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Evaluation des Behandlungserfolges des sensorisch integrativen Ansatzes in der Ergotherapie bei Kindern mit hyperkinetischen Störungen

Title: Evaluation des Behandlungserfolges des sensorisch integrativen Ansatzes in der Ergotherapie bei Kindern mit hyperkinetischen Störungen

Diploma Thesis , 2005 , 66 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Laurin Schaefgen (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Im (aktuellen) Deutschen Ärzteblatt vom Mai 2005 verweist ein Versicherungsmediziner darauf, dass Kinder mit hyperkinetischen Störungen vorwiegend ergotherapeutisch behandelt werden. Im selben Artikel wird ebenfalls angegeben, dass es keinen Beweis dafür gibt, dass ergotherapeutische Behandlung hyperkinetische Störungen bessern können.
Für die Therapie hyperkinetischer Störungen gibt es verschiedene Behandlungs-formen. Zumeist erfolgt die Behandlung durch den Einsatz verschiedener, ergänzender therapeutischer Methoden. Der Einsatz eines therapeutischen Verfahrens ist dabei zunehmend durch die wissenschaftliche Belegbarkeit ihrer Wirksamkeit bestimmt insbesondere im Zuge aktueller kostensenkender Maßnahmen im Gesundheitswesen. Eine Behandlungsmethode für hyperkinetisch auffällige Kinder ist die im Rahmen der Ergotherapie angewendete Sensorische Integrationstherapie (SI). Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen und den Erfolg der therapeutischen Intervention SI bei Kindern mit hyperkinetischen Störungen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einführung und theoretischer Hintergrund

1.1 Einführung

1.2 Hyperkinetische Störungen

1.2.1 Nosologie

1.2.2 Komorbide Störungen

1.2.3 Risikofaktoren

1.3 Der sensorisch-integrative Ansatz

1.3.1 Therapeutische Grundlagen

1.3.2 Die hyperkinetische Störung im Verständnis des sensorisch-integrativen Ansatzes

1.4 Zur Wirksamkeit von Behandlungsansätzen in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

1.5 Studien zur Effektivität der Sensorischen Integrationstherapie

1.6 Ansatz zur Beurteilung der Wirksamkeit – Merkmale und Erfolgskriterien

2 Fragestellung und Hypothesen

3 Methodik

3.1 Operationalisierung

3.1.1 Eingesetzte Verfahren

3.1.2 Kritische Betrachtung

3.2 Stichprobe

3.3 Familiäre Bedingungen/Umfeld

3.4 Untersuchungsdesign

3.5 Ablauf der Untersuchung

3.5.1 Schwierigkeiten bei der Datenerhebung

4 Ergebnisse

4.1 Gesamtauffälligkeit

4.2 Externalisierung

4.3 Internalisierung

4.4 Aufmerksamkeitsprobleme

4.5 Soziale Probleme

5 Diskussion

6 Offene Fragen und Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Wirksamkeit des sensorisch-integrativen Ansatzes in der Ergotherapie bei Kindern mit hyperkinetischen Störungen. Ziel ist es, durch eine evaluative Feldstudie zu klären, inwieweit diese therapeutische Intervention zur Minderung typischer Symptome und zur Verbesserung der psychosozialen Teilhabe der betroffenen Kinder beiträgt.

  • Wirksamkeitsprüfung sensorisch-integrativer Therapie bei ADHS/hyperkinetischen Störungen.
  • Analyse von Behandlungseffekten auf psychosoziale Kompetenzen und Verhaltensauffälligkeiten.
  • Untersuchung der Veränderung von Selbstvertrauen und Handlungsfähigkeit bei betroffenen Kindern.
  • Vergleich der Auswirkungen auf externalisierendes und internalisierendes Problemverhalten.
  • Herausforderungen in der methodischen Evaluation ergotherapeutischer Interventionen.

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Nosologie

Übereinstimmend werden in den beiden häufigsten Klassifikationssystemen – der >International Classification of Deseases< (ICD-10, Dilling, Freyberger, Schürman, Kleinschmidt, Müßigbrodt, 1996) und dem US-amerikanischen >Diagnostik and Statistical Manual< (DSM-IV, American Psychiatric Association, 1994; Saß, Wittchen, Zaudig, 1996) - Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität als Symptom- bzw. Forschungskriterien für eine hyperkinetische Störung (ICD-10) bzw. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (DSM-IV) angeführt. Im Folgenden soll einheitlich der Begriff „hyperkinetische Störung“ (F90), wie er im ICD-10 gebräuchlich ist, verwendet werden.

