Evolution und innersystemischer Komplexitäts-Akzeleration in unzählige Museen, Galerien, Auktionshäuser, Kunstakademien, kunstpädagogische Einrichtungen und andere öffentliche und private Kunst-Erlebnis-Anbieter differenziert, die zwar alle innerhalb der Gesellschaft operieren, aber dennoch ein weitgehend autonomes Eigenleben führen. Gleiches gilt für das Rechts-, Politik-, Religions- und Wissenschaftssystem und ihre Subsysteme.

Subsysteme finden sich auch in Kunstwerken ...

In Roman und Novelle in Form von Kapiteln und Abschnitten; beim Film z. B. in Form von Film-im-Film- oder Multiperspektiv-Sequenzen; in der Malerei in Form von verschiedenen Weltebenen, beispielhaft auf Michelangelos Deckenfresco in der Sixtinischen Kapelle und in Hieronymus Boschs Triptychen, ähnlich in Dantes »Divina Comedia«; in Drama und Komödie in Form von Expositionen, Akten und Szenen; in der klassischen Musik in Form von Sonatensätzen bei der Sinfonie und in Vor- und Zwischenspielen bei Kantaten, Oratorien und Opern.

... und im menschlichen Gehirn mit seinen drei Nervensystemen

Zum Zentralnervensystem gehören das Großhirn (Neokortex) – in dem das Bewusstsein und die kognitiven Funktionen ihren Sitz haben – und das in der Wirbelsäule eingebettete Rückenmark (Medulla spinalis), das Informationen zwischen Hirn und anderen Teilen des Körpers vermittelt. Das Rückenmark fungiert aber auch als Reflexzentrum, das ohne beim Hirn nachzufragen, automatische Reaktionen veranlassen kann: Fassen wir versehentlich an eine heiße Herdplatte, ziehen wir unsere Hand augenblicklich zurück.

Das periphere Nervensystem (PNS) ist ein komplexes Bündel aus spinalen, sensorischen und motorischen Nervenfasern, Blutgefäßen und Bindegewebe. Ähnlich wie das Rückenmark nimmt es Sinnesreize auf und übermittelt sie zur Verarbeitung ans ZNS. Andererseits leitet es Signale des Hirns an die Skelettmuskeln weiter, um bestimmte Bewegungen anzustoßen.

Das dem bewussten Einfluss weitgehend entzogene vegetative Nervensystem – bestehend aus den beiden Kontrahenten Sympathicus und Parasympathicus – ist für die Organfunktionen, den Hormonhaushalt und die Stoffwechselprozesse verantwortlich.

Der sympathische Anteil des vegetativen Nervensystems beschleunigt den Herzschlag, verengt die Blutgefäße, hemmt die Darmtätigkeit, schafft die Voraussetzungen für sofortige Leistungssteigerung. Der Parasympathicus wirkt antagonistisch: er hemmt den Herzschlag, erweitert die Gefäße und regt den Magen-Darm-Trakt an.

Das vegetative NS spielt eine wichtige Rolle bei psychosomatischen Erkrankungen bzw. vegetativen Störungen. Ein unbewusster emotionaler Konflikt kann zum Beispiel – je nach individueller Reaktivität und Erlebnisverarbeitung – in Interaktion mit anhaltender Sympathicus-Erregung (entspricht einer Sollwertverstellung dieses Regelsystems) zu Hypertonie, Migräne oder rheumatoider Arthritis führen; während eine kontinuierliche Aktivierung des Parasympathicus, wieder in Wechselwirkung mit entsprechenden Parametern, Ulcus, Colitis ulcerosa und Asthma bronchiale auslösen kann.

Dass das sympathische und parasympathische Teilsystem in weitere Unterabteilungen mit immer kleineren Funktionselementen dekomponiert werden kann, zunächst in zellulare, dann in molekulare, dann in atomare und schließlich in subatomare Strukturen, deren Elemente nicht mehr materiell, sondern nur als Wahrscheinlichkeiten von Teilchen-Welle-Zusammenhängen und nur in Wechselwirkung mit einem Beobachter und seinem Bewusstsein zu verstehen sind, soll hier nur der Vollständigkeit halber Erwähnung finden.

