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Limitationen der Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen und Implikationen für die Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes zur Investitionsbewertung

Titel: Limitationen der Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen und Implikationen für die Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes zur Investitionsbewertung

Seminararbeit , 2005 , 19 Seiten , Note: mit Erfolg (bestanden)

Autor:in: Boris Podafa (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Problematik der finanziellen Optionstheorie und Möglichkeiten ihrer Übertragung auf die Realinvestitionen wird in der modernen Literatur zur Finanzierungstheorie zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, daß die modernen Wirtschaftsaktivitäten durch ein hohes Maß an Unsicherheit charakterisiert werden und die Realinvestitionen in der Regel zumindest teilweise irreversibel sind. Die mit einer Realinvestition verbundenen und von der statischen Kapitalwertmethode sehr schwer erfaßbaren Handlungsmöglichkeiten, die Realoptionen darstellen, und das Verständnis dieses Instrumentes und seines Ansatzes für Investitionsbewertung sind deshalb von außerordentlicher Bedeutung, weil sie eine flexible Reaktion des jeweiligen Unternehmens auf veränderte Umweltzustände ermöglichen und somit nicht lediglich Verlustpotenziale reduzieren, sondern auch neue Erfolgspotentiale eröffnen. Dabei wird allerdings vorausgesetzt, daß der Kenntnisstand des Managements über die sich verändernden Umweltzustände gegenüber dem Ausgangsniveau permanent verbessert wird, andernfalls ist das Vorhandensein von Handlungsspielräumen, wie beispielsweise eine Hinauszögerung des Investitionsbeginns, nutzlos.
Ziele dieser Arbeit bestehen folglich in der Darstellung der Analogie zwischen Finanz-und Realoptionen, wobei der Schwerpunkt auf die Frage gelegt wird, in welchen Aspekten diese Analogie an ihre Grenzen stößt. Das zweite Hauptziel bezieht sich auf die Untersuchung der Übertragbarkeit des Rüstzeugs der Finanzoptionstheorie auf Realinvestitionen und der Anwendbarkeit dieses Ansatzes zum Zwecke der Realinvestitionsbewertung. Im zweiten Kapitel werden Finanzoptionen und Realoptionen definiert und deren konzeptionelle Analogie dargestellt und erörtert; im Anschluß daran wird auf zum Zwecke der Finanzoptionsbewertung eingesetzte Modelle und ihre Annahmen als Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen eingegangen. Das dritte Kapitel widmet sich der Klassifikation der Realoptionen, und es wird jeweils gezeigt, mit welcher Finanzoption die jeweilige Realoptionsart Parallelitäten aufweist. Das Anliegen des vierten Kapitels ist es darzulegen, wo die Grenze zwischen beiden Konzepten liegt und welche Implikationen sich für die Anwendung des Realoptionsansatzes zur Realinvestitionsbewertung ergeben. Mit einer
Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse beschließt das fünfte Kapitel die Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Konzeptionelle Analogie zwischen Finanzoptionen und Realoptionen

2.1. Charakterisierung von Finanz- und Realoptionen

2.2. Ähnlichkeit der Zahlungs- und Risikostruktur

2.3. Optionsbewertung

3. Klassifikation der Realoptionen

3.1. Investitionsoptionen im weiteren Sinne

3.1.1. Investitionsoptionen im engeren Sinne

3.1.2. Desinvestitionsoptionen

3.1.3. Wachstumsoptionen im weiteren Sinne

3.1.3.1. Optionen auf schrittweise Investition

3.1.3.2. Erweiterungsoptionen

3.1.3.3. Wachstumsoptionen im engeren Sinne

3.2. Produktionsoptionen

3.2.1. Stillegungs- und Wiedereröffnungsoptionen

3.2.2. Umstellungsoptionen

4. Grenzen der Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen und Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes zum Zwecke der Investitionsbewertung

4.1. Unschärfeproblem

4.1.1. Vertragliche Fixierung

4.1.2. Nicht-Handel

4.2. Komplexität

4.2.1. Komplexität der Optionsrechte und der Unsicherheitsstruktur

4.2.2. Mehrstufigkeit und Interdependenzen zwischen Optionen

4.3. Parameterendogenität

4.4. Marktunvollkommenheiten

4.4.1. Unvollkommene Preisfindung

4.4.2. Agency Probleme

4.4.3. Wettbewerbseffekte

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die konzeptionelle Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen sowie deren Übertragbarkeit auf die Investitionsbewertung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, in welchen Aspekten diese Analogie an ihre Grenzen stößt und welche Implikationen sich daraus für die praktische Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes ergeben.

