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Schlüsselqualifikationen in beruflichen Abschlussprüfungen

Title: Schlüsselqualifikationen in beruflichen Abschlussprüfungen

Diploma Thesis , 2005 , 80 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Michael Neukirch (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Seit mehreren Jahrzehnten ist das Konzept der Schlüsselqualifikationen ständig in der Diskussion und es kursieren in der Literatur die unterschiedlichsten Ansätze zu diesem Konzept. Ziel dieser Arbeit ist es, das Abprüfen von Schlüsselqualifikationen in der Abschlussprüfung zum Bankkaufmann näher zu durchleuchten. Hierbei steht also die Frage im Vordergrund, inwieweit die heutigen Abschlussprüfungen Ihrem eigenen Anspruch gerecht werden, nicht nur reines Fachwissen, sondern eben auch Schlüsselqualifikationen abzuprüfen. Deshalb wird im ersten Teil dieser Arbeit zunächst auf den Begriff der Schlüsselqualifikationen näher eingegangen. Hierbei wird zunächst das Konzept von Dieter Mertens, der als Vorreiter in der Diskussion um die Schlüsselqualifikationen gilt, erläutert. Des Weiteren wird die Wichtigkeit von Schlüsselqualifikationen in der täglichen Berufspraxis aufgezeigt. Was sind die Anforderungen der Wirtschaft an die Schule? Welche Qualifikationen werden von den Absolventen seitens der Betriebe erwartet? Ist reines Fachwissen in der heutigen Zeit noch ausreichend, um im Berufsleben bestehen zu können? Anschließend wird ein zweiter Ansatz von Lothar Reetz vorgestellt. Hiernach stellt sich die Frage, welcher der beiden Ansätze eher mit den Forderungen der Schulen und Betriebe nach mehr Handlungsorientierung in Einklang zu bringen ist.
Was sind nötige Fachkompetenzen für den Bankberuf? Eine sinnvolle Eingrenzung wird hier unter anderem auch über die gängige Ausbildungsordnung bzw. den Rahmenlehrplan für den Beruf Bankkaufmann/-frau erfolgen. Zusätzlich werden in diesem Zusammenhang die Taxonomiestufen von Bloom erläutert.
Entsprechend wird die Vorgehensweise bei der Sozialkompetenz sein. Hierfür werden zunächst konkrete und nötige Kompetenzen für den Bankberuf beschrieben, wobei natürlich auch hier nur ein sehr kleiner Ausschnitt der möglichen Ausprägungen von Sozialkompetenz betrachtet werden kann.
Anschließend werden dann nötige Anforderungen an Prüfungen beziehungsweise Aufgabenformen erörtert. Ausgehend von der Kritik am traditionellen Prüfungswesen soll die Notwendigkeit des Abprüfens von Schlüsselqualifikationen bzw. Handlungskompetenzen in Abschlussprüfungen aufgezeigt werden. Des Weiteren soll geklärt werden, wie gute Prüfungen in der Praxis aussehen könnten und auch sollten, um die zuvor aufgeführten Schlüsselqualifikationen und Handlungskompetenzen auch abzuprüfen.



