Das Internet ist aus der heutigen Wirtschaft kaum noch wegzudenken. Durch E-Commerce entstehen neue Geschäftsmodelle. Soviel ist sicher, aber durch das Internet werden auch bestehende Modelle neu erfunden.
Kein Unternehmen will den Anschluss an die Erfolg verheißende Internet-Welt verpassen. Doch für viele zahlen sich die hohen Investitionen nicht aus. Vera Streibel bringt es in einem Artikel für die Financial Times Deutschland auf den Punkt: "Alle wollen E-Commerce, doch nur wenige sind erfolgreich."
Viele Unternehmen unterliegen noch immer puren Aktionismus. Das Geschäftsmodell wird dabei oft vernachlässigt. Bedenkt man, dass ein Geschäftsmodell im eigentlichen Sinn ein Weg ist, der es einer Firma ermöglicht zu überleben - und das heißt Einnahmen zu erzielen , verwundert es vor diesem Hintergrund nicht, dass Geschäftsmodelle vielleicht der am meisten diskutierte und der am wenigsten verstandene Aspekt des Internets ist .
Doch welche Geschäftsmodelle gibt es eigentlich im Internet und wie können diese Einnahmen erzielen, um zu überleben? Hier setzt diese Arbeit an. Sie soll einen Überblick über die verschiedenen Geschäftsmodelle und die potentiellen Einnahmequellen geben, doch in der Literatur werden Geschäftsmodelle verschieden klassifiziert und theoretisch sind sehr viele Geschäftsmodelle denkbar. " Aus diesem Grund gibt diese Arbeit zunächst einen Überblick über die verschiedenen Systematisierungsansätze für Geschäftsmodelle im Internet, um so eine möglichst umfassende Übersicht über die verschiedenen Geschäftsmodelle zu geben. Anschließend werden die unterschiedlichen Einnahmequellen analysiert.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 GRUNDLEGENDE BEGRIFFE UND DEREN VERWENDUNG IN DIESER ARBEIT
2.1 Geschäftsmodell
2.2 E-Commerce und E-Business
2.3 E-Business Models und Geschäftsmodelle im Internet
2.4 Site, Website, Internetauftritt und Internetangebot
2.5 Erlösquellen
3 SYSTEMATISIERUNGSANSÄTZE VON GESCHÄFTSMODELLEN IM INTERNET
3.1 Modell nach Applegate und Collura
3.1.1 Erste Dimension: Rolle im Value Chain
3.1.2 Zweite Dimension: Digital Business oder Infrastructure Provider
3.1.3 Übersicht E-Business Modelle nach Applegate und Collura
3.2 Modell nach Kevin Werbach
3.3 Modell nach der Europäischen Kommission
3.4 Modell nach Morgan Stanley Dean Witter
3.5 Modell nach Jaclyn Easton
3.6 Unterscheidung nach Geschäftspartnern
3.6.1 Business-to-Business (B2B)
3.6.2 Business-to-Consumer (B2C)
3.6.3 Consumer-to-Consumer (C2C)
3.7 Modell nach Forrester Research, Inc.
3.8 Zusammenfassung
3.8.1 Vorgehensweise
3.8.2 Kriterien zur Sytematisierung
4 POTENTIELLE ERLÖSQUELLEN FÜR UNTERNEHMEN IM INTERNET
4.1 Zweistufige Erlösentscheidung
4.2 Elementare Erlösquellen nach Applegate und Collura
4.2.1 Verkaufserlöse (Commerce Revenue)
4.2.2 Erlöse durch den Inhalt (Content Revenues)
4.2.3 Erlöse aufgrund der Community (Community Revenues)
4.2.4 Infrastructure Revenues
4.3 Fallstudie sky7home
4.3.1 Die sky7home Lösung
4.3.2 Erlösquellen
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene Geschäftsmodelle und potenzielle Einnahmequellen von Unternehmen im Internet, um angesichts zunehmender wirtschaftlicher Herausforderungen für Internetfirmen eine fundierte Orientierung zu bieten.
- Systematische Analyse von E-Business-Geschäftsmodellen anhand verschiedener wissenschaftlicher Ansätze.
- Differenzierung von Internet-Unternehmen und Infrastruktur-Providern.
- Untersuchung von Erlösstrategien wie Verkaufserlösen, Inhalts- und Community-Einnahmen.
- Praxisnahe Anwendung der theoretischen Modelle anhand einer Fallstudie (sky7home).
