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Novgorod und die Hanse

Title: Novgorod und die Hanse

Term Paper , 2001 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andreas von Münchow (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Seit dem Niedergang Kievs im 12. Jahrhundert bildet Novgorod das wirtschaftlich und kulturell bedeutendste Zentrum der Rus‘ und wurde erst im 15. Jahrhundert von Moskau abgelöst. Novgorod war im Mittelalter die bei weitem größte Stadt mit mehr als 20.000 Einwohnern im 13. Jahrhundert. Diese mittelalterliche Großstadt war durch ihre verkehrsgünstige Lage am Wolchow ein Eckpfeiler des Hansehandels, das Zentrum hansisch-russischer Beziehungen geworden. Novgorod, was soviel wie „Neue Burg“ bedeutet, war zu jener Zeit ein Fürstentum, das faktisch unter der Herrschaft der Bojaren stand. Novgorod war neben Pleskau die größte Stadt im Norden Osteuropas und ab dem 12. Jahrhundert auch bedeutendes Zentrum des Handwerks. Besonders die deutschen Kaufleute nutzten Novgorod als Kontor für ihren Handel im Ostseeraum und nahmen in hohem Maße Einfluß auf die Stadtentwicklung. Die Geschichte des aufstrebenden Hansehandels mit dem Novgoroder Kontor, der seine Anfänge im 12. Jahrhundert fand, bis zu seinem Ende im 16. Jahrhundert, soll diese Hausarbeit mit besonderem Hinblick auf den Handel mit den Deutschen und die Entwicklung deren Niederlassung, dem Peterhof, näher erläutern. Wie sich der Handel mit Novgorod im Mittelalter entwickelte, welche die Handelsbeziehungen regelnden Institutionen es gab, welche Beziehungen die Deutschen zu den Russen pflegten und warum Novgorod seine bedeutende Stellung im 16. Jahrhundert verlor, sollen die Leitfragen dieser Hausarbeit sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Novgorod und die Hanse

2. Von Visby nach Novgorod - Die Anfänge der hansisch-russischen Beziehungen

3. Das Hansekontor in Novgorod

3.1 Der Peterhof

3.2 Die Sommer- und Winterfahrer

3.3 Die Hofordnung – die Schra

3.3.1 Abgaben der Kaufleute und der Handel mit den Russen

3.3.2 Die Organisation im Kontor

4. Der Handel

4.1 Die Exportwaren

4.2 Die Importwaren

4.3 Die Handelsbeziehungen zu den Russen

5. Das Ende des Kontors

5.1 Die Spätzeit der Handelsbeziehungen mit Novgorod

5.1.1 Die Konkurrenz mit den livländischen Städten

5.1.2 Die Schließung des Kontors

5.1.3 Die Neueröffnung des Peterhofes

Zielsetzung und Themen

Diese Hausarbeit untersucht die historische Entwicklung der hansisch-russischen Handelsbeziehungen zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert, wobei der Fokus auf dem bedeutenden Hansekontor in Novgorod, dem sogenannten Peterhof, liegt. Dabei wird analysiert, wie sich die Handelsstrukturen institutionalisierten, welche sozialen und ökonomischen Rahmenbedingungen den Handel prägten und welche Faktoren letztlich zum Bedeutungsverlust Novgorods als Handelszentrum für die Hanse führten.

  • Gründung und Entwicklung der hansischen Niederlassung Peterhof
  • Regulierung des Handels durch die Hofordnung („Schra“)
  • Wirtschaftliche Bedeutung des Pelz- und Wachshandels
  • Konfliktlinien zwischen der Hanse, dem Deutschen Orden und dem aufstrebenden Moskau
  • Wandel von der genossenschaftlichen Hanse zur Städtehanse

Auszug aus dem Buch

3. Das Hansekontor in Novgorod

Nachdem sich die Zahl der deutschen Kaufleute in Novgorod ständig vergrößerte, die Unterkunft im Gotenhof somit nicht mehr möglich war, erwarben die Deutschen bald selbst eine eigene Niederlassung in Novgorod.

