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Das Gesellschaftsjahr. Konzeptidee zur Lösung gesundheits- und sozialpolitischer Problemstellungen

Titel: Das Gesellschaftsjahr. Konzeptidee zur Lösung gesundheits- und sozialpolitischer Problemstellungen

Hausarbeit , 2018 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Melissa Ihlow (Autor:in)

Gesundheit - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Deutschland gibt es immer weniger Kinder und zugleich nimmt das Lebensalter weiter zu: Laut dem Bundesministerium für Gesundheit werden Menschen in den letzten 30 Jahren im Schnitt sieben Jahre älter, was einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 78,2 Jahren für Männer beziehungsweise 83,1 Jahren für Frauen entspricht. Dieser sogenannte demographische Wandel hat weitreichende gesellschaftliche Konsequenzen und birgt insbesondere für das Gesundheitssystem große Herausforderungen. Eine der Problemstellungen ist z.B. der Mangel an qualifizierten Pflegekräften, welche die zunehmende älteste Bevölkerungsgruppe entsprechend pflegen und versorgen können. Obwohl die Altenpflege bereits zu einer der in den letzten Jahrzehnten am stärksten gewachsenen Berufsgruppen gehört, gibt es derzeit etwa 25.000 bis 30.000 unbesetzte Stellen. Dieser Mangel an professionellen Pflegekräften wirkt sich nicht nur als Stressfaktor auf die Berufstätigen aus, sondern schreckt auch potentielle Auszubildende zunehmend vor einer Ausbildung in dieser Berufsbranche ab. Zudem leidet die Qualität der Versorgung alter und kranker Menschen, welchen immer weniger Zeit gewidmet werden kann. Ein weiterer Mangel besteht bei den Plätzen in Kindertagesstätten (Kitas). Diese wären für viele Eltern dringlich, um ihr Kind gut versorgt zu wissen und trotzdem ihrer Berufstätigkeit nachgehen zu können. Laut der Bundesfamilienministerin Franziska Giffey „deckt der Versorgungsgrad nicht annähernd den Bedarf“. Grund für die bundesweit etwa 300.000 fehlenden Kitaplätze ist ebenfalls zum Teil die Unattraktivität des Erzieherberufs, welcher als schlecht bezahlt gilt.
Im Rahmen des Seminars haben wir uns mit Problemlagen des Gesundheitssystems beschäftigt und mit dem „Gesellschaftsjahr“ ein Konzept entwickelt, welches den oben angerissenen Entwicklungen entgegen wirken und gesellschaftlich und gesundheitlich relevante Problemstellungen entschärfen könnte. Im Folgenden werden zunächst die Ursachen der Symptome näher erläutert, anschließend wird das entwickelte Konzept detailliert vorgestellt und als letzter Punkt ist eine Diskussion der Umsetzbarkeit, Chancen und Schwachstellen des „Gesellschaftsjahres“ angesetzt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Mangel in der Pflege und bei der Kinderbetreuung als relevante Problemstellungen in Deutschlands Gesundheits – und Sozialsystem

2. Ursachen der aufgeführten Symptome

2.1 Demographischer Wandel als Kernursache für die kommende Unterversorgung im Pflegebereich

2.2 Unattraktivität des Pflegeberufs und der Beruf des Erziehers

3. Das Konzept des Gesellschaftsjahres

3.1 Relevanz

3.2 Rahmenbedingungen

3.3 Anmeldung und Verteilung

3.4 Durchführung

3.4 Kosten und Finanzierung

4. Diskussion und Reflexion

4.1 Juristische Grundlagen

4.2 Umsetzbarkeit und positive Aspekte des Gesellschaftsjahres

4.3 Abgrenzung zum FSJ, Bundesfreiwilligendienst und ehemaligem Zivildienst

5. Musterbogen zur Verteilung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den gravierenden Fachkräftemangel in der Pflege und der Kinderbetreuung in Deutschland, der durch den demographischen Wandel verschärft wird, und entwickelt das Konzept eines verpflichtenden „Gesellschaftsjahres“ als Lösungsansatz zur Entlastung dieser sozialen Sektoren.

  • Analyse des Fachkräftemangels in Pflege und Erziehung
  • Folgen des demographischen Wandels für das Gesundheitssystem
  • Konzeption eines obligatorischen sozialen Pflichtdienstes
  • Evaluation von Chancen, Risiken und juristischen Rahmenbedingungen
  • Vergleich zu bestehenden Freiwilligendiensten wie FSJ und Bundesfreiwilligendienst

