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Stakeholderanalyse. Die analytische Komponente der Unternehmensethik

Title: Stakeholderanalyse. Die analytische Komponente der Unternehmensethik

Presentation (Elaboration) , 2015 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Maximilian Mayr (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Ausgehend von der Annahme, dass es ein System von Bewertungsmaßstäben bedarf, um die Legitimität eines Stakeholderanspruchs zu präzisieren, wird im Folgenden auf verschiedene ethische Prinzipien zurückgegriffen, die eine solche Basis darstellen.

Das erste von Frau Göbel benannte Bezugssystem für die Bewertung von Stakeholderansprüchen bildet das ethische Prinzip der Menschenrechte. Hieraus lässt sich schließen, dass die Menschenrechte individuelle Rechte sind, die aus der menschlichen Natur heraus gegeben sind und damit jedem Menschen in gleicher Art und Weise zukommen. Philosophisch sind diese durch Kant begründet. Nach Kant verfügt jeder Mensch über den Willen und das Vermögen sich selbst sittliche Gesetze zu geben, was ihm gleichzeitig ein Bewusstsein für Moralität zukommen lässt.

Das zweite vorgestellte ethische Prinzip zur Bewertung von Stakeholderanliegen bezieht sich auf das Gemeinwohl. Laut Frau Göbel ergibt sich die Legitimation von Eingriffen in die Grundrechte aus dem Ziel des Gemeinwohls. Hierbei ist zwischen nicht legitimen und legitimen Eingriffen zu unterscheiden. Ein nicht legitimer Eingriff ist, den Menschen als Forschungsobjekt zu nutzen um neue Medikamente zu entwickeln und dabei sein Leben zu gefährden. Ein legitimer Eingriff wiederum ist der Freiheitsentzug eines Verbrechers.

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Inhaltsverzeichnis

1.1 Ethische Grundlagen für die Legitimitätsbewertung (MM)

1.1.1 Menschenwürde als ethisches Prinzip für die Bewertung

1.1.2 Gemeinwohl als ethisches Prinzip für die Bewertung

1.1.3 Nachhaltigkeit als ethisches Prinzip für die Bewertung

1.1.4 Tierschutz als ethisches Prinzip für die Bewertung

1.1.5 Gerechtigkeit als ethisches Prinzip für die Bewertung

1.2 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die analytische Komponente der Unternehmensethik im Kontext der Stakeholderanalyse zu untersuchen, indem ein systematischer Rahmen von ethischen Bewertungsmaßstäben für Stakeholderansprüche evaluiert und kritisch hinterfragt wird.

  • Menschenwürde als ethisches Fundament
  • Gemeinwohl als Kriterium für legitime Eingriffe
  • Nachhaltigkeit und Verantwortung gegenüber künftigen Generationen
  • Tierschutz und die moralische Pflicht zur Erhaltung der Biodiversität
  • Systematik der Gerechtigkeitsarten in der Stakeholderanalyse

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Menschenwürde als ethisches Prinzip für die Bewertung

Das erste von Frau Göbel benannte Bezugssystem für die Bewertung von Stakeholderansprüchen bildet das ethische Prinzip der Menschenrechte. Hieraus lässt sich schließen, dass die Menschenrechte individuelle Rechte sind, die aus der menschlichen Natur heraus gegeben sind und damit jedem Menschen in gleicher Art und Weise zukommen. Philosophisch sind diese durch Kant begründet. Nach Kant verfügt jeder Mensch über den Willen und das Vermögen sich selbst sittliche Gesetze zu geben, was Ihm gleichzeitig ein Bewusstsein für Moralität zukommen lässt. „Handle so, daß du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, gleichzeitig als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchest.“ Mit diesem Zitat möchte Kant klarstellen, dass der Mensch bei seinem Handeln stets die zu einem bestimmten Zweck führenden Mittel berücksichtigen soll. Man soll also nicht auf Kosten anderer Menschen zu seinem eigenen Vorteil handeln.

Seit diesen Anfängen gab es viele Versuche Menschenrechte zu formulieren, der wohl bekannteste ist die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, welche durch die UN-Generalversammlung am 10.12.1948 in Kraft trat. Diese beinhaltet im Wesentlichen die drei grundlegenden Aspekte Freiheit, Gerechtigkeit und das Vorhandensein von guten Lebensbedingungen. Durch die Verabschiedung der internationalen Pakte von 1966 wurden neben diesen grundlegenden Rechten erweiterte Menschenrechte formuliert. Beispiele hierfür sind der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sozialer Ausbeutung oder der besondere Schutz für berufstätige Mütter.

