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Homophilie im Rauchverhalten von Jugendlichen

Die Erklärungskraft von sozialem Einfluss und Selektion im Vergleich

Titel: Homophilie im Rauchverhalten von Jugendlichen

Hausarbeit , 2019 , 18 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Peter Solbach (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit geht der Frage nach, ob der Fokus auf Beeinflussung durch Freunde gerechtfertigt ist oder ob der alternative Prozess der Selektion das Entstehen der oben genannten Cluster eher erklärt und die Programme daher überarbeitet werden sollten.

Zur Klärung dieses Sachverhalts wird zunächst das Vorkommen von Homogenität in sozialen Freundschaftsnetzwerken erläutert. Dabei wird die Homophilie als mögliche Hauptursache dieser Homogenität bezüglich des Rauchverhaltens beschrieben. Anschließend werden die Prozesse der sozialen Beeinflussung und der Selektion als möglichen Erklärungen für die Homophilie dargestellt und theoretisch eingeordnet.

Der Hauptteil der Arbeit widmet sich der Beantwortung der Forschungsfrage, welcher der beiden Prozesse bei der Bildung von im Rauchverhalten homogener Freundschaftsnetzwerke überwiegt. Dazu wird zunächst ein Überblick über die bisherige Forschung zu Homophilie im Rauchverhalten von Jugendlichen gegeben, und dann näher auf die Literatur über die unterschiedlichen Prozesse und deren relative Stärke eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Homogenität sozialer Freundschaftsnetzwerke

2.2. Der Prozess der sozialen Beeinflussung und Sozialisation

2.3. Der Prozess der Selektion

3. Überblick über bisherige empirische Forschung

3.1. Homophilie im Rauchverhalten von Jugendlichen

3.2. Die Prozesse der Sozialisation und Selektion im Vergleich

4. Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen hinter der beobachtbaren Ähnlichkeit im Rauchverhalten von Jugendlichen innerhalb von Freundschaftsnetzwerken. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob diese Homophilie primär durch soziale Beeinflussung (Sozialisation) oder durch die aktive Selektion von Freunden mit ähnlichem Verhalten entsteht, um daraus Rückschlüsse für die Gestaltung von Präventionsprogrammen zu ziehen.

  • Analyse der Homophilie in sozialen Netzwerken
  • Vergleich der Wirksamkeit von Selektion und sozialer Beeinflussung
  • Rolle von Netzwerktopologie und sozialer Identität beim Rauchbeginn
  • Evaluierung empirischer Längsschnittstudien (z.B. Add Health, ESFA)
  • Implikationen für gesundheitspolitische Präventionsansätze

Auszug aus dem Buch

2.3. Der Prozess der Selektion

Selektion bezeichnet einen Prozess, in dem Individuen festlegen, mit welchen anderen Personen sie sich anfreunden wollen und daraufhin in Interaktion treten.

Obwohl das Verhalten im Gegensatz zu vorrangigen Eigenschaften wie zum Beispiel Geschlecht oder ethnischer Herkunft nur ein zweitrangiges homophiles Merkmal ist, stellt es Kerckhoff und Davis, sowie Kandel zufolge dennoch einen wichtigen Prädiktor für die Selektion eines Freundschaftsnetzwerk dar (Kerckhoff/Davis 1962; Kandel 1978).

Jugendliche sollten also, sofern der Prozess der Selektion für die Homophilie im Rauchverhalten relevant ist, bevorzugt Personen als Freunde wählen, welche ein ähnliches Rauchverhalten haben, wie sie selbst.

Während soziale Beeinflussung hauptsächlich stattfindet, wenn eine Person bereits Teil des spezifischen Freundschaftsnetzwerks ist, findet der Prozess der Selektion zeitlich vor der eigentlichen Netzwerkintegration statt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die gesundheitspolitische Relevanz des Tabakkonsums bei Jugendlichen und stellt die zentrale Forschungsfrage nach dem Ursprung der beobachtbaren Homophilie in Freundschaftsnetzwerken.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen der Netzwerkanalyse und grenzt die theoretischen Mechanismen der Homogenitätsbildung durch soziale Beeinflussung und Selektion voneinander ab.

