Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?


Wissenschaftliche Studie, 2017
26 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung

2 Theorie und Hypothesen

3 Konzeptspezifikation und Operationalisierung

4 Frageformulierung (eigener Fragebogen)

5 Fragebogenkonstruktion (Gesamtfragebogen Übungsgruppe)

6 Vor- und Nachteile des Websurveys

7 Zusammenfassung und Diskussion

8 Literaturverzeichnis

9 Anhang: Abbildungen und Tabellen

10 Eidesstattliche förmliche Erklärung

1 Einleitung

Die gesellschaftliche Relevanz der Forschungsfrage „Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?“, aufbauend auf dem Themenbereich des Einflusses von sozialer Herkunft auf Bildung, besteht in Deutschland, da gesamtgesellschaftlich, aber vor allem im Bildungs- und Arbeitsbereich, noch immer keine Chancengleichheit zwischen Geschlechtern, Schichten und anderen Teilhabern besteht (Möller 2015: 21 f.). Zwar sind die Bildungschancen für alle sozialen Schichten gestiegen, jedoch hat sich die soziale Ungleichheit dadurch nicht verringert, da prozentual gesehen noch immer etwa genauso wenige Kinder aus bildungsfernen Schichten die höheren Bildungsangebote nutzen wie vor der Expansion (Becker & Lauterbach 2016: 6). Das Statistische Bundesamt hat zudem im Jahr 2016 bestätigt, dass die Klassenposition der Eltern einen Einfluss auf die berufliche Position des Kindes hat (Statistisches Bundesamt 2016). Nun gilt es zu untersuchen, inwieweit dies sich direkt auf die Bildung des Kindes, also eine zeitlich dem Beruf vorgelagerte Phase, auswirkt. Die wissenschaftliche Relevanz besteht darin, sowohl den Forschungsstand durch die Beantwortung dieser Frage zu erweitern und zu aktualisieren und damit durch öffentliche Diskussionen nötige Bildungsreformen voranzutreiben, als auch durch die mögliche Bestätigung eines großen Ausmaßes dieser Reaktion auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Der Aufbau der Arbeit orientiert sich am Forschungsprozess selbst und ist so gestaltet, dass vom Beginn bis zum Ende des Forschungsprozesses die Schritte der Vorgehensweise und der Vorgang an sich einzeln beschrieben, erklärt und kritisch hinterfragt werden. Aufbauend auf der Relevanz der Forschungsfrage wird dabei mit der Erarbeitung der Theorien und Hypothesen begonnen, deren Begriffe dann spezifiziert und operationalisiert werden. Anschließend werden die Fragebögen bearbeitet, das Websurvey behandelt und schließlich alles zusammengefasst und kritisch beleuchtet.

2 Theorie und Hypothesen

Zur Bearbeitung der Forschungsfrage werden als stützende, bereits ausgearbeitete Theorien der EOS-Ansatz, also Education-Opportunity-Social Inequality, von Raymond Boudon (Boudon 1974) und die Werterwartungstheorie von Hartmut Esser herangezogen (Esser 1999), um die Ursachen für die Entscheidungen und die Hintergründe des schichtspezifischen Verhaltens zu erklären. Die beiden gewählten Theorien gehen von der Rational-Choice-Theorie aus (Coleman 1971), wobei sich Ersterer auf primäre und sekundäre Effekte bei Bildungsentscheidungen wie beispielsweise kognitive Fähigkeiten von Kindern und Kosten-Nutzen-Kalkulationen der Eltern stützt. Dabei nehmen die Entscheidungen der betroffenen Person nur so weit Einfluss auf den Bildungsweg, wie es das Bildungssystem durch leistungsbezogene Selektion, die je nach Schichtzugehörigkeit unterschiedlich ausfällt, zulässt und vorgibt (Becker 2011: 106). Primäre Effekte beschreiben hierbei den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Kompetenzerwerb, beispielsweise schichtspezifische Unterschiede durch Förderung und Lerngelegenheiten sowie soziale, kulturelle und ökonomische Unterschiede mit allen Folgen der Selektion. Sekundäre Effekte betiteln den Einfluss der Herkunft auf die Bildungsentscheidungen, der durch subjektive und ebenfalls schichtspezifische Kosten-Nutzen-Überlegungen zu Bildungskosten und -renditen entsteht. Daher ist der Theorie zufolge anzunehmen, dass der Bildungsverlauf der Eltern insofern einen entscheidenden Einfluss auf den Bildungsweg des Kindes hat, als dass mit einer höheren sozialen Herkunft die Wahrscheinlichkeit auf die Entscheidung für den Gymnasialbesuch des Kindes steigt. Da auch primäre Effekte wie die Ressourcen des Kindes eine Rolle spielen, kann in einer der Hypothesen auch dies als eine Variable mit einbezogen werden. Der sekundäre Herkunftseffekt sowie der Übergang in die Sekundarstufe I sind hier bedeutsam für die erste Hypothese, der primäre Effekt für die zweite (Becker 2000).