Zusammenfassung der Kapitel

1.1 Ethische Grundlagen für die Legitimitätsbewertung (MM): Dieses Kapitel führt verschiedene ethische Prinzipien ein, die als notwendige Bewertungsmaßstäbe für die Legitimität von Stakeholderansprüchen dienen.

1.1.1 Menschenwürde als ethisches Prinzip für die Bewertung: Es wird dargelegt, wie die kantische Philosophie und die Menschenrechte als fundamentale Basis für die Achtung menschlicher Würde bei Stakeholderanliegen fungieren.

1.1.2 Gemeinwohl als ethisches Prinzip für die Bewertung: Hier wird die Rolle des Gemeinwohls analysiert, insbesondere in der Abwägung gegenüber dem Einzelwohl und als Rechtfertigung für Eingriffe in Grundrechte.

1.1.3 Nachhaltigkeit als ethisches Prinzip für die Bewertung: Dieser Abschnitt erläutert die Verantwortung des Unternehmens für eine intakte Umwelt als Voraussetzung für das Wohlergehen heutiger und zukünftiger Generationen.

1.1.4 Tierschutz als ethisches Prinzip für die Bewertung: Es wird die moralische Verpflichtung zur Erhaltung der Biodiversität und die Grenzen der Nutzung von Tieren im wirtschaftlichen Prozess diskutiert.

1.1.5 Gerechtigkeit als ethisches Prinzip für die Bewertung: Das Kapitel differenziert fünf verschiedene Gerechtigkeitsformen, um Stakeholderansprüche normativ bewerten zu können.

1.2 Kritische Würdigung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Praxistauglichkeit der vorgestellten theoretischen Prinzipien und zeigt auf, dass für eine erfolgreiche Stakeholderanalyse ergänzende Folgenabwägungen notwendig sind.

Schlüsselwörter

Unternehmensethik, Stakeholderanalyse, Legitimität, Menschenwürde, Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, Tierschutz, Gerechtigkeit, Tauschgerechtigkeit, Leistungsgerechtigkeit, Bedürfnisgerechtigkeit, Verfahrensgerechtigkeit, Unternehmensführung, ethische Prinzipien, Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der analytischen Komponente der Unternehmensethik und der Frage, welche ethischen Kriterien herangezogen werden können, um die Legitimität von Stakeholderansprüchen qualitativ zu bewerten.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die zentralen Themen sind Menschenwürde, Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, Tierschutz sowie verschiedene Dimensionen der Gerechtigkeit als Bezugsrahmen für unternehmerische Entscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein systematisches Set an ethischen Bewertungsmaßstäben vorzustellen und kritisch zu prüfen, ob diese ausreichen, um Stakeholderansprüche in der Unternehmenspraxis adäquat zu behandeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit der Literatur, insbesondere dem Werk von Elisabeth Göbel zum Thema Unternehmensethik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden fünf ethische Prinzipien (Menschenwürde, Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, Tierschutz, Gerechtigkeit) detailliert erläutert und deren Anwendung auf die Bewertung von Stakeholderansprüchen diskutiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Unternehmensethik, Stakeholderanalyse, legitime Ansprüche, moralische Prinzipien und unternehmerische Verantwortung.

Inwieweit wird das Gemeinwohl dem Einzelwohl gegenübergestellt?

Die Arbeit analysiert das Gemeinwohl sowohl als höchstes Gut als auch als Dienstwert für das Einzelwohl und zeigt anhand von Beispielen auf, in welchen Fällen das Gemeinwohl Vorrang vor individuellen Interessen haben kann.

Was ist das zentrale Fazit des Verfassers hinsichtlich der Anwendbarkeit der Theorie?

Der Verfasser kommt zu dem Schluss, dass das vorgestellte System zwar theoretisch fundiert ist, jedoch konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis vermissen lässt und durch eine zwingende Folgenabwägung ergänzt werden muss.

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Details

Title
Stakeholderanalyse. Die analytische Komponente der Unternehmensethik
College
University of Applied Sciences Bergisch Gladbach
Grade
1,7
Author
Maximilian Mayr (Author)
Publication Year
2015
Pages
7
Catalog Number
V465459
ISBN (eBook)
9783668929586
Language
German
Tags
unternehmensethik ethik business management fhdw bergisch gladbach stakeholder stakeholderanalyse gerechtigkeit tierschutz gemeinwohl menschenwürde nachhaltigkeit ethisch prinzip ethisches prinzip bewertung kritische würdigung analytik bachelor bwl legitimitätsbewertung
Product Safety
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Quote paper
Maximilian Mayr (Author), 2015, Stakeholderanalyse. Die analytische Komponente der Unternehmensethik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465459
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