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Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?

Titre: Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?

Etude Scientifique , 2017 , 26 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Olivia Mantwill (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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Der Aufbau der Arbeit orientiert sich am Forschungsprozess selbst und ist so gestaltet, dass vom Beginn bis zum Ende des Forschungsprozesses die Schritte der Vorgehensweise und der Vorgang an sich einzeln beschrieben, erklärt und kritisch hinterfragt werden. Aufbauend auf der Relevanz der Forschungsfrage wird dabei mit der Erarbeitung der Theorien und Hypothesen begonnen, deren Begriffe dann spezifiziert und operationalisiert werden. Anschließend werden die Fragebögen bearbeitet, das Websurvey behandelt und schließlich alles zusammengefasst und kritisch beleuchtet.

Die gesellschaftliche Relevanz der Forschungsfrage "Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?", aufbauend auf dem Themenbereich des Einflusses von sozialer Herkunft auf Bildung, besteht in Deutschland, da gesamtgesellschaftlich, aber vor allem im Bildungs- und Arbeitsbereich, noch immer keine Chancengleichheit zwischen Geschlechtern, Schichten und anderen Teilhabern besteht. Zwar sind die Bildungschancen für alle sozialen Schichten gestiegen, jedoch hat sich die soziale Ungleichheit dadurch nicht verringert, da prozentual gesehen noch immer etwa genauso wenige Kinder aus bildungsfernen Schichten die höheren Bildungsangebote nutzen wie vor der Expansion. Das Statistische Bundesamt hat zudem im Jahr 2016 bestätigt, dass die Klassenposition der Eltern einen Einfluss auf die berufliche Position des Kindes hat.

Nun gilt es zu untersuchen, inwieweit dies sich direkt auf die Bildung des Kindes, also eine zeitlich dem Beruf vorgelagerte Phase, auswirkt. Die wissenschaftliche Relevanz besteht darin, sowohl den Forschungsstand durch die Beantwortung dieser Frage zu erweitern und zu aktualisieren und damit durch öffentliche Diskussionen nötige Bildungsreformen voranzutreiben, als auch durch die mögliche Bestätigung eines großen Ausmaßes dieser Reaktion auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie und Hypothesen

3 Konzeptspezifikation und Operationalisierung

4 Frageformulierung (eigener Fragebogen)

5 Fragebogenkonstruktion (Gesamtfragebogen Übungsgruppe)

6 Vor- und Nachteile des Websurveys

7 Zusammenfassung und Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des Berufs der Eltern auf die Schulwahl ihrer Kinder beim Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I. Ziel ist es, die Mechanismen sozialer Herkunft auf den Bildungsweg zu analysieren und zu prüfen, ob ein höherer beruflicher Status der Eltern die Wahrscheinlichkeit für einen Gymnasialbesuch erhöht.

  • Einfluss sozialer Herkunft auf Bildungsentscheidungen
  • Anwendung des EOS-Ansatzes und der Werterwartungstheorie
  • Methodik der Konzeptspezifikation und Operationalisierung
  • Konstruktion eines standardisierten Websurveys
  • Analyse kultureller Ressourcen als Moderatorvariablen

Auszug aus dem Buch

2 Theorie und Hypothesen

Zur Bearbeitung der Forschungsfrage werden als stützende, bereits ausgearbeitete Theorien der EOS-Ansatz, also Education-Opportunity-Social Inequality, von Raymond Boudon (Boudon 1974) und die Werterwartungstheorie von Hartmut Esser herangezogen (Esser 1999), um die Ursachen für die Entscheidungen und die Hintergründe des schichtspezifischen Verhaltens zu erklären. Die beiden gewählten Theorien gehen von der Rational-Choice-Theorie aus (Coleman 1971), wobei sich Ersterer auf primäre und sekundäre Effekte bei Bildungsentscheidungen wie beispielsweise kognitive Fähigkeiten von Kindern und Kosten-Nutzen-Kalkulationen der Eltern stützt. Dabei nehmen die Entscheidungen der betroffenen Person nur so weit Einfluss auf den Bildungsweg, wie es das Bildungssystem durch leistungsbezogene Selektion, die je nach Schichtzugehörigkeit unterschiedlich ausfällt, zulässt und vorgibt (Becker 2011: 106).

Primäre Effekte beschreiben hierbei den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Kompetenzerwerb, beispielsweise schichtspezifische Unterschiede durch Förderung und Lerngelegenheiten sowie soziale, kulturelle und ökonomische Unterschiede mit allen Folgen der Selektion. Sekundäre Effekte betiteln den Einfluss der Herkunft auf die Bildungsentscheidungen, der durch subjektive und ebenfalls schichtspezifische Kosten-Nutzen-Überlegungen zu Bildungskosten und -renditen entsteht. Daher ist der Theorie zufolge anzunehmen, dass der Bildungsverlauf der Eltern insofern einen entscheidenden Einfluss auf den Bildungsweg des Kindes hat, als dass mit einer höheren sozialen Herkunft die Wahrscheinlichkeit auf die Entscheidung für den Gymnasialbesuch des Kindes steigt. Da auch primäre Effekte wie die Ressourcen des Kindes eine Rolle spielen, kann in einer der Hypothesen auch dies als eine Variable mit einbezogen werden. Der sekundäre Herkunftseffekt sowie der Übergang in die Sekundarstufe I sind hier bedeutsam für die erste Hypothese, der primäre Effekt für die zweite (Becker 2000).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die gesellschaftliche Relevanz der Untersuchung des Einflusses der elterlichen Berufsrolle auf die kindliche Schulwahl dar und erläutert den Aufbau des Forschungsprozesses.

