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Die Hawthorne-Experimente

Title: Die Hawthorne-Experimente

Seminar Paper , 2004 , 20 Pages , Grade: 1

Autor:in: Andreas Bauer (Author), Daniela Böhm (Author), Harald Greinstetter (Author), Christa Klausner (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Die Hawthorne-Experimente

Bis zum heutigen Tage werden die Hawthorne – Studien kontrovers diskutiert: Sie werden zum Teil als unqualifizierter Versuch gewertet, menschliche Beziehungen über ökonomische Verbesserungen oder Umweltfaktoren der Arbeit zu stellen und zu Teil lastet ihnen an, Ergebnisse übertrieben und widersprüchliche Daten ignoriert zu haben.

Wie dem auch sei: Einen Punkt konnten die Hawthorne-Studien verdeutlichen: Werden Menschen in sozialpsychologischen Experimenten beobachtet, kann sie alleine das Wissen um diese Beobachtung zu Verhaltensänderungen veranlassen. Dieses Phänomen wird so eng mit den Hawthorne-Studien in Verbindung gebracht, dass es heute als Hawthorne– Effekt bekannt ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Arbeitsdifferenzierung

2. Frederick W. Taylor (1856 -1915)

3. Die Hawthorne-Experimente

3.1 Erste Versuchsreihe - Beleuchtungsexperimente

3.2 Relay Assembly Test Room

3.3 Interviewprogramm

3.4 Mica-Splitting-Gruppe

3.5 Bank-Wiring-Gruppe

3.6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hawthorne-Experimente, eine wegweisende Forschungsreihe der 1920er Jahre, die maßgeblich zum Verständnis informeller Gruppenstrukturen und psychologischer Faktoren in industriellen Arbeitsumgebungen beitrug und die Human-Relations-Bewegung begründete.

  • Historische Entwicklung der Arbeitsdifferenzierung und Industrialisierung
  • Einfluss des Taylorismus auf Arbeitsplanung und Arbeitnehmerschaft
  • Methodik und Durchführung der verschiedenen Hawthorne-Versuchsreihen
  • Bedeutung informeller Beziehungen für die Arbeitsproduktivität
  • Rolle von Vorgesetzten und mitarbeiterorientierter Führung

Auszug aus dem Buch

3.1 Erste Versuchsreihe - Beleuchtungsexperimente

Man wollte als die Arbeitergebnisse bei verschiedener Beleuchtung messen, wobei man davon ausgegangen war, dass je besser das Licht umso besser das Arbeitsergebnis. Dazu installierte man zwei Arbeitsgruppen, eine Kontroll- und eine Testgruppe. Bei der Testgruppe wurde danach die Beleuchtung verbessert, also heller. Bei der Kontrollgruppe blieb alles beim Alten.

Wie erwartet konnte in der Testgruppe eine Leistungssteigerung erzielt werden. Erstaunlich war nur, dass auch in der Kontrollgruppe die Leistung ebenfalls gestiegen war. Die hierüber erstaunten Prüfer ließen danach die Testgruppe wieder bei der alten Beleuchtung arbeiten und ebenfalls wider Erwartens hatte die Leistung zugenommen.

Offenbar war ein Faktor am Werk, der, unabhängig von äußeren Einflüssen, die Arbeiter zu höheren Leistungen anspornte. Diesen Faktor galt es nun zu entdecken (vgl. Brown 1956, S. 50).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Arbeitsdifferenzierung: Dieses Kapitel skizziert die historische Entwicklung der Arbeitsteilung von der Jungsteinzeit bis zur Industrialisierung.

2. Frederick W. Taylor (1856 -1915): Es werden die Grundprinzipien des Taylorismus, die Trennung von Planung und Ausführung sowie deren Auswirkungen auf den Arbeitsprozess erläutert.

3. Die Hawthorne-Experimente: Das Kernkapitel beschreibt den Übergang von rein physikalischen zu sozialpsychologischen Betrachtungen in der Arbeitsforschung.

3.1 Erste Versuchsreihe - Beleuchtungsexperimente: Hier wird der überraschende Fund beschrieben, dass Leistungssteigerungen unabhängig von der Beleuchtungsstärke eintraten.