Der quadrophone Mensch der Psychoanalyse

Ähnliche Komplexitätsfolgen wie die Systemtheorie kennt die Psychoanalyse. Laut Freud differenziert sich das psychische System im Laufe der Ontogenese in vier Subsysteme: ICH, ÜBER-ICH, ES und ICH-IDEAL.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

ES ist die Sphäre des Unbewussten, der Leidenschaften und Lebenstriebe, aber auch der aggressiven und destruktiven Impulse, die wir normalerweise hinter >Schloss und Riegel< zu halten, zu verdrängen und zu unterdrücken versuchen.

ICH ist der rationale Steuermann (Kybernetes), der uns tagein tagaus durch die Welt dirigiert, stets abwägend zwischen inneren Notwendigkeiten und externen Möglichkeiten.

ÜBER-ICH ist das Gewissen, der innere Richter und Zuchtmeister, der über die Zulässigkeit von Gedanken, Aussagen, Handlungen, Erlebnissen bestimmt. Über-ICH traktiert uns bevorzugt mit Schuldgefühlen und Ähnlichem, wenn wir seine ethisch-moralischen Ansprüche nicht erfüllen.

ICH-IDEAL ist der Ästhetiker, der Narzisst, der Perfektionist in uns allen. In unserem ICH-IDEAL erleben wir allerlei Vollkommenheits- und Zukunftsvisionen, die unsere innigsten Wünsche (auch Produktwünsche) erfüllen.

Wer möchte, kann sich die vier interagierenden Systeme als leibhaftige Diskussionsrunde vorstellen, in der ein bodenständiger Manager (ICH), ein strenger Moralapostel (ÜBER-ICH/Gewissen), ein vollkommenheitsverliebter Narzisst (ICH-IDEAL) und ein hedonistischer Naturbursche (ES) mal mehr, mal weniger hitzig um die Führungsrolle ringen.

Systeme brauchen Leit-Codes

Jede Systemdifferenzierung vollzieht sich über einen binären Leit-Code (= zweiseitige Wertungsdifferenz). Leit-Codes sichern die selbstreferentielle Geschlossenheit eines Systems und sein erfolgreiches Operieren in Abgrenzung zu anders codierten Systemen.

Im gesellschaftlichen Teilsystem »Wissenschaft« zum Beispiel heißt die binäre Codierung: wahr/unwahr, im Rechtssystem: recht/unrecht, im Gesundheitssystem: gesund/ungesund, im Kunstsystem traditionellerweise: schön/hässlich, möglicherweise auch: stimmig/unstimmig. Auf die binären Codes der psychischen Subsysteme komme ich später noch ausführlich zu sprechen.

Ausdifferenzierte Teilsysteme zeichnen sich analog zum Gesamtsystem durch sinnbezogene Grenzstabilität und infolge, durch relative Autonomie und operativen Eigen-Sinn aus, nach dem bestimmte Informationen – oder was immer für Elemente – entschlüsselt und bewertet werden. Sie beschreiben sich selbst, von innen heraus, reflektieren und kontinuieren damit konkrete Identität.

System-Identitäten sind füreinander intransparent; so wie ein Individuum in seiner subjektiven Selbst- und Welt-Wahrnehmung per se eine undurchschaubare black box ist. [ Welt will als Summe aller Möglichkeiten verstanden werden, und weil es irgendwie auf der Hand liegt, mag paraphrasierend an Musils »Möglichkeits-Ulrich« erinnert sein oder an den relativistischen Chaosmos in Joyces »Ulysses« und »Finnegans Wake«, wo alles, was passiert, immer ganz anders hätte passieren können. Es ist die Unendlichkeit der Standpunkte und Beobachterpositionen, die Omnipräsenz von Kontingenz, das Maximum an Freiheitsgraden, was die Welt ausmacht. ]

Durch Bildung von Subsystemen mit sektorialem Kompetenzanspruch versetzen sich Systeme in die Lage, ein beträchtlich höheres Maß an Weltkomplexität zu erfassen und zu verarbeiten. Je komplexer ein System strukturiert ist, desto umweltadäquater kann es agieren, desto weltgemäßer ist seine Subjektivität.