Die an zweiter Stelle genannte Werterwartungstheorie führt das Kosten-Nutzen-Modell weiter aus, indem die Bildungsmotivation um das Investitionsrisiko erweitert wird, was bezogen auf die Forschungsfrage in Arbeiterkreisen im Gegensatz zu reicheren Schichten keine geringe Rolle spielt. Das Investitionsrisiko wird hierbei durch den drohenden Statusverlust dargestellt, der eintreten könnte, wenn das Kind auf eine weiterführende Schule gehen sollte, die sich unter dem sozialen Status der Familie befindet. Die Entscheidung für eine höhere Schule wird getroffen, wenn die Bildungsmotivation, bestehend aus einer Kombination aus dem Bildungsertrag und der, wenn dieser sinkt, steigenden Wahrscheinlichkeit für einen Statusverlust, das Investitionsrisiko übersteigt, das bei konstanten Kosten mit unsicherem Erfolg steigt (Esser 1999: 271). Diese Annahme unterstützt die Theorie, dass Kinder mit einer höheren sozialen Herkunft eher auf ein Gymnasium gehen als andere. Die Entscheidung Y wird an der Schnittstelle der Sekundarstufe I, also am Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule gemessen, da hier die Spaltung in verschiedene Kategorien deutlich wird.

Eine einfache probabilistische, ordinale Zusammenhangshypothese (Atteslander 2010: 42) ist anhand der beiden theoretischen Ansätze mit der erklärenden Variable X=Beruf der Eltern und der erklärten Variable Y=Schulwahl abzuleiten (Abb. 1). Sie spiegelt den kausalen Effekt von X auf Y wider und lautet: Je höher der Beruf der Eltern ist, desto eher wechselt das Kind auf ein Gymnasium als auf eine andere Schule. Y hat zwei Ausprägungen: „Gymnasium“ und „Eine andere Schulart“.

Die ebenfalls probabilistische, aber nominal dichotome Mechanismushypothese (Friedrichs 1982: 60 ff.) ergibt sich aus der ersten Hypothese in Ergänzung mit den inkorporierten kulturellen Ressourcen des Kindes. X1 ist der höchste Beruf der Eltern, X2 sind kulturelle Ressourcen des Kindes und Y die Schulwahl (Abb. 2). X2 ist die Moderatorvariable, da die kulturellen Ressourcen, beeinflusst durch den Beruf der Eltern, einen positiven Einfluss auf die Entscheidung für das Gymnasium haben. Die Hypothese lautet also: Je höher der Beruf der Eltern ist, umso mehr kulturelle Ressourcen stehen dem Kind zur Verfügung, wodurch es eher auf ein Gymnasium wechselt als auf eine Schule mit niederen Ansprüchen.

Beide Hypothesen sind aufgrund der Vorgabe Individualhypothesen und beinhalten einen weiten Geltungsbereich und zugleich eine präzise Formulierung innerhalb des gegebenen Skalenniveaus sowie die nötige sprachliche Trennschärfe zwischen den einzelnen Variablen (Krebs & Menold 2014: 427). Die Auswahl der Befragten erfolgt im umsetzbaren Rahmen willkürlich, was deskriptive Statistiken und repräsentative Rückschlüsse erschwert, weswegen Zusammenhangshypothesen getestet werden müssen (Atteslander 2010: 44). Eine weitere Einschränkung erfolgte geographisch auf Deutschland, sodass Fragen zum makrostrukturellen, institutionellen und kulturellen Einfluss irrelevant werden. Die Kontrollvariablen müssen jeweils entweder zeitlich kontant oder vorgelagert sein und sowohl X als auch Y beeinflussen (Friedrichs 1982: 96). Dies ist beim Familienstand und dem Beruf der Eltern, wieder gemessen zum Zeitpunkt des Übertritts, gegeben. Um zudem trotz des Querschnittsdesigns Rückschlüsse auf lange Zeiten schließen zu können, wird mit Retrospektivfragen gearbeitet.