3.2 Relay Assembly Test Room: Dieses Kapitel behandelt die langjährige Untersuchung an sechs Arbeiterinnen, bei der soziale Faktoren und Gruppenzusammenhalt in den Fokus rückten.

3.3 Interviewprogramm: Es wird die Durchführung von über 21.000 Interviews beschrieben, die zu neuen Erkenntnissen über die Bedeutung von Emotionen und Zuhören in der Führung führten.

3.4 Mica-Splitting-Gruppe: Die Analyse dieses Experiments zeigt, wie durch personenorientierte Pausen und weniger autoritäres Management das Gruppengefühl und die Leistung gesteigert wurden.

3.5 Bank-Wiring-Gruppe: Dieses Kapitel belegt die Existenz informeller Gruppennormen, die die formellen Vorgaben des Managements konterkarieren können.

3.6 Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Hawthorne-Studien als Auslöser der Human-Relations-Bewegung und deren Bedeutung für das Verständnis betrieblicher Organisationen.

Schlüsselwörter

Hawthorne-Experimente, Arbeitsdifferenzierung, Taylorismus, Human-Relations-Bewegung, Hawthorne-Effekt, Arbeitsleistung, informelle Gruppen, Sozialstruktur, Arbeitsbedingungen, Betriebssoziologie, Mitarbeiterorientierung, Gruppennormen, Führungsstil, Produktivität, Industrielle Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Hawthorne-Experimente, welche in den 1920er Jahren grundlegende Erkenntnisse über das menschliche Verhalten in Fabriken lieferten und den klassischen Taylorismus herausforderten.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Arbeitsorganisation, dem Vergleich zwischen tayloristischen und human-relations-orientierten Ansätzen sowie der Beobachtung von Gruppeninteraktionen am Arbeitsplatz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den wissenschaftlichen Bedeutungswandel aufzuzeigen, der durch die Hawthorne-Studien ausgelöst wurde – weg von der reinen Betrachtung der Arbeit als physikalischer Prozess hin zur Berücksichtigung sozialer und psychologischer Faktoren.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autoren nutzen eine literaturgestützte Analyse der historischen Hawthorne-Studien sowie der damit verbundenen theoretischen Management- und Organisationsmodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Versuchsreihen (Beleuchtungsexperimente, Relay Assembly, Interviewprogramm, Mica-Splitting, Bank-Wiring) und deren Auswertung bezüglich sozialer Gruppendynamiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hawthorne-Effekt, Human-Relations, Arbeitssoziologie, informelle Gruppen, Führungsstile und tayloristische Rationalisierung.

Wie unterscheidet sich die Bank-Wiring-Gruppe von anderen Experimenten?

Dieses Experiment war besonders bedeutsam, weil es aufzeigte, wie informelle Gruppennormen (z.B. eine begrenzte Tagesleistung) aktiv durch die Arbeiter durchgesetzt wurden, um sich dem Management-Druck zu widersetzen.

Warum wird heute noch über die Hawthorne-Studien diskutiert?

Die Studien werden kontrovers diskutiert, da Kritiker teils eine Überbewertung der Ergebnisse oder methodische Mängel vorwerfen, während der daraus abgeleitete "Hawthorne-Effekt" bis heute ein fundamentales psychologisches Phänomen bleibt.

Welche Rolle spielt die Führung in den Ergebnissen der Studie?

Die Forschung verdeutlichte, dass Vorgesetzte durch aktives Zuhören und die Berücksichtigung der Gefühlswelt der Mitarbeiter maßgeblich zum Betriebsklima und zur Leistungsbereitschaft beitragen können.

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Details

Title
Die Hawthorne-Experimente
College
University of Linz  (Institut für Soziologie)
Course
VU Grundlagen zur Industrie- und Betriebssoziologie
Grade
1
Authors
Andreas Bauer (Author), Daniela Böhm (Author), Harald Greinstetter (Author), Christa Klausner (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V46491
ISBN (eBook)
9783638436786
ISBN (Book)
9783638818001
Language
German
Tags
Hawthorne-Experimente Grundlagen Industrie- Betriebssoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Bauer (Author), Daniela Böhm (Author), Harald Greinstetter (Author), Christa Klausner (Author), 2004, Die Hawthorne-Experimente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46491
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