3.1 Der Peterhof

Als Resultat des ersten Handelsvertrages mit den Novgorodern, erhielten die Deutschen um 1190 das Recht, ihre eigene Niederlassung, den Peterhof oder curia sancti Petri, zu gründen. Novgorod stellte das älteste Auslandskontor und mitunter auch das wichtigste Kontor der Hanse dar. Die Niederlassung befand sich auf dem östlichen Wolchow-Ufer, auf der sogenannten Handelsseite, am Südrand des Marktes und wurde von einer Palisade umgeben, welche im Verteidigungsfall ausreichend Schutz bieten sollte. Das Zentrum der Niederlassung bildete die Peterskirche, ein gewölbter, chorloser, dreischiffiger, unterkellerter Steinbau. Die Peterskirche wurde nicht nur als Kirche genutzt, sie diente gleichzeitig als Warenspeicher, Schatzkammer und Archiv. Durch ihren Steinbau war die Kirche vor Feuer relativ geschützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Novgorod und die Hanse: Einführung in die historische Bedeutung Novgorods als wirtschaftliches Zentrum der Rus’ und Überblick über die Zielsetzung der Arbeit.

2. Von Visby nach Novgorod - Die Anfänge der hansisch-russischen Beziehungen: Darstellung der frühen Handelskontakte norddeutscher Kaufleute mit dem russischen Raum in Anknüpfung an gotländische Handelsrouten.

3. Das Hansekontor in Novgorod: Detaillierte Beschreibung des Peterhofes, der täglichen Abläufe und der internen rechtlichen Ordnung durch die sogenannte Schra.

4. Der Handel: Analyse der gehandelten Export- und Importgüter sowie der monopolartigen Handelsstrukturen der Hanse gegenüber den Russen.

5. Das Ende des Kontors: Untersuchung der politischen Einflussfaktoren, insbesondere durch das Moskauer Großfürstentum und die Konkurrenz livländischer Städte, die zum Niedergang des Kontors führten.

Schlüsselwörter

Hanse, Novgorod, Peterhof, Handel, Mittelalter, Russland, Handelsbeziehungen, Schra, Pelzhandel, Wachshandel, Osteuropa, Hansekontor, Wirtschaftsgeschichte, Iwan III., Städtehanse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der Handelsbeziehungen zwischen der Hanse und der Stadt Novgorod im Mittelalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Entwicklung des Kontors Peterhof, die rechtliche Organisation des Handels durch die „Schra“ und die wirtschaftliche Bedeutung der Warenströme zwischen Ost und West.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung, die institutionellen Rahmenbedingungen und den schließlichen Untergang des Hansekontors in Novgorod historisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse auf Basis einschlägiger Fachliteratur und Quellen zur hansischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Handelsniederlassung (Peterhof), die Analyse der Warenströme sowie die Untersuchung der politischen Konflikte, die zum Ende des Kontors führten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Hanse, Novgorod, Peterhof, Pelzhandel, Handelsmonopol und Wirtschaftsgeschichte.

Was bedeutete die „Schra“ für die Kaufleute im Kontor?

Die „Schra“ war die Satzung des Peterhofes, die das Zusammenleben, den Handel mit den Russen sowie Disziplinarmaßnahmen regelte und die Einhaltung der hanseatischen Ordnung sicherstellte.

Warum verlor Novgorod im 16. Jahrhundert seine Bedeutung für die Hanse?

Die politische Expansion des Moskauer Reiches unter Iwan III. und der daraus resultierende feindliche Umgang mit ausländischen Kaufleuten sowie die Verlagerung der Handelswege in andere Regionen führten zum Niedergang.

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Details

Title
Novgorod und die Hanse
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Historisches Seminar)
Course
Der Moskauer Staat und seine Nachbarn
Grade
1,7
Author
Andreas von Münchow (Author)
Publication Year
2001
Pages
17
Catalog Number
V46738
ISBN (eBook)
9783638438735
Language
German
Tags
Novgorod Hanse Moskauer Staat Nachbarn
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas von Münchow (Author), 2001, Novgorod und die Hanse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46738
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