Um Scheinkorrelationen und Surpressorbeziehungen ausschließen zu können, wurden als Kontrollvariablen „Höchster Bildungsabschluss der Großeltern“ und „Geschwister“ herangezogen, da sie beide sowohl die X- als auch die Y-Variable beeinflussen (De Vaus 2010: xxx). Haben die Kontrollvariablen keinen Einfluss auf die Wirkung der Zusammenhangs, kann erst sicher davon ausgegangen werden, dass der Zusammenhang tatsächlich zwischen den beiden Variablen besteht (Weiber&Mühlhaus 2014: 10 f.). Die Kontrollvariablen sind der höchste Bildungsabschluss der Großeltern sowie die Anzahl an Geschwistern, die der Befragte hat. Erstere könnte den Beruf der Eltern insofern beeinflussen, dass dieser aus einem Statuserhaltmotiv heraus gewählt wurde, ebenso wie die Schulwahl des Befragten, die ebenso darauf basieren kann. Ob der Befragte Geschwister hat, kann den Beruf der Eltern in Form der Länge der Arbeitszeit beeinflussen, da sie bei mehr Kindern öfter zu Hause sein müssen. Die Schulwahl können sie insofern verändern, wenn die Geschwister sich gegenseitig bei den Hausaufgaben helfen, so ihre Noten verbessern und dadurch auf eine höhere Schule gehen können – oder sie stören sich gegenseitig so sehr, dass sich ihre Noten verschlechtern.

3 Konzeptspezifikation und Operationalisierung

Die Konzeptspezifikation und anschließende Operationalisierung dient dazu, die Variablen messbar zu machen und zielgerichtet abfragen zu können. Zu diesem Zweck wurden die abgefragten theoretischen Begriffe bei der Konzeptspezifikation präzisiert und durch die Operationalisierung in beobachtbare Sachverhalte, Indikatoren, übersetzt und zugleich an die Messinstrumente, hier den Fragebogen im nicht-experimentellen Querschnittsdesign, angepasst (Schnell et al. 2013: 7).

Da die soziale Herkunft X1 als Forschungsgegenstand recht komplex und damit schwer zu untersuchen ist, wird die durch eine klare Definition vom Konzept zum Konstrukt ausgearbeitete Dimension (Schnell et al. 2013: 117 ff.) des höchsten Berufes der Eltern an dieser Stelle herangezogen. Der jeweils höchste berufsbildende Abschluss als Indikator ist dabei um ein Vielfaches aussagekräftiger als die Personalverantwortung, das Einkommen oder die Berufsbezeichnung der Eltern, da diese keine eindeutigen Indikatoren für eine soziale Position darstellen. So kann beispielsweise ein selbstständiger Imbissbudenbesitzer keine Angestellten haben, ist aber sozial dennoch höher gestellt als ein Facharbeiter mit drei Mitarbeitern. Im Gegensatz zum ersten Schulabschluss der Eltern, der beliebig erweiterbar ist, und den Finanzen des Elternhauses, die Kindern meistens nicht offenliegen, ist der jeweils höchste Abschluss von Vater und Mutter relativ leicht zu erfragen, präzise und aussagekräftig. Die Abschlüsse werden zum Zeitpunkt des Schulübertrittes des Studienteilnehmers abgefragt und der jeweils in der Wertungsliste höhere Abschluss als letztendlich gültiger, ordinal angeordneter Indikator für den Beruf verwendet. Dies sagt dennoch nichts über den aktuell oder zu Grundschulzeiten des Kindes ausgeübten Beruf der Eltern aus und ist daher eher ein Indikator für die Bildung der Eltern als direkt für ihren Beruf. Trotz eines hohen Berufsabschlusses kann der Vater schließlich trotzdem Zeitarbeiter sein. Das ungefähre Einkommen der Eltern in 5000-Euro-Abstufungen wäre hier vielleicht ein besserer Indikator gewesen, wenn es auch eventuell nicht präzise genug gewesen wäre bzw. nicht zugängliche Informationen abgefragt hätte, was nach den Regeln der Frageformulierung nicht erlaubt ist (Porst 2011: 95 f.). Die diskrete Variable (Schnell et al. 2013: 120) „Höchster berufsbildender Abschluss der Eltern“ wurde als Dimension des Kapitals, dem kulturellen Kapital nach Bourdieu (Bourdieu 1983) gewählt, und dessen Indikator des Abschlusses zur besseren Unterscheidung in die im Fragebogen angegebenen Abstufungen unterteilt (siehe Fragen 19 und 20 im Gesamtfragebogen der Übungsgruppe B; Abb. 3). Als Indikator dient dann der höhere Abschluss eines Elternteils.

