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Die wiederkehrenden Symbole in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten" und das Problem ihrer Vielschichtigkeit

Fürchten Ratten sich vor Gespenstern?

Titel: Die wiederkehrenden Symbole in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten" und das Problem ihrer Vielschichtigkeit

Essay , 2016 , 10 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Verena Berens (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die in Essay-Form gehaltene Arbeit untersucht die vielschichtig angelegte Symbolik der Ratten.

Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten" zeigt menschliche und soziale Abgründe auf. Der Leser trifft auf in ihrer eigenen Welt gefangene Menschen, denen die Fähigkeit fehlt, sich von dem zu lösen, was sie davon abhält, richtige Entscheidungen zu treffen. Die auftretenden Personen repräsentieren unterschiedliche Aspekte sozialen Verfalls oder auch eine Art tragisch-ironischen Tunnelblick. Gleichsam wie das Gespenstische, das in dem prägnanten Titel von Henrik Ibsens "Gespenstern" auf eine Entschlüsselung der Symbolik neugierig macht, taucht, sobald man Hauptmanns "Ratten" ins Auge fasst, die Frage auf, inwiefern die Tiere als Sinnbild für die Geschehnisse im Werk Verwendung finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Fürchten Ratten sich vor Gespenstern? Die wiederkehrenden Symbole in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie Die Ratten und das Problem ihrer Vielschichtigkeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die vielschichtige Symbolik von Ratten und Gespenstern in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten" sowie deren Bedeutung für die soziale Atmosphäre und die Charakterisierung der Figuren im Kontext des wilhelminischen Berlins.

  • Analyse der Ratten- und Gespenstersymbolik
  • Einfluss von Räumlichkeiten und Lichtverhältnissen
  • Vergleich der Symbolik mit Ibsens "Gespenster"
  • Soziale Dimensionen und Charakterstudien der Bewohner
  • Die Funktion der Symbole als Spiegel gesellschaftlicher Missstände

Auszug aus dem Buch

Fürchten Ratten sich vor Gespenstern? Die wiederkehrenden Symbole in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie Die Ratten und das Problem ihrer Vielschichtigkeit

Mit offensichtlicher Metaphorik, die zum Nachdenken anregt, fasst Helene Alving im Familiendrama Gespenster ihre Gedanken in Worte, indem sie bemerkt, dass wohl alle Menschen etwas „Gespenstisches“ in sich tragen: „Sie [die Gespenster] sind nicht lebendig in uns; aber sie sitzen doch in uns fest, und wir können sie nicht loswerden. [...] darum sind wir auch so gotterbärmlich lichtscheu; wir alle miteinander.“ Ihre Sichtweise scheint auch die Situation zu charakterisieren, der man in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie Die Ratten begegnet: In ihrer eigenen Welt gefangene Menschen, denen die Fähigkeit fehlt, sich von dem zu lösen, was sie davon abhält richtige Entscheidungen zu treffen.

Die auftretenden Personen repräsentieren unterschiedliche Aspekte sozialen Verfalls oder auch eine Art tragisch-ironischen Tunnelblick. Gleichsam wie das Gespenstische, das in dem prägnanten Titel von Ibsens Gespenstern auf eine Entschlüsselung der Symbolik neugierig macht, taucht, sobald man Hauptmanns Ratten ins Auge fasst, die Frage auf, inwiefern die Tiere als Sinnbild für die Geschehnisse im Werk Verwendung finden. Es erscheint naheliegend, dass Gerhart Hauptmann, wie bereits für seine früheren Werke, eine Inspiration in Ibsens Motivik gefunden und sie für sein Drama erneut angewandt hat. Denn neben den Ratten sind es auch die Gespenster, die im Verlauf der Erzählung immer wieder aus den Ecken und Nischen der alten Mietkaserne kriechen und sich in die Dialoge der Beteiligten einschleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fürchten Ratten sich vor Gespenstern? Die wiederkehrenden Symbole in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie Die Ratten und das Problem ihrer Vielschichtigkeit: Das Kapitel führt in die Motivik der Ratten- und Gespenstersymbolik ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Funktion dieser Symbole sowie ihrer Wechselwirkung mit der räumlichen Umgebung und dem sozialen Zerfall in Hauptmanns Drama.

Schlüsselwörter

Gerhart Hauptmann, Die Ratten, Gespenster, Henrik Ibsen, Symbolik, Naturalismus, soziale Interaktion, Berliner Mietkaserne, Frau John, Rattenhaftigkeit, Gesellschaftskritik, Metaphorik, Soziale Existenz, Literaturanalyse, Tragikomödie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die zentrale Metaphorik der Ratten und Gespenster in Gerhart Hauptmanns Stück "Die Ratten" und untersucht, wie diese Motive zur Darstellung sozialer und persönlicher Zerstörungsprozesse beitragen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen die literarische Symbolik, der Einfluss des naturalistischen Milieus auf die Charaktere und die Korrespondenz zwischen den zwei Leitmotive des Werkes.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Untersuchung geht der Frage nach, inwieweit die Ratten- und Gespenstersymbolik als Indikatoren für innere und äußere Untergründe der Figuren dienen und ob diese Symbole bei der Entwicklung der tragischen Handlung eine vereinheitlichende Funktion übernehmen.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Textanalyse, die durch den Vergleich mit Ibsens "Gespenster" sowie durch die Einbeziehung zeitgenössischer Forschungsergebnisse gestützt wird.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte im Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die räumliche Darstellung der Berliner Mietkaserne, die Charakterisierung der Bewohner als soziale Typen sowie die spezifische Funktion der Symbolik für zentrale Figuren wie Frau John oder Direktor Hassenreuter.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind die "Rattenhaftigkeit", das "Dämonische", die "soziale Existenz" und das "Hell-Dunkel-Spiel" der Inszenierung.

Wie korrespondiert die Rattenmetaphorik mit der sozialen Realität der Charaktere?

Die Ratte symbolisiert im Werk das Zerstörerische und den sozialen Verfall, wobei die Figuren durch ihr Verhältnis zur Gesellschaft und ihr Handeln – unabhängig von ihrem sozialen Status – als "nagende" Kräfte dargestellt werden.

Warum spielt das Symbol des "Gespenstes" eine Rolle, obwohl es laut Autorin keine direkte Widerspiegelung des Denkens der Beteiligten ist?

Das Gespenst, insbesondere durch die Figur des "Sorgenfrei", fungiert vor allem als mahnendes Symbol für die Vergangenheit und die Folgen des sozialen Abstiegs, ohne dabei, im Gegensatz zur Rattenmetaphorik, direkt das tägliche Handeln der Figuren zu steuern.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die wiederkehrenden Symbole in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten" und das Problem ihrer Vielschichtigkeit
Untertitel
Fürchten Ratten sich vor Gespenstern?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Literatur des Naturalismus
Note
1,3
Autor
Verena Berens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
10
Katalognummer
V465152
ISBN (eBook)
9783668935600
ISBN (Buch)
9783668935617
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gerhart Hauptmann Die Ratten Naturalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Verena Berens (Autor:in), 2016, Die wiederkehrenden Symbole in Gerhart Hauptmanns Tragikomödie "Die Ratten" und das Problem ihrer Vielschichtigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465152
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Leseprobe aus  10  Seiten
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