In dieser Arbeit werden die Elaborationsstrategien “Mnemotechniken”, “Wiederholen” und “Vorstellungsbilder” erläutert. Anschließend wird Wissen definiert und die Wissensnutzungsstrategien „Textformulieren“ und „Problemlösen“ dargestellt. Im Anschluss folgt der Methodenteil. Hier wird die Forschungsfrage vorgestellt und Hypothesen generiert. Im nächsten Schritt werden für jede einzelne bereits oben genannte Lernstrategie die formulierten Items dargestellt, und anhand der Reliabilitätsanalyse begründet, wieso diese in die Haupttestung übernommen wurden. Danach werden die Ergebnisse der Haupttestung vorgestellt und interpretiert. Die Projektarbeit endet mit einer kritischen Reflexion der Untersuchung und einem kurzem Resümee.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Elaborationsstrategien
2.1 Mnemotechniken
2.1.1 Loci Technik
2.1.2 Kennwortmethode
2.1.3 Schlüsselwortmethode
2.2 Wiederholungsstrategien
2.2.1 Wiederholen im umfassenderen Lernprozess
2.2.2 Strategien des variantenreichen Wiederholens
2.2.3 Strategie des verteilten versus massierten Übens
2.3 Vorstellungsbilder/ Imagery-Strategien
3. Wissensnutzungsstrategien
3.1 Problemlösen
3.2 Textproduzieren/ Schreibprozess als Problemlösen
4. Methodischer Teil
4.1 Forschungsfragen und Hypothesengenerierung
4.2 Mnemotechnik
4.3 Wiederholen
4.4 Vorstellungsbilder
4.5 Textformulieren
4.6 Problemlösen
4.7 Kritische Reflexion der Untersuchung
5. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die Projektarbeit untersucht, inwiefern sich die Nutzung verschiedener kognitiver Lernstrategien zwischen verschiedenen Altersgruppen (18-30, 31-44 und 45-60 Jahre) unterscheidet. Auf Basis einer theoretischen Fundierung zu Elaborations- und Wissensnutzungsstrategien wird mittels einer Fragebogenerhebung analysiert, ob altersbedingte Unterschiede im Lernverhalten vorliegen.
- Analyse von Elaborationsstrategien wie Mnemotechniken, Wiederholen und Vorstellungsbildern
- Untersuchung von Wissensnutzungsstrategien wie Textformulieren und Problemlösen
- Vergleichende Untersuchung der Lernstrategien in drei Alterskohorten
- Reliabilitätsanalyse und statistische Auswertung der erhobenen Daten mittels nicht-parametrischer Verfahren
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Loci Technik
Eine der Mnemotechniken ist die sogenannte Loci Technik. Hierbei wählt man eine Folge von Orten aus, die auf einem realen Weg liegen, welchen man oft beschreitet. Nun werden die bildlichen Vorstellungen des zu lernenden Materials mit den verschiedenen Orten verknüpf. Möchte man die Informationen abrufen, so geht man im Kopf den Weg von Ort zu Ort ab und kann so anhand der automatisch auftauchenden Vorstellungsbildern die Informationen wiedererkennen. Bei der Konstruktion der Verbindung von Wort und Ort ist darauf zu achten, dass sie in Interaktion miteinander stehen. Möchte man zum Beispiel das Wort “Kind” mit dem Ort “Ampel” verbinden, so sollte man sich vorstellen, dass das Kind auf den Schalter an der Ampel drückt. Außerdem sollten die Bilder lebendig, farblich intensiv und abstrakt sein. So kann man sich Sachen besser vorstellen, wenn sie sich an einer außergewöhnlichen Stelle befinden oder sie eine ungewöhnliche Farbe haben (Metzig & Schuster, 2016).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung gibt einen Überblick über die behandelten Lernstrategien, den Methodenteil sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2. Elaborationsstrategien: In diesem Kapitel werden Methoden zur Förderung des Behaltens wie Mnemotechniken, Wiederholungsstrategien und Vorstellungsbilder theoretisch erarbeitet.
3. Wissensnutzungsstrategien: Dieses Kapitel definiert Wissen und erläutert Strategien zur Wissensanwendung, insbesondere das Problemlösen und den Schreibprozess als Problemlösen.
4. Methodischer Teil: Hier wird das Untersuchungsdesign vorgestellt, die Forschungsfragen formuliert und die statistische Auswertung der erhobenen Daten mittels Reliabilitätsanalysen und nicht-parametrischen Tests durchgeführt.
5. Resümee: Das abschließende Resümee reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung und diskutiert Einschränkungen sowie Implikationen für die betriebliche Praxis.
Schlüsselwörter
Lernstrategien, Elaborationsstrategien, Mnemotechniken, Wiederholungsstrategien, Wissensnutzungsstrategien, Problemlösen, Textproduktion, Altersunterschiede, Fragebogen, Reliabilitätsanalyse, Kruskal-Wallis-Test, Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Wirtschaftspsychologie, Lernprozess
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Projektarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung kognitiver Lernstrategien bei Erwachsenen verschiedener Altersgruppen und untersucht, ob signifikante Unterschiede in der Nutzungsintensität dieser Strategien bestehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind Elaborationsstrategien (wie Mnemotechniken und Wiederholen) sowie Wissensnutzungsstrategien (wie Problemlösen und Textformulieren).
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, durch eine empirische Untersuchung zu eruieren, ob sich die Lernstrategien von jungen Erwachsenen (18-30) von denen älterer Erwachsener (45-60) unterscheiden.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?
Es wurde eine deduktive Konstruktion von Items für einen Fragebogen vorgenommen, gefolgt von Reliabilitätsanalysen (Cronbachs Alpha, Trennschärfe) und nicht-parametrischen statistischen Tests (Kruskal-Wallis-Test, Dunn-Bonferroni-Test).
Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Lernstrategien sowie einen methodischen Teil, der die Validierung der Items und die statistische Prüfung der aufgestellten Hypothesen darlegt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Lernstrategien, Mnemotechniken, Problemlösen, empirische Sozialforschung, Altersvergleich und Wirtschaftspsychologie.
Welche Rolle spielt die Loci Technik im Kontext der Untersuchung?
Die Loci Technik ist ein zentraler Untersuchungsgegenstand der Mnemotechniken. Die Auswertung zeigte hier signifikante Unterschiede in der Nutzung zwischen den Altersgruppen.
Was sind die Haupteinschränkungen der methodischen Vorgehensweise?
Der Autor weist darauf hin, dass aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen und der Internetbefragung die Repräsentativität der Stichprobe eingeschränkt ist und die Validität der Ergebnisse durch soziale Erwünschtheit beeinflusst worden sein könnte.
Zu welcher Schlussfolgerung kommt der Autor bezüglich der betrieblichen Anwendung?
Der Autor schließt, dass Lernstrategien als Schlüsselqualifikationen gezielt in betrieblichen Trainings gefördert werden sollten, da die aktuelle Studienlage keine eindeutigen Empfehlungen für eine Alters-Differenzierung zulässt.
- Citation du texte
- Anonym (Auteur), 2017, Kognitive Lernstrategien. Elaborationsstrategien und Wissensnutzungsstrategien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465444