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Ein Vergleich aktueller Beiträge aus der Hirnforschung zur Frage: 'Inwiefern ist die Denkstruktur eines Erwachsenen veränderbar?'

Title: Ein Vergleich aktueller Beiträge aus der Hirnforschung zur Frage: 'Inwiefern ist die Denkstruktur eines Erwachsenen veränderbar?'

Term Paper , 2005 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Christian Gotz (Author)

Psychology - Social Psychology
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Für meine Hausarbeit im Schwerpunkt Sozialpsychiatrie entschied ich mich für ein Thema aus der Hirnforschung.
Die Hirnforschung gehört nach meiner Beobachtung, neben einigen anderen, zu den Forschungsgebieten, aus denen in den letzten Jahren am häufigsten „bahnbrechende“ Neuigkeiten verkündet werden. Keine Woche vergeht in der nicht ein Vortrag im Veranstaltungskalender der Stadt Freiburg oder ein Artikel in einer renommierten Wochenzei tschrift zum Thema Hirnforschung zu lesen ist.
Neben speziellen Publikationen wie „Gehirn und Geist - Magazin für Psychologie und Hirnforschung“ sind mittlerweile fast in jeder Ausgabe des GEO, von Psychologie heute, P.M. Fragen und Antworten, SZ - Wissen (um nur einige der vielen Wissensmagazine zu nennen) im Spiegel oder Focus, Neues über das Denken und Lernen zu lesen. Auch in der ZEIT, die seit neuestem mit „ZEIT - Wissen“ ein eigenes Blatt für Ausflüge in die Wissenschaften herausbringt, sind ständig Beiträge über Ergebnisse aus der Forschung mit und um unsere grauen Zellen zu finden. Als konkretes Beispiel ist in der Ausgabe vom 10. Februar 2005 Seite 31f ein Artikel mit dem Titel „Knetmasse der Kultur - Das Gehirn ist erstaunlich formbar.“ nachzulesen.
Im Bereich der Hirnforschung wird für mich der, für unser Studium bestimmende und äußerst fruchtbare, Anspruch der Interdisziplinarität sehr deutlich. Wenngleich die Forscher aus ihrer jeweils eigenen Fachwissenschaft kommen, wirken ihre Ergebnisse oft weit über diesen hinaus. Die unvollständige Liste der Wissenschaften, die bei der Erforschung des menschlichen Gehirns mitwirken reicht von der Medizin bis zur Informatik, über Psychologie, Biologie, Chemie, Physik, Elektrotechnik und bringt tief greifende neue Ansichten auch für die Soziologie mit ihren vielen Teilbereichen, die Theologie, Philosophie, Pädagogik und Geschichtswissenschaft.
Wir nehmen immer mehr wahr, wie viele Lebensbereiche und -vorgänge von unseren Hirnfunktionen bestimmt werden. Damit steigt die Hoffnung denke ich, dass Lösungen aus „dieser Ecke“ der Wissenschaft für viele der heutigen gesundheitlichen Probleme kommen.
Die Alzheimer-Krankheit ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Fehlfunktionen der Gehirnleistung häufig die schrecklichsten Beeinträchtigungen der Lebensqualität für die Betroffenen und sein soziales Umfeld bedeuten können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition des Begriffes Denkstruktur

3. Funktionsweise des Gehirns

3.1. Paradigmenwechsel

3.1.1. Von der Anatomie des Gehirns zum Sitz der Seele

3.1.2. Von den Genen zur Umwelt

3.1.3. Von der Determiniertheit zur Plastizität

3.2. Erfahrungen stehen im Mittelpunkt

3.3. Gefühle sind der Mittelpunkt

4. Die Hirnentwicklung begünstigende Faktoren

5. Für die Hirnentwicklung schädliche Einflüsse

6. Anleitung zur Gehirnentwicklung

6.1. Disbalance von Denken und Emotionen

6.2. Disbalance von Obliquität und Unabhängigkeit

6.3. Disbalance von Aufgeschlossenheit und Zurückhaltung

7. Persönlicher Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Hausarbeit untersucht auf Basis aktueller hirnforschungspolitischer Beiträge die grundlegende Frage, inwieweit die Denkstruktur eines erwachsenen Menschen veränderbar ist, und diskutiert dabei die Wechselwirkung zwischen biologischen Anlagen und Umweltfaktoren.

  • Grundlagen der Funktionsweise des menschlichen Gehirns
  • Die Rolle der synaptischen Plastizität und erfahrungsabhängiger Entwicklung
  • Einfluss von zwischenmenschlichen Beziehungen auf die Lernfähigkeit
  • Analyse von Disbalancen in der Entwicklung und deren Auswirkungen
  • Ethische Reflexion über die Nutzung neurobiologischer Erkenntnisse

Auszug aus dem Buch

3.1.3. Von der Determiniertheit zur Plastizität

Dass die Erfahrungen in der Kindheit zwar einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung haben aber keine lebenslange Entschuldigung sein können, beweißt Joachim Bauer mit der Lernfähigkeit bis ins hohe Alter. Bei einer Testreihe mit Laborratten wurde zum einen bewiesen, dass die Umgebung entscheidend für die Hirnentwicklung ist – darauf werde ich am Schluss noch zurückkommen. Zum anderen - und dies war noch überraschender - wirkt dieser Mechanismus auch bei ausgewachsenen Tieren. Nachdem sie in einer reizarmen Umgebung aufgewachsen sind, vermehrten sich die Zahl der Nervenzellen, die Zahl der Verzweigungen der Dendriten und die Dichte der Synapsen, sobald sie in eine anregende Umwelt umgezogen sind!