Um intern Komplexität aufbauen zu können, muss sie zuerst reduziert werden. Paradoxerweise: Komplexitätserhöhung durch Komplexitätsreduktion. Schritt eins jeder System- und Subsystembildung besteht immer in Auswahl und Ausschluss: in einer nach systemspezifischen Relevanzkriterien ablaufenden Selektion aus tendenziell unbegrenzten Möglichkeiten, die die Umwelt bietet. Eigen-sinnige Simplifizierung von Welt oder konkreter: Informations-Reduktion auf ein Maß, das Informationsverarbeitung, Entscheidung und Überleben gewährleistet.

Systeme müssen sich zuerst begrenzen und spezialisieren, bevor sie auf der Basis ihrer Spezialisierung Komplexität und Kompetenzen aufbauen können.

Reduktions- und Selektionsprozesse sind Sinn-gesteuert. Der System-Sinn macht die Welt überschau- und handhabbar. Durch ihn werden fast alle Informationen und Umwelt-Parameter irrelevant, außer denen, die Einfluss auf die System-Identität und System-Homöostase (W. CANNON) haben, die wir nicht als »Konstanz des inneren Milieus« (C. BERNARD) begreifen, sondern als »Fließgleichgewicht« (L. VON BERTALANFFY) oder mit dem französischen Neurobiologen Jean-Didier Vincent, als »fluktuierenden Zentralzustand«. Homöostase reguliert die dreidimensionale Präsenz des Systems in körperlicher, geistig-sensomotorischer und zeitlicher Hinsicht mit dem Ziel eines optimalen Fließ-Gleichgewichts.

Eigentlich reduziert Sinn nicht nur, sondern produziert zugleich Komplexität, weil mit seiner Selektivität der direkte Verweis auf ein Universum von Möglichkeiten gegeben ist. Sinn weist immer über sich selbst hinaus, auf das Nicht-präsent-Präsente.

Der Sinnkomplex »Kunstwerk« zum Beispiel unterscheidet sich sinnigerweise von allem anderen, also von Welt, die als Möglichkeitsraum jedoch stets präsent ist, quasi unbeobachtbar mitläuft. Der Kunstsinn negiert den Weltsinn und verweist dennoch auf seine Existenz. So, wie Symbol, Metapher, Synekdoche, Metonymie, Oxymoron und im Grunde alle Bezeichnungen das Nicht-Bezeichnete mitsinnieren. „Omnis mundi creatura/Quasi liber et pictura/Nobis est et speculum“, sagt Alain de Lille.

Sinn als Differenz zwischen Faktischem und Möglichem transzendiert und fixiert ein System auf einen aktuellen Zustand und dynamisiert es für weitere Anschlussoperationen. Der Sinn »speist« den autopoietischen Prozess. Womit ein weiterer Kardinal-Begriff aus der Kybernetischen Systemtheorie ins Spiel kommt.

[...]

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Details

Titel
"Gestatten: Sigmund Freud - Kybernetiker und Konstruktivist"
Untertitel
Kybernetik - Psychoanalyse - Konstruktivismus - Kunst
Hochschule
FernUniversität Hagen
Autor
Jahr
2005
Seiten
52
Katalognummer
V46484
ISBN (eBook)
9783638436731
ISBN (Buch)
9783638718073
Dateigröße
658 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gestatten, Sigmund, Freud, Kybernetiker, Konstruktivist
Arbeit zitieren
Dr. Volker Halstenberg (Autor), 2005, "Gestatten: Sigmund Freud - Kybernetiker und Konstruktivist", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46484

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