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Welche Auswirkungen hat die soziale Lage auf den Bildungsweg und das Beschäftigungsverhältnis?

Titel: Welche Auswirkungen hat die soziale Lage auf den Bildungsweg und das Beschäftigungsverhältnis?

Hausarbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Olivia Mantwill (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Um die Frage nach dem Einfluss, den die soziale Lage auf das Arbeitsverhältnis hat, zu klären, betrachtet diese Hausarbeit die Wirkungsweise der sozialen Lage in verschiedenen Lebensbereichen: Zunächst wird ihr Einfluss auf den Bildungsweg beleuchtet, um ihre Auswirkungen auf den ersten Schritt ins Arbeitsleben darzulegen. Des Weiteren werden die Auswirkungen des dadurch entstandenen Ausbildungsweges auf das spätere Beschäftigungsverhältnis untersucht. Abschließend wird die direkte Auswirkung der gegenwärtigen sozialen Lage auf die Arbeitssituation erforscht.

Hierbei wird in der gesamten Arbeit davon ausgegangen, dass die untersuchten Arbeitsverhältnisse jeweils der Haupteinkommensquelle entsprechen, das heißt, Zweitjobs werden hierbei außer Acht gelassen. Als wissenschaftliche Ansätze werden die Humankapitaltheorie, der Funktionalismus, soziale Schließung und Diskriminierung herangezogen, neu interpretiert, kritisch hinterfragt und der endgültigen Klärung der Fragen angepasst und neu zusammengefasst

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Soziale Ungleichheit und deren Folgen für den Arbeitsmarkt

2. Auswirkungen der sozialen Lage auf Beschäftigungsverhältnisse

2.1 Funktionalistische Erklärung

2.2 Erklärungsmodell der Humankapitaltheorie

2.3 Soziale Schließung und Diskriminierung

3. Zusammenfassende Erklärungsmöglichkeiten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der sozialen Lage auf Beschäftigungsverhältnisse, insbesondere hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit, möglicher Aufstiegschancen und der Lohnentwicklung. Dabei wird analysiert, inwieweit individuelle Lebensläufe durch soziologische Rahmenbedingungen geprägt sind und welche Mechanismen den Zugang zu privilegierten Arbeitsmarktpositionen steuern.

  • Soziale Ungleichheit und ihre Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
  • Funktionalistische Erklärungsansätze für Arbeitsmarktstrukturen
  • Humankapitaltheorie als Modell für Entlohnung und Qualifikation
  • Soziale Schließung und Diskriminierung als Ausschlussmechanismen

Auszug aus dem Buch

2.3 Soziale Schließung und Diskriminierung

Soziale Schließung bezeichnet das Phänomen der Monopolisierung bedeutender Möglichkeiten oder Ressourcen (Weber 2002: 24 f.). Das bedeutet, dass Menschen mit Zugang zu diesen Privilegien, Arbeitsplätzen oder Bildungswegen diese für die ihnen zugehörige selbst definierte Gruppe vorbehalten und damit andere Menschen aus dem Zugang zu ihnen ausschließen wollen, um die Konkurrenz gering zu halten und sich selbst bessere Chancen zu schaffen. Hierbei werden also einerseits Menschen von diesen Ressourcen ausgeschlossen, andererseits bildet sich aber auch eine Gruppe von Privilegierten, die in diese Gruppe eingeschlossen sind (ebd.). Dadurch entsteht soziale Ungleichheit, da der Zugang zu bestimmten Ressourcen nicht mehr allen Menschen möglich ist.

So haben zum Beispiel in Deutschland normalerweise auch heute nicht alle Menschen Zugang zur Universität, sondern nur solche, die benötigte Bildungszertifikate wie zum Beispiel das Abiturzeugnis vorlegen können. Diese Einschränkung verringert die Konkurrenz der Abiturabsolventen auf einen Studienplatz und in späterer Wirkung auch auf einen Arbeitsplatz, für den ein abgeschlossenes Studium Voraussetzung ist. Anders als bei der Diskriminierung ist soziale Schließung nach Weber also gleichbedeutend mit der Besser- oder Schlechterstellung eines Menschen aufgrund bestimmter Voraussetzungen, die er erfüllen muss. Diskriminierung dagegen beschränkt sich auf Vorteile oder Nachteile aufgrund bestimmter Merkmale wie beispielsweise Geschlecht, Kleidungsstil oder Nationalität, die unabhängig von der Produktivität des Arbeitnehmers sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Soziale Ungleichheit und deren Folgen für den Arbeitsmarkt: Dieses Kapitel definiert soziale Lage sowie Ungleichheit und skizziert die Problematik prekärer Beschäftigungsverhältnisse in der deutschen Gesellschaft.