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Problemaufriss

2 Schlüsselqualifikationen

2.1 Das Konzept der Schlüsselqualifikationen nach Mertens

2.2 Bedeutung von Schlüsselqualifikationen in der Berufspraxis

2.3 Das Konzept der Schlüsselqualifikationen nach Reetz

3 Berufliche Handlungskompetenz bei angehenden Bankkaufleuten

3.1 Nötige Fachkompetenzen für den Bankberuf

3.1.1 Die Fachkompetenz Problemlösefähigkeit

3.1.2 Die sechs Taxonomiestufen von Bloom

3.1.3 Entwicklung von Problemtypen auf Grundlage der Taxonomiestufen von Bloom

3.2 Nötige Sozialkompetenzen für den Bankberuf

3.2.1 Die Sozialkompetenz Kommunikationsfähigkeit

3.2.1.1 Die non-verbale Kommunikation

3.2.1.2 Die vier Ebenen der Kommunikation

3.2.1.3 Kommunikationsfähigkeit in der persönlichen Kundenberatung

3.2.2 Die Sozialkompetenz Teamfähigkeit

4 Anforderungen an neue Prüfungs- beziehungsweise Aufgabenformen

4.1 Kritik am traditionellen Prüfungswesen

4.1.1 Die Zufallsleistung

4.1.2 Orientierung an der reinen Wissensebene

4.1.3 Der Kritikpunkt der mangelnden Zielgenauigkeit

4.2 Aufbau von guten Prüfungen

4.2.1 Handlungsorientierte Prüfungen

4.2.2 Handlungsorientierte Aufgabenformen im schriftlichen Prüfungsteil

4.3 Die Gütekriterien der Testtheorie

4.3.1 Die Objektivität

4.3.2 Die Reliabilität

4.3.3 Die Validität

5 Überprüfung konkreter Bankabschlussprüfungsaufgaben

5.1 Gebundene Aufgaben

5.2 Ungebundene Aufgaben

5.3 Die mündliche Prüfung

6 Ergebnisse und Diskussion

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit Abschlussprüfungen zur Ausbildung zum Bankkaufmann/-frau den Anspruch erfüllen, neben reinem Fachwissen auch Schlüsselqualifikationen und Handlungskompetenzen zu prüfen. Dabei wird analysiert, ob aktuelle Prüfungsformen den Anforderungen an eine handlungsorientierte Ausbildung gerecht werden oder ob weiterhin die reine Reproduktion von Faktenwissen dominiert.

  • Konzepte der Schlüsselqualifikationen (Mertens vs. Reetz)
  • Berufliche Handlungskompetenz und ihre Komponenten (Fach-, Sozial-, Methodenkompetenz)
  • Kritik an traditionellen Prüfungsformen (Zufallsleistung, Wissensebene, Zielgenauigkeit)
  • Gestaltungsmöglichkeiten handlungsorientierter Prüfungsaufgaben
  • Analyse und Diskussion konkreter Prüfungsaufgaben aus der Bankpraxis

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Konzept der Schlüsselqualifikationen nach Mertens

Ein erster Systematisierungs- und Operationalisierungsansatz über den Begriff der Schlüsselqualifikationen wurde 1974 von Dieter Mertens etabliert und somit wird die Entwicklung der Diskussion um Schlüsselqualifikationen eng mit seinem Namen verbunden. Im Jahr 1974 veröffentlichte er unter dem Titel “ Schlüsselqualifikationen – Thesen zur Schulung für eine moderne Gesellschaft“ eine Systematik von übergeordneten Bildungszielen und –elementen, die aufgrund des sich dauernd ändernden Arbeitsmarktes eine angemessene Orientierung geben sollte. Mertens stützte sich auf das Argument der mangelnden Prognostizierbarkeit konkreter Arbeits- und Aufgabenanforderungen. Seiner Meinung nach reichte die Fähigkeit der Wissenschaft, die eigene Entwicklung vorherzusagen und der Schule somit Hinweise künftiger Erfordernisse zu geben, als Anhaltspunkt für eine gute Bildungsplanung nicht aus. Für Mertens war das Tempo des Veralterns von Bildungsinhalten umso größer, je enger sie an die Praxis angelegt wurden. Im Wesentlichen ergab sich für Ihn die mangelnde Prognostizierbarkeit und das sich daraus ergebende Streben nach flexibilisierten Qualifikationen aus drei Rahmenbedingungen:

Eine Verschärfung ökonomischer Realitäten verbunden mit einer Erhöhung unternehmerischer Rationalität führen zwangsläufig zu einer Zunahme der Anforderungen an potentieller Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt. Des Weiteren wird von Mertens die Hypothese vertreten, dass das so genannte „Obsoleszenztempo“, also die Zerfallszeit von Bildungsinhalten und die damit verbundene Verringerung der Halbwertszeit von Wissen, eine höhere Flexibilität seitens der Individuen erfordere. Mertens ging von der Annahme aus, „dass das Obsoleszenztempo (...) von Bildungsinhalten positiv mit der Praxisnähe und negativ mit ihrem Abstraktionsniveau korreliert.“ In anderen Worten: Bildungsinhalte mit höherem Abstraktionsniveau veraltern im Zuge des ökonomischen und technischen Wandels deutlich langsamer als reines Fachwissen. Der technologische Wandel, verbunden mit einer raschen Entwicklung neuer Kommunikations- und Informationstechnologien, war für Dieter Mertens ein drittes wichtiges Argument für die mangelnde Prognostizierbarkeit konkreter Arbeits- und Aufgabenanforderungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung und Problemaufriss: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, benennt die Problematik der heutigen Prüfungsanforderungen und führt in die zentralen Konzepte der Schlüsselqualifikationen ein.

