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Wertorientierte Steuerung. Das EVA-Konzept nach Stern-Stewart

Title: Wertorientierte Steuerung. Das EVA-Konzept nach Stern-Stewart

Seminar Paper , 2004 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tom Sieber (Author)

Business economics - Controlling
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Nach dem Vorbild amerikanischer Unternehmen hat sich auch in Europa seit Anfang der 90er Jahre vermehrt eine kapitalmarktorientierte respektive wertorientierte Unternehmensführung durchgesetzt. Definitionsgemäß umfasst diese alle Strategien und Maßnahmen des Managements, die darauf abzielen, den Wert des Unternehmens zu steigern. Grds. gilt, dass ein Unternehmen dann seinen Wert steigert, wenn der Ertrag durchgeführter Investitionen größer ist als die Kosten des dafür verwendeten Kapitals. Für die wertorientierte Unternehmensführung wurden zahlreiche Konzepte vorgestellt, von denen in der vorliegenden Arbeit auf das Konzept des Economic Value Added (EVA™) der Unternehmensberatung STERN STEWART & CO. eingegangen werden soll. Nach einer umfassenden Darstellung des EVA-Konzepts, seiner Bestandteile und der Berechnungsweise werden in Abschnitt 3 dieser Arbeit die möglichen Einsatzbereiche des EVA-Konzepts aufgezeigt. Eine Beurteilung des Konzepts folgt in Abschnitt 4, den Abschluss der vorliegenden Arbeit bildet ein Fazit in Abschnitt 5.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Aufgabenstellung und Gang der Arbeit

2. Darstellung des EVA-Konzepts nach STERN STEWART

2.1. Hintergrund und Darstellung des Grundkonzepts

2.1.1. Hintergrund der Entwicklung wertorientierter Steuerungskonzepte

2.1.2. Wesen & Charakter des EVA als wertorientiertes Steuerungskonzept

2.1.3. Berechnungsschema EVA

2.2. Berechnung der drei Basisgrößen

2.2.1. Eingesetzes Kapital (Capital)

2.2.2. Betrieblicher Gewinn nach Steuern (NOPAT)

2.2.3. Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC bzw. kWACC)

2.3. Konversionen vom “Accounting Model” zum “Economic Model”

2.3.1. Notwendigkeit und Zielsetzung der Konversionen

2.3.2. Mögliche Konversionen und ihre Systematisierung

2.3.3. Ausmaß der Konversionen in der betrieblichen Praxis

3. Vier Einsatzmöglichkeiten des EVA-Konzepts im Unternehmen

3.1. Periodische Performance-Messung mit Hilfe des EVA

3.2. Beurteilung von Investitionsentscheidungen

3.3. EVA zur Unternehmensbewertung

3.4. EVA als Entlohnungsinstrument / Wertorientiertes Anreizsystem

4. Beurteilung des EVA-Konzepts

4.1. Beurteilung der Grundlagen und der Berechnungsweise des EVA

4.2. Beurteilung des Anwendungsbereichs Erfolgsmessung

4.3. Beurteilung der Anwendung zur Fundierung von Entscheidungen

4.4. Beurteilung des Anwendungsbereichs Entlohnungsinstrument

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des Economic Value Added (EVA) als Instrument der wertorientierten Unternehmenssteuerung. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen, die Berechnungsmethodik sowie die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten und kritischen Aspekte dieses von Stern Stewart entwickelten Modells fundiert darzustellen und zu bewerten.

  • Grundlagen des wertorientierten Managements
  • Methodik zur Berechnung des EVA (NOPAT, Capital, WACC)
  • Einsatzmöglichkeiten in Performance-Messung, Investitionsrechnung und Anreizsystemen
  • Kritische Würdigung der methodischen Ansätze und Implementierungshürden
  • Praktische Fallstudie zur Umsetzung im Siemens-Konzern

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Wesen & Charakter des EVA als wertorientiertes Steuerungskonzept

Ausgehend von der Kritik an bestehenden finanziellen Führungssystemen in Unternehmen stellten JOEL M. STERN und G. BENNETT STEWART III, Gründer der Unternehmensberatung STERN STEWART & CO., ihr Konzept für eine wertorientierte Unternehmenssteuerung vor. Ihre Kritik an traditionellen Führungssystemen lässt sich zu fünf Punkten zusammenfassen, die nachfolgend kurz genannt seien: (1) Die Vielzahl verwendeter Steuerungsgrößen führt zu Konfusion und Demotivation. (2) Finanzielle Maßstäbe stammen i.d.R. aus buchhalterischen Daten, welche die wirtschaftlichen Zusammenhänge verfälschen und nicht mit der tatsächlichen Wertschaffung zusammenhängen. (3) Zielvorgaben werden in Budgetverhandlungen vereinbart, die Manager dazu veranlassen, hinsichtlich des tatsächlichen Potentials ihrer Geschäfte zu über- oder zu untertreiben. (4) Planung, Budgetierung, Berichtswesen und Vergütung sind nicht integriert und (5) traditionelle Anreizsysteme beinhalten zu geringe erfolgsabhängige Bestandteile.

