Demenz ist die zweithäufigste psychische Krankheit in Deutschland.
In meiner Hausarbeit bearbeite ich das Thema “Demenz”. Folgende
Schwerpunkte habe ich bei der Erstellung meiner Arbeit gesetzt:
Im ersten Kapitel meiner Arbeit möchte ich einen Überblick über das
Krankheitsbild als Definition und deren Merkmale, sowie ihrer Häufigkeit geben. In diesem Teil geht es weitergehend um die Variationen der Demenzkrankheit, die in zwei Bereiche geteilt sind. Der Erste untergliedert Demenztypen nach dem Lebensalter. Demenztypen nach Ursachen ist Inhalt des danach folgenden Bereiches. Ein weiteres
Unterkapitel beschäftigt sich mit den Klassifikationen nach
ICD 10 – eine internationale Unterteilung von Krankheiten.
Das zweite Kapitel beschreibt die fünf Diagnosekriterien, die erfüllt sein müssen, damit eine Demenz diagnostiziert wird. Hier wird ein Überblick,aber auch vereinzelt Einblicke, in mögliche Therapieformen gewährt. An einem Punkt wird sogar Kritik an überbewerteten und unterbewerten
Forschungsgebieten geäußert.
Diagnosestellung ist Thema des dritten Kapitels, das einen Überblick
über die wichtigsten Möglichkeiten geben soll, die eingesetzt werden,
um Demenz medizinisch nachzuweisen. Hier geht es von der Eigenund
Fremddiagnose, die sich sehr wenig technischer Hilfsmittel
bedienen bis zu apparativen Verfahren wie EKG (Elektrokardiogramm),
CT (Computertomographie) und EEG (Elektroenzephalogramm).
[...]
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Merkmale der demenziellen Erkrankung
2.1 Herkunft des Begriffes „Demenz“
2.2 Häufigkeit der demenziellen Erkrankungen
2.3 Variationen der Demenz
2.4 Einteilung der Demenzen nach ICD 10
3 Diagnosekriterien
3.1 Gedächtnisstörung
3.2 Störung der Motorik, Sprache und Wiedererkennung
3.3 Alltagstätigkeit
3.4 Aufmerksamkeitsstörung Orientierungsstörungen
3.5 Depression
4 Diagnosestellung
4.1 Fremddiagnose
4.2 Hirnleistungstests
4.3 Die apparativen Verfahren
5 Schlusswort
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Krankheitsbild Demenz ganzheitlich zu beleuchten, wobei der Fokus auf den medizinischen Diagnosekriterien und den etablierten diagnostischen Verfahren liegt, um das Verständnis für die Früherkennung und die damit verbundene Symptomatik zu schärfen.
- Definition und Klassifikation von Demenz nach ICD 10
- Epidemiologische Daten und demenzielle Krankheitsvariationen
- Analyse der fünf zentralen klinischen Diagnosekriterien
- Bedeutung von Sprach- und Schluckstörungen als Frühsymptome
- Vergleich zwischen Eigen- und Fremddiagnose
- Einsatzmöglichkeiten moderner apparativer Diagnostik
Auszug aus dem Buch
3.2 Störung der Sprache, Motorik und Wiedererkennung
Sprach- und Schluckstörungen werden bei Demenz-Patienten kaum beachtet, geschweige, dass die Patienten behandelt werden. Sprechen ist eine komplexe kognitive Leistung und sie ist eminent wichtig für die Lebensqualität und die Alltagskompetenz von Demenzkranken. Trotzdem wird der Problematik weder in Studien noch in Fachbüchern Aufmerksamkeit geschenkt.
Schluckstörungen seien bei Demenz-Kranken sogar so häufig, dass von einer großen Zahl potentiell lebensbedrohlicher Aspirationspneumonien ausgegangen werden muss. So hieß es bei einem Workshop des "Zukunftsforum Demenz", einer Initiative des Unternehmens Merz, in Bad Nauheim. Da für das Schluck- und für den Sprachvorgang zum Teil gleiche Muskelgruppen beansprucht werden, kommen beide Störungen oft kombiniert vor.
