Ziel der Arbeit ist nicht Probleme einzeln aufzuzählen, sondern vielmehr das zerlegen der Problemstellung in einzelne Faktoren. Diese Faktoren in ihrem Zusammenspiel wiederum sollen den Engpass der Durchsetzung einer Null-Fehler-Strategie in einer internationalen Unternehmung aufzeigen.
Um sich der Aufgabenstellung anzunähern wird diese Arbeit zunächst positiv Beispiele der Vergangenheit betrachten um so eine erste Orientierung zu schaffen. Danach werden verschiedene Instrumente einer Null-Fehler-Strategie betrachtet um herauszufinden, ob bei den unterschiedlichen Instrumenten Gemeinsamkeiten vorhanden sind, die eine allgemeine Aussage bezüglich der mit der Einführung und Durchsetzung entstehenden Probleme ermöglichen. Danach sollen grundsätzliche Problemstellungen organisationalen Wandels aufgezeigt werden. Um im folgenden spezifische Problemstellungen aus dem internationalen Setting zu untersuchen. In der Schlussbetrachtung wird der Engpass der Durchsetzung einer Null-Fehler- Strategie in einer internationalen Unternehmung beschrieben durch die Determinanten gemeinsame Schlüsselfaktoren der Instrumente, Engpass organisationalen Wandels und Problemstellung des internationalen Setting.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 GANG DER UNTERSUCHUNG
2 BEISPIELE ERFOLGREICHER UNTERNEHMEN
2.1 TOYOTA
2.2 MOTOROLA
2.3 GENERAL ELECTRICS
3 INSTRUMENTE EINER NULL FEHLER STRATEGIE
3.1 KAIZEN
3.2 LEAN PRODUCTION
3.3 TQM
3.4 SIX SIGMA
3.5 SCHLÜSSELFAKTOREN
4 ENGPASS DES ORGANISATIONALEN WANDELS
4.1 BALANCEAKT STRATEGIE - STRUKTUR - MITGLIED
4.2 WIEDERSTÄNDE SACH - STRUKTUR - KULTUREBENE
5 FIRMENKULTUR VS. LÄNDERKULTUR
5.1 SCHICHTENMODELL NACH DÜLFER
5.2 KULTURDIMENSIONEN NACH HOFSTEDE
6 SCHLUSSBETRACHTUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen bei der Implementierung einer Null-Fehler-Strategie in internationalen Unternehmen, wobei der Fokus auf der Identifikation zentraler Engpässe liegt, die durch ein komplexes Zusammenspiel von Managementinstrumenten und kulturellen Faktoren entstehen.
- Analyse erfolgreicher Qualitätsmanagement-Strategien (Kaizen, Lean, TQM, Six Sigma)
- Untersuchung von Hindernissen im organisationalen Wandel auf Sach-, Struktur- und Kulturebene
- Bewertung des Einflusses von nationalen Länderkulturen auf die Unternehmenskultur
- Identifikation des kulturellen Wandels als primären Engpassfaktor
Auszug aus dem Buch
3.1 KAIZEN
Laut dem Lean Enterprises Institute ist Kaizen: „Continuous improvement of an entire value stream or an individual process to create more value with less waste.”
Kaizen ist das japanische Wort für „Ersatz des Guten durch das Bessere“, oder kontinuierliche Verbesserung. Dieser Bedeutung folgend könnte Kaizen beliebig für jeglichen Verbesserungsprozess verwendet werden. Doch laut Masaaki Imai bedeutet „Kaizen eine kontinuierliche Verbesserung, die Manager und Arbeiter gleichermaßen einbeziehen.“ Gemeint ist damit, dass unter Einbeziehung und aktiver Mitwirkung aller Mitarbeiter und durch kontinuierliche „Veredelung“ ein Prozess zu höchster Güte reift.
Im Kaizen sind die Mitarbeiter die wichtigste Ressource, sie sind der Ursprung der Verbesserung, die sich Stück für Stück vollzieht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die wachsende Bedeutung von Qualität als Wettbewerbsfaktor und Darstellung der zentralen Problemstellung.
2 BEISPIELE ERFOLGREICHER UNTERNEHMEN: Untersuchung von Toyota, Motorola und General Electrics als Pionierunternehmen, die durch spezifische Strategien Wettbewerbsvorteile erlangten.
3 INSTRUMENTE EINER NULL FEHLER STRATEGIE: Analyse von Qualitätskonzepten wie Kaizen, Lean Production, TQM und Six Sigma sowie deren gemeinsamen Schlüsselfaktoren.
4 ENGPASS DES ORGANISATIONALEN WANDELS: Erörterung der Risiken bei Reorganisationen und der Widerstände auf verschiedenen Unternehmensebenen.
5 FIRMENKULTUR VS. LÄNDERKULTUR: Untersuchung des Einflusses nationaler Kulturen auf das Mitarbeiterverhalten mittels Dülfers Schichtenmodell und Hofstedes Kulturdimensionen.
6 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Einschätzung, dass der kulturelle Wandel das kritische Nadelöhr bei der Durchsetzung einer Null-Fehler-Strategie darstellt.
Schlüsselwörter
Null-Fehler-Strategie, Qualitätsmanagement, Kaizen, Lean Production, TQM, Six Sigma, Organisationswandel, Unternehmenskultur, Länderkultur, Prozessfokussierung, Kundenorientierung, DMAIC, Veränderungsmanagement, Humankapital, Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten, eine Null-Fehler-Strategie in einem internationalen Unternehmungsumfeld erfolgreich einzuführen und umzusetzen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Qualitätsmanagement-Methoden, organisatorischer Wandel, Unternehmenskultur und der Einfluss nationaler Kulturunterschiede.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Problemstellung in einzelne Faktoren zu zerlegen und das Zusammenspiel dieser Faktoren aufzuzeigen, um den primären Engpass der Strategiedurchsetzung zu identifizieren.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bewährter Managementkonzepte, organisationspsychologischer Modelle sowie Fallbeispiele erfolgreicher Unternehmen.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Im Hauptteil werden spezifische Instrumente wie Kaizen, Lean, TQM und Six Sigma analysiert, ergänzt durch eine Untersuchung der Widerstände bei organisationalem Wandel.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den Schlüsselbegriffen zählen Null-Fehler-Strategie, Prozessoptimierung, Unternehmenskultur, Veränderungswiderstände und internationales Management.
Warum ist laut Autor die Kulturebene so kritisch?
Die Kulturebene ist kritisch, da sie Verhaltensweisen und Einstellungen der Mitglieder umfasst, die träger gegenüber Veränderungen sind als technische oder strukturelle Faktoren.
Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Dülfer und Hofstede?
Während Dülfer in seinem Schichtenmodell Unternehmenskultur als etwas beschreibt, das auf die Länderkultur „aufgesetzt“ ist, zeigt Hofstede mittels Kulturdimensionen messbare Unterschiede im Mitarbeiterverhalten auf.
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- Thomas Herzog (Author), 2005, Probleme der Durchsetzung einer Null-Fehler-Strategie in einer internationalen Unternehmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46528