Es ist der Anspruch von STERN STEWART, diese Problemkreise zu überwinden und den Wohlstand der Aktionäre, der anhand der absoluten Steigerung des Unternehmenswertes gemessen wird, zu maximieren. Dabei orientieren sie sich am EVA als Maßgröße des betrieblichen Übergewinns, d.h. Aktivitäten werden als wertschaffend angesehen, wenn der Erfolg die Kosten des zur Erreichung des Erfolges eingesetzten Kapitals übertrifft, also eine im Vergleich zu Opportunitätsanlagen hergeleitete Mindestverzinsung übertroffen wird. Jedoch wird nicht nur die geforderte Mindestverzinsung der Fremd-, sondern auch der Eigenkapitalgeber berücksichtigt. Die Anwendung des Übergewinns ist der zentrale Unterschied zur DCF-Methode, bei der ein Kapitalwertkalkül durch Diskontierung von FCFs angewendet wird. Als absolute Größe zeigt der EVA den periodischen Wertbeitrag eines Unternehmens/einer Einheit nach Abzug der Kapitalkosten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Aufgabenstellung und Gang der Arbeit: Diese Einleitung skizziert den wachsenden Stellenwert wertorientierter Unternehmensführung und definiert den Untersuchungsgegenstand des EVA-Konzepts.

2. Darstellung des EVA-Konzepts nach STERN STEWART: Dieses Kapitel erläutert das Grundkonzept, die notwendigen Berechnungsgrößen sowie die Konversionen, um bilanzielle Daten in ökonomisch aussagekräftige Kennzahlen zu transformieren.

3. Vier Einsatzmöglichkeiten des EVA-Konzepts im Unternehmen: Hier werden die Anwendungsgebiete des EVA, von der Performance-Messung über Investitionsentscheidungen bis hin zur Unternehmensbewertung und Entlohnung, detailliert beschrieben.

4. Beurteilung des EVA-Konzepts: In diesem Teil erfolgt eine kritische Würdigung der Methodik, der praktischen Anwendbarkeit und der Auswirkungen auf die Unternehmenssteuerung.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Einsatzbereiche zusammen, weist aber auch auf die Gefahren einer zu einseitigen finanziellen Ausrichtung sowie auf die Herausforderungen der Implementierung hin.

Schlüsselwörter

Economic Value Added, EVA, Wertorientierte Unternehmenssteuerung, NOPAT, WACC, Kapitalkosten, Shareholder Value, Residualgewinn, Performance-Messung, Investitionsrechnung, Anreizsysteme, Stern Stewart, Unternehmensbewertung, Kapitalallokation, Konversionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Seminararbeit befasst sich mit der wertorientierten Unternehmensführung und analysiert das Economic Value Added (EVA)-Konzept von Stern Stewart als Instrument zur Steuerung und Messung des Unternehmenserfolgs.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Berechnung des EVA, seiner Anwendung in verschiedenen betrieblichen Funktionen und der kritischen Reflexion seiner Eignung als Steuerungsinstrument.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das EVA-Konzept umfassend darzustellen, seine mathematischen Grundlagen zu erklären und seinen Nutzen sowie seine Schwächen gegenüber traditionellen Kennzahlen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender betriebswirtschaftlicher Forschung und Konzepte zu wertorientierten Steuerungsgrößen.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Konzepts inklusive Berechnungsschema und Konversionen, die vier Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen sowie eine differenzierte Beurteilung des Modells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen EVA, NOPAT, Kapitalkosten (WACC), Residualgewinn, Wertsteigerung und Shareholder Value.

Wie unterscheidet sich der EVA von klassischen Cashflow-Kennzahlen?

Der EVA verwendet periodisierte Jahresabschlussdaten und korrigiert diese durch Konversionen, während Cashflow-Kennzahlen auf tatsächlichen Zahlungsströmen basieren, die als oft schwer steuerbar und volatiler wahrgenommen werden.

Welche Rolle spielt das Lücke-Theorem im Kontext des EVA?

Das Lücke-Theorem ist von zentraler Bedeutung, da es die theoretische Äquivalenz zwischen zahlungsbasierten Kapitalwertkalkülen und gewinnbasierten Residualgewinn-Rechnungen beweist, was den EVA als fundierte Entscheidungsbasis legitimiert.

Wie wird das EVA-Konzept im Siemens-Konzern konkret umgesetzt?

Siemens verwendet den sogenannten Geschäftswertbeitrag (GWB), eine an das externe Rechnungswesen angelehnte Residualgewinn-Konzeption, um die Wertschaffung in verschiedenen Geschäftsbereichen einheitlich zu steuern.

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Details

Title
Wertorientierte Steuerung. Das EVA-Konzept nach Stern-Stewart
College
Justus-Liebig-University Giessen  (Lehrstuhl für Industrielles Management & Controlling, Prof. Weißenberger)
Grade
1,3
Author
Tom Sieber (Author)
Publication Year
2004
Pages
35
Catalog Number
V46715
ISBN (eBook)
9783638438513
Language
German
Tags
Wertorientierte Steuerung EVA-Konzept Stern-Stewart
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Sieber (Author), 2004, Wertorientierte Steuerung. Das EVA-Konzept nach Stern-Stewart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46715
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