„Kommunikationsstörungen sind mit 53 Prozent das zweithäufigste Frühsymptom bei hirnorganischer Demenz, aber es kümmert sich keiner drum", kritisierte der Neuropsychologe Dr. Markus Greß-Heister aus Kaiserslautern. Gedächtnisstörungen, denen sehr viel mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, stünden im Gegensatz dazu auf der Skala der Frühsymptome ganz hinten.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Demenz als zweithäufigste psychische Erkrankung in Deutschland vor und skizziert den inhaltlichen Aufbau der Hausarbeit von der Definition über die Diagnosekriterien bis hin zur medizinischen Diagnostik.
2 Merkmale der demenziellen Erkrankung: In diesem Kapitel werden der Ursprung des Demenzbegriffs, die statistische Verbreitung sowie verschiedene Demenztypen nach Lebensalter und Ursache differenziert betrachtet.
3 Diagnosekriterien: Dieses Kapitel erläutert die fünf notwendigen klinischen Kriterien für eine Demenzdiagnose, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf Gedächtnis-, Sprach-, Motorik- und Orientierungsstörungen liegt.
4 Diagnosestellung: Hier wird der Prozess der diagnostischen Abklärung durch den Hausarzt, die Bedeutung der Fremdanamnese sowie die Anwendung spezialisierter apparativer Verfahren wie CT, MRT und EEG beschrieben.
5 Schlusswort: Das Fazit fasst zusammen, dass neben der Gedächtnisstörung insbesondere Sprach- und Schluckstörungen für eine frühzeitige Diagnose und Therapieplanung von hoher Bedeutung sind.
Schlüsselwörter
Demenz, Diagnostik, Alzheimer, ICD 10, Gedächtnisstörung, Fremddiagnose, Hirnleistungstests, Sprachstörungen, Schluckstörungen, MRT, CT, EEG, Frühdiagnose, Gerontologie, kognitive Funktionen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem medizinischen Krankheitsbild der Demenz, insbesondere mit deren Diagnosekriterien und den methodischen Ansätzen zur medizinischen Nachweisführung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Felder umfassen die Definition und Epidemiologie, die Klassifikation nach ICD 10, die klinischen Symptomkriterien sowie die Möglichkeiten der diagnostischen Untersuchung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Merkmale der Demenz zu geben und die verschiedenen medizinischen Möglichkeiten zur Diagnose, von Kurztests bis hin zu apparativen Verfahren, darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis von medizinischen Fachbüchern, Lexika und wissenschaftlichen Informationen eine strukturierte Übersicht des aktuellen Wissensstandes zur Demenzdiagnostik erstellt.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die fünf Diagnosekriterien, die bei einer Demenz erfüllt sein müssen, sowie auf die Differenzierung zwischen verschiedenen diagnostischen Schritten, wie der Fremdanamnese und bildgebenden Verfahren.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Demenz, Alzheimer, ICD 10, kognitive Beeinträchtigung, Schluckstörungen und die diagnostischen Verfahren wie CT und MRT.
Warum wird den Sprach- und Schluckstörungen so viel Aufmerksamkeit gewidmet?
Da diese Störungen häufig als Frühsymptome auftreten und bei frühzeitiger therapeutischer Intervention die Lebensqualität sowie die Autonomie der Patienten maßgeblich beeinflusst werden können.
Welche Rolle spielt die Fremdanamnese bei der Diagnose?
Da Betroffene Symptome oft nicht wahrnehmen oder bewusst kaschieren, kommt Angehörigen eine zentrale Rolle bei der Früherkennung zu, weshalb die Fremdanamnese für den Arzt häufig aufschlussreicher ist.
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- Dipl. Sozialarbeiter / Dipl. Sozialpädagoge Thomas Löhr (Author), 2005, Diagnose und Diagnostik von Demenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46635