Die aus den Hypothesen abgeleitete Schulwahl Y vor der Sekundarstufe I ist eine direkt beobachtbare, im Endeffekt dichotome Variable (Schnell et al. 2013: 120), die aus beiden Ausprägungen „Gymnasium“ und „niedrigere Schulen“ in Form von Realschule und Hauptschule präzisiert wird. Diese Übergangszeit wurde gewählt, da sie gegenüber dem Ergebnis, ob man das Abitur hat oder nicht, den Vorteil hat, dass sie zu einem größeren Teil von den Eltern beeinflusst und bestimmt wird und so kaum eine Verfälschung durch andere Einflussfaktoren möglich ist. Die Messung am Abiturzeugnis und der anschließenden Entscheidung für oder gegen den Besuch einer Universität hätte bestimmte Personengruppen schon von vornherein ausgeschlossen und zudem die zu befragenden Gruppen zu sehr eingeschränkt, als dass die erforderliche Anzahl der Befragten für den Forschungsprozess zu erreichen gewesen wäre. Auch ist der Übergang in die erste Sekundarstufe besser mit den verwendeten Theorien vereinbar, die von einem starken Einfluss der Eltern ausgehen, der mit fortschreitendem Alter der Kinder kaum noch gegeben ist. Ein dritter Grund ist, dass die Vorgabe des Forschungspraktikums ein Querschnittsdesign ist, weswegen die Erforschung über einen längeren Zeitraum, die auch den Werdegang der Kinder inklusive eventueller Schulwechsel beinhaltet hätte, nicht möglich ist. Sie ist nur über diese beiden Ausprägungen definiert, wird jedoch später im Fragebogen als eine diskrete Variable dargestellt. Ob das Kind später auf eine andere Schulart gewechselt hat, wird hier nicht berücksichtigt, da dies den Forschungsprozess unnötig verkomplizieren und Ergebnisse verfälschen könnte. Wichtig ist nur die erste Entscheidung direkt nach der Grundschule, die meist aufgrund reiflicher Überlegung und aktuell geschriebener Noten getroffen wird, die den Theorien zufolge ja Ergebnisse des Einflusses sozialer Herkunft sein sollen. Das Gymnasium steht hierbei für den Besuch einer der sozialen Herkunft entsprechenden höheren Schule und alle anderen für eine niedrigere, da man für die Unterteilung in drei verschiedene Stufen wie Gymnasium, Realschule und Hauptschule die tatsächlichen Auswirkungen der Herkunft auf die Schulwahl nicht mehr so genau messen könnte. Die Indikatoren sind also „Gymnasium“ und „Nicht-Gymnasium“, wobei sich der zweite Indikator im Fragebogen über alle anderen Ausprägungen abzüglich der Missings definiert.