Im Gegensatz zur Übereinstimmung hinsichtlich der Symptomkriterien herrscht immer noch Uneinigkeit über eine befriedigende Untergliederung hyperkinetischer Störungen (Steinhausen, 1995). Im DSM-IV werden drei Subtypen spezifiziert; der Mischtyp, der vorherrschend unaufmerksame Typ und der vorherrschend hyperaktiv-impulsive Typ. Im ICD-10 wird in einfache Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung (F 90.0) und die hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens (F 90.1) unterschieden. Beiden Klassifikationssystemen gemeinsam wiederum ist eine Ordnung, die eine „nicht näher bezeichnete“ hyperkinetische Störung (F90.9) bzw. Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung ausgibt. Weitere diagnostische Merkmale sind, neben einem durchgehenden Muster benannter Kardinalsymptome, das Auftreten der Störung vor dem siebten Lebensjahr, die Beeinträchtigung durch die Symptome in mindestens zwei Lebensbereichen (Familie, Schule, Freizeit) und eindeutige Anzeichen einer Beeinträchtigung der entwicklungsgemäßen sozialen, schulischen oder beruflichen Leistungsfähigkeit. Zusätzlich zu den Kardinalsymptomen der hyperkinetischen Störung gibt es eine Reihe an Folge- und Begleitsymptomatiken, welche, aufgrund ihres Stellenwertes, nachstehend gesondert behandelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung und theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Störungsbild hyperkinetischer Störungen, die theoretischen Grundlagen des sensorisch-integrativen Ansatzes nach Ayres und diskutiert den aktuellen Forschungsstand zur Wirksamkeit dieser Therapieform.

2 Fragestellung und Hypothesen: Hier werden die Forschungsfragen der Diplomarbeit dargelegt sowie allgemeine und statistische Hypothesen für die Evaluation der Therapieergebnisse formuliert.

3 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Auswahl des Messinstruments (CBCL), die Stichprobenzusammensetzung und die organisatorischen Abläufe sowie auftretende Schwierigkeiten bei der Datenerhebung.

4 Ergebnisse: Die Ergebnisse der quantitativen Datenauswertung werden präsentiert, wobei die Mittelwertunterschiede der Skalen zur Gesamtauffälligkeit, Externalisierung, Internalisierung, Aufmerksamkeitsproblemen und sozialen Problemen dargestellt werden.

5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in Bezug zu den Hypothesen gesetzt und kritisch unter Berücksichtigung methodischer Grenzen und des Störungskonzepts diskutiert.

6 Offene Fragen und Perspektiven: Abschließend werden Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten gegeben und Möglichkeiten aufgezeigt, wie die sensorische Integrationstherapie wissenschaftlich fundierter evaluiert werden kann.

Schlüsselwörter

Hyperkinetische Störung, Sensorische Integrationstherapie, Ergotherapie, Evaluation, Child Behavior Checklist, ADHS, Selbstregulation, Psychosoziale Kompetenz, Verhaltensauffälligkeiten, Behandlungseffekte, Kinder- und Jugendpsychiatrie, evidenzbasierte Praxis, Selbstwert, therapeutische Intervention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit evaluiert den Behandlungserfolg des sensorisch-integrativen Ansatzes in der Ergotherapie bei Kindern, bei denen eine hyperkinetische Störung diagnostiziert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Symptomatik hyperkinetischer Störungen, die Theorie der Sensorischen Integration, methodische Aspekte der Therapieevaluation und die Anwendung psychodiagnostischer Fragebögen zur Wirksamkeitsmessung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob die sensorische Integrationstherapie als geeignete Behandlungsform für Kinder mit hyperkinetischen Störungen betrachtet werden kann und welche Behandlungseffekte dabei im Alltag erzielt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit verwendet ein vorexperimentelles „Ein-Gruppen-Vortest-Nachtest-Design“. Die Daten wurden mittels der „Child Behavior Checklist“ (CBCL) erhoben und statistisch durch t-Tests für abhängige Stichproben ausgewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den theoretischen Hintergrund zu den Störungen, die Darstellung der methodischen Vorgehensweise, die Präsentation der Messergebnisse zu verschiedenen Verhaltensskalen sowie deren kritische Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Sensorische Integrationstherapie, hyperkinetische Störung, Wirksamkeitsevaluation, Ergotherapie und Verhaltensauffälligkeiten charakterisiert.

Warum wurde die Child Behavior Checklist (CBCL) als Instrument gewählt?

Die CBCL wurde gewählt, weil sie eine breite Bandbreite an Funktionsbereichen erfasst, für Verlaufsmessungen geeignet ist und für die Eltern (als externe Beobachter) leicht anwendbar erscheint, was bei jüngeren Kindern besonders relevant ist.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen der Therapie auf die Selbstregulation?

Der Autor führt aus, dass die Therapie eine Verbesserung der Selbstregulation nahelegt. Das Kind lernt, den eigenen Erregungszustand besser zu modulieren, was sich in einer verringerten Symptomstärke und einer höheren Handlungsfähigkeit widerspiegelt.

Welche Herausforderungen bei der Datenerhebung werden genannt?

Der Autor berichtet von einer deutlich niedrigeren als geplanten Stichprobengröße. Dies wird unter anderem auf restriktivere Heilmittelrichtlinien, bürokratische Hürden bei den ärztlichen Überweisungen und Schwierigkeiten bei der Motivation der Therapeuten zur kontinuierlichen Datenerhebung zurückgeführt.

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Details

Title
Evaluation des Behandlungserfolges des sensorisch integrativen Ansatzes in der Ergotherapie bei Kindern mit hyperkinetischen Störungen
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Psychologie)
Grade
1,7
Author
Laurin Schaefgen (Author)
Publication Year
2005
Pages
66
Catalog Number
V46696
ISBN (eBook)
9783638438360
Language
German
Tags
Evaluation Behandlungserfolges Ansatzes Ergotherapie Kindern Störungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laurin Schaefgen (Author), 2005, Evaluation des Behandlungserfolges des sensorisch integrativen Ansatzes in der Ergotherapie bei Kindern mit hyperkinetischen Störungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46696
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