- Bewertung der Zukunftsfähigkeit von Erlösmodellen im digitalen Umfeld.
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Erste Dimension: Rolle im Value Chain
Applegate und Collura unterscheiden vier generische Rollen innerhalb des Value Chain, von denen die neu entstehenden Unternehmen des E-Business eine oder mehrere Rollen einnehmen können.
Creators entwickeln neue Ideen, Produkte und Dienstleistungen oder verbessern bestehende.
Producers machen aus den Ideen der Creators Produkte, Dienstleistungen und Lösungen, die ein bestimmtes Kundenbedürfniss befriedigen.
Distributors versetzen Käufer und Verkäufer in die Lage miteinander in Beziehung zu treten, zu kommunizieren und Geschäfte abzuwickeln. Sie verbinden entweder Lieferanten mit Geschäftskunden oder Hersteller und Kunden. Ersteres wird oft als Supply Chain bezeichnet, zweiteres könnte als Buy Chain bezeichnet werden.
Customers sind entweder einzelne Personen oder Firmen, die bereit sind, für die Produkte, Dienstleistungen und Lösungen zu zahlen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung der Arbeit und betont die Notwendigkeit, Geschäftsmodelle im Internet gezielt zu steuern, um langfristig wirtschaftlich erfolgreich zu sein.
2 GRUNDLEGENDE BEGRIFFE UND DEREN VERWENDUNG IN DIESER ARBEIT: Hier werden zentrale Definitionen wie Geschäftsmodell, E-Commerce und E-Business geklärt, um eine einheitliche Basis für die weiteren Analysen zu schaffen.
3 SYSTEMATISIERUNGSANSÄTZE VON GESCHÄFTSMODELLEN IM INTERNET: Es werden verschiedene wissenschaftliche Modelle zur Kategorisierung von Internet-Geschäftsmodellen vorgestellt und deren unterschiedliche Vorgehensweisen und Kriterien verglichen.
4 POTENTIELLE ERLÖSQUELLEN FÜR UNTERNEHMEN IM INTERNET: Dieses Kapitel analysiert systematisch verschiedene Möglichkeiten zur Erzielung von Einnahmen im Internet und illustriert diese anhand einer Fallstudie.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Die Arbeit resümiert die gewonnenen Erkenntnisse und unterstreicht die wachsende Bedeutung einer fundierten Bestimmung von Geschäftsmodellen und Erlösquellen für die Zukunft von Internetunternehmen.
Schlüsselwörter
Geschäftsmodell, E-Business, E-Commerce, Value Chain, Internet, Erlösquellen, Systematisierung, Internetauftritt, Online-Marktplatz, Syndication, Konvergenzdienstleistungen, digitale Infrastruktur, Unternehmensführung, Wirtschaftlichkeit, Internet-Strategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, wie moderne Internetunternehmen ihre Geschäftsmodelle definieren und welche Strategien sie nutzen, um im digitalen Umfeld Einnahmen zu generieren.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Systematisierung von Geschäftsmodellen, der Unterscheidung zwischen verschiedenen Marktteilnehmern sowie der Identifikation und Definition von Erlösquellen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, einen fundierten Überblick über verschiedene existierende Modellierungsansätze zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen im Internet ihre Erlösstrukturen optimieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse verschiedener wissenschaftlicher Modelle und Expertenansätze, die durch eine praktische Fallstudie zur Konkretisierung der Ergebnisse ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden diverse Systematisierungsansätze von Internet-Geschäftsmodellen gegenübergestellt und im Anschluss ein detaillierter Katalog potenzieller Erlösquellen, wie etwa Werbeeinnahmen oder Transaktionsgebühren, aufgestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie E-Business, Geschäftsmodell, Wertschöpfungskette (Value Chain), Erlösquellen und digitale Strategie geprägt.
Was zeichnet die sky7home Fallstudie aus?
Die Fallstudie zeigt beispielhaft auf, wie ein Unternehmen durch die Kombination verschiedener E-Commerce-Komponenten wie Software, Hosting und redaktionelle Inhalte ein vielschichtiges Erlösmodell aufbaut.
Warum ist die Unterscheidung nach Geschäftspartnern (B2B, B2C, C2C) so wichtig?
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da sich die Anforderungen an die Geschäftsabwicklung, die Erlösmechanismen und die Zielgruppen in diesen Segmenten grundlegend unterscheiden.
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- Björn Heede (Author), 2001, Geschäftsmodelle im Internet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4666