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Die Ehe im Alten Testament und das Ehebruchsverbot im Dekalog

Titel: Die Ehe im Alten Testament und das Ehebruchsverbot im Dekalog

Hausarbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Theologie - Historische Theologie, Kirchengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie sah eine Ehe im Alten Testament aus und wie wurde das Ehebruchsverbot des Dekalogs befolgt und umgesetzt?
Mit dieser Frage soll sich im Folgenden diese Hausarbeit näher beschäftigen. Dazu wird zunächst allgemein auf die Ehe im Alten Testament eingegangen, wobei zunächst der Begriff „Ehe“ sowie die rechtlichen Bestimmungen näher erläutert werden. Anschließend werden mehrere Faktoren, die in der Ehe im Alten Orient eine Rolle spielten, thematisiert: Mitgift, Ehevertrag, Brautgeld sowie die Partnerwahl. Schlussendlich wird ein kurzer Überblick über die Ehescheidung gegeben und ein genauerer Blick auf das Ehebruchsverbot im Dekalog geworfen.

Der Dekalog – Bereits im Kindesalter oder aber spätestens im Religionsunterricht lernen wir die Zehn Gebote des Alten Testaments kennen. Sie bilden die Grundlage der christlichen Ethik und sind deshalb im Christentum von zentraler Bedeutung. Die Gebote regeln die Haltung des Menschen zu Gott und zu seinen Mitmenschen. Nach der biblischen Überlieferung wurden die Zehn Gebote dem Propheten Mose auf dem Berg Sinai von Gott auf zwei Tafeln übergeben. An dieser Stelle sei bereits erwähnt, dass im Alten Testament weder Eheideale noch ethische Normen bzw. Moralprinzipien bezeugt werden, genauso wenig wie ein systematisches Eherecht. Die Texte des Alten Testaments liefern viel mehr Beispiele öffentlicher Regelungen gesellschaftlich relevanter Ehekonflikte.

Die Ehe wird unter anderem im Dekalog thematisiert. Ein Gebot des Dekalogs lautet „Du sollst nicht ehebrechen.“ Obwohl es eines der bekanntesten Gebote ist, verliert das Gebot in der heutigen Zeit immer mehr an Stellenwert – Ehebruch zieht keinerlei rechtliche Folgen mehr mit sich und auch ethisch scheinen die Menschen anders darüber zu denken, als früher im Alten Orient.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ehe im AT

2.1 Rechtliche Bestimmungen

2.2 Heirat

2.3 Ehevertrag

2.4 Brautgeld

2.5 Mitgift

2.6 Partnerwahl

3. Ehescheidung

4. Ehebruch

4.1 Rechtsfall

4.2 Folgen

4.3 Ehebruchsverbot im Dekalog

5. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis von Ehe und Ehescheidung im Alten Testament sowie die Bedeutung und Umsetzung des Ehebruchsverbots aus dem Dekalog. Dabei wird insbesondere beleuchtet, inwieweit soziale, rechtliche und ethische Rahmenbedingungen des Alten Orients die biblischen Regelungen prägten.

  • Strukturen und rechtliche Grundlagen der Ehe im Alten Orient
  • Die Rolle von Ehevertrag, Brautgeld und Mitgift als Absicherung
  • Prozesse und soziale Implikationen der Ehescheidung
  • Definition und rechtliche Sanktionierung von Ehebruch
  • Die ethische und religiöse Intention hinter dem Gebot "Du sollst nicht ehebrechen"

Auszug aus dem Buch

4.3 Ehebruchsverbot im Dekalog

Der Dekalog, was wörtlich übersetzt „Zehn Worte“ bedeutet, findet sich im Alten Testament sowohl in Ex 20 als auch in Dtn 5. Das sechste Gebot des Dekalogs thematisiert den Ehebruch. So heißt es in Ex 20,14 und Dtn 5,18 „Du sollst nicht ehebrechen“, Ehebruch ist also durch den Dekalog verboten. Das Gebot steht zwischen Mord und Diebstahl, es gehört also zu den Geboten, die den Nächsten vor schadenden Handlungen schützen sollen. Laut Lev 18,20 mache Ehebruch unrein.