2 Schlüsselqualifikationen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Ansätze von Mertens und Reetz und beleuchtet die steigende Bedeutung von Schlüsselqualifikationen in der modernen Berufspraxis.

3 Berufliche Handlungskompetenz bei angehenden Bankkaufleuten: Hier werden Fach- und Sozialkompetenzen konkret auf den Bankberuf angewendet, wobei die Taxonomiestufen nach Bloom zur Operationalisierung genutzt werden.

4 Anforderungen an neue Prüfungs- beziehungsweise Aufgabenformen: Das Kapitel analysiert die Kritik am traditionellen Prüfungswesen und diskutiert Anforderungen an handlungsorientierte Prüfungen sowie Gütekriterien der Testtheorie.

5 Überprüfung konkreter Bankabschlussprüfungsaufgaben: Dieser Hauptteil prüft praktische Beispiele aus Bankabschlussprüfungen daraufhin, ob sie tatsächlich Handlungskompetenz abprüfen oder weiterhin reines Faktenwissen erfordern.

6 Ergebnisse und Diskussion: Hier erfolgt eine kritische Reflexion der Ergebnisse aus Kapitel 5, wobei die Vor- und Nachteile verschiedener Aufgabenformen in Bezug auf die Prüfungsziele gegenübergestellt werden.

7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert zukunftsweisende Modelle wie die gestreckte Abschlussprüfung zur Verbesserung der Prüfungsqualität.

Schlüsselwörter

Schlüsselqualifikationen, Handlungskompetenz, Bankkaufmann, Abschlussprüfung, Handlungsorientierung, Fachkompetenz, Sozialkompetenz, Testtheorie, Problemlösefähigkeit, Taxonomie von Bloom, Berufsbildung, Prüfungsaufgaben, Kundenorientierung, Soft Skills, Objektivität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Abschlussprüfungen für Bankkaufleute den Anspruch erfüllen, über reines Fachwissen hinaus auch sogenannte Schlüsselqualifikationen und Handlungskompetenzen zu prüfen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Konzepte der Schlüsselqualifikationen, die Definition beruflicher Handlungskompetenz im Bankwesen, die Kritik an klassischen Prüfungen sowie die Analyse moderner, handlungsorientierter Aufgabenformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit heutige Prüfungsformen den Anforderungen an eine moderne Berufsausbildung entsprechen und ob sie tatsächlich komplexe Problemlösefähigkeiten abprüfen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Konzepte und eine praxisorientierte Analyse konkreter Bankabschlussprüfungsaufgaben unter Anwendung von Testgütekriterien und taxonomischen Lernzielklassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Kompetenzmodelle, eine Kritik an traditionellen Prüfungsformen und eine detaillierte Prüfung von realen Aufgabenstellungen aus Bankabschlussprüfungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Schlüsselqualifikationen, Handlungskompetenz, Bankkaufmann, Handlungsorientierung, Testtheorie, Fachkompetenz und Sozialkompetenz.

Warum ist das "Obsoleszenztempo" für die Arbeit relevant?

Es verdeutlicht, dass Fachwissen schnell veraltet, wodurch die Vermittlung von übergeordneten Qualifikationen und Methodenkompetenz für den langfristigen Berufserfolg essenziell wird.

Welche Rolle spielt die Taxonomie nach Bloom?

Sie dient als Klassifikationssystem, um den Schwierigkeitsgrad von Prüfungsaufgaben zu bewerten und zu bestimmen, ab welcher Stufe von echter Problemlösungskompetenz gesprochen werden kann.

Was kritisiert der Autor an traditionellen Prüfungen?

Die Hauptkritikpunkte sind die Zufallsleistung durch punktuelle Prüfung, die einseitige Orientierung am Auswendiglernen von Fakten und eine mangelnde Ausrichtung an den Zielen der handlungsorientierten Berufsausbildung.

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Details

Title
Schlüsselqualifikationen in beruflichen Abschlussprüfungen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,3
Author
Michael Neukirch (Author)
Publication Year
2005
Pages
80
Catalog Number
V46596
ISBN (eBook)
9783638437479
ISBN (Book)
9783638707459
Language
German
Tags
Schlüsselqualifikationen Abschlussprüfungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Neukirch (Author), 2005, Schlüsselqualifikationen in beruflichen Abschlussprüfungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46596
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