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Die politische Debatte um die deutsche Rentenreform von 1957

Eine kritische Analyse der Parteiendifferenzhypothese

Title: Die politische Debatte um die deutsche Rentenreform von 1957

Term Paper (Advanced seminar) , 2019 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - European Postwar Period
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Diese Hausarbeit setzt sich kritisch mit den Entstehungsbedingungen der Rentenreform von 1957 auseinander. Das Augenmerk liegt insbesondere auf der politischen Debatte zwischen den beiden Volksparteien SPD und CDU.

Diese Hausarbeit möchte im Folgenden die zentralen Streitpunkte der Rentendebatte aufgreifen und zum Ausgangspunkt einer Überprüfung heranziehen. Es soll untersucht werden, inwiefern anhand einer Analyse der zentralen Streitpunkte in der Rentendebatte die Parteiendifferenzhypothese gestützt, beziehungsweise widerlegt werden kann. Können demnach die Resultate der Regierungstätigkeit auf die parteipolitische Färbung von Legislative und Exekutive rekurriert werden? Und, um den Fragefokus auch auf die Oppositionsarbeit zu erweitern: Inwiefern spiegeln sich die unterschiedlichen parteipolitischen Ausrichtungen im politischen Willensbildungsprozess um die Rentenreform von 1957 wieder?

Der strukturelle Aufbau dieser Arbeit sieht vor, zunächst einen theoretischen Einblick in die Grundzüge der Parteiendifferenzhypothese zu geben. In einem weiteren Schritt sollen die historischen Entstehungsbedingungen der Rentenreform skizziert werden. Der Fokus liegt dabei vor allem auf den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der fünfziger Jahre. Zudem sollen die maßgeblichen politischen Akteure und ihre Motive genauer betrachtet werden. Es wird sich hierbei auf die beiden großen Volksparteien CDU und SPD sowie auf die Verbände und Gewerkschaften konzentriert. Im dritten Teil der Hausarbeit richtet sich der Blick dann auf die Streitpunkte der Rentenreform. Für die Untersuchung des politischen Entscheidungsprozesses werden die Sitzungsprotokolle des Deutschen Bundestages herangezogen und ausgewertet. Mit ihrer Hilfe können die Parteipositionen verdeutlicht werden. Zugleich geben sie Aufschluss über die Ausgangsfrage, inwieweit die Rentenreform zu einer Bestätigung oder Widerlegung der Parteiendifferenzhypothese beitragen kann. Gegen Ende der Hausarbeit werden die gewonnenen Erkenntnisse in einem abschließenden Fazit nochmals zusammengefasst und ausgewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Einführung in die Aussagen der Parteiendifferenzhypothese

2. Historisches Kontextkapitel

2.1. Die Entstehungsgeschichte der Rentenreform

2.2 Die Akteure

2.2.1 Die CDU

2.2.2 Die SPD

2.2.3 Verbände und Gewerkschaften

3. Analyse und Auswertung der Bundestagsprotokolle zur Rentendebatte

Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die politische Debatte um die Rentenreform von 1957, um zu prüfen, inwieweit die Parteiendifferenzhypothese – die besagt, dass unterschiedliche Regierungen zu verschiedenen politisch-inhaltlichen Ergebnissen führen – an diesem historischen Beispiel validiert oder widerlegt werden kann.

  • Analyse der Parteiendifferenzhypothese im Kontext des Sozialstaats
  • Historische Untersuchung der Entstehungsbedingungen der Rentenreform der 1950er Jahre
  • Untersuchung der Rollen und Motive von CDU, SPD sowie Verbänden und Gewerkschaften
  • Auswertung von Bundestagsprotokollen zur Identifikation parteipolitischer Differenzen im Entscheidungsprozess

Auszug aus dem Buch

3. Analyse und Auswertung der Bundestagsprotokolle zur Rentendebatte

Es soll sich nun der Leitfrage dieser Arbeit zugewendet und anhand der zentralen Streitpunkte der Rentenreform untersucht werden, ob sich die programmatischen Leitlinien und Wertekonzepte der Parteien in der politischen Debatte wiederfinden lassen. Bei den hier betrachteten Plenarsitzungen des Deutschen Bundestages muss zeitlich Folgendes beachtet werden: Die erste Lesung vom 27.06.1956 datiert vor dem Zusammentreten des Sozialpolitischen Ausschusses. Die Zusammenkünfte des Bundestages zur zweiten und abschließenden dritten Lesung datieren zeitlich nach den Beratungen des Sozialpolitischen Ausschusses. Für die Auswertung der Bundestagsprotokolle bedeutet dies, dass die Aussagen aus der ersten Lesung den „policy output“ wiederspiegeln, während die Ergebnisse der zweiten und dritten Lesung als Ergebnis des politischen Prozesses betrachtet werden können und folglich den „policy outcome“ darstellen. Die Parteiendifferenzhypothese wird somit am „policy output“ der ersten Lesung sowie dem „policy outcome“ der zweiten und dritten Lesung überprüft.

