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Demokratietheorien. Ingeborg Maus im Bezug zu Globalstaatskonzepten

Title: Demokratietheorien. Ingeborg Maus im Bezug zu Globalstaatskonzepten

Term Paper , 2017 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Melissa Ihlow (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Im Folgenden wird nach der Darlegung und Analyse von Maus‘ Standpunkten mit der Globalstaatstheorie Otfried Höffes der Frage nach dem Verlust der Demokratie und Volkssouveränität exemplarisch nachgegangen. Globalisierung ist spätestens seit der Gründung der WTO und der Liberalisierung der globalen Finanzmärkte in den 90er-Jahren ein gesellschaftlich höchst relevantes Thema. Während die einen Globalisierung als Segen und Chance begreifen, ist der Begriff für andere deutlich negativ konnotiert und wird als Bedrohung wahrgenommen. Doch auch für alle, die die zunehmende Verflechtung und Vernetzung der Welt kritisch betrachten und für eine Zunahme des Leids, der Ungleichheit und Armut auf globaler Ebene verantwortlich machen, scheint keine Frage nach der Unumkehrbarkeit dieses Prozesses gestellt zu werden.

Während das Phänomen anfangs hauptsächlich die Veränderung der Weltwirtschaft und internationalen Finanzmärkte bewirkte, kann Globalisierung längst nicht mehr auf Ökonomie beschränkt gesehen werden. Auch Politik, Kultur, Ökologie, Technologie und Wissen sind der Globalisierung ausgesetzt. Mit der weltweiten Verflechtung in Wirtschaft und anderen Bereichen geht auch die Forderung nach einer globalen Lösung von grenzüberschreitenden Problemen einher – Probleme, die teils durch die Globalisierung erst verursacht oder verstärkt wurden und nun zu weitreichend sind um sie auf nationaler Ebene in Parlamenten zu klären. Um Antworten auf globale Streitfragen und Probleme wie die Klimaerwärmung, Verschmutzung der Weltmeere und steigende Migrationszahlen zu finden, scheint die Errichtung einer globalen politischen Organisation - eines Weltstaates oder einer Weltrepublik – in öffentlichen Debatten nahezu unverzichtbar und unumgänglich.

Ingeborg Maus kritisiert in ihrem Werk "Über Volkssouveränität. Elemente einer Demokratietheorie" die Entwicklung hin zur Befürwortung von Weltstaatskonzepten als Ablösung von Nationalstaaten aufs Schärfste. Sie argumentiert anhand mehrerer Beispiele und Analysen von Weltstaatskonzepten für den Nationalstaat und gegen dessen Auflösung durch die Globalisierung der Politik, da für sie ein Globalstaat nicht ohne grundlegenden Verlust der Demokratie existieren könnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Globalstaatskonzepte als Lösungsansatz für grenzüberschreitende Probleme in Zeiten der Globalisierung

2. Ingeborg Maus‘ Kritik an Globalstaatsmodellen als Rückgang der Demokratie in „Vom Nationalstaat zum Globalstaat oder: der Verlust der Demokratie“

2.1 Die vermeintliche Antiquiertheit des Nationalstaates

2.2 Aspekte der Entgrenzung ausgehend von der Entwurzelung neuer nationalstaatlicher Identifikationsmöglichkeiten

2.2.1 Zeitliche und räumliche Entgrenzung

2.2.2 Entgrenzung gesellschaftlicher Mobilität

2.3 Gegenüberstellung von Carl Schmitts Großraumideologie mit Immanuel Kants Weltbürgerrecht

2.4 Die drei zentralen Probleme globaler Demokratie

2.4.1 Nichtexistenz adäquater Kriterien zur Homogenisierung von Menschenrechts- und Demokratiestandards

2.4.2 Verletzung elementarer demokratischer Prinzipien durch Globalstaatskonzepte

2.4.2.1 Dämonisierung des Begriffes „Volkssouveränität“

2.4.2.2 Präsidialsysteme als Gegensatz zu Systemen der Volkssouveränität

2.4.2.3 Verabschiedung des Souveränitätsprinzips beim Globalstaatsmodell David Helds

2.5 Heterogenität der Staatenwelt

3. Otfried Höffes alternatives Konzept eines subsidiären, föderalen Weltstaats

3.1 Ausgangspunkte der Argumentation für eine innovative Globalstaatskonzeption

3.2 Neun Einwände gegen den Weltstaat und daraus resultierende konstruktive Vetos

4. Fazit und Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Auseinandersetzung von Ingeborg Maus mit verschiedenen Globalstaatskonzepten und analysiert diese im Kontrast zu dem von Otfried Höffe entworfenen Modell eines subsidiären, föderalen Weltstaates, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob mit der Entwicklung hin zu einem Weltstaat zwingend ein Verlust der Demokratie und der Volkssouveränität einhergeht.