In den vorherigen Kapiteln wurde bereits näher ausgeführt, was genau unter Ehebruch verstanden wurde und welche rechtlichen Folgen dies mit sich trug. Ehebruch ist in erster Linie ein privates Verbrechen, allerdings stellen mehrere Berichte den Ehebruch als eine Verfehlung da, die von Gott gestraft wird, womit also auch religiöse Motive eine Rolle spielen. So heißt es in Gen 20,7:

So gib nun dem Mann seine Frau wieder, denn er ist ein Prophet, und lass ihn für dich bitten, so wirst du am Leben bleiben. Wenn du sie aber nicht wiedergibst, so wisse, dass du des Todes sterben musst und alles, was dein ist.

Welche Intention steht aber nun hinter diesem Dekalogverbot? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, weshalb mehrere Aspekte in Betracht gezogen werden müssen. Zum einem spielt das Eigentumsrecht eine Rolle. E. Otto beschreibt dies wie folgt:

„Der exklusive Anspruch des Ehemannes auf die Sexualität der Ehefrau dient der besitzrechtlichen Unterordnung der Frau unter ihren Mann.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Zehn Gebote und die Relevanz der Untersuchung von Ehe und Ehebruch im alttestamentlichen Kontext.

2. Ehe im AT: Darstellung der Ehe als privatrechtliches Bindungsmodell und Analyse der verschiedenen Faktoren wie Verträge, Mitgift und Partnerwahl.

3. Ehescheidung: Erläuterung der einseitigen Scheidungsmöglichkeit durch den Mann und der damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Konsequenzen.

4. Ehebruch: Definition des Ehebruchs als Geschlechtsakt, Darstellung der strafrechtlichen Folgen sowie Diskussion der Intention des Dekalogverbots.

5. Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der pragmatischen Funktion der Ehe und der Bedeutung des Ehebruchsverbots im historischen Kontext.

Schlüsselwörter

Altes Testament, Dekalog, Ehebruch, Ehe, Ehescheidung, Ehevertrag, Brautgeld, Mitgift, alttestamentliche Ethik, Rechtsgeschichte, Steinigung, Schuldsklaverei, Prophetie, Familienrecht, Sühnegeld.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Ehe und die juristische sowie ethische Einordnung von Ehebruch innerhalb des Alten Testaments und des Dekalogs.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Eherecht, die soziale Funktion der Eheschließung, Scheidungsmodalitäten und die Interpretation des Ehebruchsverbots.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen modernen Vorstellungen von Ehe und den pragmatischen, teils besitzrechtlich geprägten Strukturen der alttestamentlichen Zeit zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine exegese- und rechtsgeschichtliche Analyse biblischer Texte unter Einbeziehung altorientalischer Quellen und Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Eheformen, der Scheidung und des Ehebruchs, inklusive einer spezifischen Untersuchung der Intention hinter dem Dekaloggebot.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Ehe, Ehebruch, Dekalog, Recht, Brautgeld, Mitgift und das Alte Testament.

Welche Bedeutung hatte das Brautgeld (Mohar) im Alten Testament?

Das Brautgeld war eine Kompensationsleistung an die Familie der Braut, die eher als Rechtssicherung und Entschädigung zu verstehen ist und nicht als Kaufpreis.

Warum spielt die Vaterschaft eine zentrale Rolle bei der Bestrafung von Ehebruch?

Da eine sichere Bestimmung der Vaterschaft technisch nicht möglich war, diente das Verbot des Ehebruchs dazu, die legitime Erblinie innerhalb der Familie zu schützen.

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Details

Titel
Die Ehe im Alten Testament und das Ehebruchsverbot im Dekalog
Hochschule
Universität Siegen
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V467902
ISBN (eBook)
9783668935822
ISBN (Buch)
9783668935839
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alten testament ehebruchsverbot dekalog
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2017, Die Ehe im Alten Testament und das Ehebruchsverbot im Dekalog, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/467902
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Leseprobe aus  14  Seiten
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