Die Steigerung der Anzahl von Nervenzellen lässt sogar den Schluss zu, dass auch nach Abschluss des Hirnwachstums noch Zellteilung im gewissen Umfang möglich ist! Bisher war die Lehrmeinung, dass alle Zellen des Körpers sich reproduzieren können, außer die grauen Gehirnzellen! (Vgl. Bauer 2004)

Auch Gerald Hüther schreibt: „Inzwischen hat sich herausgestellt, daß das Gehirn auch im Erwachsenenalter noch in hohem Maß strukturell formbar ist. Zwar können sich Nervenzellen nach der Geburt nicht mehr teilen (bis auf wenige Ausnahmen), sie sind jedoch zeitlebens in der Lage, ihre komplexen Verschaltungen an neue Nutungsbedingungen anzupassen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Hirnforschung und Begründung des interdisziplinären Interesses im Rahmen der Sozialpsychiatrie.

2. Definition des Begriffes Denkstruktur: Herleitung einer Definition für „Denkstruktur“ durch die Analyse der Begriffe „Denken“ und „Struktur“.

3. Funktionsweise des Gehirns: Erörterung moderner hirnphysiologischer Erkenntnisse, insbesondere des Wandels vom Verständnis starrer Strukturen hin zu einer erfahrungsabhängigen Plastizität.

4. Die Hirnentwicklung begünstigende Faktoren: Darstellung förderlicher Bedingungen für das Gehirn, wie eine gesunde Ernährung und ein stabiles soziales Beziehungsnetz.

5. Für die Hirnentwicklung schädliche Einflüsse: Betrachtung von Risikofaktoren wie Mangelernährung oder Bindungsstörungen in der frühen Kindheit.

6. Anleitung zur Gehirnentwicklung: Analyse von verschiedenen „Disbalancen“, die zu Funktionseinschränkungen führen können, und mögliche therapeutische Lösungsansätze.

7. Persönlicher Schluss: Reflektion über die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema und ethische Schlussfolgerungen für die Wissenschaft.

Schlüsselwörter

Hirnforschung, Denkstruktur, synaptische Plastizität, Neurobiologie, Sozialpsychiatrie, Gerald Hüther, Joachim Bauer, Lernfähigkeit, Bindungstheorie, Umweltfaktoren, Gehirnentwicklung, interdisziplinär, Verhalten, Gefühle, Ethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie veränderbar die Denkstruktur eines Erwachsenen ist, basierend auf aktuellen Erkenntnissen der Hirnforschung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit deckt Themen wie die Plastizität des Gehirns, die Bedeutung von Erfahrungen und Gefühlen für das Lernen sowie den Einfluss sozialer Bindungen ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass das menschliche Gehirn auch im Erwachsenenalter noch strukturell veränderbar bleibt und nicht durch frühkindliche Erfahrungen determiniert ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor führt eine Literatur- und Theorieanalyse durch, indem er aktuelle Beiträge von Neurobiologen und Hirnforschern vergleicht und interpretiert.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil?

Im Hauptteil werden die Funktionsweise des Gehirns, Faktoren der Hirnentwicklung sowie verschiedene Arten von Disbalancen, wie z.B. zwischen Denken und Emotionen, detailliert beschrieben.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit am besten?

Synaptische Plastizität, Hirnforschung, Lebenslanges Lernen, Bindungsforschung und die Wechselwirkung von Anlage und Umwelt.

Warum spielt die Umwelt eine so große Rolle für das Gehirn?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die „Verschaltung“ des Gehirns massiv durch Erfahrungen und die Art der Nutzung geprägt wird, was die lebenslange Lernfähigkeit begründet.

Welche Rolle spielen Emotionen in diesem Kontext?

Gefühle sind laut der Arbeit entscheidend, da sie die kognitive Leistungsfähigkeit steuern und das Lernen in positiven zwischenmenschlichen Kontexten maßgeblich unterstützen.

Was bedeutet "synaptische Plastizität" in diesem Zusammenhang?

Es bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns, seine Verbindungen (Synapsen) zeitlebens an neue Anforderungen und Erfahrungen anzupassen.

Welchen Appell richtet der Autor an die Wissenschaft?

Der Autor fordert eine Ethik in der Wissenschaft, die den Bedürfnissen der gesamten Menschheit dient und nicht allein kurzfristigen finanziellen Einzelinteressen unterliegt.

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Details

Title
Ein Vergleich aktueller Beiträge aus der Hirnforschung zur Frage: 'Inwiefern ist die Denkstruktur eines Erwachsenen veränderbar?'
College
University of Applied Sciences Freibug
Grade
2,3
Author
Christian Gotz (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V46623
ISBN (eBook)
9783638437721
Language
German
Tags
Vergleich Beiträge Hirnforschung Frage Inwiefern Denkstruktur Erwachsenen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Gotz (Author), 2005, Ein Vergleich aktueller Beiträge aus der Hirnforschung zur Frage: 'Inwiefern ist die Denkstruktur eines Erwachsenen veränderbar?', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46623
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