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Das internationale Klimaabkommen von Kyoto. Die Effektivität des Emissionshandels diskutiert am Beispiel der EU

Title: Das internationale Klimaabkommen von Kyoto. Die Effektivität des Emissionshandels diskutiert am Beispiel der EU

Term Paper , 2018 , 20 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Maximlian Salzwedel (Author)

Politics - Environmental Policy
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Schon immer erwärmen natürliche Treibhausgase (THG) die Erde und halten die Erdmitteltemperatur konstant. Es besteht jedoch die Vermutung, dass der Treibhauseffekt durch den Menschen auf unnatürliche Weise verstärkt wird.

Die Konzentration des THG in der Atmosphäre ist mit Beginn der Industrialisierung stark gestiegen. Durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen für Elektroenergieerzeugung/Wärmeerzeugung, durch Massentierhaltung, durch die Brandrodung des Regenwaldes und durch ein immer weiter wachsendes Verkehrsaufkommen, wird dieser Aufwärtstrend bis heute stetig verstärkt. Die Folgen: Die Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt, das Wetter wird extremer und auch politische und wirtschaftliche Folgen sind absehbar.

Extreme Wetterereignisse richten Schäden in Millionenhöhe an und bremsen die regional betroffene Wirtschaft. Die Abwanderung der Bevölkerung mit allen politischen und wirtschaftlichen Folgen ist zu beobachten. Der Klimawandel wird allen schaden, auch in finanzieller Hinsicht. Es besteht die Notwendigkeit, diese Klimaveränderung zu bremsen.

Da sich die Menge der THG Emissionen von Nation zu Nation unterscheiden, kann es keinen Erfolg haben, wenn einzelne Nationen gegen den Klimawandel ankämpfen. Emissionen können nur über weite geographische Räume betrachtet und bekämpft werden. Um effektiv Emissionen zu reduzieren, muss auf globaler Ebene gehandelt werden.

Eine übergreifende, handlungsfähige Weltregierung existiert nicht. Klimaziele können weder vorgeben, noch einfach durchgesetzt werden. Lediglich eine globale, völkerrechtlich verankerte Verpflichtung könnte die Nationen dieser Erde zu gemeinsamen Klimazielen und angepassten Maßnahmen bewegen.

Der Grundstein für die notwendige Verpflichtung wurde 1997 in Kyoto (Japan) gelegt. Mit dem Kyoto-Protokoll (KP) wurden erstmals verbindliche, völkerrechtliche Klimaziele zur Verringerung der THG für einzelne Länder oder Länderverbände (EU) festgelegt. Aktuell haben 191 Nationen das KP ratifiziert und agieren und kooperieren global im Kampf gegen die Erderwärmung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Grundlagen des Emissionshandels

2.1 Das Kyoto-Protokoll, Kernpunkte und Zielsetzung

2.2 Die 3 flexiblen Mechanismen

3. Umsetzung in der Europäischen Union (EU ETS)

3.1 Verteilung der Emissionsrechte

3.2 Die EU im globalen Vergleich

4. Probleme des Emissionshandels

5. Diskussion / Bewertung des Emissionshandels

6. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert das Kyoto-Protokoll sowie die Funktionsweise und Effektivität des Emissionshandels als klimapolitisches Instrument. Dabei wird untersucht, inwieweit das System zur Reduktion von Treibhausgasen beiträgt und welche globalen sowie strukturellen Herausforderungen bei der Umsetzung in der Europäischen Union bestehen.

  • Grundlagen des Emissionshandels und das Kyoto-Protokoll
  • Mechanismen zur CO2-Reduktion in der EU (EU ETS)
  • Die Problematik der globalen Beteiligung und Wettbewerbsverzerrung
  • Wirtschaftliche Anreize für Klimaschutzmaßnahmen
  • Potenziale und Grenzen marktbasierter Umweltpolitik

Auszug aus dem Buch

2. Grundlagen des Emissionshandels

Der Emissionshandel ist ein grundlegendes Instrument der aktuellen Klimapolitik. Es ist ein Handel mit THG mit dem Ziel des Klimaschutzes. Es werden Klimaziele in Form von Emissionsgrenzwerten festgelegt und durch die Vergabe von EZ ist es Staaten erlaubt, eine bestimmte Menge von Treibhausgasen freizusetzen.

Gleichzeitig soll über eine kontinuierliche Verknappung der jährlichen Emissionsobergrenzen eine Einsparung der schädlichen THG erreicht werden. Überschüsse oder Defizite bei der Erreichung des vorgegebenen Klimazieles, können auf einem Markt gehandelt werden. Der Anreiz besteht darin, Emissionen zu reduzieren, um die überschüssigen EZ an „Klimasünder“ zu verkaufen.

