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Fiskalpolitik und demographischer Wandel. Auswirkungen des demographischen Wandels auf die öffentlichen Haushalte

Titel: Fiskalpolitik und demographischer Wandel. Auswirkungen des demographischen Wandels auf die öffentlichen Haushalte

Hausarbeit , 2015 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Michael Khan (Autor:in)

Soziologie - Politik, Majoritäten, Minoritäten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit will die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die öffentlichen Haushalte beleuchten. Dies soll durch einen Vergleich der aktuellen und zukünftigen, Demographie bedingten fiskalpolitischen Einnahmen und Ausgaben geschehen. Um dem föderativen System der Bundesrepublik Deutschland gerecht zu werden, sollen die Analysen für Bund, Länder und Kommunen vorgenommen werden.

Dabei zeigt diese Seminararbeit neben Gefahren und Handlungsoptionen für notwendige Maßnahmen auch positive Effekte des demographischen Wandels für die öffentlichen Haushalte auf. Die wirtschaftspolitische Relevanz des Themas ergibt sich allein aus dem in Art. 20 Abs. 1 GG festgelegten Sozialstaatmodell und den ökonomischen Zwängen der Fiskalpolitik aufgrund prognostizierter sinkender Haushaltsmittel. Darüber hinaus stellt die optimale Allokation knapper Ressourcen (hier fiskalpolitische Mittel) eine typische Aufgabe der Volkswirtschaftslehre dar.

Zu Beginn der Arbeit soll im zweiten Kapitel der demographische Wandel unter Berücksichtigung der für die Arbeit relevanten Aspekte dargestellt werden. Im dritten Kapitel folgt ein kurzer Überblick über die fiskalpolitischen Instrumente von Bund, Ländern und Kommunen. Dabei soll auch auf die Mittelherkunft sowie deren Verteilung im föderativen System der Bundesrepublik Deutschland eingegangen werden.

Das vierte Kapitel stellt das Konzept der Generationenbilanz vor und definiert die Begriffe "Explizite Staatsschulden", "Implizite Staatsschulden" und "Nachhaltigkeitslücke". Im fünften Kapitel werden die zu erwartenden, durch den demographischen Wandel bedingten Veränderungen auf der Einnahmenseite thematisiert, während im sechsten Kapitel die Effekte auf der Ausgabenseite betrachtet werden.

Dies soll, soweit möglich, durch eine separate Betrachtung der Auswirkungen auf die Fiskalpolitik für Bund, Länder und Kommunen erfolgen. Anschließend soll im siebten Kapitel ein Zwischenfazit über positive und negative Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte gezogen werden und daraus entstehende Möglichkeiten sowie notwendige Maßnahmen erörtert werden. Im abschließenden achten Kapitel werden die zentralen Aspekte der Arbeit aufgegriffen und zusammengefasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der demographische Wandel

3. Mittelherkunft und Verteilung im föderativen System

4. Die Generationenbilanz

5. Demographiebedingte Einnahmeeffekte

6. Demographiebedingte Ausgabeneffekte

7. Notwendige Maßnahmen und Handlungsoptionen

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die öffentlichen Haushalte in Deutschland, um aufzuzeigen, wie fiskalpolitische Einnahmen und Ausgaben durch Bevölkerungsrückgang und eine veränderte Altersstruktur beeinflusst werden.

  • Analyse demographischer Einflussfaktoren (Altersstruktur, Bevölkerungsrückgang)
  • Untersuchung der Mittelherkunft und -verteilung im föderalen System
  • Anwendung der Generationenbilanz zur Bewertung der fiskalischen Nachhaltigkeit
  • Bewertung demographiebedingter Einnahme- und Ausgabeneffekte
  • Ableitung von Maßnahmen und Handlungsoptionen für Bund, Länder und Kommunen

Auszug aus dem Buch

2. Der demographische Wandel

Deutschland ist vom demographischen Wandel betroffen wie kaum ein anderes Land. Das vorliegende Kapitel soll einen Überblick geben, was unter dem Schlagwort „demographischer Wandel“ zu verstehen ist, ausgewählte Aspekte kurz erläutern und ihre Relevanz für die vorliegende Arbeit aufzeigen. Unter dem Begriff „demographischer Wandel“ versteht man verschiedene Veränderungen in der Bevölkerung. Dazu zählen eine sich stark verändernde Altersstruktur, das quantitativ veränderte Verhältnis von Männern und Frauen, Migration, Zu- und Fortzug innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sowie der allgemeine Bevölkerungsrückgang.

Die Zahl der Immigranten hat in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig abgenommen. Dennoch übersteigt sie weiterhin die Anzahl der Emigrationen, sodass sich ein positiver Saldo für die Gesamtbevölkerung Deutschlands ergibt. Laut Schätzungen des Statistischen Bundesamtes beträgt der Zuwanderungssaldo zwischen 200.000 und 300.000 Personen pro Jahr. Verstärkt wird dies noch dadurch, dass die einwandernden Personen im Schnitt jünger als die auswandernden Personen sind. Somit sind hier Effekte feststellbar, welche einen Zuwachs sowie eine Verjüngung der Bevölkerung zur Folge hätten, jedoch werden diese von den allgemeinen Alterungs- und Schrumpfungsprozessen überlagert.