Im Deutschen Bundestag wurde in insgesamt drei Lesungen über die Rentenreform beraten. Die zweite und dritte Lesung zog sich über eine Sitzungslänge von vier vollen Verhandlungstagen und ging als „Rentenschlacht“ in die deutsche Parlamentsgeschichte ein. Zu den Hauptstreitpunkten während der gesamten Debatte gehörten: 1. die Fragen nach der Eigenständigkeit der Angestelltenversicherung, 2. die Diskussion zur möglichen Aufhebung der Versicherungspflichtgrenze, 3. die Suche nach einem adäquaten Steigerungssatz sowie der Dynamisierung der Rente, 4. die Forderung von Mindestrenten, 5. der Einbezug der Selbstständigen und 6. die Frage nach der Finanzierung des Rentensystems.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die historische Bedeutung der Rentenreform von 1957 und Darlegung der wissenschaftlichen Fragestellung.

1. Einführung in die Aussagen der Parteiendifferenzhypothese: Theoretische Herleitung der Hypothese, dass Parteien aufgrund ihrer Klientel unterschiedliche politische Prioritäten setzen.

2. Historisches Kontextkapitel: Skizzierung der sozioökonomischen Rahmenbedingungen der 1950er Jahre sowie der Positionen von CDU, SPD und weiteren Interessengruppen.

3. Analyse und Auswertung der Bundestagsprotokolle zur Rentendebatte: Detaillierte Untersuchung der zentralen politischen Streitpunkte der Rentenreform anhand von Protokollen der drei Lesungen im Bundestag.

Resümee: Zusammenfassende Einschätzung der Validität der Parteiendifferenzhypothese unter Berücksichtigung des Kompromisscharakters der Reform.

Schlüsselwörter

Rentenreform 1957, Parteiendifferenzhypothese, Sozialpolitik, Bundesrepublik Deutschland, CDU, SPD, Rentendebatte, Bundestagsprotokolle, Dynamische Rente, Sozialversicherung, DGB, Wohlfahrtsstaat, Politische Entscheidungsprozesse, Sozialer Ausgleich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Rentenreform von 1957 in der Bundesrepublik Deutschland unter Anwendung der Parteiendifferenzhypothese.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die sozialpolitischen Strategien der beiden großen Volksparteien CDU und SPD sowie der Einfluss von Verbänden und Gewerkschaften auf den Reformprozess.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob sich die parteipolitische Färbung von Legislative und Exekutive in den Resultaten der Rentenreform widerspiegelt und ob die Parteiendifferenzhypothese dadurch gestützt oder widerlegt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Untersuchung der Bundestagsprotokolle durchgeführt, wobei zwischen dem „policy output“ der ersten Lesung und dem „policy outcome“ der späteren Lesungen unterschieden wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte, den Akteuren, den inhaltlichen Streitpunkten (wie Dynamisierung, Finanzierung, Einbeziehung der Selbstständigen) und der konkreten parlamentarischen Debatte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Rentenreform 1957, Parteiendifferenzhypothese, Sozialpolitik, Volksparteien und politischer Kompromiss.

Warum wurde die „Rentenschlacht“ für die Untersuchung ausgewählt?

Die Debatte gilt als Meilenstein der deutschen Sozialstaatsgeschichte, da hier der Übergang zur „dynamischen Rente“ verhandelt wurde, die für Millionen Rentner eine erhebliche Verbesserung darstellte.

Welche Rolle spielten die Verbände bei der Reform?

Verbände und Gewerkschaften wie der DGB und die DAG sowie Wirtschaftsvereinigungen übten maßgeblichen Einfluss auf die Parteien aus und prägten so den politischen Willensbildungsprozess mit.

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Details

Title
Die politische Debatte um die deutsche Rentenreform von 1957
Subtitle
Eine kritische Analyse der Parteiendifferenzhypothese
College
University of Münster  (Historisches)
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
19
Catalog Number
V465418
ISBN (eBook)
9783668935242
ISBN (Book)
9783668935259
Language
German
Tags
debatte rentenreform eine analyse parteiendifferenzhypothese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Die politische Debatte um die deutsche Rentenreform von 1957, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465418
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