Ziel des Emissionshandels ist es, das Ausmaß der Umweltnutzung über einen Markt zu regulieren. So soll eine effektivere Möglichkeit entstehen, im Vergleich zu politischen Verbotsgesetzen und Zwangsmaßnahmen. Diese Idee und auch die Grundlage für einen internationalen und europäischen Emissionsrechtehandel wurde 1997 bei der Klimakonferenz in Kyoto umgesetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Autor führt in die Problematik der anthropogenen Verstärkung des Treibhauseffekts ein und erläutert die Notwendigkeit globaler klimapolitischer Übereinkünfte wie das Kyoto-Protokoll.

2. Grundlagen des Emissionshandels: In diesem Kapitel werden das Kyoto-Protokoll, seine Zielsetzungen sowie die drei flexiblen Mechanismen zur Emissionsminderung erläutert.

3. Umsetzung in der Europäischen Union (EU ETS): Der Fokus liegt auf der Implementierung des EU-Emissionshandelssystems, der Zuteilung von Zertifikaten und der Einordnung der EU im globalen Kontext.

4. Probleme des Emissionshandels: Hier werden Herausforderungen wie die Nicht-Teilnahme großer Emittenten, der „Hot air“-Handel und die Auswirkungen von Wirtschaftskrisen auf den Markt diskutiert.

5. Diskussion / Bewertung des Emissionshandels: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Effektivität des Systems unter Berücksichtigung von Pro-Kopf-Emissionen und der Wettbewerbssituation.

6. Fazit und Ausblick: Der Autor resümiert, dass der Emissionshandel zwar ein erfolgversprechendes Instrument darstellt, aber zur globalen Wirkung eine breitere internationale Basis und stärkere Einbindung von Schwellenländern benötigt.

Schlüsselwörter

Kyoto-Protokoll, Emissionshandel, Treibhausgase, EU ETS, Klimaschutz, Emissionszertifikate, Nachhaltigkeit, globale Erwärmung, Klimapolitik, Annex-B Staaten, Clean Development Mechanism, Joint Implementation, CO2-Reduktion, Umweltschutz, Lastenausgleich

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das internationale Klimaabkommen von Kyoto und analysiert, wie effektiv der Emissionshandel als Instrument zur Senkung von Treibhausgasen ist, insbesondere am Beispiel der Europäischen Union.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Mechanismen des Kyoto-Protokolls, die Funktionsweise des EU-Emissionshandelssystems, die wirtschaftlichen Anreize für Unternehmen sowie die globalen Herausforderungen bei der Umsetzung klimapolitischer Ziele.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Wirksamkeit, die bestehenden Probleme und die Zukunftstauglichkeit des Emissionshandels als Klimaschutzstrategie kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive und analytische Literaturarbeit durchgeführt, die auf der Auswertung von Statistiken (z.B. CO2-Emissionsdaten), internationalen Abkommen und fachwissenschaftlichen Berichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Emissionshandels, die praktische Umsetzung in der EU, eine kritische Diskussion der Probleme bei der Umsetzung sowie eine Bewertung im globalen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kyoto-Protokoll, Emissionshandel, EU ETS, Klimaschutz, Treibhausgase und Nachhaltigkeit.

Warum ist die Einbindung von Schwellenländern laut dem Autor so wichtig?

Der Autor argumentiert, dass Schwellenländer wie China und Indien in Zukunft den größten Anteil an den Emissionen tragen werden und ein effektiver Klimaschutz ohne ihre aktive Teilnahme am Handel mit Emissionsrechten kaum möglich ist.

Welche Rolle spielt die Wirtschaftskrise für das Emissionshandelssystem?

Die Wirtschaftskrise führt zu einer geringeren Produktion und damit zu einem Überangebot an Zertifikaten auf dem Markt, was deren Wert drastisch sinken lässt und den Anreiz zu klimafreundlichen Investitionen mindert.

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Details

Title
Das internationale Klimaabkommen von Kyoto. Die Effektivität des Emissionshandels diskutiert am Beispiel der EU
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut)
Course
Kernfragen Internationaler Beziehungen
Grade
2,3
Author
Maximlian Salzwedel (Author)
Publication Year
2018
Pages
20
Catalog Number
V465591
ISBN (eBook)
9783668940789
ISBN (Book)
9783668940796
Language
German
Tags
Kyoto Protokol Klimawandel Klimakonferenz EU Klimaabkommen Emissionshandel Europäische Union Klimaziele Pariser Klimaabkommen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Maximlian Salzwedel (Author), 2018, Das internationale Klimaabkommen von Kyoto. Die Effektivität des Emissionshandels diskutiert am Beispiel der EU, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465591
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