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Abtreibung. Müssen oder wollen?

Der Einfluss von sozialen und gesellschaftlichen Zwängen und Erwartungen

Titel: Abtreibung. Müssen oder wollen?

Hausarbeit , 2017 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Evelyn Fleig (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Grundlagen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit untersucht, inwiefern die Entscheidungen zum Thema des Schwangerschaftsabbruchs mit sozialen und gesellschaftlichen Zwängen, sowie den Erwartungen gegenüber den Frauen und Rollen, in die diese gedrängt werden, zusammenhängen. Zwar ist die Abtreibung unter bestimmten Voraussetzungen ohne rechtliche Sanktionen durchzuführen, jedoch keinesfalls legal, was wiederum zu enormen gesellschaftlichen und persönlichen Konflikten führen kann.

Um sich dem weit verbreiteten Diskurs über die Legitimität des Schwangerschaftsabbruchs anzunähern, ist vorab festzustellen, dass dieser sehr vielseitig und sowohl gesellschaftlich, als auch politisch stark umstritten ist. Für die betroffenen Frauen sind Entscheidungen diesbezüglich nur schwer zu treffen. Deshalb ist es fundamental, diesem Thema ebenso neutral wie auch wissenschaftlich fundiert gegenüberzutreten und keine verurteilende Position einzunehmen.

Denn der Konflikt, der mit der Entscheidung zwischen einem Leben mit oder ohne Kind einhergeht, beinhaltet oftmals viel mehr Aspekte als vorab anzunehmen. Frauen, die eine solche Entscheidung zu treffen haben, stehen zwischen sich gegenseitig beeinflussenden gesellschaftlichen, rechtlichen und moralischen Zwängen, aber auch Vorstellungen über den eigenen Lebenslauf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Aufbau der Arbeit

2. Hintergründe

2.1. Geschichtlicher Hintergrund des Abtreibungsrechts

2.2. Bedeutung der Verhütungsmittel

2.3. rechtlicher Hintergrund

3. Die Rolle der Gesellschaft

3.1. Abtreibung als sozialer Zwang

3.2. Abtreibung und das Berufsleben der Frauen

3.3. gesundheitliche und psychische Konsequenzen

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die komplexen gesellschaftlichen und persönlichen Einflussfaktoren, die zu der Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch führen können. Ziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, ob ein solcher Abbruch einem tatsächlichen persönlichen Wunsch entspricht oder ob die Frau durch externe Erwartungen und Konflikte in diese Entscheidung gedrängt wird.

  • Soziologische und geschichtliche Fundierung der Abtreibungsthematik
  • Die Rolle rechtlicher Rahmenbedingungen und Verhütungsmittel
  • Gesellschaftlicher Druck und Rollenerwartungen an Frauen
  • Konfliktfeld zwischen Beruf, Familie und Kinderwunsch
  • Psychische und gesundheitliche Aspekte des Schwangerschaftsabbruchs

Auszug aus dem Buch

3.1 Abtreibung als sozialer Zwang

Für viele werdende Mütter und Väter können Kinder das Lebensglück sein, für andere wiederum bedeuten Kinder eine enorme Last. Denn selbst glückliche Mütter wünschen sich manchmal wieder mehr Freiheiten und fühlen sich mit dem Gefühl, die permanente Verantwortung gegenüber ihren Kindern tragen zu müssen, ausgeliefert (Dee, 1999).

Abgesehen davon bezweifeln Kritiker, dass für viele Frauen überhaupt eine Wahlmöglichkeit besteht. Zumal die Frauen einem enormen Druck unterliegen, Kinder zu bekommen und dementsprechend ohne weiteres sowohl emotionale als auch physische Schmerzen in Kauf nehmen müssen. Mit der Begründung wird Mutterschaft somit von vielen als sozialer Zwang betrachtet (Dee, 1999).

Demgegenüber kann man diese Zweideutigkeit ebenfalls an weiteren Faktoren ausmachen. Einerseits wird die Mutterschaft von der Gesellschaft anerkannt und positiv sanktioniert, von den allerdings Müttern dennoch widersprüchlich zu dieser Annahme dargestellt. Andererseits wird den Frauen mit mitleidigen Blicken bei angeblicher Überforderung und mit Erleichterung bei nachlassendem Babygeschrei und Entfernen des „Störfaktor[s]“ oder „Schreihals[es]“ gegenübergetreten (Dee, 1999, S.185).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Schwangerschaftsabbruchs ein und erläutert den wissenschaftlichen Anspruch der Arbeit sowie den geplanten Aufbau.

2. Hintergründe: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Abtreibungsrechts, die Rolle der modernen Verhütungsmittel und die rechtliche Situation in Deutschland.

3. Die Rolle der Gesellschaft: Der Hauptteil analysiert die gesellschaftlichen Zwänge, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die gesundheitlichen Folgen einer Abtreibung für die Frau.

4. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit ergebnisoffener Beratung statt gesellschaftlicher Stigmatisierung.

Schlüsselwörter

Schwangerschaftsabbruch, Abtreibung, Soziale Arbeit, Frauenrechte, Selbstbestimmung, Gesellschaftlicher Zwang, Verhütung, Mutterschaft, Rollenkonflikte, Berufstätigkeit, Psychische Folgen, Ethik, Familienplanung, Schwangerschaftskonflikt, § 218 StGB.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziologischen Hintergründe und gesellschaftlichen Bedingungen, die Frauen in Schwangerschaftskonflikten beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf historischen Entwicklungen, rechtlichen Rahmenbedingungen und der kritischen Reflexion gesellschaftlicher Erwartungen gegenüber Frauen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob ein Schwangerschaftsabbruch eine frei getroffene Entscheidung oder eine Reaktion auf sozialen Druck und fremdbestimmte Rollenerwartungen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den Diskurs der Sozialen Arbeit zu fundieren und verschiedene theoretische Perspektiven zusammenzuführen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden soziale und berufliche Zwänge, Konflikte in der Partnerschaft sowie gesundheitliche Risiken für die Frau detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Schwangerschaftsabbruch, Selbstbestimmung, gesellschaftlicher Zwang, Rollenkonflikte und die juristische Lage gemäß § 218 StGB.

Wie wirkt sich die moderne Verhütung auf die Abtreibungsdebatte aus?

Verhütungsmittel haben die Trennung von Sexualität und Zeugung ermöglicht, führen aber laut Text nicht zu einer vollständigen Neutralisierung, da die moralische Bewertung von Abtreibung bestehen bleibt.

Welche Rolle spielt die berufliche Situation für Frauen bei dieser Entscheidung?

Der doppelte weibliche Lebensentwurf zwischen Karriere und Familienplanung erzeugt erheblichen Druck, da Arbeitgeber Mutterschaft oft negativ sanktionieren.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Abtreibung. Müssen oder wollen?
Untertitel
Der Einfluss von sozialen und gesellschaftlichen Zwängen und Erwartungen
Hochschule
Fliedner Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,0
Autor
Evelyn Fleig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
22
Katalognummer
V466005
ISBN (eBook)
9783668927933
ISBN (Buch)
9783668927940
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Abtreibung Gesellschaft Druck Gesellschaftliche Einflüsse Fremdbestimmung Beruf Frau und Karriere Familie und Beruf Moral
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Evelyn Fleig (Autor:in), 2017, Abtreibung. Müssen oder wollen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466005
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Leseprobe aus  22  Seiten
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