2 Theorie und Hypothesen: Dieses Kapitel verknüpft den EOS-Ansatz und die Werterwartungstheorie mit der Forschungsfrage, um Zusammenhangs- und Mechanismushypothesen zu deduzieren.

3 Konzeptspezifikation und Operationalisierung: Hier wird erläutert, wie theoretische Begriffe wie soziale Herkunft und kulturelle Ressourcen in messbare Indikatoren für das empirische Studiendesign überführt werden.

4 Frageformulierung (eigener Fragebogen): Das Kapitel beschreibt die methodische Gestaltung der fünf gezielten Fragen des eigenen Fragebogens zur Erfassung der beruflichen Qualifikationen und der Schulwahl.

5 Fragebogenkonstruktion (Gesamtfragebogen Übungsgruppe): Hier wird der Aufbau des Gesamtfragebogens inklusive der Spannungskurve, Filterführung und der Erfahrungen aus durchgeführten Pretests thematisiert.

6 Vor- und Nachteile des Websurveys: Dieses Kapitel reflektiert die Stärken und Schwächen der gewählten Erhebungsmethode des Websurveys hinsichtlich Datenschutz, Repräsentativität und Dropout-Raten.

7 Zusammenfassung und Diskussion: Das Fazit fasst die theoretischen Grundlagen sowie methodischen Erkenntnisse zusammen und kritisiert die Einschränkungen des Querschnittsdesigns.

Schlüsselwörter

Bildungsentscheidungen, soziale Herkunft, Schulwahl, Sekundarstufe I, Rational-Choice-Theorie, EOS-Ansatz, Werterwartungstheorie, Operationalisierung, Websurvey, kulturelles Kapital, Bildungsungleichheit, Forschungsmethodik, Elternberuf, Fragebogenkonstruktion, Indikatoren.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht, ob und wie der berufliche Status der Eltern die Entscheidung beeinflusst, welche weiterführende Schule ein Kind nach der Grundschule besucht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Bildungssoziologie, den Einfluss sozialer Ungleichheit auf Bildungschancen sowie die methodischen Herausforderungen bei der Durchführung von Online-Umfragen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, durch die Aufstellung von Zusammenhangs- und Mechanismushypothesen empirisch zu prüfen, inwieweit das Bildungsniveau der Eltern die Schullaufbahn des Kindes determiniert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autoren nutzen ein nicht-experimentelles Querschnittsdesign und führen ein quantitatives Websurvey durch, das auf der Operationalisierung theoretischer Konstrukte basiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung der Hypothesen, der präzisen Operationalisierung von Variablen wie elterlichem Berufsabschluss und kulturellen Ressourcen sowie der technischen Konstruktion des Fragebogens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Studie?

Wichtige Begriffe sind soziale Herkunft, Bildungsentscheidungen, kulturelles Kapital, Rational-Choice und Websurvey-Methodik.

Warum wurde der Übergang zur Sekundarstufe I als Messzeitpunkt gewählt?

Dieser Zeitpunkt ist ideal, da er stark von den Entscheidungen der Eltern geprägt ist und noch keine Verfälschung durch spätere akademische Leistungen oder andere externe Einflussfaktoren im Erwachsenenalter aufweist.

Welche Rolle spielen Musikinstrumente in der Mechanismushypothese?

Musikinstrumente dienen als Indikator für inkorporiertes kulturelles Kapital, welches laut Hypothese die Konzentrationsfähigkeit fördern und somit den Übertritt auf ein Gymnasium wahrscheinlicher machen soll.

Warum wurde trotz methodischer Bedenken ein Websurvey gewählt?

Das Websurvey bietet eine kosteneffiziente und zeitsparende Methode, um eine größere Anzahl an Befragten zu erreichen, auch wenn dies die Zufallsstichprobe einschränkt.

Wie gehen die Autoren mit dem Problem der fehlenden Daten um?

Es wurde eine Filterführung implementiert, um bei unvollständigen Informationen oder bei der Angabe von "Sonstige"/"Keine Angabe" das Modul gezielt zu beenden und die Datenqualität zu sichern.

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Résumé des informations

Titre
Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?
Université
University of Bamberg
Note
1,3
Auteur
Olivia Mantwill (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
26
N° de catalogue
V466037
ISBN (ebook)
9783668941878
ISBN (Livre)
9783668941885
Langue
allemand
mots-clé
beruf eltern schulwahl kindes sekundarstufe
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Olivia Mantwill (Auteur), 2017, Wie beeinflusst der Beruf der Eltern die Schulwahl des Kindes vor der Sekundarstufe I?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/466037
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Extrait de  26  pages
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