  • Grundlagen der Finanz- und Realoptionstheorie
  • Systematische Klassifikation verschiedener Realoptionsarten
  • Analyse der Grenzen der Analogie (Unschärfe, Komplexität, Marktunvollkommenheiten)
  • Kritische Bewertung der Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes im Vergleich zur Kapitalwertmethode

Auszug aus dem Buch

2.1. Charakterisierung von Finanzoptionen und Realoptionen

Unter einer Option wird ein Recht verstanden, das beim Abschluß eines Termingeschäftes einer Vertragspartei eingeräumt wird, ein vereinbartes Objekt (Basisobjekt) zu einem im vorab bestimmten Preis (Ausübungspreis) zu kaufen (Kaufoption, engl. Call ) oder zu verkaufen (Verkaufsoption, engl. Put), während die andere Partei bei Ausübung dieses Rechtes entsprechend zum Verkauf oder zum Erwerb dieses Objektes verpflichtet wird.5 Weil der Käufer das ihm zustehende Recht entweder ausüben oder verfallen lassen kann, werden solche Termingeschäfte als bedingte Termingeschäfte bezeichnet.

Realoptionen beziehen sich im Gegensatz zu Finanzoptionen nicht auf Finanztitel, sondern auf reale Vermögensobjekte. Dieser Begriff (Real Options) wurde zum ersten Mal von Myers für, mit einer Investition verbundene, Wahl- und Handlungsmöglichkeiten eingeführt.7 In dieser Arbeit stellte er den Wert eines Unternehmens als Summe aus dem Vermögenswert und dem Wert der Wachstumsmöglichkeiten aufgrund künftiger Investitionen dar. Aus diesen Überlegungen wird klar, daß Realoptionen, ähnlich wie Finanzoptionen, nicht unentgeltlich zu erwerben sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Hinführung zur Problematik der Anwendung der Finanzoptionstheorie auf Realinvestitionen bei hoher Unsicherheit und Irreversibilität.

2. Konzeptionelle Analogie zwischen Finanzoptionen und Realoptionen: Definition von Finanz- und Realoptionen sowie Darstellung der strukturellen Ähnlichkeiten und der verwendeten Bewertungsmodelle.

3. Klassifikation der Realoptionen: Systematische Einordnung von Investitions- und Produktionsoptionen zur Verdeutlichung der Zusammenhänge zwischen verschiedenen Realoptionsarten.

4. Grenzen der Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen und Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes zum Zwecke der Investitionsbewertung: Kritische Analyse der Limitationen hinsichtlich Unschärfe, Modellkomplexität und Marktunvollkommenheiten.

5. Zusammenfassung: Fazit über die prinzipielle Eignung des Realoptionsansatzes als Beitrag zur Weiterentwicklung der Investitionstheorie trotz theoretischer Annahmenverletzungen.

Schlüsselwörter

Realoptionen, Finanzoptionen, Investitionsbewertung, Kapitalwertmethode, Unsicherheit, Handlungsspielraum, Optionsbewertung, Duplikationsprinzip, Investitionsoptionen, Produktionsoptionen, Marktunvollkommenheiten, Wettbewerbseffekte, Unternehmensbewertung, Managementflexibilität, Investitionsentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Übertragung der Theorie finanzieller Optionen auf reale Investitionsentscheidungen in Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Optionen, die Klassifikation von Realoptionen sowie die kritische Analyse der Grenzen dieses Bewertungsansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Darstellung der Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen sowie die Prüfung der Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes zur Bewertung von Realinvestitionen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit nutzt einen methodischen Vergleich, um die Konsequenzen der Annahmenverletzungen beim Realoptionsansatz und der traditionellen Kapitalwertmethode gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine konzeptionelle Herleitung, eine detaillierte Systematisierung von Realoptionen sowie eine tiefergehende Untersuchung von Limitationen wie Unschärfe und Marktunvollkommenheiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Realoptionen, Kapitalwertmethode, Investitionsbewertung, Handlungsspielräume und Modellkomplexität.

Worin liegt der Hauptunterschied zwischen einer Finanz- und einer Realoption laut Text?

Während sich Finanzoptionen auf börsengehandelte Titel beziehen, betreffen Realoptionen reale Vermögenswerte, die oft firmenspezifisch und nicht direkt am Kapitalmarkt handelbar sind.

Wie geht die Arbeit mit dem Problem der "Marktunvollkommenheit" um?

Der Autor argumentiert, dass auch bei Nichtvorhandensein eines perfekt korrelierenden Assets (Twin Security) die traditionelle Kapitalwertmethode ebenfalls scheitern würde, weshalb der Realoptionsansatz nicht per se diskreditiert ist.

Warum sind Realoptionen laut Text "besonders wertvoll"?

Die Arbeit betont, dass Realoptionen dem Management erlauben, proaktiv und nicht nur reaktiv Handlungsflexibilitäten zur Steigerung des Shareholder Value zu nutzen.

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Details

Titel
Limitationen der Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen und Implikationen für die Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes zur Investitionsbewertung
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
Note
mit Erfolg (bestanden)
Autor
Boris Podafa (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
19
Katalognummer
V46537
ISBN (eBook)
9783638437080
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Limitationen Analogie Finanz- Realoptionen Implikationen Anwendbarkeit Realoptionsansatzes Investitionsbewertung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Boris Podafa (Autor:in), 2005, Limitationen der Analogie zwischen Finanz- und Realoptionen und Implikationen für die Anwendbarkeit des Realoptionsansatzes zur Investitionsbewertung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46537
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Leseprobe aus  19  Seiten
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