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Was passiert beim Schreiben? Die Entwicklung des Schreibprozessmodells von Hayes und Flower im Ablauf der Zeit

Title: Was passiert beim Schreiben? Die Entwicklung des Schreibprozessmodells von Hayes und Flower im Ablauf der Zeit

Seminar Paper , 2019 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics for the subject German - Grammar, Style, Working Technique
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Im Rahmen dieser Arbeit wird das Thema „Was passiert beim Schreiben – Die Entwicklung des Schreibprozessmodells von Hayes und Flower im Ablauf der Zeit“ beleuchtet. Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser eine Antwort auf die Forschungsfrage „Inwiefern hat die Kritik am Model von Hayes und Flower die Entwicklung weiterer Schreibprozessmodelle beeinflusst?“ zu geben. Auf Grund der größeren Komplexität und der feineren Ausstrukturierung, aber auch wegen der höheren schreibwissenschaftlichen Bedeutung, wird das Hayes & Flower Modell einen wesentlichen Teil dieser Arbeit einnehmen. In den jüngsten Modellen, wie zum Beispiel den Arbeiten von Ludwig oder Molitor-Lübbert, wurden die Annahmen des Modells von Hayes und Flower über die rein kognitiven Prozesse um zum Beispiel motorische Handlungen erweitert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Schreibprozess

3. Das Schreibprozessmodell von Hayes und Flower

3.1 Aufgabenumgebung

3.2 Langzeitgedächnis

3.3 Planung und Ausführung

4. Anklang und Kritik am Urmodell von Hayes und Flower

4.1 Anklang des Modells

4.2 Kritik am Modell von Hayes und Flower

5. Weiterentwicklungen des Modells

5.1 Modell von Hayes (1996)

5.2 Modell von Molitor-Lübbert (1991)

Zielsetzung & Themen

Diese Seminararbeit untersucht die historische Entwicklung und theoretische Evolution der Schreibprozessmodelle, ausgehend vom Urmodell von Hayes und Flower bis hin zu späteren Weiterentwicklungen. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die Kritik am ursprünglichen Modell die Konzeption neuer, komplexerer Modelle beeinflusst hat und welche Bedeutung dabei kognitiven, affektiven sowie sozialen Faktoren beigemessen wurde.

  • Grundlagen der Schreibforschung und Definition des Schreibprozesses
  • Analyse des kognitiven Urmodells von Hayes und Flower
  • Kritische Würdigung der Ansätze bezüglich kognitiver Einseitigkeit und fehlender sozialer Interaktion
  • Vergleichende Betrachtung weiterführender Modelle (Hayes 1996, Molitor-Lübbert 1991)
  • Bedeutung von Schreibmedium, Motivation und Arbeitsgedächtnis für den Schreibprozess

Auszug aus dem Buch

3. Das Schreibprozessmodell von Hayes und Flower

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, stellt dieses Modell das wohl bekannteste Textproduktionsmodell dar und ist zugleich eins der Ausgangspunkte für die gesamte Schreibforschung. Dieses wurde von John Hayes und Linda Flower im Jahr 1980 entwickelt. Hayes und Flower beschreiben die Textproduktion als ein Gesamtprozess (writing process), welcher in sogenannte Teilprozesse (suprocesses) aufgespaltet wird. Viele der für Weiterentwicklungen folgender Schreibmodelle benötigten Impulse gingen von diesem Modell, auf das in der Schreibdidaktik häufig zurückgegriffen wird, aus.

Wie in Abbildung 1 zu erkennen ist, besteht das Modell von Hayes und Flower aus drei Hauptelementen: dem Langzeitgedächtnis (Writer’s long term memory), der Aufgabenumgebung (Taks Environment) und der Planungs- und Ausführungskomponente. Dabei liegt der Kernaspekt in der Lossagung einer linearen Abfolge konkreter Phasen hin zu einer rekursiven Bearbeitung einzelner Teilprozesse. Die bis 1980 in der Schreibforschung geltenden Teilprozesse Planung, Übertragung und Prüfung wurden zwar von Hayes und Flower übernommen, allerdings eröffnet das Modell die Möglichkeit, dass der Schreiber in einen der bereits abgeschlossenen Teilprozesse zurückspringen und dort Veränderung vornehmen kann bzw. neu beginnen kann. Dieses rekursive Verhalten war ein charakteristisches Novum in den kognitiv orientierten Modellen. Allerdings darf die Rekursivität nicht als ständiger Wechsel zwischen den einzelnen Teilprozessen gesehen werden. Der Schreiber muss in der Lage sein einzelne Teilprozesse ordentlich und mit einer bewussten Strategie zu bewältigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Relevanz der Schreibforschung ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich des Einflusses kritischer Auseinandersetzungen auf die Modellentwicklung.

