Der Islam bildet nach dem Christentum die größte Religion der Welt und ist mit ca. 1,8 Milliarden Mitgliedern im stetigen Wachstum. Genauso wie das Judentum und das Christentum ist der Islam eine abrahamitische Religion. Diese drei Religionen sind demnach miteinander verbunden, da sie den gleichen Ursprung in Abraham haben und monotheistische Religionen sind.
Im Islam wird Gott als allmächtig, allgegenwärtig und personal dargestellt. Islam bedeutet Hingabe oder Unterwerfung unter Allah und seinen im Koran offenbarten Willen. Als Muslim werden die Gläubigen bezeichnet, wörtlich übersetzt bedeutet Muslim „der sich Hingebende“. Mohammed gilt im Islam nicht als Religionsgründer, sondern mehr als Überbringer der Botschaft Gottes. Darüber hinaus hatte er nicht den Anspruch mehr als ein Mensch zu sein.4 Der Koran wurde durch den Erzengel Gabriel an Mohammad übermittelt. Die Botschaft offenbarte er ihm in einer Höhle, in der Mohammed sich befand um Schutz zu suchen. Mohammed erhielt demnach eine göttliche Eingebung und wurde zu dem Propheten des Islam.
Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse
2. Analyse der Lernvoraussetzungen
3. Didaktische Analyse
4. Methodische Analyse
5. Tabelle der Unterrichtseinheit
6. Verlaufsplan
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Modulabschlussarbeit konzipiert einen Unterrichtsentwurf für die Jahrgangsstufe 5/6, der das Ziel verfolgt, den Schülerinnen und Schülern den Islam durch eine explorative Stationsarbeit näherzubringen. Im Zentrum steht dabei die Auseinandersetzung mit den 5 Säulen des Islam, um durch Sachwissen und eine respektvolle Begegnung mit fremden religiösen Traditionen Vorurteilen entgegenzuwirken und den Dialog zwischen den abrahamitischen Religionen zu fördern.
- Einführung in die Grundlagen des Islam (Gottverständnis, Selbstverständnis als "Hingebende")
- Detaillierte didaktische Aufarbeitung der 5 Säulen des Islam
- Methodische Gestaltung einer schülerorientierten Stationsarbeit
- Förderung der interreligiösen Kompetenz und Identitätsentwicklung
- Vergleichende Perspektive zwischen Islam und Christentum
Auszug aus dem Buch
1. Sachanalyse
Der Islam bildet nach dem Christentum die größte Religion der Welt und ist mit ca. 1,8 Milliarden Mitgliedern im stetigen Wachstum. Genauso wie das Judentum und das Christentum ist der Islam eine abrahamitische Religion. Diese drei Religionen sind demnach miteinander verbunden, da sie den gleichen Ursprung in Abraham haben und monotheistische Religionen sind.
Im Islam wird Gott als allmächtig, allgegenwärtig und personal dargestellt. Islam bedeutet Hingabe oder Unterwerfung unter Allah und seinen im Koran offenbarten Willen. Als Muslim werden die Gläubigen bezeichnet, wörtlich übersetzt bedeutet Muslim „der sich Hingebende“. Mohammed gilt im Islam nicht als Religionsgründer, sondern mehr als Überbringer der Botschaft Gottes. Darüber hinaus hatte er nicht den Anspruch mehr als ein Mensch zu sein.
Der Koran wurde durch den Erzengel Gabriel an Mohammad übermittelt. Die Botschaft offenbarte er ihm in einer Höhle, in der Mohammed sich befand um Schutz zu suchen. Mohammed erhielt demnach eine göttliche Eingebung und wurde zu dem Propheten des Islam.
Das Gotteshaus der Muslime wird Moschee genannt. In der Moschee befindet sich der Gebetsraum, in dem sich Muslime überwiegend zum Freitagsgebet treffen. Die Moschee verfügt ebenfalls über Minarette, von dem aus der Muezzin den Gebetsruf ausführt. Das Gebet nimmt im Islam eine tragende Rolle ein. Das 5-malige Beten am Tag bildet eine der 5 Säulen des Islam. Die Gebetsrichtung nach Mekka, sowie das Wiederholen der arabisch vorformulierten Gebete, gelten als maßgeblich für die Akzeptanz Gottes. Nur Gebete die richtig ausgeführt werden, werden von Gott angenommen und akzeptiert. In der Unterrichtsstunde wird neben den Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler vor allen Dingen auf die 5 Säulen des Islam eingegangen. Das Einhalten der 5 Säulen ist unabdinglich für das Leben im Islam.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Sachanalyse: Dieses Kapitel bietet einen theologischen und religionswissenschaftlichen Überblick über den Islam, seine Entstehung, das Gottesbild und die Bedeutung der 5 Säulen.
2. Analyse der Lernvoraussetzungen: Hier wird die Lerngruppe (Klasse 5/6) charakterisiert und der methodische Vorbereitungsstand bezüglich des interreligiösen Lernens evaluiert.
3. Didaktische Analyse: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Thematisierung des Islam zur Vorurteilsprävention und zur Förderung der eigenen religiösen Identitätsbildung.
4. Methodische Analyse: Hier wird das methodische Vorgehen der Unterrichtsstunde beschrieben, insbesondere der Einsatz des Stuhlkreises und der Stationsarbeit zur atmosphärischen und inhaltlichen Erschließung.
5. Tabelle der Unterrichtseinheit: Diese Übersicht stellt die einzelnen Sequenzen der Unterrichtseinheit mit ihren jeweiligen Inhalten und Lernzielen tabellarisch dar.
6. Verlaufsplan: Dieses Kapitel detailliert den geplanten Ablauf der 90-minütigen Unterrichtsstunde inklusive Sozialformen, Medien und Begründungen für die einzelnen Phasen.
Schlüsselwörter
Islam, 5 Säulen, Religionsunterricht, Didaktik, Interreligiöses Lernen, Stationsarbeit, Schahada, Moschee, Abrahamitische Religionen, Identitätsentwicklung, Realschule, Glaubensbekenntnis, Gebet, Koran, Toleranz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst einen unterrichtspraktischen Entwurf zur Einführung des Themas "Islam" für die Jahrgangsstufen 5 und 6 im Fach Evangelische Religionslehre.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die 5 Säulen des Islam, die Grundlagen des muslimischen Glaubens sowie der interreligiöse Dialog zwischen Islam und Christentum.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Schülern durch entdeckendes Lernen eine respektvolle und vorurteilsfreie Begegnung mit dem Islam zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktisch-methodische Planung erstellt, die auf dem Prinzip der Stationsarbeit und einem schülerzentrierten, explorativen Ansatz basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse, didaktische Reflexionen, eine methodische Herleitung und einen konkreten Verlaufsplan für eine 90-minütige Einheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Interreligiöses Lernen, Stationsarbeit, 5 Säulen des Islam und Identitätsbildung charakterisieren.
Welche Rolle spielt der "Stuhlkreis" in der Unterrichtsplanung?
Der Stuhlkreis dient als Einstiegs- und Reflexionsraum, um eine Atmosphäre der Offenheit zu schaffen, die den "Prüfungscharakter" der normalen Sitzordnung minimiert.
Warum wird die Methode der Stationsarbeit gewählt?
Die Stationsarbeit wird als angemessener als Gruppenarbeit empfunden, da sie jedem Schüler individuelle Erfahrungen mit der Religion ermöglicht und die Verinnerlichung der Inhalte fördert.
- Arbeit zitieren
- Marc Dyck (Autor:in), 2017, Die 5 Säulen des Islam. Unterrichtsentwurf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465771