Auszug aus dem Buch

2.1 Demographischer Wandel als Kernursache für die kommende Unterversorgung im Pflegebereich

Der demographische Wandel hat insbesondere für die Pflegebranche Folgen. Durch die zurückgehende Geburtenrate in Deutschland (im Jahr 2009 lag die Geburtenziffer bei nur 1,36 Kinder pro Frau im Vergleich zu 2,3 Kindern im Jahr 1960) und die durchschnittlich gestiegene Lebenserwartung, kommt es zu einer beträchtlichen Verschiebung der Altersstruktur. Mit dem demographischen Veränderungsprozess ist auch generell ein Rückgang der verfügbaren Arbeitnehmer verbunden. Die mit dieser Entwicklung verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen liegen nicht nur im Bereich der Altersabsicherung und der Versorgung durch immer weniger Erwerbstätige und Beitragszahler, sondern vor allem darin, dass immer weniger junge, berufstätige Menschen die Pflege der zunehmenden älteren Bevölkerungsschicht übernehmen müssen. Es kommt zudem zu einem Rückgang der informellen Pflegepersonen, also solchen ohne professionelle Berufsausbildung in diesem Bereich, so dass künftig wohl noch mehr Personen stationär von professionellem Pflegepersonal versorgt werden müssen. Manfred Haubrock geht zudem von einer steigenden Nachfrage an Gesundheitsversorgung durch ein gestiegenes Patientenaufkommen aus und schlussfolgert als Konsequenz, dass „mit einem Nachfrageanstieg (…) notwendigerweise eine steigende Nachfrage von qualifiziertem Personal einher [geht].“ Dies stellt das Gesundheitssystem nicht nur finanziell, sondern auch arbeitsmarkttechnisch vor gewaltige Probleme, da bereits heute eine drastische Unterversorgung von Fachpersonal im Gesundheitswesen in allen relevanten Berufsgruppen besteht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Mangel in der Pflege und bei der Kinderbetreuung als relevante Problemstellungen in Deutschlands Gesundheits – und Sozialsystem: Einführung in die Problematik des Fachkräftemangels und der demographischen Herausforderungen im deutschen Sozial- und Gesundheitssystem.

2. Ursachen der aufgeführten Symptome: Detaillierte Analyse der Ursachen, insbesondere des demographischen Wandels und der Unattraktivität der sozialen Berufe.

3. Das Konzept des Gesellschaftsjahres: Vorstellung des konzeptionellen Entwurfs eines obligatorischen Dienstjahres für Schulabgänger inklusive Rahmenbedingungen und Finanzierung.

4. Diskussion und Reflexion: Kritische Betrachtung der Umsetzbarkeit, der juristischen Grundlagen sowie eine Einordnung im Vergleich zu bestehenden Dienstformaten.

5. Musterbogen zur Verteilung: Präsentation eines exemplarischen Anmeldeformulars zur Organisation des Dienstes.

Schlüsselwörter

Gesellschaftsjahr, Pflegemangel, Fachkräftemangel, demographischer Wandel, Sozialsystem, Gesundheitssystem, Erzieherberuf, soziale Arbeit, Dienstpflicht, Generationenvertrag, Personalengpass, Arbeitsmarkt, soziale Fürsorge, Freiwilligendienste, Inklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Konzepts zur Lösung der Personalnot in Pflegeberufen und Kindertagesstätten durch ein neues verpflichtendes Gesellschaftsjahr.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören der demographische Wandel, der Fachkräftemangel, die Arbeitsbedingungen in sozialen Berufen und die gesellschaftliche Relevanz von Pflichtdiensten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Vorstellung einer tragfähigen Konzeptidee, um den gesellschaftlichen Herausforderungen durch eine verpflichtende Einbindung junger Erwachsener in das soziale System zu begegnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine politikfeldanalytische Herangehensweise gewählt, die auf der Auswertung aktueller Studien, statistischer Daten und Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Ursachen des Fachkräftemangels analysiert, das Modell des Gesellschaftsjahres detailliert skizziert und eine Diskussion zur praktischen sowie rechtlichen Umsetzbarkeit geführt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesellschaftsjahr, demographischer Wandel, Pflegemangel und soziale Dienstpflicht geprägt.

Wie unterscheidet sich das Gesellschaftsjahr vom ehemaligen Zivildienst?

Im Gegensatz zum Zivildienst, der nur Männern vorbehalten war, sieht das Modell eine allgemeine Pflicht für alle Geschlechter vor und bietet eine Entlohnung auf Mindestlohnbasis.

Warum ist laut der Autorin ein verpflichtendes Jahr notwendig?

Die Autorin argumentiert, dass die bestehenden Kapazitäten durch freiwillige Dienste nicht ausreichen, um den massiven Personalmangel und die gesellschaftlichen Probleme der Zukunft nachhaltig zu bewältigen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Gesellschaftsjahr. Konzeptidee zur Lösung gesundheits- und sozialpolitischer Problemstellungen
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Politikwissenschaft und Soziologie)
Veranstaltung
Wie funktioniert das Gesundheitssystem?
Note
1,0
Autor
Melissa Ihlow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
15
Katalognummer
V465051
ISBN (eBook)
9783668934498
ISBN (Buch)
9783668934504
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gesundheitssystem Politologie Systemlehre Demographischer Wandel Altersvorsorge Pflegekräftemangel Lösungsansatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Melissa Ihlow (Autor:in), 2018, Das Gesellschaftsjahr. Konzeptidee zur Lösung gesundheits- und sozialpolitischer Problemstellungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465051
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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