X2 sind die kulturellen Ressourcen in inkorporierter Form eines erlernten Musikinstrumentes. Voraussetzung hierbei ist, dass das Musikinstrument im Haushalt des Befragten ständig verfügbar war, um den Rückschluss auf die Verfügbarkeit durch die Eltern sicherstellen zu können. Es wird gefragt, ob man im Zeitraum des Grundschulbesuchs ein Instrument erlernt hat, um das inkorporierte kulturelle Kapital (Bourdieu 1983) in zwei Stufen, den Indikatoren, ob man kulturelles Kapital zur Verfügung hatte oder nicht, einteilen zu können. Dies ist leicht zu erinnern und im Gegensatz zu Zeugnisnoten eine vergleichbare, dichotome Variable, die daher auch nicht auf das Können des Instrumentes abzielt, sondern lediglich auf das Erlernen der Grundkenntnisse. Die kulturellen Ressourcen in Form der Musikinstrumente spielen dabei die Rolle in der Mechanismushypothese, dass sie eine Auswirkung der sozialen Herkunft als Leiter für die Schulwahl darstellen, indem sie die Konzentration fördern, was in der Schule weiterhilft und den Übertritt auf das Gymnasium wahrscheinlicher macht (Abb. 4).

4 Frageformulierung (eigener Fragebogen)

In Anlehnung an die entwickelten Indikatoren wurde ein Fragebogen mit fünf Fragen entwickelt (Abb. 5). Die ersten beiden Fragen dienen dabei zum Vergleich zwischen den Abschlüssen von Mutter und Vater, um den Indikator für X1 erhalten, die dritte als Indikator für Y, die eigene Schulwahl, die vierte als Filter für die fünfte und diese bzw. bei Beendigung des Moduls die vierte ergibt das Ergebnis für X2, das Erlernen eines Musikinstrumentes aus dem eigenen Haushalt. Aufgrund der Erfassung allgemeiner Daten ohne das Ziel, wegen etwaiger weiterer Ausführungen der Befragten Rückfragen zu stellen oder anderweitig qualitativ vorzugehen, wurde ein standardisierter Fragebogen ohne offene oder halboffene Fragen erstellt und verwendet (Schnell et al. 2013: 312 f.).

Die erste Frage fragt anhand einer Ordinalskala (Schnell et al. 2013: 133) direkt, faktisch und eindeutig nach den Regeln den Frageformulierung (Porst 2011: 95 f.) die Variable X1, den höchsten berufsbildenden Abschluss des Vaters ab, die zweite den der Mutter. Dies dient dazu, die beiden Abschlüsse vergleichen und den höheren als Indikator für die soziale Herkunft verwenden zu können. Aufgrund der Einfachheit wurde hier nicht von vornherein nach dem Elternteil mit dem höheren Abschluss und der Art des Abschlusses gefragt, da dies den Befragten zu sehr anstrengen und zum Abbruch bewegen könnte (Schnell et al. 2013: 347). Hierbei wurden wenige, viele gedachte Antworten umfassende Kategorien verwendet, um überschneidungsfrei und eindeutig zu bleiben (Porst 2011: 95 f.). Dennoch kann es natürlich sein, dass einige Befragte über diese Informationen nicht verfügen, was nach den Regeln der Frageformulierung vermieden werden sollte (Porst 2011: 95 f.), jedoch hier nicht vermeidbar ist. Die Kategorie „Sonstige“ wurde wegen sozialer Erwünschtheit und Unsicherheit (Möhring & Schlütz 2013: 194) bei der Angabe ergänzt, da entsprechende Probleme bei den Pretests auftraten. Des Weiteren wurde die Betonung des Beruflichen in den Pretests überlesen, weswegen ein Informationstext hinzugefügt wurde, in dem dies hervorgehoben wurde. Die Probleme waren bei der ersten und der zweiten Frage dieselben, weswegen dieselben Änderungen vorgenommen wurden. Sollten bei der Befragung der ersten beiden Fragen „Keine Angabe“ oder „Sonstige“ angekreuzt werden, wird der Filter aktiviert, dass das Modul beendet wird, da die fehlende Information nicht verwertet werden kann. Skaliert sind die Antwortkategorien ordinal, um am Ende den höheren Abschluss eines Elternteiles feststellen und diesen als Indikator verwenden zu können.

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Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Jahr
2017
Seiten
26
Katalognummer
V466037
ISBN (eBook)
9783668941878
ISBN (Buch)
9783668941885
Sprache
Deutsch
Schlagworte
beruf, eltern, schulwahl, kindes, sekundarstufe
Arbeit zitieren
Olivia Mantwill (Autor), 2017, Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466037

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