In der Hausarbeit werden die Themen des Seminars "Alter Bund im Neuen Bund" mit eigener Schwerpunktsetzung herausgearbeitet. Im ersten Teil steht die Gesetzesauslegung des Paulus im Vordergrund. Dabei werden relevante Stellen im Galaterbrief und Römerbrief zur Hilfe gezogen. Im zweiten Teil werden der Alte Bund und der Neue Bund gegenüber gestellt, unter besonderer Berücksichtigung "der Herrlichkeit des neuen Bundes".
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Gesetz bei Paulus
2.1 Das Gesetz im Galaterbrief
2.2 Das Gesetz im Römerbrief
2.3 Zusammenfassung: Gesetz bei Paulus
3. Alter Bund und Neuer Bund
3.1 Die Herrlichkeit des Dienstes im Neuen Bund
3.2 Zusammenfassung: Alter Bund und Neuer Bund
4. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient als Lerntagebuch für das Modul „Fragen und Verstehen der Bibel“ und setzt sich intensiv mit der paulinischen Theologie auseinander. Das primäre Ziel ist es, das Gesetzesverständnis des Apostels Paulus sowie das Verhältnis zwischen dem Alten und Neuen Bund wissenschaftlich zu analysieren, um ein tieferes Verständnis für die paulinischen Briefe und deren Bedeutung im neutestamentlichen Kontext zu gewinnen.
- Analyse des Gesetzesverständnisses im Galater- und Römerbrief
- Untersuchung der Funktion des Gesetzes bei Paulus
- Erforschung des Verhältnisses von Altem und Neuem Bund
- Interpretation von zentralen Textstellen aus dem zweiten Korintherbrief
- Reflexion über die Bedeutung der paulinischen Theologie für die schulische Praxis
Auszug aus dem Buch
Die Herrlichkeit des Dienstes im neuen Bund
4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott. 5 Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, 6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. 7 Wenn aber der Dienst, der den Tod bringt und der mit Buchstaben in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, sodass die Israeliten das Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf seinem Angesicht, die doch aufhörte, 8 wie sollte nicht der Dienst, der den Geist gibt, viel mehr Herrlichkeit haben? 9 Denn wenn der Dienst, der zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte, wie viel mehr hat der Dienst, der zur Gerechtigkeit führt, überschwängliche Herrlichkeit.
10 Denn auch, was verherrlicht ist, ist nicht als Herrlichkeit zu achten gegenüber dieser überschwänglichen Herrlichkeit. 11 Denn wenn das Herrlichkeit hat, was da aufhört, wie viel mehr wird das Herrlichkeit haben, was da bleibt. 12 Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voller Freimut 13 und nicht wie Mose, der eine Decke über sein Angesicht legte, damit die Israeliten nicht sahen das Ende dessen, was da vergeht. 14 Aber ihr Sinn wurde verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag bleibt diese Decke über dem alten Bund, wenn daraus gelesen wird; sie wird nicht aufgedeckt, weil sie in Christus abgetan wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl des Lerntagebuchs, insbesondere den Fokus auf das Gesetzesverständnis bei Paulus sowie das Verhältnis von Altem und Neuem Bund.
2. Das Gesetz bei Paulus: Dieses Kapitel analysiert das komplexe und teils widersprüchliche Gesetzesverständnis des Paulus anhand von Beispielen aus dem Galater- und Römerbrief.
3. Alter Bund und Neuer Bund: Dieser Abschnitt untersucht das Verständnis von „Bund“ bei Paulus und analysiert insbesondere das Verhältnis der beiden Bündnisse im zweiten Korintherbrief.
4. Schluss: Der Schlussteil reflektiert die erarbeiteten Erkenntnisse und deren Bedeutung für die zukünftige Tätigkeit als Lehrkraft im schulischen Kontext.
Schlüsselwörter
Paulus, Gesetz, Alter Bund, Neuer Bund, Galaterbrief, Römerbrief, Rechtfertigung, Glaube, Christus, Offenbarungsfunktion, Diatheke, Herrlichkeit, Eschatologie, Zuchtmeister, Schrift.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit fungiert als Lerntagebuch und analysiert zwei zentrale Themenkomplexe der paulinischen Theologie: das Verständnis des Gesetzes sowie das Verhältnis zwischen Altem und Neuem Bund.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig das Gesetzesverständnis des Paulus in den Briefen sowie die theologische Charakterisierung des Alten und Neuen Bundes.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine fundierte Auseinandersetzung mit ausgewählten paulinischen Textstellen, um die Funktion des Gesetzes und die Verbindung der beiden Testamente besser zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine exegetische Herangehensweise, bei der ausgewählte Textstellen aus den paulinischen Briefen unter Einbeziehung theologischer Fachliteratur analysiert und in ihren Kontext eingeordnet werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zentrale Stellen aus dem Galater- und Römerbrief zur Funktion des Gesetzes sowie der dritte Abschnitt des zweiten Korintherbriefes zum Thema Bund analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Paulus, Gesetz, Glaube, Alter/Neuer Bund, Gerechtigkeit, Rechtfertigung und die paulinische Theologie.
Warum spielt die Unterscheidung von „alt“ und „neu“ eine Rolle?
Die Autorin verdeutlicht, dass „alt“ bei Paulus nicht „veraltet“ bedeutet, sondern das grundlegende Testament Israels meint, das durch den Neuen Bund in Christus eine eschatologische Erneuerung erfährt.
Welche Rolle spielt das „Deckenmotiv“ im zweiten Korintherbrief?
Das Deckenmotiv symbolisiert die Verstockung der Israeliten gegenüber dem Alten Bund; durch Christus wird diese Decke abgetan, was den Zugang zum Neuen Bund ermöglicht.
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- Carina Schwantje (Author), 2018, Das Alte Testament im Neuen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/465962