  • Kritik an der vermeintlichen Notwendigkeit eines Weltstaats durch Globalisierung
  • Analyse der Maus’schen Argumentation zum Verlust der demokratischen Souveränität
  • Gegenüberstellung von politischen Ideologien (Schmitt vs. Kant)
  • Detaillierte Untersuchung von Otfried Höffes föderalem Weltstaatsmodell
  • Diskussion über die Vereinbarkeit von Menschenrechten und nationalstaatlicher Identität

Auszug aus dem Buch

2.4 Die drei zentralen Probleme globaler Demokratie

Als zweiter Unterpunkt ihrer Globalstaatskritik mit dem Titel „Staatssouveränität als Volkssouveränität und das Dilemma globaler Demokratie“ geht Maus detailliert auf die drei für sie im Zentrum stehenden Probleme globaler Demokratie ein. Als erstes kritisiert sie, dass es keine umfassenden Kriterien zur Homogenisierung von Menschenrechts – und Demokratiestandards zu geben scheint beziehungsweise dass die wechselseitige Abhängigkeit von Menschenrechten und Demokratie nicht hinreichend wahrgenommen wird. Zweiter zentraler Kritikpunkt ist ihre Annahme, dass Globalstaatskonzepte elementare demokratische Prinzipien verletzen bei dem Versuch die Demokratie an eine hyperkomplexe Weltgesellschaft zu adaptieren. Als letztes geht Maus darauf ein, dass die Staaten eines hypothetischen Weltstaats einerseits zu verschieden sind und zudem nur eine Minderheit liberaler Demokratien existiert (Vgl. Maus 2011: S.391). Im Folgenden werde ich jeden der drei genannten Punkte getrennt voneinander genauer erläutern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Globalstaatskonzepte als Lösungsansatz für grenzüberschreitende Probleme in Zeiten der Globalisierung: Einleitung in die Thematik der zunehmenden weltweiten Verflechtung und die damit einhergehende Debatte um die Notwendigkeit einer globalen politischen Organisation als Antwort auf internationale Herausforderungen.

2. Ingeborg Maus‘ Kritik an Globalstaatsmodellen als Rückgang der Demokratie in „Vom Nationalstaat zum Globalstaat oder: der Verlust der Demokratie“: Umfassende Analyse der Argumente von Ingeborg Maus, die eine Gefährdung demokratischer Kernprinzipien durch supranationale Staatskonzepte befürchtet.

3. Otfried Höffes alternatives Konzept eines subsidiären, föderalen Weltstaats: Vorstellung von Höffes Modell, das versucht, durch föderale Stufung und das Subsidiaritätsprinzip eine legitime globale Ordnung ohne Aufgabe der nationalstaatlichen Souveränität zu schaffen.

4. Fazit und Resümee: Synthese der Ergebnisse aus dem Vergleich beider Autoren und Feststellung, dass keine endgültige Beantwortung der Ausgangsfrage möglich ist, da sie stark von der persönlichen Definition von Souveränität und Demokratie abhängt.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Nationalstaat, Weltstaat, Volkssouveränität, Demokratie, Ingeborg Maus, Otfried Höffe, Rechtsstaat, Globalstaatskritik, Subsidiarität, Föderalismus, Menschenrechte, Politische Gerechtigkeit, Staatsform, Weltrepublik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Debatte, ob die Errichtung eines Weltstaates als Lösung für globale Probleme zwangsläufig zum Verlust der Volkssouveränität und einer Schwächung der Demokratie führt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Globalisierungspolitik, die Demokratietheorie, die Rolle des Nationalstaates und der Entwurf einer globalen Rechtsordnung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, ob bei Theorien zur Entwicklung eines Weltstaats stets vom Verlust der Demokratie und der Abschaffung der Volkssouveränität ausgegangen werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Analyse politischer Theorien, basierend auf der Auswertung der Werke von Ingeborg Maus und Otfried Höffe.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil werden Maus’ Kritikpunkte an Globalstaatsmodellen detailliert analysiert und anschließend mit Höffes Gegenentwurf eines subsidiären, föderalen Weltstaates in Bezug gesetzt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Volkssouveränität, Globalstaatskritik, Nationalstaat, Weltrepublik und politische Legitimierung charakterisiert.

Wie bewertet Maus die "Dämonisierung" des Nationalstaats?

Maus kritisiert, dass der Nationalstaat fälschlicherweise als antiquiert und als Hindernis für den Fortschritt dargestellt wird, während die Vorteile seiner demokratischen Organisationsform und der Schutzfunktion für Bürger unterschätzt werden.

Warum hält Höffe ein "Konstrukt" eines Weltstaates für notwendig?

Höffe sieht einen Weltstaat als notwendig an, um die Anarchie in der internationalen Staatenwelt zu beenden und eine universelle Umsetzung politischer Gerechtigkeit sowie den Schutz von Menschenrechten sicherzustellen.

Inwieweit unterscheidet sich Höffes Ansatz von dem anderer Globalstaatskonzepte?

Höffes Modell zeichnet sich durch seinen föderalen Ansatz und das Prinzip der Subsidiarität aus, wodurch die Souveränität und Zuständigkeit der Einzelstaaten weitgehend gewahrt bleiben.

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Details

Title
Demokratietheorien. Ingeborg Maus im Bezug zu Globalstaatskonzepten
College
University of Würzburg  (Politikwissenschaft und Soziologie)
Grade
2,0
Author
Melissa Ihlow (Author)
Publication Year
2017
Pages
21
Catalog Number
V465053
ISBN (eBook)
9783668930933
ISBN (Book)
9783668930940
Language
German
Tags
Globalstaat Direkte Demokratie Politische Theorie Ideengeschichte Ingeborg Maus Otfried Höffe Politikwissenschaft Demokratie Demokratietheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melissa Ihlow (Author), 2017, Demokratietheorien. Ingeborg Maus im Bezug zu Globalstaatskonzepten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465053
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