In Deutschland sind sowohl eine sinkende Sterberate (Mortalität) als auch eine sinkende Geburtenrate (Fertilität) zu beobachten. Dies hat zur Folge, dass neben einem Rückgang der Bevölkerung auch ein Alterungsprozess einsetzt. Bis Anfang der Siebzigerjahre ließ sich in Deutschland eine sehr hohe Geburtenrate von 2,5 Kindern pro Frau messen, welche in den folgenden Jahren auf ca. 1,45 Kinder pro Frau sank und seitdem nur noch geringfügige Veränderungen aufweist. Die gesunkene Fertilität lässt sich einerseits mit der Verbreitung der Antibabypille sowie der veränderten Situation auf dem Arbeitsmarkt erklären, in dem die Beschäftigungsquote von Frauen gestiegen ist. Da seit Beginn der Siebzigerjahre die Mortalität über der Geburtenrate liegt, ist auch mit Einberechnung der Zuwanderung ein konstanter Bevölkerungsrückgang zu erwarten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen des demographischen Wandels für Deutschland ein und umreißt die Zielsetzung der Arbeit sowie das methodische Vorgehen.

2. Der demographische Wandel: Das Kapitel definiert den Begriff des demographischen Wandels und erläutert relevante Faktoren wie sinkende Geburtenraten, steigende Lebenserwartung und regionale Bevölkerungsverschiebungen.

3. Mittelherkunft und Verteilung im föderativen System: Hier werden die Aufgabenverteilung und die Finanzierungsstrukturen von Bund, Ländern und Kommunen sowie die Auswirkungen demographischer Faktoren auf diese Ebenen erläutert.

4. Die Generationenbilanz: Dieses Kapitel stellt die Generationenbilanz als langfristiges Analyseinstrument zur Prüfung der Nachhaltigkeit von Fiskal- und Sozialpolitik vor.

5. Demographiebedingte Einnahmeeffekte: Die Untersuchung konzentriert sich auf die negativen Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf die Steuereinnahmen und Sozialabgaben der öffentlichen Haushalte.

6. Demographiebedingte Ausgabeneffekte: Das Kapitel analysiert, wie sich die demographische Struktur auf die Ausgaben für öffentliche Güter auswirkt und welche Skaleneffekte dabei auftreten können.

7. Notwendige Maßnahmen und Handlungsoptionen: Es werden Strategien zur Anpassung an den demographischen Wandel diskutiert, darunter Personalplanung, überkommunale Zusammenarbeit und die Erhöhung des Erwerbspotenzials.

8. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und beantwortet die Frage nach der fiskalpolitischen Tragfähigkeit angesichts der demographischen Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Demographischer Wandel, öffentliche Haushalte, Generationenbilanz, Fiskalpolitik, Bevölkerungsrückgang, Alterungsprozess, Sozialstaat, Bund-Länder-Finanzbeziehungen, Steuereinnahmen, Ausgabeneffekte, Erwerbspotenzial, Nachhaltigkeitslücke, Skaleneffekte, demographische Herausforderung, Haushaltskonsolidierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ökonomischen Folgen des demographischen Wandels für die öffentlichen Haushalte in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit beleuchtet die Auswirkungen von Bevölkerungsrückgang und Alterung auf die Einnahmenseite durch Steuern sowie die Ausgabenseite im föderalen System.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die öffentlichen Haushalte zu beleuchten und Handlungsoptionen für eine nachhaltige Fiskalpolitik aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben der Sekundärforschung wird insbesondere das Konzept der Generationenbilanz als Analyseinstrument zur Bewertung der fiskalpolitischen Nachhaltigkeit verwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des demographischen Wandels, die föderale Mittelverteilung, die Einnahme- und Ausgabeeffekte sowie Strategien zur Anpassung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind der demographische Wandel, die Generationenbilanz, Fiskalpolitik, öffentliche Haushalte und die Nachhaltigkeit der Staatsfinanzen.

Wie unterscheiden sich die Effekte zwischen den föderalen Ebenen?

Bund, Länder und Kommunen sind unterschiedlich stark betroffen; während z.B. der Bund unter sinkenden Beiträgen zu Sozialversicherungen leidet, stehen Kommunen oft vor Herausforderungen durch schrumpfende Infrastrukturauslastung.

Warum ist die Generationenbilanz laut Autor kritisch zu hinterfragen?

Die Generationenbilanz basiert auf Annahmen, die stark von der Realität abweichen können, insbesondere bei langfristigen Bevölkerungsprognosen, was die Aussagekraft der Ergebnisse einschränken kann.

Welche Rolle spielt das Erwerbspotenzial für die öffentlichen Haushalte?

Da Steuereinnahmen stark vom Erwerbspotenzial abhängen, stellt dessen prognostizierter Rückgang eine der größten fiskalischen Bedrohungen dar, weshalb eine höhere Erwerbsbeteiligung als Lösungsansatz diskutiert wird.

Welche Bedeutung hat die Standortkonkurrenz zwischen Kommunen?

Die Konkurrenz um Bevölkerung verursacht zusätzliche Kosten anstatt durch Zusammenarbeit positive Skaleneffekte zu nutzen, was die Generationenbilanz weiter belastet.

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Details

Titel
Fiskalpolitik und demographischer Wandel. Auswirkungen des demographischen Wandels auf die öffentlichen Haushalte
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Department für Volkswirtschaftslehre)
Veranstaltung
Die demographische Herausforderung
Note
1,3
Autor
Michael Khan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
21
Katalognummer
V465879
ISBN (eBook)
9783668934115
ISBN (Buch)
9783668934122
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fiskalpolitik demographie Demographische Herausforderung Öffentliche Haushalte Demographischer Wandel Öffentliche Einnahmen Öffentliche Ausgaben Komunen Länder Gemeinden Staatsschulden Implizite Staatsschulden Explizite Staatsschulden Generationenbilanz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Khan (Autor:in), 2015, Fiskalpolitik und demographischer Wandel. Auswirkungen des demographischen Wandels auf die öffentlichen Haushalte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465879
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Leseprobe aus  21  Seiten
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