2. Auswirkungen der sozialen Lage auf Beschäftigungsverhältnisse: Hier werden theoretische Erklärungsansätze analysiert, wobei besonders auf die Bedeutung von Bildung, individuellen Ressourcen und Marktmechanismen eingegangen wird.

2.1 Funktionalistische Erklärung: Dieser Abschnitt erläutert, wie soziale Ungleichheit als funktionales Element des Arbeitsmarktes verstanden wird, um durch finanzielle Anreize die Besetzung wichtiger Positionen zu gewährleisten.

2.2 Erklärungsmodell der Humankapitaltheorie: Dieses Kapitel betrachtet die Entlohnung als Ergebnis individueller Produktivität und Qualifikation, ergänzt durch den Matthäuseffekt als Erklärungsmodell für Ressourcenakkumulation.

2.3 Soziale Schließung und Diskriminierung: Dieser Teil behandelt die bewusste Exklusion bestimmter Gruppen vom Arbeitsmarkt durch Zertifikate oder Diskriminierung sowie die Segmentierung in primäre und sekundäre Arbeitsmärkte.

3. Zusammenfassende Erklärungsmöglichkeiten: Dieses Kapitel führt die verschiedenen Theorien zusammen, um die Forschungsfrage zu beantworten und die komplexen Abhängigkeiten zwischen sozialer Herkunft und beruflicher Laufbahn zu verdeutlichen.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Soziale Lage, Arbeitsmarkt, Beschäftigungsverhältnisse, Humankapitaltheorie, Funktionalismus, Soziale Schließung, Diskriminierung, Entlohnung, Aufstiegschancen, Arbeitsplatzsicherheit, Bildungsweg, Familienhintergrund, Matthäuseffekt, Arbeitsmarktsegmentierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem soziologischen Zusammenhang zwischen der sozialen Lage eines Individuums und seiner späteren Position auf dem Arbeitsmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entlohnung, die Sicherheit des Arbeitsplatzes sowie die Aufstiegschancen in Abhängigkeit von sozialen Herkunftsfaktoren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, mithilfe verschiedener soziologischer Theorien zu erklären, warum manche Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen verbleiben, während andere erfolgreich aufsteigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse, bei der Konzepte wie der Funktionalismus, die Humankapitaltheorie sowie das Modell der sozialen Schließung neu interpretiert und auf die Fragestellung angewandt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die unterschiedlichen Erklärungsmodelle für Arbeitsmarktchancen und beleuchtet sowohl die Ausbildungswahl als auch Selektionsprozesse durch Arbeitgeber.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind soziale Ungleichheit, Humankapital, soziale Schließung, Diskriminierung und Arbeitsmarktsegmentierung.

Wie unterscheidet sich die soziale Schließung von der Diskriminierung laut Text?

Die soziale Schließung basiert auf der Forderung nach bestimmten Qualifikationsnachweisen zur Konkurrenzbegrenzung, während Diskriminierung individuelle Merkmale wie Geschlecht oder Herkunft unabhängig von der Leistung nutzt.

Was besagt der Matthäuseffekt im Kontext dieser Arbeit?

Der Matthäuseffekt beschreibt, dass sich persönliche Ressourcen im Lebenslauf aufsummieren, was bedeutet, dass Menschen mit hoher Grundausstattung tendenziell bessere Aufstiegschancen haben.

Welche Bedeutung hat das Segmentierungsmodell des Arbeitsmarktes?

Das Modell erklärt die Teilung in einen primären, sicheren Sektor mit Aufstiegschancen und einen sekundären, instabilen Sektor mit geringer Entlohnung.

Kann man sich laut der Arbeit aus einer prekären Lage befreien?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass dies zwar theoretisch durch Bildung und Leistung möglich ist, jedoch strukturelle Hürden und Selektionsprozesse der Arbeitgeber ein Verbleiben in schwierigen Verhältnissen begünstigen können.

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Details

Titel
Welche Auswirkungen hat die soziale Lage auf den Bildungsweg und das Beschäftigungsverhältnis?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Olivia Mantwill (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V466035
ISBN (eBook)
9783668930193
ISBN (Buch)
9783668930209
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welche auswirkungen lage bildungsweg beschäftigungsverhältnis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Olivia Mantwill (Autor:in), 2016, Welche Auswirkungen hat die soziale Lage auf den Bildungsweg und das Beschäftigungsverhältnis?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466035
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Leseprobe aus  14  Seiten
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