2. Definition von Schreibprozess: Dieses Kapitel verdeutlicht die theoretische Uneinigkeit über den Begriff des Schreibprozesses und kontrastiert die verschiedenen Auffassungen als Problemlösemodell oder umfassenden Vorbereitungsprozess.

3. Das Schreibprozessmodell von Hayes und Flower: Hier werden die zentralen Komponenten des kognitiven Urmodells (Aufgabenumgebung, Langzeitgedächtnis, Planung und Ausführung) detailliert erläutert.

4. Anklang und Kritik am Urmodell von Hayes und Flower: Das Kapitel bietet eine Gegenüberstellung der fachlichen Anerkennung des Modells als Heuristik sowie der substanziellen Kritik an seiner kognitiven Verengung und mangelnden Berücksichtigung von Kontextfaktoren.

5. Weiterentwicklungen des Modells: Hier wird aufgezeigt, wie spätere Ansätze (Hayes 1996, Molitor-Lübbert 1991) die Kritik am Urmodell aufnahmen und affektive sowie soziale Aspekte integrierten.

Schlüsselwörter

Schreibprozess, Hayes und Flower, Textproduktion, Schreibforschung, Kognitive Psychologie, Rekursivität, Aufgabenumgebung, Schreibdidaktik, Molitor-Lübbert, Modellentwicklung, Schreibkompetenz, Schreibhandeln, Schreibmodell, Schreibanfänger, Schreibexperten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Entwicklung von Schreibprozessmodellen, insbesondere mit dem Wandel vom kognitiv geprägten Urmodell von Hayes und Flower hin zu differenzierteren Modellen.

Welche zentralen Themenbereiche werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Definition des Schreibens, die kognitiven Grundlagen der Textproduktion, die kritische Diskussion bestehender Modelle und die Integration neuer Faktoren wie Motivation und soziale Kontexte ab.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Kritik am ursprünglichen Modell von Hayes und Flower die Weiterentwicklung nachfolgender Schreibprozessmodelle maßgeblich beeinflusst hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin führt eine theoretische Literaturanalyse durch, bei der sie primärwissenschaftliche Quellen und Standardwerke der Schreibforschung gegenüberstellt und kritisch auswertet.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Hayes-Flower-Urmodells, eine fundierte Analyse der Kritikpunkte (z.B. durch Nystrand, Molitor-Lübbert, Ludwig) und die Vorstellung daraus resultierender Modell-Neuerungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wichtige Schlüsselwörter sind Schreibprozess, Rekursivität, Textproduktion, Kognition, Schreibdidaktik und Modellentwicklung.

Wie unterscheidet sich das Modell von Hayes (1996) vom ursprünglichen Modell?

Das Modell von 1996 ist umfassender und integriert neben kognitiven Prozessen explizit affektive Faktoren, soziale Kontexte und die Rolle des gewählten Schreibmediums.

Welche Rolle spielt die "Rekursivität" in den diskutierten Schreibmodellen?

Die Rekursivität beschreibt die Fähigkeit des Schreibers, während des Prozesses bewusst zwischen verschiedenen Teilphasen (Planung, Formulierung, Überarbeitung) zu springen, anstatt einen rein linearen Ablauf zu verfolgen.

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Details

Title
Was passiert beim Schreiben? Die Entwicklung des Schreibprozessmodells von Hayes und Flower im Ablauf der Zeit
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2019
Pages
16
Catalog Number
V467904
ISBN (eBook)
9783668925274
ISBN (Book)
9783668925281
Language
German
Tags
schreiben entwicklung schreibprozessmodells hayes flower ablauf zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2019, Was passiert beim Schreiben? Die Entwicklung des Schreibprozessmodells von Hayes und Flower im Ablauf der Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/467904
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