3. Überblick über bisherige empirische Forschung: Dieser Abschnitt wertet internationale Längsschnittstudien aus, welche die Entflechtung von Sozialisations- und Selektionseffekten mittels komplexer statistischer Modelle untersuchen.

4. Zusammenfassung und Diskussion: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und leitet daraus notwendige Anpassungsstrategien für die Suchtprävention ab, die über den bisherigen Fokus auf reine Gruppendruck-Modelle hinausgehen.

Schlüsselwörter

Homophilie, Rauchverhalten, Jugendliche, soziale Beeinflussung, Selektion, Freundschaftsnetzwerke, Sozialisation, Netzwerkanalyse, Add Health, ESFA, SIENA-Modell, Präventionsprogramme, Gruppenidentität, Nikotinkonsum, Clusterbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, warum Freunde bei Jugendlichen häufig ein so ähnliches Rauchverhalten aufweisen und welche Mechanismen – soziales Lernen oder bewusste Auswahl – dies verursachen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die soziale Netzwerkforschung, Theorien der Sozialisation, die Dynamik von Freundschaftsentscheidungen und die Wirksamkeit von Präventionsprogrammen gegen das Rauchen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die relative Bedeutung von sozialer Beeinflussung gegenüber der Selektion zu klären, um zu verstehen, ob Maßnahmen zur Verhaltensprävention eher auf Gruppendruck oder auf die Auswahlprozesse von Jugendlichen reagieren sollten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, die vor allem neuartige, längsschnittbasierte statistische Verfahren wie die stochastischen aktor-basierten Modelle (SIENA-Modelle) diskutiert, mit denen Netzwerk- und Verhaltensveränderungen entflochten werden können.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Netzwerkbegriffe und eine umfassende Diskussion empirischer Studien, insbesondere der Add Health- und ESFA-Datensätze.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Homophilie, Selektion, soziale Beeinflussung, Freundschaftsnetzwerke und Rauchprävention definiert.

Welche Rolle spielt die Popularität von Rauchern in diesem Kontext?

Einige der untersuchten Studien deuten darauf hin, dass Raucher in bestimmten sozialen Umgebungen eine höhere Popularität genießen können, was die soziale Beeinflussung beeinflusst und das Rauchen zu einem Attraktivitätsmerkmal machen kann.

Können Präventionsprogramme durch diese Erkenntnisse verbessert werden?

Ja, der Autor schlägt vor, dass Programme nicht nur auf "Refusal-Skills" gegen Gruppendruck setzen sollten, sondern auch die Bedeutung der Freundeswahl und die Rolle einflussreicher, populärer Jugendlicher stärker berücksichtigen müssen.

Inwieweit unterscheiden sich die Ergebnisse der betrachteten Studien?

Die Studien zeigen teils unterschiedliche Gewichtungen der Prozesse, was oft an den verschiedenen Zeitpunkten der Datenerhebung, den gewählten statistischen Verfahren oder regionalen Unterschieden in der sozialen Akzeptanz des Rauchens liegt.

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Details

Titel
Homophilie im Rauchverhalten von Jugendlichen
Untertitel
Die Erklärungskraft von sozialem Einfluss und Selektion im Vergleich
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie)
Veranstaltung
Seminar: Freunde, Fluch oder Segen? Netzwerkforschung in der Adoleszenz
Note
1.3
Autor
Peter Solbach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
18
Katalognummer
V465559
ISBN (eBook)
9783668929609
ISBN (Buch)
9783668929616
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Netzwerkforschung Netzwerke Soziale Netzwerke Adoleszenz Jugendliche Jugend Freundschaft Freundschaftsnetzwerke Nikotin Nikotinkonsum Drogen Selektion Sozialer Einfluss Sozialisation Rauchen Rauchverhalten Netzwerk Peer Kinder Gruppenzwang Peer Pressure Zigaretten Alkohol Tabak Tabakkonsum Soziale Beeinflussung Selektionsmechanismen Homophilie Soziale Homophilie Homogenität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Peter Solbach (Autor:in), 2019, Homophilie im Rauchverhalten von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465559
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Leseprobe aus  18  Seiten
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